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B 87n: Eilenburg – Doberschütz – Mockrehna In Planung

Neu- bzw. Ausbau einer Fernstraßenverbindung im Zuge der Verbindungsachse Leipzig (A 14) – Eilenburg – Mockrehna

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Daten und Fakten

  • Länge: ca. 16 km
  • Informationen zur Karte – Ergebnisse der Variantenuntersuchung von Ende 2018:
    • Hauptvariante 3 – nördliche Umfahrung Mockrehna (Nordvariante)
    • Hauptvariante 4 – südliche Umfahrung Mockrehna (Südvariante)
  • Derzeit wird die Variantenuntersuchung beider oben genannter Hauptvarianten überarbeitet. Die Vorzugsvariante wurde noch nicht bestimmt.

Projektbeschreibung

Die B 87 fungiert im bestehenden und geplanten Straßennetz als raumbedeutsame, großräumige Verkehrsachse, welche eine Verbindung zwischen der Bundesautobahn A 14 bei Leipzig und den Bundesautobahnen A 13 und A 15 sowie den Bundesstraßen B 183, B 101 und B 169 im Süden des Landes Brandenburg herstellt.

Die B 87 stellt die wichtigste Straßenverbindung zwischen den Oberzentren Leipzig und Cottbus dar. Zudem ist die B 87 Teil der wichtigsten Straßenverbindung zwischen dem Mitteldeutschen Braunkohlerevier und dem Lausitzer Braunkohlerevier.

Im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen (6. FStrAbÄndG) ist die B 87n mit dem Hauptprojekt B 87-SN-G21-SN-BB B 87n Leipzig (A 14) – Löhsten (Lgr. SN/BB) im weiteren Bedarf mit Planungsrecht aufgenommen.

Der großräumigen Verbindungsfunktion folgend, soll die B 87n mit einem Straßenquerschnitt von überwiegend drei Fahrstreifen realisiert werden. Hierüber können die zukünftig erwarteten 13.000 bis 16.500 Kfz/24h aufgenommen werden.

Alle vier derzeit untersuchten Varianten beginnen am vorhandenen teilplanfreien Knotenpunkt B 87n in Eilenburg. Im weiteren Streckenverlauf sind für jede Variante drei weitere teilplanfreie Knotenpunkte vorgesehen. Durch die angrenzende Bebauung im Bereich Eilenburg am Bauanfang ist die Trasse bei allen Varianten vorgegeben und orientiert sich am Bestand.

Der Ort Doberschütz wird bei allen vier Varianten südlich umgangen. Der Ort Mockrehna wird in Abhängigkeit der Varianten südlich (Variante 2 und 4) sowie nördlich (Variante 1 und 3) umgangen. In Abhängigkeit der Varianten wird bei zwei Varianten im Bereich zwischen Doberschütz und Mockrehna die bestehende Trasse nachgenutzt. Die beiden anderen Varianten werden parallel der Bahnstrecke 6345 geführt, um eine Trassenbündelung Bahn/Straße zu erreichen. Durch die Querungen der vorhandenen Bahnstrecke 6345, unter Beachtung der einzuhaltenden Trassierungsparameter, ist die Anordnung von Brücken erforderlich. In jeder Variante stellt die Straßenüberführung über die Bahnstrecke 6345 ein prägendes Element dar. Dabei erfolgt die Querung bei den Varianten 1 und 3 südöstlich von Doberschütz und bei den Varianten 2 und 4 südöstlich von Mockrehna. Östlich von Mockrehna folgen alle Varianten der Bestandstrasse bis zum Bauende an der K 8986, deren Knotenpunkt mit der B 87n aufgehoben und durch ein Überführungsbauwerk ersetzt wird.

Dieser Abschnitt wird mit der BIM-Methode geplant.

Projektstand

Im Rahmen der Vorplanung wurden für diesen Teilbereich die gutachterlichen Untersuchungen und Bewertungen möglicher Trassenvarianten eigentlich bereits abgeschlossen. Mit damaligem Stand lag eine Stellungnahme der Bundeswehr von August 2018 vor, wonach das ehemalige Munitionslager südlich von Mockrehna nicht entbehrt werden kann und somit nicht in den Planungsraum miteinbezogen werden konnte.

Im September 2020 gab die Bundeswehr in einer aktualisierten Stellungnahme an, dass die weitere Nutzung des ehemaligen Munitionslagers südlich von Mockrehna inzwischen aufgegeben wurde. Aufgrund der neuen Rahmenbedingungen und Flächenverfügbarkeiten soll die Hauptvariante 4 (Südvariante) im Bereich des ehemaligen Munitionslagers detaillierter untersucht und neu bewertet werden. Nach der Aktualisierung der Variantenuntersuchung und der erneuten Ermittlung einer Vorzugsvariante erfolgt das Linienbestimmungsverfahren durch das Bundesverkehrsministerium.

Um den Planungszeitraum effizient zu gestalten, hat die DEGES bereits mit den vorbereitenden Maßnahmen zur Vermessung und Baugrunderkundung im Planungsgebiet begonnen.

Ausblick

Nach der Genehmigung der Vorzugsvariante durch das Bundesverkehrsministerium wird die Entwurfsplanung fortgesetzt.

Was ist BIM?

BIM (Building Information Modeling) be­zeich­net eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten kon­sis­tent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Be­teiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung bereitgestellt werden.

Weitere Hintergründe zur Anwendung von BIM bei der DEGES finden Sie auf dieser Informationsseite.

Anwendung innerhalb des Projekts

Das Projekt wurde in den frühen Planungsphasen zunächst parallel zur konventionellen Planung mit der BIM-Methodik unterstützt. Im Zuge der Planungsfortschreibung wurde die Projektbearbeitung mit umfassender Anwendung der BIM-Methode fortgesetzt. Dazu wurde ein Koordinationsmodell bestehend aus den Bestandsinformationen der Umgebung, der angrenzenden Bebauung, den relevanten Umweltdaten, den angrenzenden Abschnitten des Straßen- und Bahnnetzes sowie den vorhandenen Ingenieurbauwerken erstellt. Für die Kollaboration aller Beteiligten wurde eine gemeinsame Datenumgebung (CDE) implementiert. Die CDE dient als gemeinsam genutzte, zentrale Datenplattform, auf der ein organisiertes Vorhalten und ein verlustfreier Austausch von Daten sowie die vollumfängliche Zusammenarbeit ermöglicht wird. Im Mittelpunkt der CDE stehen die 3D-Modelle, die mit weiteren Daten referenziert bzw. verlinkt werden und interagieren.

Das Ziel der BIM-Methodik ist es, die unterschiedlichen Fachplanungen modellbasiert zu koordinieren und mithilfe von Kollisionsprüfungen geometrisch zu plausibilisieren. Dazu werden die Besprechungen am koordinierten Gesamtmodell durchgeführt. Berechnungen von Maßen und Volumen sowie die Kostenermittlung und schließlich auch die Planableitung erfolgen aus dem Modell.

Untersuchte Anwendungsfälle

  • CDE Implementierung
  • Modellbasierte Kollaboration, Koordination und Qualitätssicherung
  • 3D-Bestandsmodell
  • 3D-Planungsmodell
  • Kollisionsprüfung am Modell
  • Modellbasierte Bauablaufplanung
  • Modellbasierte Kostenermittlung
  • Planableitung aus dem Modell

Visualisierungen

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Pressekontakt

Lutz Günther

Lutz Günther

Projekte Berlin und neue Bundesländer

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Pressemitteilungen

B 87n: Eilenburg – Doberschütz – Mockrehna und diese Abschnitte sind Teilprojekte von B 87n: Neubau in Sachsen.