Daten und Fakten
- Gesamtlänge: 8,0 km (A 26) und 3,7 km (A 7)
- Querschnitt: RQ 31 (A 26) und RQ 43,5 (A 7)
Hinweis
In unserer Rubrik Bautagebuch + Galerie finden Sie aktuelle Bilder sowie Informationen zum Baufortschritt bei der A 26 West.
Aktuelle Verkehrsmeldungen finden Sie auf der Seite der Autobahn GmbH des Bundes.
Karte
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere InformationenProjektbeschreibung
Die hohe Verkehrsbelastung auf der B 73 – insbesondere zwischen Neu Wulmstorf und Hamburg-Harburg – hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass immer mehr Fahrzeuge auf parallel verlaufende Landes-, Kreis- und Stadtstraßen ausweichen. Dies verursacht lange Fahrzeiten, eine erhöhte Unfallgefahr sowie erhebliche Lärm- und Schadstoffbelastungen für die Anwohner. Zudem beeinträchtigt die Trennwirkung stark frequentierter Straßen die Lebensqualität in den betroffenen Gebieten.
Die A 26 entlastet bereits heute – auf dem fertiggestellten Abschnitt zwischen Stade und Neu Wulmstorf – das Straßennetz spürbar. Mit der Weiterführung in Richtung Hamburger Stadtgebiet wird sich diese Entlastung noch verstärken. Die direkte Anbindung an das überregionale Autobahnnetz verbessert nicht nur die Erreichbarkeit der Region, sondern optimiert auch den Verkehrsfluss auf bisher überlasteten Straßen. Zudem trägt die A 26 – gemeinsam mit der geplanten A 20 in Niedersachsen und Schleswig-Holstein – zur Schaffung einer leistungsfähigen Westumfahrung Hamburgs bei und stärkt die Anbindung des Süderelberaums an die Nord-Süd-Verbindungen A 1 und A 7 sowie an die Häfen an Nord- und Ostsee.
Um den Verkehrsfluss weiter zu optimieren, sieht der Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen eine Erweiterung der A 7 nördlich des zukünftigen Autobahnkreuzes Hamburg-Hafen von sechs auf acht Fahrstreifen vor. Damit die neue Anschlussstelle der A 26 die Verkehrsqualität nicht beeinträchtigt, ist diese Achtstreifigkeit bis zur Anschlussstelle Hamburg-Heimfeld erforderlich.
Besonderheiten
Die Trasse der A 26 ist gekennzeichnet durch ihre besondere Lage zwischen dem Natur- und Vogelschutzgebiet „Moorgürtel“ und dem bekannten Obstanbaugebiet „Altes Land“.
Zeitplan
Geplante Fertigstellung
Verkehrsfreigabe A 7 zwischen Heimfeld + AK Hamburg-Hafen
Baubeginn
Vollziehbares Baurecht
Planfeststellungsbeschluss
Das Projekt
Die A 26 West (in der Gesamtprojektbetrachtung wird dieser Teil als Abschnitt 4 der A 26 bezeichnet) verbindet die niedersächsische Landesgrenze mit der A 7 und bildet gemeinsam mit der A 26 Ost den Hamburger Beitrag zur neuen Autobahn 26 im südlichen Elbraum. Zusammen schließen sie eine wichtige Lücke im überregionalen Ost-West-Verkehr und bündeln den Durchgangsverkehr, wodurch Unfälle und Verkehrsbehinderungen reduziert werden.
Auf regionaler Ebene entlasten die A 26 West und Ost vor allem die aktuell stark frequentierte B 73 zwischen Hamburg und Cuxhaven, die von vielen Pendlern und zunehmend auch von Lkw genutzt wird. Durch den hohen Verkehrsfluss weichen viele Autofahrer auf parallele Landes-, Kreis- und Stadtstraßen aus, was zu mehr Unfällen sowie zu einer erhöhten Lärm- und Schadstoffbelastung für Anwohner führt. Die A 26 entlastet daher nicht nur die Städte und Gemeinden entlang der B 73, sondern verbessert auch die Erreichbarkeit der südlichen Elbregion. Vor allem in der Achse der A 26 Ost führt die A26 insgesamt zu einer besseren Erreichbarkeit des Hamburger Hafens. Auf Hamburger Stadtgebiet ist die A 26 in vier Teilabschnitte unterteilt: die A 26 West (Abschnitt 4) und die A 26 Ost mit den drei Planungsabschnitten 6a, 6b und 6c.
Teil des Projektes A 26 West ist der achtstreifige Ausbau der A 7 zwischen der Hochstraße Elbmarsch (nördlich der Anschlussstelle HH-Hausbruch) und der Anschlussstelle Hamburg-Heimfeld auf einer Länge von rund 3,7 Kilometern. Bei der Planung wird bereits die Verbindung zur A 26-Ost berücksichtigt: Über das neue wird die A 26 mit der A 7 verbunden.
Projektstand
Der Planfeststellungsbeschluss erging am 21. Dezember 2018. Am 11. Mai 2020 erfolgte der Baubeginn mit dem Ersten Spatenstich. Eine Verkehrsfreigabe der A 26 wird für 2028 angestrebt. Die Verkehrsfreigabe für den auf acht Fahrstreifen erweiterten Abschnitt der A 7, der ebenfalls Teil des Projektes ist, ist im Juli 2025 erfolgt. Der aktuelle Stand und der Baufortschritt des Projektes ist zudem im Bautagebuch zu finden.
Trassenverlauf
Die A 26 West als sogenannter 4. Abschnitt der A 26 verbindet die Anschlussstelle Neu Wulmstorf mit der A 7 in Höhe Moorburg auf Hamburger Gebiet im Autobahnkreuz Hamburg-Hafen.

Der Verlauf ist so gewählt, dass einerseits das Vogelschutzgebiet südlich der A 26 und andererseits die Wohnbevölkerung und landwirtschaftliche Nutzung, insbesondere der Obstanbau nördlich der A 26, so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Das Projekt umfasst eine Gesamtlänge von ca. 8 Kilometern auf der A 26 und 3,7 Kilometern auf der A 7.
Zur geplanten A 26 West gehören u. a.:
- Neubau des Autobahndreiecks Hamburg-Hafen (mit dem Bau der A 26 Ost wird das Dreieck zu einem Autobahnkreuz ausgebaut)
- 3 Kilometer Ausbau und Grundinstandsetzung der A 7 von der Alten Süderelbe bis Heimfeld
- Neubau von 17 Brücken (14 Straßenbrücken und 3 Wirtschaftswege)
- Umbau von drei Brücken im Bereich der A 7
- Neubau eines ca. 190 Meter langen Tunnels für die Hafenbahn und als Grünbrücke für Tiere
- Neubau von 11,3 Kilometern Lärmschutzwänden an der A 26 und A 7
- Verlegung von Gewässern
- Neubau von fünf Regenwasserreinigungs- und -rückhalteanlagen
- Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die Natur
- Fortschreibung naturschutzfachlicher Belange in enger Abstimmung mit den Naturschutzverbänden (Grünbrücke, Fledermausquerungen, Leitstrukturen)
- zusätzliche Lärmschutzwände A 26 und A 7
- flankierende Maßnahmen: Sicherung des Biotopkorridors und wasserwirtschaftliche Verfahren
Bauwerke
Autobahnüberführung über die Gleise der Hafenbahn
Die A 26 kreuzt die zweigleisige Hafenbahnstrecke Hausbruch-Waltershof. Sie ist die einzige Bahnanbindung des westlichen Hamburger Hafens (westlich des Köhlbrands) und wird daher sehr stark von Güterzügen genutzt. Die Hamburg Port Authority betreibt die Bahnstrecke.
Die A 26 unterquert dort in einem Tunnel-/Trogbauwerk auf ca. 190 Meter Länge die Gleise. Zum östlichen Ende hin wird das Bauwerk breiter, da die Fahrstreifen dort zu den Rampen des neuen Autobahndreiecks führen werden.
Autobahndreieck
Die Anbindung der A 26 von Westen an die A 7 erfordert den Bau eines Autobahndreiecks: Das Dreieck Hamburg-Hafen. Da die A 26 zukünftig bis zur A 1 führen soll, ist das Autobahndreieck Hamburg-Hafen so geplant, dass es später zum Autobahnkreuz ausgebaut werden kann.
Autobahnbrücken
Für die Francoper Straße und die Waltershofer Straße werden jeweils Brücken zur Querung der A 26 gebaut. Zusätzlich ist eine Wirtschaftswegebrücke vorgesehen: für den Neuenfelder Hinterdeich und den Nincoper Moorweg im Bereich der Landesgrenze. Für den Weg Moorburger Alter Deich ist eine Unterführung geplant.
Ablauf Planfeststellungsverfahren
Das Planfeststellungsverfahren für die A 26 West wurde 2012 eingeleitet. Die Planfeststellungsunterlagen lagen vom 8. Oktober bis 7. November 2012 öffentlich aus. Anfang Juni 2015 fand der Erörterungstermin statt. Anschließend wurde ein Planänderungsverfahren durchgeführt; die Notwendigkeit zu Planänderungen ergab sich unter anderem aus den Forderungen der Naturschutzverbände sowie der mittlerweile vorliegenden und zu berücksichtigenden Verkehrsprognose 2030. Parallel zum Planfeststellungsverfahren fanden umfangreiche Abstimmungen mit Naturschutzverbänden und betroffenen Landwirten statt, um Vorbehalte gegen die Autobahn planungsbegleitend abzubauen.
Durch die neuen Überplanungen im Bereich des Naturschutzes wurden die Planfeststellungsunterlagen fortgeschrieben und um wesentliche Elemente ergänzt. Daher war eine erneute Planauslegung am 16. Januar 2018 notwendig. Die Erörterung hierzu fand am 28. Mai 2018 statt. Nachdem noch naturschutzfachliche Belange optimiert wurden, erfolgte der Planfeststellungsbeschluss am 21. Dezember 2018. Zwei Klagen wurden eingereicht; diesbezüglich erfolgte eine außergerichtliche Einigung.
Umwelt
Die geplante Strecke der A 26 verläuft zwischen Landesgrenze und A 7 in Ost-West-Richtung überwiegend am Nordrand des Naturschutz- und Europäischen Vogelschutzgebietes „Moorgürtel“. Die Trassenführung ist so gewählt, dass einerseits das Vogelschutzgebiet südlich der A 26 und andererseits die Wohnbevölkerung und landwirtschaftliche Nutzung nördlich der A 26, insbesondere der Obstanbau, so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.

Zum Schutz der Wohnbevölkerung ist in Francop an der Nordseite und in Moorburg eine zwischen vier und sechs Meter hohe Lärmschutzwand vorgesehen. Um die Anwohner und die Tierwelt des Vogelschutzgebietes (Wachtelkönig und andere Wiesenbrüter) zu schonen, erhält die A 26 eine lärmmindernde Fahrbahndecke aus offenporigem Asphalt (OPA oder „Flüsterasphalt“) sowie zusätzlich vier bis fünf Meter hohe Lärmschutzwände an der Südseite der Fahrbahn.
Die Be- und Entwässerungssituation des Gebietes wird grundlegend überarbeitet. So soll zwischen der Landesgrenze und Francoper Straße (ein künstlich angelegter Entwässerungsgraben, der das Wasser aus den Marschgebieten, Wiesen oder Feldern ableitet) angelegt werden, um die Entwässerung der Obstanbaugebiete nördlich der A 26 sicherzustellen (Name: Nordwettern). Die Nordwettern wird vom zusätzlich notwendigen Entwässerungsgraben der Autobahn getrennt sein, um den Eintrag von verunreinigtem Oberflächenwasser der Autobahn in die Gebietsbe- und -entwässerung zu verhindern.
Alle Bauabschnitte im Überblick

Die A 26 ist von Drochtersen bis Hamburg in sechs Abschnitte aufgeteilt, die Nummerierung ist dabei historisch gewachsen und entspricht nicht der geographischen Lage / Reihenfolge:
(1) von Stade bis östlich Horneburg (K 36)
Länge: 11,2 km
Status: 2008 fertiggestellt
(2) von östlich Horneburg bis östlich Buxtehude (K 40)
Länge: 9,15 km
Status: 2015 für PKW, 2023 für LKW fertiggestellt
(3) von östlich Buxtehude bis Neu Wulmstorf
Länge: 4,1 km
Status: 2023 fertiggestellt
(4) von Neu Wulmstorf bis zum Anschluss an die A 7
Länge: 8,7 km
Status: im Bau, geplante Fertigstellung: 2028
(5 a+b) von Drochtersen (K 28) bis Stade
Länge: 15,6 km
Status: im Planfeststellungsverfahren (beide Abschnitte)
(6 a-c) vom Anschluss an die A 7 bis zum Anschluss an die A 1
Länge: 9,7 km
Status:
6a: Planfeststellungsbeschluss liegt vor, Klageverfahren Sep. 2025
6b: im Planfeststellungsverfahren
6c: im Planfeststellungsverfahren
Der 1. Abschnitt von Stade bis östlich Horneburg wurde im Oktober 2008 für den Verkehr freigegeben. Der 2. Teilabschnitt zwischen Horneburg und Buxtehude wurde für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen in beide Fahrtrichtungen bereits 2015, für den Schwerlastverkehr schließlich 2023 freigegeben. Der 3. Teilabschnitt zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf wurde ebenfalls 2023 freigegeben. Für den Abschnitt 4 in Hamburg wurde der Bau am Der Baubeginn erfolgte am 11. Mai 2020. Die Abschnitte 5 a + b befinden sich im Planfeststellungsverfahren. Für den gesamten Abschnitt 6 wird derzeit die Planung bearbeitet, im Abschnitt 6a liegt bereits ein Planfeststellungsbeschluss vor, welcher beklagt wurde. Die Verhandlung dazu findet im September 2025 statt.
Weitere Informationen zur A 26 finden sich auf der Projektwebsite der Autobahn GmbH sowie unter www.deges.de/a26-ost.
Den Bau der A 26 West sowie den Ausbau der A 7 mitverfolgen

Wie entsteht eine Autobahn? Welche Arbeiten laufen im Hintergrund, bevor überhaupt Asphalt gegossen wird? Und welche Bauwerke entstehen wo zuerst?
Begleiten Sie den Bau live mit – direkt aus dem Projektgebiet.
Von den ersten Erdarbeiten bis zum Brückenbau – hier dokumentieren wir den Baufortschritt der A 26 West sowie den Ausbau der A 7 von 6 auf 8 Fahrstreifen Schritt für Schritt. In Bildern und kurzen Texten zeigen wir, was auf der Baustelle aktuell passiert, welche Meilensteine erreicht wurden und wie die einzelnen Bauabschnitte Gestalt annehmen.
Januar 2026
25 Prozent der Lärmschutzwände bereits installiert
Ein sichtbarer Fortschritt auf der Baustelle: Im letzten Jahr konnten bereits rund 25 Prozent der Lärmschutzwände an der A 26 West montiert werden. Schritt für Schritt nimmt der Lärmschutz Gestalt an und trägt künftig zur Entlastung der gefiederten Anwohner im Vogelschutzgebiet bei.

Dezember 2025 (b)
Einbau Gussasphalt auf Bauwerk 26.09 (Überflieger) und Rückbau der Verkehrssicherung am letzten Vollsperrungswochenende des Jahres
Am 02. und 03.12.2025 wurde auf dem Bauwerk 26.09 (Überflieger am Autobahndreieck HH-Hafen) die Gussasphaltdeckschicht eingebaut und fertiggestellt. Die noch herzustellenden Flächen unterhalb des Bauwerks sowie im Bereich der zukünftigen A 26 sollen, sofern es die Witterung zulässt, ebenfalls noch im Dezember 2025 hergestellt werden. Diese Restarbeiten sind aktuell noch nicht abgeschlossen.
Herstellung von Verkehrssicherungsmaßnahmen
Im Zuge des Vollsperrungswochenendes der A 7 vom 05. bis zum 08. Dezember 2025 wurden zudem die verbleibenden Verkehrssicherungsmaßnahmen – u. a. die Auskreuzvorrichtungen an den Wegweisungen – zurückgebaut. Damit gibt es zum Jahresende keine verkehrlichen Einschränkungen mehr auf der A 7 in unserem ehemaligen Baubereich.
Impressionen vom Einbau des Gussasphalts auf dem Überflieger und des Restarbeiten
Die Bilder zeigen den Gussasphaltfertiger beim Einbau auf dem Bauwerk 26.09 sowie die Restarbeiten auf der A 7, die am Vollsperrungswochenende durchgeführt wurden.
Dezember 2025 (a)
A 26 West: Torf zurück ins Moor – Fortschritte bei der Torferhaltungs- und -entwicklungsfläche
Auf der Baustelle der A 26 West macht auch der Umweltbereich sichtbare Fortschritte: Die Arbeiten an der Torferhaltungs- und -entwicklungsfläche zwischen Neuenfelder Hinterdeich und der künftigen Trasse sind weit vorangeschritten. Insgesamt rund 90.000 Kubikmeter Torf aus dem Autobahnbau wurden inzwischen in mehreren Teilflächen eingebaut – auf insgesamt etwa 15 Hektar.
Kleischicht und Verwallung hergestellt
Unter den eingebrachten Torfschichten liegt eine dicht gelagerte Kleischicht, die das Versickern von Wasser verhindert. Zusätzlich sorgt eine Verwallung aus Klei am Rand dafür, dass Niederschlagswasser auf der Fläche gehalten wird. Damit sind die Voraussetzungen für dauerhaft hohe Wasserstände geschaffen.
Vernässung eingeleitet
Die Fläche beginnt, sich wie geplant zu vernässen. Während in der Vegetationszeit das Wasser möglichst nah an der Oberfläche gehalten wird, entsteht im Winter ein leichter Überstau von etwa zehn Zentimetern. In trockenen Phasen kann zusätzlich Wasser aus den Moorwettern, den traditionellen Entwässerungsgräben im Gebiet, zugeführt werden.
Erste Vegetation entwickelt sich
Auf den jüngeren Teilflächen zeigen sich bereits Kleinbinsenfluren, während sich auf den früher eingebauten Bereichen lückige Röhrichte bilden – typische Strukturen von Niedermooren und Sümpfen. Diese Entwicklung bestätigt, dass der Wasserhaushalt wie geplant funktioniert.
Wiesenvögel kehren zurück
Die nassen, stocherfähigen Böden werden inzwischen regelmäßig von verschiedenen Vogelarten genutzt. Zu den beobachteten Arten gehören unter anderem:
- Kiebitz,
- Sand- und Flussregenpfeifer,
- Bruchwasserläufer,
- Löffelente, Schnatterente, Krickente, Knäkente
- sowie Bekassine, Rotschenkel, Uferschnepfe und Wachtelkönig.
Viele dieser Arten stehen auf der Roten Liste und profitieren von den neu entstandenen Lebensräumen.
Wissenschaftliche Begleitung läuft
Das Institut für Bodenkunde der Universität Hamburg begleitet den Einbau der Torfböden und die Entwicklung der Fläche wissenschaftlich. Vergleichsmessungen an ungestörten Standorten liefern zusätzliche Daten zur Wirksamkeit der Maßnahme.
Ein wichtiger Beitrag zu Klima- und Artenschutz
Mit der Torferhaltungs- und -entwicklungsfläche zeigt die A 26 West, dass Infrastruktur und Umweltmanagement Hand in Hand gehen können. Die Maßnahme trägt dazu bei, Moorstandorte als wertvolle Lebensräume und Kohlenstoffspeicher langfristig zu sichern.
Weitere Informationen zur Torferhaltungs- und -entwicklungsfläche finden sich in unserer Rubrik Umweltmanagement.
Impressionen von der Ausgleichsfläche
Die Bilder zeigen den Stegbau auf der Fläche sowie die Klimamessungen, die von der Uni Hamburg durchgeführt werden.
November 2025
A 26 West: Asphalttragschicht weitgehend fertiggestellt – Arbeiten an Lärmschutzwänden laufen weiter
Auf der Baustelle der A 26 West ist ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht: Die Asphalttragschicht wurde inzwischen auf einer Länge von rund 4.000 Metern in beiden Fahrtrichtungen eingebaut. Das entspricht einer Fläche von etwa 100.000 Quadratmetern.
Ausgesparte Bereiche unter Bauwerken
In den Bereichen unter den Brückenbauwerken konnte der Asphalteinbau noch nicht erfolgen, da dort zunächst die Vorarbeiten mit dem Schottereinbau abgeschlossen werden müssen. Diese Abschnitte werden im kommenden Jahr nachgeholt.
Einbau der Binderschicht verschoben
Der ursprünglich geplante Einbau der Asphaltbinderschicht wird in diesem Jahr nicht mehr stattfinden. Aufgrund der derzeitigen und zu erwartenden Witterungsbedingungen kann die geforderte Einbauqualität nicht mehr sichergestellt werden. Der Einbau erfolgt daher im Frühjahr 2026, sobald die Temperaturen wieder konstant über dem erforderlichen Mindestwert liegen.
Lärmschutz nimmt weiter Gestalt an
Unabhängig davon laufen die Arbeiten an den Lärmschutzwänden entlang der Strecke kontinuierlich weiter. Nach und nach werden die Pfosten montiert und die Wandfelder gesetzt – ein deutlich sichtbarer Fortschritt für den künftigen Lärmschutz an der neuen Autobahn.
Impressionen von der Baustelle
Die aktuellen Fotos zeigen den Baufortschritt beim Einbau der Asphalttragschicht und den Aufbau der Lärmschutzanlagen.
September 2025
A 26 West: Startschuss für den ersten Asphalteinbau:
5,3 Kilometer Fahrbahn – 84.000 Tonnen Asphalt bis Weihnachten geplant
Am 29. September hat auf der A 26 West der erste große Asphalteinbau begonnen. Bis zu den Weihnachtsferien sollen zwischen der Anschlussstelle Neu Wulmstorf und dem Bereich Francoper Straße rund 5.300 Meter Fahrbahn in beide Richtungen asphaltiert werden. Das entspricht einer Fläche von etwa 135.000 Quadratmetern – fast 19 Fußballfeldern – und einem Materialvolumen von 84.000 Tonnen Asphalt. Noch nicht hergestellt wird die oberste, offenporige Deckschicht: Diese wird erst in einem späteren Arbeitsschritt eingebaut.
Witterung bestimmt das Tempo
Der ambitionierte Zeitplan sieht vor, die Arbeiten bis Weihnachten abzuschließen. Ob auch die Gussasphaltschicht noch in diesem Jahr eingebaut werden kann, hängt jedoch stark von den Witterungsbedingungen ab.
Schicht für Schicht: Der Einbau erfolgt in mehreren Lagen:
- Die Asphalttragschicht wird halbseitig in zwei Bahnen von jeweils 6,12 Metern eingebaut. Zum Einsatz kommen ein Fertiger, vier Walzen und ein Beschicker. Geplant ist eine Einbauleistung von 3.200 Tonnen pro Arbeitstag.
- Die Binderschicht wird mit einem Fertiger über die gesamte Fahrbahnbreite von 12,18 Metern hergestellt. Hier arbeiten sieben Walzen und erneut ein Beschicker. Geplant ist eine Einbauleistung von 3.000 Tonnen pro Arbeitstag.

1 x 1 der Fahrbahnbefestigung
Die Asphalttragschicht bildet die unterste Schicht des Asphaltaufbaus. Sie hat die Aufgabe, Verkehrslasten aufzunehmen und gleichmäßig auf die jeweilige Unterlage zu verteilen, sodass Setzungen und Verformungen vermieden werden.
Der Asphaltbinder stellt die Verbindung zwischen der Trag- und Deckschicht her. Asphaltbinder sind in der weit überwiegenden Anzahl der Fälle als Asphaltbeton-Mischgut konzipiert. Insbesondere bei Verkehrswegen mit hoher Beanspruchung bilden sie eine standfeste und verformungsbeständige Schicht innerhalb des Asphaltaufbaus. Aufgabe der Asphaltbinderschicht ist es, die aus dem Verkehr auftretenden Schubkräfte unterhalb der Deckschicht aufzunehmen und Verformungen zu verhindern.
Der Gussasphalt ist eine dichte Masse aus groben und feinen Gesteinskörnung sowie Füller und Straßenbaubitumen, deren Mineralstoffgemisch hohlraumarm zusammengesetzt ist. Im Unterschied zu Walzasphalten erfolgt die Übertragung von Kräften nicht über das Korngerüst, sondern über die Mörtelphase. Da Gussasphalt im heißen Zustand bei ca. 230 °C gieß- und streichfähig ist, bedarf es beim Einbau keiner Verdichtung. Nach dem Einbau ist Gussasphalt mit Abstreumaterial aufzurauhen, um die Griffigkeit dauerhaft sicherzustellen.
Bei offenporigem Asphalt handelt es sich um eine besondere Form der Asphaltdeckschicht, die einen sehr hohen Hohlraumgehalt (mind. 22 Vol.-%) aufweist. Hierdurch wird ein Versickern des Oberflächenwassers ermöglicht. Außerdem werden Lärmemissionen aufgrund von Rollgeräuschen verringert.
Logistische Herausforderung
Damit das Material im benötigten Umfang an die Baustelle gelangt, sind täglich rund 25 bis 30 Sattelzüge im Einsatz. Eine exakte Abstimmung zwischen Mischwerk, Transport und Einbauteams ist dafür unerlässlich.
Impressionen von der Baustelle
Die begleitenden Fotos zeigen eindrucksvoll die Schritte beim Einbau der Asphalttragschicht:
- Beladen des Beschickers mit Asphaltmischgut
- Einbaukolonne für die Asphalttragschicht
- Walze hinter dem Fertiger
- Verdichtung des Tragschichtasphalts durch Walzen
- Walzenkolonne hinter dem Fertiger
August 2025
A 26 West: Hafenbahntunnel wächst Block für Block
Westseite nähert sich dem Ziel – Arbeiten auch auf der Ostseite im Gange
Der Rohbau des Hafenbahntunnels geht in großen Schritten voran. Auf der Westseite wird derzeit ein Betonblock nach dem anderen hergestellt. Nur noch drei von sechszehn Blöcken fehlen bis zum Tunnelportal. Voraussichtlich Ende Oktober wird dieser Abschnitt des Rohbaus abgeschlossen sein – ein weiterer Meilenstein im Bauverlauf.
Ostseite: Arbeitsebene und Bahndammverbreiterung
Parallel dazu laufen auf der Ostseite Vorbereitungen für die nächsten Bauphasen. Hier werden derzeit kunststoffummantelte Sandsäulen (sogenannte GEC – das steht für „Geotextile Encased Columns“) eingebaut, um eine tragfähige Arbeitsebene herzustellen und den Bahndamm nach Osten zu verbreitern. Diese Erweiterung schafft die Grundlage für einen späteren Wirtschaftsweg, der im Zuge des Projekts entstehen wird.
Kampfmittelsondierungen im alten Bahndamm
Ein weiteres wichtiges Thema sind die laufenden Kampfmittelsondierungen. Sie erfolgen im Bereich des ehemaligen Gleisverlaufs des Hafenbahndamms. Erst wenn dieser Bereich freigegeben ist, können die Arbeiten hier ohne Einschränkungen fortgesetzt werden.
Impressionen von der Baustelle
Die aktuellen Bilder zeigen eindrucksvoll:
- die Betonage der Tunnelsohle im Block 4 auf der Westseite,
- den Tunnelkörper West bis Block 6, der Schritt für Schritt wächst und
- die Herstellung der Arbeitsebene mit Geotextilsäulen (GEC) auf der Ostseite.
Ausblick
Mit dem absehbaren Abschluss des Rohbaus auf der Westseite und den Vorbereitungen auf der Ostseite rückt die Fertigstellung des gesamten Tunnels Schritt für Schritt näher. Der Hafenbahntunnel bleibt damit ein zentrales Ingenieurbauwerk und Schlüsselprojekt im südlichen Hamburger Verkehrsnetz.
Juli b) 2025
A 26 West: Gleise erfolgreich über den Hafenbahntunnel verlegt
96-Stunden-Einsatz mit erfolgreichem Abschluss – Züge rollen wieder
Um 6:59 Uhr waren die Arbeiten abgeschlossen, um 7:43 Uhr wurde die Freigabe erteilt – und um 8:34 Uhr rollten die ersten Züge über den neuen Streckenabschnitt: Am Morgen des 8. Juli konnte die Hafenbahn, deren Gleise nun über den neuen Hafenbahntunnel führen, planmäßig wieder in Betrieb genommen werden. Ein weiterer wichtiger Schritt im Bau der A 26 West ist damit erfolgreich und nahezu punktgenau abgeschlossen worden.
Rückblick auf ein intensives Wochenende
Von Freitagmorgen bis Dienstagfrüh herrschte auf der Baustelle Hochbetrieb: Innerhalb des eng getakteten 96-Stunden-Fensters wurden der alte Gleisabschnitt zurückgebaut, die neue Trasse vorbereitet und die Gleise über den Tunneldeckel verlegt. Parallel dazu setzte das 50- bis 100-köpfige Team Schotter, Schwellen und Schienen – präzise eingebaut, verschweißt und vermessen – unter ständiger Begleitung durch Vermessungstechnik und Qualitätssicherung. Die DEGES bedankt sich bei allen Beteiligten für ihren engagierten Einsatz und die reibungslose Umsetzung unter hohem Zeitdruck.
Zentrale Verkehrsfunktion
Mit der Inbetriebnahme des Gleisabschnitts auf dem Tunneldeckel übernimmt der Hafenbahntunnel nun zunächst oberirdisch eine zentrale verkehrliche Funktion – und schafft gleichzeitig Raum für den weiteren Bauverlauf der A 26 West. Das Bauwerk zählt zu den Schlüsselprojekten im Hamburger Süden.
Züge rollen wieder
Die Fotos zeigen die ersten Züge nach der Freigabe.
Juli a) 2025
Ausbau der A 7
Freie Fahrt auf acht Spuren: Neuer Abschnitt seit 6. Juli in Betrieb
Ein bedeutender Meilenstein ist erreicht: Nach gut viereinhalb Jahren Bauzeit ist der rund 3,7 Kilometer lange Abschnitt der A 7 zwischen dem zukünftigen Autobahnkreuz Hamburg-Hafen und der Anschlussstelle Hamburg-Heimfeld für den Verkehr freigegeben worden: Bereits einige Stunden eher als erwartet rollten schon am 6. Juli gegen 22 Uhr die ersten Autos über den neuen Abschnitt.
Was wurde geschafft?
Der Streckenabschnitt wurde von sechs auf acht Fahrstreifen erweitert und stärkt damit die Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Deutschlands. In den letzten Tagen liefen die finalen Arbeiten auf Hochtouren:
- Fertigstellung der Mittelstreifenüberfahrt
- Abschluss der Entwässerungs- und Straßenbauarbeiten
- Aufbringen der finalen Fahrbahnmarkierungen
Mehr als neue Spuren
Neben der Kapazitätserweiterung wurden auch moderne Lärmschutzanlagen installiert und neue Regenklärbecken errichtet. Damit leistet der ausgebaute Abschnitt einen wichtigen Beitrag für eine zukunftsfähige, umweltgerechte Infrastruktur.
Rückblick und Ausblick
Mit der Freigabe endet ein komplexes Bauprojekt, das unter laufendem Verkehr umgesetzt wurde – ein Kraftakt für alle Beteiligten. Der nun fertiggestellte Abschnitt ist ein zentraler Bestandteil des A 7-Ausbauprogramms und verbessert die Anbindung an den Hamburger Hafen sowie den überregionalen Verkehrsfluss deutlich.
Impressionen vom Pressetermin anlässlich der Inbetriebnahme
Beim Pressetermin zur anstehenden Inbetriebnahme der ausgebauten A 7 versammelten gab es hohen Besuch an der Baustelle: Neben dem Projektleiter Daniel Scheer waren zudem Martin Bill, Staatsrat der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende Hamburg, Sebastian Haß, Bereichsleiter Projekte Hamburg bei der DEGES, Frank Süsser, Referatsleiter im Bundesministerium für Verkehr sowie Carsten Butenschön, Direktor der Niederlassung Nord der Autobahn GmbH des Bundes vor Ort.
Juni 2025
Fortschritte am Hafenbahntunnel – die Gleise rücken näher
Der Bau des Hafenbahntunnels, eines der zentralen Ingenieurbauwerke der A 26 West, schreitet sichtbar voran. Der Tunnel wächst weiter in westliche Richtung – auf den aktuellen Bildern gut zu erkennen sind die Außenwände, die abschnittsweise fertiggestellt werden.
Was passiert aktuell?
Auch oberhalb des Tunnels geht es mit großen Schritten weiter:
- Der Gleisschotteraufbau ist im Gange – ein klares Zeichen dafür, dass hier bald Schienen verlegt werden.
- Parallel dazu läuft die Bahndammerweiterung nach Süden, ebenfalls direkt auf dem Tunneldeckel.
All das bereitet einen wichtigen nächsten Schritt vor:
Die Verlegung der Hafenbahngleise auf den neuen Tunnel – ein Meilenstein für das Gesamtprojekt.
Was steht bevor?
Vom 4. bis zum 8. Juli 2025 wird es ernst: Die Gleise des Hafenbahndamms werden für 96 Stunden voll gesperrt, um sie auf die neue Tunneltrasse zu verlegen. Diese Maßnahme ist notwendig, um den Schienenverkehr im Anschluss dauerhaft über das neue Bauwerk zu führen – ein zentraler Baustein für die künftige Verkehrsführung im Hamburger Süden.
Impressionen von der Baustelle
Die aktuellen Bilder zeigen eindrucksvoll:
- den wachsenden Tunnelkörper,
- die beginnende Bahninfrastruktur auf dem Tunneldeckel,
- und die logistische Komplexität des Vorhabens.
Mai 2025
Ausbau der A 7
Der Countdown läuft: Mit Hochdruck arbeiten wir derzeit an der Fertigstellung der Fahrbahn auf der A 7 zwischen Moorburg und Heimfeld, um die geplante Verkehrsfreigabe im Sommer sicherzustellen.
Was passiert aktuell?
Auf den neuesten Bildern (siehe unten) ist gut zu erkennen, dass die Arbeiten an der Fahrbahn in vollem Gange sind. Besonders sichtbar sind:
- Asphaltarbeiten auf der A 7
- Fahrbahnmarkierungen
- Der Aufbau von Schutzplanken und Leiteinrichtungen
Und an den Bauwerken?
Auch die Arbeiten an den Brücken und sonstigen Bauwerken laufen weiter – teils im direkten Zusammenhang mit der Verkehrsfreigabe, teils mit längerer Bauzeit. Parallel dazu finden im östlichen Abschnitt vor allem Erdbauarbeiten sowie der Einbau von Entwässerungseinrichtungen statt.
Impressionen von der Baustelle
Die Bilder zeigen einen aktuellen Einblick in das Baugeschehen vor Ort.
Bildergalerie:
So entstehen die
A 26 West und die
8-streifige A 7
Unsere Bildergalerie zeigt anschaulich den Baufortschritt der A 26 West sowie den Ausbau der A 7 auf insgesamt 8 Fahrstreifen – Schritt für Schritt.
Der Hafenbahntunnel
Der Neubau des rund 197 Meter langen Hafenbahntunnels schreitet sichtbar voran: Auf der Westseite ist der Baugrubenaushub bereits abgeschlossen, der Rohbau des Tunnels hat begonnen. Der nächste Meilenstein ist die Verlegung der Gleise der Hafenbahn auf den neuen Tunnel – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung dieses zentralen Infrastrukturprojekts im Zuge der A 26 West. Dafür werden die Gleise des Hafenbahndamms im Juli 2025 für 96 Stunden vollgesperrt.
Die Bilder zeigen einen Eindruck von der Entwicklung der Baustelle.
Hauptbauwerke
Die sogenannten A-Bauwerke sind die Hauptbauwerke der Autobahn, also Teil der Autobahn.
Überführungsbauwerke
Die sogenannten Ü-Bauwerke sind Überführungsbauwerke anderer Straßen, welche die Autobahn überführen.
Lärmschutzwände und Entwässerung
Entlang der Strecke der A 26 West und der ausgebauten A 7 werden insgesamt 11,3 Kilometer Lärmschutzwände verbaut.
Die Strecke im Zeitraffer
Stück für Stück geht es voran: Hier zeigen wir, wie die A 26 West und ihre Bauwerke in den vergangenen Jahren stetig Form angenommen haben.
Im Einklang mit der Natur
Eine Autobahn bauen – und gleichzeitig Natur schützen und Lebensräume bewahren. Das ist Anspruch und Aufgabe des Umweltmanagements im Zuge der A 26 West.
Zwischen Mooren, Marschen und gewachsenen Kulturlandschaften entstehen hier nicht nur neue Verkehrswege, sondern auch Bauwerke für Fledermäuse, Querungshilfen für Tiere und großflächige Ausgleichsflächen. Ziel ist es, die Landschaft trotz der neuen Autobahn durchlässig zu halten, wertvolle Biotope zu sichern und neue Lebensräume zu schaffen.
So verbindet die A 26 West Mobilität mit Verantwortung: für Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt – und damit für eine lebenswerte Umgebung im Hamburger Süden.
Faktenblatt
Fragen und Antworten
Wie verläuft die A 26 West?
Die A 26 West im Bauabschnitt 4 ist ein rund 8 Kilometer langer Lückenschluss von der Anschlussstelle Neu Wulmstorf in Niedersachsen bis zum Anschluss an die A 7 in Höhe des Moorburger Elbdeichs in Hamburg.
Die linienbestimmte Trasse der A 26 liegt überwiegend nördlich der Moorwettern und somit weitgehend außerhalb des Europäischen Vogelschutzgebietes „Moorgürtel“. Der Trassenverlauf ist so gewählt, dass einerseits das Vogelschutzgebiet südlich der A 26, andererseits die Wohnbevölkerung und landwirtschaftliche Nutzung nördlich der A 26, insbesondere der Obstanbau, so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.
Wie viele Bauabschnitte umfasst die A 26?
Die A 26 besteht aus insgesamt sechs Bauabschnitten: fünf Bauabschnitte westlich der A 7 und ein Bauabschnitt östlich der A 7 (die A 26 Ost). Der Bauabschnitt 4, die A 26 West, liegt größtenteils auf Hamburger Gebiet und wird von der DEGES gebaut. Er bildet gemeinsam mit dem Bauabschnitt 4a, der seinerzeit durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr geplant wurde und nun ebenfalls von der DEGES gebaut wird, eine verkehrswirksame Einheit zwischen der Anschlussstelle Neu Wulmstorf und der A 7.
Die Bauabschnitte der A 26 im Überblick:
– Bauabschnitt 1 von Stade bis Horneburg (11,2 km, 2008 für den Verkehr freigegeben)
– Bauabschnitt 2 von Horneburg bis Buxtehude (9,2 km, 2015 für den PKW-Verkehr, 2023 für den LKW-Verkehr freigegeben)
– Bauabschnitt 3 von Buxtehude bis Neu Wulmstorf / Rübke (4,1 km, 2023 für den Verkehr freigegeben)
– Bauabschnitt 4a von Neu Wulmstorf / Rübke bis zur Landesgrenze NI / FHH (750 m, im Bau)
– Bauabschnitt 4 von der Landesgrenze NI / FHH bis zum Anschluss an die A 7 (7,9 km, im Bau)
– Bauabschnitt 5 von Stade bis zur A 20 bei Drochtersen (15,8 km, im Planfeststellungsverfahren)
– Bauabschnitt 6 (6a, 6b und 6c): Hafenpassage Hamburg zwischen A 7 und A 1 (9,7 km, im Abschnitt 6a mit Baurecht, Abschnitte 6b+c im Planfeststellungsverfahren)
Warum ist es erforderlich, dass eine neue Autobahn gebaut wird, wo doch bisher hier auch keine Autobahn benötigt wurde?
Der Verkehr auf der Bundesstraße B 73 nimmt stetig zu, wodurch viele Autofahrer parallele Ausweichstrecken wählen. Dies hat zur Folge, dass im Umland (Landes-, Kreis- und Stadtstraßen) mehr Unfälle sowie erhebliche Belästigungen durch Lärm und Schadstoffe für die Anwohner entstehen. Die A 26 bündelt diese Verkehre und entlastet das nachgeordnete Straßennetz.
Auch die prognostizierten Verkehrszahlen aus dem Unterelberaum für die nächsten Jahrzehnte zeigen, dass es einen großen Bedarf für eine überregionale Verbindung gibt. Der Unterelberaum muss besser mit dem Ballungsraum Hamburg verbunden werden. Das Hafengebiet muss besser mit der Nord- und Ostsee verbunden werden.
Die A 26 soll künftig die B 73, das Umland und die Anwohner entlasten sowie eine bessere Anbindung des Süderelberaums an die Nord-Süd-Verbindungen A 1 und A 7 ermöglichen.
Wird eine Autobahn in dieser ländlichen Region nicht für ein höheres Verkehrsaufkommen sorgen und die Umwelt stärker belasten?
Die A 26 West soll eine attraktive Alternative zur B 73 für den Pendlerverkehr im Süderelberaum bieten. Durch die Bündelung des hohen Verkehrsaufkommens auf die neue Autobahn wird die ländlich geprägte Süderelbregion spürbar von Verkehr, Lärm und Schadstoffen entlastet. Laut Verkehrsprognose 2030 sinkt der Kfz-Verkehr auf der B 73 östlich von Neu Wulmstorf im Planfall um 42 %, der Schwerlastverkehr sogar um 68 %. Selbst westlich der Anschlussstelle Hamburg-Heimfeld werden noch Rückgänge von 34 % beim Kfz-Verkehr und 52 % beim Schwerlastverkehr erwartet. Ergänzend zur neuen Autobahn bleiben attraktive ÖPNV-Angebote für Pendler erhalten.
Wieso wird der hamburgische Teil der A 26 nicht schon längst gebaut?
Mit fortschreitendem Planungsprozess mussten die Planunterlagen immer wieder angepasst und erneut ausgelegt werden, insbesondere im Hinblick auf Verbesserungen beim Naturschutz. Dies führte dazu, dass erst Ende 2018 Baurecht erlangt werden konnte.
Warum gibt es keine Anschlussstelle auf Hamburger Gebiet?
Aufgrund der ländlichen Struktur des Hamburger Süderelberaums ergäbe eine zusätzliche Anschlussstelle einen nur geringen zusätzlichen Verkehrswert und wäre somit unwirtschaftlich.
Wann und wie wird die Anbindung an die A 7 realisiert?
Die A 26 West wird von West nach Ost gebaut. Der Anschluss an die A 7 soll 2028 erfolgen. Hier ist zunächst ein Autobahndreieck Hamburg-Hafen geplant, das nach Realisierung der A 26 Ost zum Autobahnkreuz Hamburg-Hafen ausgebaut wird.
Was passiert mit der Natur und Umwelt des Alten Landes durch den Bau der A 26?
Für die Eingriffe in Natur und Umwelt wird auf Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes und je nach Art der Beeinflussung im nahegelegenen Umfeld ein Ausgleich geschaffen. An der Autobahn selbst sind zahlreiche Maßnahmen vorgesehen und größtenteils bereits umgesetzt. Diese sind vielfältig und reichen von Querungshilfen für bestimmte Tierarten bis hin zu einer Grünbrücke oder seitlichen Lärmschutzwänden, die sowohl Menschen als auch Tiere schützen.
Im Hinblick auf die landwirtschaftlichen Nutzungen entlang der zukünftigen Autobahn erfolgten ebenfalls umfangreiche Planungen. Nicht mehr bewirtschaftbare Restflächen, insbesondere zwischen A 26 und Moorwettern, werden für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen genutzt. Für die Herstellung der Umweltmaßnahmen werden teilweise auch Flächen abseits des eigentlichen Vorhabens insbesondere im weiteren Umfeld des Moorgürtels beansprucht.
Wer trägt die Kosten für den Bau der A 26?
Die Kosten für die A 26 trägt der Bund.
Kontaktformular
Gerne können Sie mit uns zu allen Fragen in Kontakt treten. Bitte nutzen Sie dazu das folgende Kontaktformular. Wir freuen uns auf Ihre Mitteilung!













































































































































