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A 10, südlicher Berliner Ring: achtstreifiger Ausbau (VDE Nr. 11) In Bau

Die A 10 wird zwischen den Autobahndreiecken Potsdam und Nuthetal auf acht Fahrstreifen erweitert.

Luftaufnahme A 10, Rastanlage Michendorf
Bildnachweis: Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz

Daten und Fakten

  • Gesamtlänge: 8,2 km
  • Verkehrsbelastung Prognose 2025: 117.000 – 126.000 Kfz/24 h
  • Gesamtkosten: 150,7 Mio. € einschl. 8,8 Mio. € für die Erweiterung der Rastanlage Michendorf-Süd

Verkehrshinweise

Im Fall notwendiger Verkehrseinschränkungen bitten wir um Verständnis und um besondere Aufmerksamkeit. Bitte beachten Sie außerdem, dass bei Staus die Nutzung der überlasteten Umleitungsstrecken über die Bundesstraßen 2 und 246 mit zusätzlichen Wartezeiten verbunden ist. Deshalb empfiehlt sich der Verbleib auf der Autobahn.

Fahrstreifensperrung im Bereich der Rastanlage Michendorf-Süd am 26. März

Aufgrund von Asphaltierungsarbeiten stehen am Donnerstag, 26. März, im Bereich der Rastanlage Michendorf-Süd in Fahrtrichtung AD Nuthetal nur zwei von drei Fahrstreifen zur Verfügung. Die Gegenrichtung ist nicht betroffen.

Karte

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Projektbeschreibung

Zwischen den Autobahndreiecken Potsdam und Nuthetal liegt der am stärksten befahrene Abschnitt der A 10/Berliner Ring. Auf gut acht Kilometern Länge wird die A 10 hier achtstreifig ausgebaut, um den erwarteten Verkehr bewältigen zu können.

Der Berliner Südring ist Bestandteil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) sowie Bestandteil des Paneuropäischen Verkehrskorridors von Deutschland nach Russland. Der Abschnitt zwischen dem AD Potsdam und dem AD Nuthetal übernimmt eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen den Autobahnen A 2 und A 9 sowie der A 115 in Richtung Berlin.

Zeitplan

Fertigstellung und Verkehrsfreigabe

Fertigstellung des Bauabschnitts zwischen der Rastanlage Michendorf und dem Autobahndreieck Nuthetal

Fertigstellung des Bauabschnitts zwischen dem Autobahndreieck Potsdam und der Eisenbahnüberführung Bahnhof Seddin

Feierlicher erster Spatenstich durch Staatssekretär Rainer Bomba, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Ministerin Kathrin Schneider, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg

Baubeginn

Planfeststellungsbeschluss

Bau Bauwerk 51Ü1 (Eisenbahnüberführung Ferch)

Plangenehmigung Bauwerk 51Ü1 (Eisenbahnüberführung Ferch)

Projektstand

Übersichtskarte A 10 südlicher Berliner RingDer größte Teil der Ausbauarbeiten wurde bereits abgeschlossen. Mit Ausnahme des Bauabschnitts rund um die Eisenbahnüberführung Bahnhof Seddin stehen jeweils vier Fahrstreifen in jede Richtung zur Verfügung.

Die Gesamtfertigstellung ist für Sommer 2020 geplant.

Tank- und Rastanlage Michendorf-Süd

Die vorhandene Tank- und Rastanlage (TRA) Michendorf besteht als beidseitige, leicht versetzte Anlage. Der Ausbau der Tank- und Rastanlage südlich von Berlin ist wegen des stetig steigenden Verkehrsaufkommens an diesem Abschnitt der A  10 erforderlich. Die vorhandene Anlage ist bereits jetzt ganzjährig überlastet. Der Ausbau schafft moderne, verkehrsgerechte Rastmöglichkeiten. Er ist Bestandteil des Sonderprogrammes des Bundes (Zehnjahresprogramm).

Tank und Rastanlage Michendort A 10 alt

 Tank und Rastanlage Michendort A 10 neu

Umwelt- und Landschaftsplanung

Mit Beschluss vom 21. Dezember 2012 unter dem Aktenzeichen 40.10 7172/10.37 wurden für den achtstreifigen Ausbau der BAB A 10 zwischen den AD Nuthetal und AD Potsdam sowie den Ausbau der Tank- und Rastanlage (TRA) Michendorf Süd auch umfangreiche Kompensationsmaßnahmen planfestgestellt. Bauvorbereitend wurden bereits im Jahr 2013 Maßnahmen für den Artenschutz umgesetzt. Des Weiteren wurde trassenfern mit der Umsetzung der ersten Ersatzmaßnahmen begonnen.

Zauneidechse

Für die Zauneidechsen wurde bereits im Jahr 2013 eine Fangzaunanlage aufgestellt und betreut sowie Ersatzlebensräume hergerichtet. Dorthin wurden die Zauneidechsen aus dem zukünftigen Baubereich umgesiedelt.

Fledermäuse

Unterhalb des Bauwerkes 51 (Brücke im Zuge der A 10 über die Kreisstraße 6907) befand sich ein Winterquartier des „Großen Abendseglers“. Für den Bauzeitraum wurden im Jahr 2013 in den angrenzenden Waldgebieten Fledermauskästen aufgehängt. Im Zuge des Brückenneubaues des Bauwerks 51 wird ein neues Winterquartier mit integriert.

Knoblauchkröte

Am Baubeginn musste, im Ergebnis eines faunistischen Gutachtens, ein Ersatzlaichgewässer (vorrangig für Knoblauchkröten) als Ersatz für ein vorhandenes Absetzbecken hergerichtet werden. Die bauliche Herstellung erfolgte im ersten Quartal 2016.

Trassenferne Ersatzmaßnahmen

Trassenfern wurden bereits erste Maßnahmen, insbesondere für die Kompensation der Wald- und Gehölzverluste, begonnen. Für das Vorhaben TRA Michendorf Süd sowie für das Bauvorhaben der A 10 wurden insgesamt bis dato 143 Obstbäume und ein Hektar Hecken gepflanzt sowie knapp 18 Hektar Laubwald aufgeforstet.

Lärmschutz

In der Bürgerinformation am 19. April 2016 in Michendorf wurden den anwesenden Bürgern durch DEGES Hinweise und Verfahren zur Geltendmachung ihres Anspruches auf passiven Schallschutz gegeben.

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