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A 10: Ausbau der Tank- und Rastanlage Seeberg Ost und West In Planung

Nach dem beidseitigen Ausbau der Tank- und Rastanlage Seeberg werden 158 Lkw-Stellflächen zur Verfügung stehen.

Visualisierung der ausgebauten Tank- und Rastanlagen Seeberg aus der Vogelperspektive

Daten und Fakten

  • Gesamtanzahl Lkw-Stellplätze nach Ausbau: 158

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Die DEGES plant und realisiert den Ausbau der Tank- und Rastanlage Seeberg Ost und West. Die Anlagen sind derzeit Kompaktanlagen, das bedeutet Raststätte und die Tankstelle befinden sich als Versorgungseinheit an einem Standort.

Diese Visualisierung zeigt, wie es auf der Anlage nach dem Ausbau aussehen würde.

Visualisierung der ausgebauten Tank- und Rastanlage Seeberg

Die Autobahn A 10 verläuft rund um Berlin und trägt daher den Beinamen Berliner Ring. Sie erstreckt sich, bis auf ein Teilgebiet im Norden, überwiegend im Bundesland Brandenburg und ist mit 196 Kilometern der längste Autobahnring Europas. Als weiträumige Verkehrsverbindung verknüpft die sechsstreifig ausgebaute Autobahn den Raum Berlin mit anderen Wirtschaftszentren.

Aufgrund der allgemeinen Zunahme des Güterverkehrs auf den bundesdeutschen Autobahnen ist auch das Angebot der Lkw-Stellplätze auf der Tank- und Rastanlage Seeberg Ost und West nicht mehr ausreichend. Im betroffenen Autobahnabschnitt der A 10, zwischen dem Autobahndreieck Schwanebeck und dem Autobahndreieck Spreeau, wurde durch die Bundesanstalt für Straßenwesen ein Fehlbedarf an Lkw-Parkständen ermittelt. Um insbesondere die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, sind weitere Stellplätze zwingend erforderlich.

Das Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) ist eine Landesoberbehörde im Geschäftsbereich des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) des Landes Brandenburg und führt das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Tank- und Rastanlage Seeberg Ost und West durch.

Zusätzliche Lkw-Stellplätze sind dringend notwendig

Laut Bundesministerium für Verkehr besteht gemäß der letzten Erhebung aus dem Jahr 2018 ein Fehlbestand von bundesweit rund 23.300 regulären Lkw- Parkmöglichkeiten auf und an Bundesautobahnen. Aufgrund des steigenden Güterverkehrsaufkommens ist von einer Zunahme des Bedarfs auszugehen.

Der Bund verfolgt das Ziel, mehr Güter auf die Schiene und die Wasserstraßen zu verlagern. Dort gibt es jedoch schon heute Kapazitätsengpässe. Zudem ist der Ausbau der Netze teuer und langwierig. Eine Verlagerung des Güterverkehrs kann folglich nur langfristig eine Lösung sein.

Lkw-Fahrer und -Fahrerinnen brauchen jedoch kurzfristig mehr Stellplätze.

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Aus- und Neubau sorgt für mehr Verkehrssicherheit

Icon Lenkzeiten Lkw Icon ParkplatzDie Schaffung ausreichender Lkw-Stellplätze ist wichtig, damit Lkw-Fahrer die gesetzlichen Ruhezeiten einhalten können. Lkw-Fahrer und -Fahrerinnen dürfen maximal 9 Stunden am Tag fahren und müssen alle 4,5 Stunden mindestens 45 Minuten Pause machen. Dadurch wird das Unfallrisiko durch Übermüdung verringert.

Gerade in vielbefahrenen Abschnitten des Autobahnnetzes haben Lkw-Fahrer und -Fahrerinnen, die keinen Stellplatz finden können, zwei Möglichkeiten:

Icon Suchfahrten LkwEntweder sie fahren weiter zum nächsten Rastplatz und überziehen dadurch ihre Lenkzeiten. Dies wird durch den automatischen Fahrtenschreiber aufgezeichnet. Überziehungen erhöhen das Unfallrisiko und werden daher mit hohen Geldstrafen geahndet.

Icon Parkverbot LkwOder sie parken auf nicht gekennzeichneten Flächen, zum Beispiel auf den Ein- und Auffahrten zur Rastanlage oder dem Autobahnstandstreifen. Dabei besteht das Risiko, dass die unbeleuchteten Lkw vor allem nachts oder bei schlechten Sichtverhältnissen von anderen Verkehrsteilnehmern nicht oder zu spät wahrgenommen werden. Dies kann schwere Unfälle zur Folge haben kann.

Icon Wohngebiete Lkw

Nicht selten parken Lkw aufgrund der fehlenden Stellplätze in Wohngebieten. Jedoch stellt auch dieses „Wildparken“ einen Verstoß gegen die StVO dar und wird mit Bußgeldern und Punkten bestraft. Wenn Lkw in Wohngebieten abgestellt werden, häufen sich zudem Beschwerden der Anwohnerinnen und Anwohner.

Entwicklung des Güterverkehrs auf den Autobahnen

Mit der zunehmenden wirtschaftlichen Vernetzung steigt auch der Güterverkehr in Deutschland, denn ein großer Teil des europäischen Güterverkehrs rollt über deutsche Straßen und Autobahnen. Das Bundesverkehrsministerium geht davon aus, dass der Straßengüterverkehr bis 2030 um 39 Prozent zunehmen wird. Voraussichtlich über 83 Prozent des Transportaufkommens werden auch 2030 auf der Straße abgewickelt. Dafür sorgt unter anderem der Konsum privater Haushalte – immer mehr Menschen bestellen Waren im Internet und lassen sich ihre Einkäufe liefern. Und auch Unternehmen benötigen Rohstoffe oder Einzelteile just-in-time.

Diese Grafik (Quelle Daten: BMVI) zeigt, welche Waren und Güter mit dem Lkw transportiert werden:

Grafik, die den Anteil verschiedener Waren am Güterverkehr zeigt
Quelle: Amtliche Güterkraftverkehrsstatistik 2020 des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

Von der Standortauswahl bis zur Verkehrsfreigabe

Bei einem Neubau wird vor Beginn der eigentlichen Planung auf Streckenabschnitten, in denen ein Fehlbedarf festgestellt wurde, eine Standortsuche durchgeführt. In diesem Schritt wird geprüft, inwieweit entlang des betrachteten Streckenabschnittes vorhandene und potenzielle Flächen für Rastanlagen die funktionalen, verkehrlichen, umweltbezogenen und wirtschaftlichen Anforderungen der ERS 2011 erfüllen. Diese Flächen werden als Standortvarianten dargestellt. Jede einzelne Standortvariante wird analysiert und die Varianten verglichen. So wird eine Vorzugsvariante ermittelt.

Dann beginnt die Planung. In den Stufen Vor- und Entwurfsplanung erfolgen die Objekt- und die Umweltplanung bei Aus- und Neubauvorhaben. Dazu wird das Areal vermessen und die Umweltverträglichkeitsprüfungen werden durchgeführt. Zudem werden Baugrundgutachten erstellt sowie Lärm- und Luftschadstoffuntersuchungen vorgenommen. Nach Freigaben der Planung durch das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur wird das Genehmigungsverfahren gestartet. Bei den meisten Projekten wird das Baurecht durch das sogenannte Planfeststellungsverfahren erlangt.

Im Mittelpunkt dieses Verfahrens steht ein umfassender Vergleich aller Belange – dazu zählen die Belange des Naturschutzes, der Anwohner, der Träger öffentlicher Belange, der Verkehrssicherheit und viele weitere. Im Rahmen des Verfahrens werden die Unterlagen in den betroffenen Gemeinden öffentlich ausgelegt, so dass alle Bürger, deren Belange durch die Maßnahme berührt werden, sich selbst ein Bild machen und Einwendungen gegen die Pläne bei der Gemeinde oder direkt bei der Anhörungsbehörde einreichen können. Hier finden Sie weitere Informationen zum Verfahren.

Erst nach dem bestandskräftigen Planfeststellungsbeschluss sind alle Einzelheiten klar und die detaillierte Ausführungsplanung, eine Fortschreibung der Planfeststellungsunterlagen mit allen Einzelheiten der Ausführung, kann erstellt werden. Maßnahmen zum Artenschutz, die Verlegung von Leitungen, Munitionsbergung oder die Sicherung archäologischer Artefakte können als vorgezogene Maßnahmen umgesetzt werden. Zudem erfolgt, wenn notwendig, der Grunderwerb. Wie die DEGES dabei vorgeht, können Sie auf dieser Unterseite nachlesen. Erst dann wird die Baumaßnahme nach einem gesetzlich geregelten Verfahren ausgeschrieben. Das hinsichtlich der Vergabekriterien passendste Angebot erhält den Zuschlag und der Neu- oder Ausbau kann starten.

Diese Grafik zeigt den Planungsablauf (Click für Großansicht):

Grafik zum Planungsablauf für Rastanlagen

Die DEGES sucht über das gesamte Verfahren den Dialog mit den Anwohnerinnen und Anwohnern und bezieht deren Sichtweisen in die Planung ein.

Innovative Konzepte und alternative Lösungen

Die DEGES prüft zudem, wie bestehende Anlagen effizienter genutzt und so zusätzliche Lkw-Stellplätze geschaffen werden können. Dabei werden intelligente Parkraummanagementsysteme, telematische Parkverfahren (Kolonnen- und Kompaktparken) und der Einsatz moderner Sensortechnologie genutzt, um den Auslastungsgrad zu erhöhen Darüber hinaus werden neue Planungsansätze entwickelt, um eine Kapazitätssteigerung im Bestand zu erzielen.

Entlastung für alle Verkehrsteilnehmer

In diesem Video berichten Berufskraftfahrer von ihren Eindrücken und der aktuellen Lage auf den Rastanlagen.

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Warum ist der Aus- und Neubau von Lkw-Rastanlagen an Autobahnen so wichtig? | Videonachweis: EuroTransport Media im Auftrag der DEGES

Dabei wird deutlich, warum der Aus- und Neubau von Lkw-Rastanlagen an Autobahnen so wichtig ist:

  • Lkw-Fahrer und -Fahrerinnen können ihre Lenkzeiten einhalten: Ausgeruhte Fahrer fahren sicherer
  • Kein Abstellen von Lkw auf unbeleuchteten Standstreifen: Mehr Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer
  • Weniger „Wildparken“ von Lkw in Wohngebieten: Entlastung für die Anwohnerinnen und Anwohner
  • Weniger Parksuchverkehr: Entlastung auch im nachgeordneten Netz, z.B. in Wohngebieten
  • Pausen werden besser planbar: Die zuverlässige Einhaltung von Lieferketten stärkt die Wirtschaft
  • Entwässerung, Lärmschutz und Bepflanzung: Schutz vor Auswirkungen auf Anwohner und Kompensation von Eingriffen in Umwelt und Landschaft

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Pressekontakt

Simone Döll

Simone Döll

Kommunikation
Projekte Nordrhein-Westfalen
Rastanlagen

Telefon: 0211 913491-44

E-Mail: presse@deges.de