Auf der Grundlage des von der Bundesregierung aufgestellten Bundesverkehrswegeplans beschließt der Deutsche Bundestag im Bedarfsplan, welche Bundesfernstraßen neu- oder ausgebaut werden. Als Anlage zum Fernstraßenausbaugesetz (FStrAbG) ist der Bedarfsplan damit die gesetzliche Grundlage für den Neu- und Ausbau von Bundesautobahnen und Bundesstraßen.

Video: „Warum dauert das eigentlich so lange?“

Der Bau von Bundesfernstraßen ist eine hochkomplexe Angelegenheit. Zwischen der Feststellung eines Bedarfs und dem ersten Spatenstich vergehen häufig Jahre – zu Recht fragen sich viele Bürgerinnen und Bürger daher: Warum dauert es eigentlich so lange, bis eine Autobahn oder Bundesstraße gebaut wird?

Auf diese Frage kann die DEGES innerhalb von gerade einmal drei Minuten eine Antwort geben: Ein animierter Kurzfilm führt durch die fünf Phasen der Planung von Bundesfernstraßen.

Der Film ist bei YouTube abrufbar und darf gern geteilt werden.

Der Bundesverkehrs­wegeplan

Seit Mitte der siebziger Jahre ist der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) ein wichtiges Instrument der Verkehrsinfrastrukturplanung des Bundes. Er wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aufgestellt und vom Bundeskabinett beschlossen.

Grundlage für die Planung bis 2030

Der Bund ist nach dem Grundgesetz verantwortlich für die Finanzierung von Bau und Erhalt der Bundesverkehrswege. Dazu zählen die Bundesautobahnen und Bundesstraßen, die Bundesschienenwege und die Bundeswasserstraßen. Seit Mitte der siebziger Jahre zeigt der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) auf, welche dieser Bundesverkehrswege in Deutschland modernisiert, ausgebaut oder neu gebaut werden sollen und welche Investitionsmittel dafür bereitgestellt werden. Er enthält also alle beabsichtigten Straßen-, Schienen- und Wasserstraßenprojekte sowie den zugehörigen Erhaltungsbedarf derjenigen Projekte, die den verschiedenen Dringlichkeitsstufen des Bundesverkehrswegeplanes zugeordnet werden konnten. Der Bundesverkehrswegeplan wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aufgestellt und vom Bundeskabinett beschlossen.

Im Frühjahr 2016 hat das BMVI einen Entwurf für den Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgelegt. Er zeigt auf, welche Bundesautobahnen und Bundesstraßen, Bundesschienenwege und Bundeswasserstraßen bis 2030 neu- oder ausgebaut, saniert oder modernisiert werden sollen und steckt dafür den Umfang der Investitionen ab. Der Bundesverkehrswegeplan 2030 umfasst Investitionsmittel von insgesamt 264,5 Milliarden Euro. Von diesem Gesamtvolumen entfallen 49,4 Prozent auf Bundesfernstraßen. Ziel ist es, für alle Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen ein Verkehrsnetz bereit zu stellen, das sichere Verbindungen ermöglicht und die Mobilität stützt.

Detaillierte Informationen

Sie wollen es nocht etwas genauer wissen? Für detaillierte Informationen haben wir eine eigene Unterseite erstellt, auf der Sie auch ein Überblicksdiagramm finden.

Bauen unter Verkehr

Das Autobahnnetz in Deutschland ist stark befahren. Um die Mobilität nicht einzuschränken, können Streckenabschnitte für Bauarbeiten nicht einfach gesperrt werden. Der Bau muss dann unter dem rollenden Rad erfolgen. Die Einrichtung der Baustellen fordert von Ingenieuren, Planern und Baufirmen ein hohes Maß an Sorgfalt. Und auch Sie als Verkehrsteilnehmer können durch umsichtiges Verhalten dazu beitragen, dass sicher und schnell gebaut werden kann.
Die DEGES hat die wichtigsten Hinweise für die einzelnen Baustellenbereiche für Sie zusammengefasst.

Vorlauf- und Annäherungsbereich

Die Verkehrsteilnehmer werden auf die vor ihnen liegende Baustelle hingewiesen. Veränderungen in der Verkehrsführung und Geschwindigkeitsreduzierungen werden angezeigt. Die Zahl der Fahrstreifen wird reduziert. Die Spurbreite wird verringert. Die Fahrstreifen werden auf die Gegenfahrbahn verlegt. Um Platz für diese zu schaffen, werden die Fahrstreifen in Gegenrichtung nach außen verschwenkt.

Vorlaufbereich einer Baustelle

Baustellenbereich

Der Verkehr wird um die Baustelle herumgeleitet. Dabei werden Sicherheitsabstände zu den Bauarbeitern und Baumaschinen berücksichtigt. Transportable Schutzeinrichtungen trennen die Fahrtrichtungen voneinander. Sie wirken wie kleine Leitplanken, sorgen für Orientierung und verhindern, dass Fahrzeuge zum Beispiel bei Kontrollverlust des Fahrers in den Gegenverkehr gelangen.

In der Baustelle - was muss man beachten?

Nachlaufbereich

Die Fahrstreifenwerden von der Gegenfahrbahn wieder zurückgelegt. Es kommt eine Fahrspur hinzu. Die Spuren erhalten wieder normale Breite. Die Geschwindigkeitsbegrenzung wird aufgehoben.

Nach der Baustelle - was sollten Sie beachten?