Projektbeschreibung

Der Stadtteil Wilhelmsburg war bislang durch die Reichsstraße und die Bahnanlagen zerschnitten. Der Verkehrslärm beeinträchtigte über weite Flächen die Bevölkerung. Mit der Bündelung von Straße und Schiene in Verbindung mit Lärmschutzmaßnahmen zur Eindämmung von Straßen- und Schienenlärm entstand nun wertvoller städtebaulicher Entwicklungsraum. Die Bewohner des Stadtteils Wilhelmsburg haben durch die Maßnahme neue Lebensqualität hinzugewonnen, da sich die Geräuschkulisse deutlich verbesserte. Zudem können eine nachhaltigere Nutzung des Geländes der Internationalen Gartenschau als Parkanlage sichergestellt und der Bereich der Internationalen Bauausstellung (IBA, „Neue Mitte“ Wilhelmsburg) aufgewertet werden.

Ziele

Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße an die Bahnlinie:

  • deutliche Lärmminderung in Wilhelmsburg
  • Bündelung von zwei großen Verkehrswegen auf einer Trasse
  • Nutzung der ehemaligen Trassenflächen für den Inselpark Wilhelmsburg und im Norden für Stadtentwicklungsmaßnahmen

Maßnahmen

  • Bau von mehr als vier Kilometern neuer Fahrstrecke zwischen Wilhelmsburg-Süd und Georgswerder
  • Errichten von rund 15 Kilometern Lärmschutzanlagen nach neuestem Standard
  • Bau einer Anschlussstelle „Wilhelmsburg-Mitte“ an der Rotenhäuser Straße
  • Bau einer neuen Brücke über den Ernst-August-Kanal, eines Troges (Kornweide und Güterbahn) sowie einer Überführung (Anschlussstelle Wilhelmsburg-Mitte)

Bürgerbeteiligung

  • 2009: Beteiligungsverfahren zur Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße sowie zur Hafenquerspange
  • 2012: Bezirkliches Beratungsgremium zum Verkehr in Wilhelmsburg und Veddel

Zeitplan

  • Juni 2013: Planfeststellungsbeschluss
  • August 2013: Symbolischer Erster Spatenstich zum Baubeginn
  • ab 2014: Kampfmittelsondierung, Gleisrückbau, Bahnanpassungsmaßnahmen, Bau der Lärmschutzwände und Brücken und Trassenbau
  • 6. Oktober 2019: Freigabe der Strecke für den Verkehr
  • bis 2020 Restarbeiten