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A 14: Ersatzneubau Muldebrücke In Bau

Aufgrund seines schlechten Zustands muss das Anfang der 1970er Jahre errichtete Bauwerk durch einen Neubau ersetzt werden.

Muldebrücke bei Grimma (Bestandsbauwerk)
Muldebrücke bei Grimma (Bestandsbauwerk) | Bildnachweis: DEGES

Daten und Fakten

  • Brückenlänge (Bestand): 342 m
  • Brückenlänge (Ersatzneubau): 361 m
  • Verkehrsbelastung: 45.700 Kfz/24 h (Prognose 2030)

Karte

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Projektbeschreibung

Die Muldebrücke im Zuge der A 14 wurde Anfang der 1970er Jahre errichtet. Sie wurde als Stahlverbundbrücke ausgeführt. Die beiden getrennten Überbauten werden jeweils von fünf Stützen getragen, von denen drei im Hochwasserbereich und zwei im Mittelwasserbereich der Mulde gegründet sind. Unter den Einwirkungen der seit 1990 stetig steigenden Verkehrsmengen, insbesondere des Schwerverkehrs, hat sich der Bauwerkszustand deutlich verschlechtert. Dem wurde seither durch permanente umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen entgegengewirkt.

Des Weiteren wurde das Bauwerk aufgrund des Muldehochwassers im Jahr 2002 durch Auskolkungen im Bereich der Brückenpfeiler stark gefährdet. Regelmäßige Bauwerksprüfungen haben zudem gezeigt, dass trotz aller umfangreich durchgeführten Instandsetzungen die Restnutzungsdauer der Muldebrücke zeitlich soweit herabgesetzt ist, dass mittelfristig die Stand- und Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Weitere partielle Erhaltungsmaßnahmen am Bauwerk verzögern diesen Prozess, können aber längerfristig keine Abhilfe bewirken, sodass auch aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus ein Ersatzneubau die beste Lösung darstellt. Der Ersatzneubau der Muldebrücke ist zudem unbedingt erforderlich, damit die Verbindungsfunktion der A 14 sowohl zwischen den sächsischen Großstädten Leipzig und Dresden als auch im Transeuropäischen Verkehrsnetz weiterhin gewährleistet bleibt.

Das neue Bauwerk wird – wie der Bestand – wieder einen vierstreifigen Autobahnquerschnitt (zzgl. Standstreifen auf beiden Richtungsfahrbahnen) erhalten.

Visualisierung des Ersatzneubaus der Muldebrücke
Visualisierung des Ersatzneubaus der Muldebrücke | Bildnachweis: DEGES

Projektstand

Seit dem 29. Juni 2020 liegt der Planfeststellungsbeschluss vor.

Die bauvorbereitenden Arbeiten begannen im Herbst 2021 und konnten im Frühjahr 2022 abgeschlossen werden. Dazu gehören die Baumfällungen, die Kampfmittelsondierungen, die archäologischen Untersuchungen sowie Leitungsverlegungen im Baubereich.

Im Mai 2022 erfolgte nach einer europaweiten Ausschreibung die Vergabe der Hauptbauleistungen für den Ersatzneubau der Muldebrücke Grimma.

Ausblick

Derzeit laufen die Planungen zur Aufstellung der Ausführungsunterlagen. Es folgen Leistungen zur Baustelleneinrichtung einschließlich der Herstellung der Baustellenzufahrten von der Autobahn A 14 sowie das Einrichten der ersten Verkehrsführungsphase auf der A 14.

Die Bauleistungen zur Herstellung der Gründungen der Behelfsunterbauten südlich des Bestandsbauwerkes beginnen im Herbst 2022.

Nach aktuellem Stand der Planungen ist mit einer Fertigstellung des Ersatzneubaus Mitte 2027 zu rechnen.

Bauablauf

In den einzelnen Bauphasen wird grundsätzlich eine vierstreifige Verkehrsführung aufrechterhalten. Es ist geplant, zunächst einen neuen Überbau südlich des bestehenden Bauwerkes auf Behelfsunterbauten zu errichten. Während dieser Zeit läuft der Verkehr vierstreifig auf der bestehenden Autobahn. Der neue Überbau nimmt nach seiner Fertigstellung den gesamten vierstreifigen Autobahnverkehr auf. Danach können das bestehende Bauwerk vollständig zurückgebaut und die neuen Pfeiler und Widerlager errichtet werden.

Nach Fertigstellung des neuen nördlichen Überbaus wird der Verkehr mit vier Fahrstreifen auf diesen verlegt, und der neue südliche Überbau kann von den provisorischen auf die endgültigen Unterbauten quer verschoben werden. Nach der Komplettierung der Fahrbahnanschlüsse wird der Verkehr mit jeweils zwei Fahrstreifen pro Richtung über das neue Bauwerk geführt.

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Pressekontakt

Lutz Günther

Lutz Günther

Projekte Berlin und neue Bundesländer

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