L 3001: Carl-Ulrich-Brücke zwischen Frankfurt und Offenbach freigegeben

Nach gut zwei Jahren Bauzeit wurde am Donnerstag, den 4. Dezember die neue Carl-Ulrich-Brücke zwischen Frankfurt und Offenbach termingerecht fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben.

Die alte Brücke musste aufgrund des schlechten Bauwerkszustandes erneuert werden. Sie hatte nur noch eine Nutzungsgenehmigung bis Ende 2014, da sie sprödbruchgefährdet war und bei länger anhaltenden tiefen Temperaturen gesperrt werden musste. Der Schwerverkehr auf der Brücke war bereits längere Zeit auf 7,5 Tonnen beschränkt.

Als Ersatzneubau wurde eine 3-feldrige Stahlverbundbrücke errichtet. Die Anzahl der Stützen wurde verringert, was deutliche Vorteile für die Main-Schifffahrt hat. Die Mittelöffnung ist jetzt ca. 112 Meter groß. Die Gesamtbreite des Bauwerks erhöhte sich von 13 auf 14 Meter. Die Fahrbahnbreite wurde beibehalten; die Mehrbreite kommt den Fußgängern und den Radfahrern zugute.

Um die Dauer der Vollsperrung der L 3001 auf ein Minimum zu begrenzen, wurde die neue Stahlverbundbrücke am Mainufer östlich der vorhandenen Brücke auf Hilfspfeilern erstellt. Am 27. und 28. April 2014 wurde der 180 Meter lange Stahlmittelteil der neuen Verbundbrücke parallel zur alten Carl-Ulrich-Brücke eingeschwommen. In einer einmonatigen Vollsperrung wurde die fertig hergestellte neue Brücke im November 2014 mit Hilfe hydraulischer Pressen querverschoben und anschließend in ihre endgültige Lage abgesenkt.

Das Bauende für die Gesamtmaßnahme ist für Mitte 2015 geplant. Bis dahin werden Restarbeiten durchgeführt wie die Vervollständigung der Straßenrampen (Erd- und Asphaltarbeiten), Anpassungen an den Geh- und Radwegen, die Wiederherstellung der Bauflächen sowie Leitungsverlegungen.

Fakten

  • Gesamtlänge der neuen Brücke: 234 m
  • Gesamtkosten: ca. 17 Mio. € brutto (werden jeweils zur Hälfte vom Land Hessen und von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes getragen; ohne Kosten für Kampfmittelbergung)
  • Verkehrsbelastung: 18.600 Kfz/24h, davon Schwerverkehr ca. 900 Kfz/24h