Vor den über 130 Fachkräften aus mehr als 20 Gewerken lag eine Mammutaufgabe: Vom 18. bis 21. September wurde die A 7 für 55 Stunden auf einer Länge von gut 15 Kilometern nördlich und südlich des Elbtunnels voll gesperrt. Auslöser für die längste Vollsperrung des Elbtunnels seit Fertigstellung der vierten Tunnelröhre im Jahr 2002 war das DEGES-Projekt K 30 (Rampenbauwerk südlich des Elbtunnels): Für die nächste Bauphase musste beispielsweise eine neue Software auf den Verkehrsrechner in der Tunnelbetriebszentrale des Elbtunnels eingespielt und eine neue Verkehrszeichenbrücke aufgestellt werden.

Insbesondere die Aufstellung der neuen Verkehrszeichenbrücke war dabei eine Herausforderung, denn mit einer Spannweite von 67 Metern ist sie die größte deutschlandweit. Bevor sie am Samstagmorgen aufgelegt werden konnte, musste die alte Verkehrszeichenbrücke zunächst zurückgebaut werden. Der Rückbau startete Freitagnacht mit Beginn der Vollsperrung der A 7. Samstag, Punkt 7 Uhr: Die neue Verkehrszeichenbrücke hing am eigens für sie bereits in der Woche davor aufgebauten Kran. Die 100 Tonnen Stahl waren in nur zehn Minuten millimetergenau positioniert, um sie dann zu verbolzen. Im Anschluss begann die verkehrs- und betriebstechnische Ausstattung und die Anbindung an den Verkehrsrechner.

Für die Umstellung der Verkehrsführung waren umfangreiche Demarkierungs- und Markierungsarbeiten sowie der Umbau der mobilen Schutzwände auf der gesamten Länge zwischen dem südlichem Elbtunnelportal und der AS HH-Heimfeld erforderlich. Die Kollegen der Verkehrssicherung waren das ganze Wochenende Tag und Nacht im Mehrschichtbetrieb auf der Strecke.

Zudem hatten sich drei weitere DEGES-Projekte südlich und nördlich des Elbtunnels für bauvorbereitende Maßnahmen angeschlossen.

Auf der K 20 Hochstraße Elbmarsch wurden während dieser Vollsperrung drei Überfahrungshilfen hergestellt, die eine vollständige Sanierung der darunterliegenden Megastützen der Brücke Hochstraße Elbmarsch ermöglichen, ohne den Verkehrsfluss auf der A 7 zu beeinträchtigen. Zudem wurden drei weitere Verkehrszeichenbrücken demontiert, die der Erweiterung der K 20 auf acht Fahrstreifen im Wege standen.

Im Bereich des neuen Autobahnkreuzes A 7/A 26 nördlich der Anschlussstelle HH-Hausbruch erfolgte die Baufeldfreimachung, um zeitnah mit den Arbeiten beginnen zu können.

Im Norden nutzte das Tunnelbauprojekt Altona der DEGES die Sperrung für mehrere bauvorbereitende Maßnahmen: Der größte Teil der Mittelkettenbeleuchtung südlich des Osdorfer Weges wurde demontiert. Das Schutzgerüst am Brückenbauwerk Behringstraße wurde zurückgebaut und unter dem Überführungsbauwerk Osdorfer Weg wiederaufgebaut. Zudem wurden Kabelleerrohrtrassen verlegt und Baugrunderkundungen durchgeführt.

Der Tunnelbetrieb selbst war intensiv an der Aufschaltung der neuen Tunnelsoftware beteiligt. Der Betriebsdienst der Autobahn und die Autobahnmeisterei Othmarschen nutzten die Vollsperrung für Wartungsarbeiten nördlich des Elbtunnels und Asphaltsanierungen im Bereich der AS HH-Volkspark sowie eine Überprüfung der weiteren Übergangskonstruktionen auf der K 20.

Pünktlich am Montagmorgen um 5 Uhr waren alle Arbeiten erledigt und die
A 7 konnte mit der neuen Verkehrsführung südlich des Elbtunnels wieder freigegeben werden.

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Weiterführende Informationen

Weitere Informationen finden Sie im Projekt:

A 7: Erweiterung der Hochstraße K 20 und Ersatzneubau Brücke K 30

A 7: Altonatunnel

A 26: Neubau West