Daten und Fakten
- Gesamtlänge: ca. 8,2 km
- Abbruch und Neubau von zwei Großbrücken: Norder- und Süderelbbrücke
Karte
Projektbeschreibung
Die A 1 ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Deutschlands – gerade im Osten Hamburgs ist sie eine zentrale Verkehrsader für Pendler, Wirtschaft und Logistik. Doch der hohe Verkehrsfluss führt zunehmend zu Engpässen: Bereits heute nutzen die Strecke zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Südost und der Anschlussstelle Hamburg-Harburg bis zu 131.000 Fahrzeuge täglich, ein Viertel davon Schwerlastverkehr. Bis 2030 wird der Verkehr auf bis zu 160.000 Fahrzeuge täglich ansteigen.
In beiden Fahrtrichtungen kann die A 1 auf dieser Strecke derzeit fast durchgängig auf jeweils drei Fahrstreifen befahren werden. Eine Ausnahme bildet jedoch das Autobahndreieck Norderelbe, wo nur zwei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung stehen – eine zentrale Engstelle im Netz.
Ein achtstreifiger Ausbau zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Südost und der Anschlussstelle Hamburg-Harburg soll diese zentrale Engstelle beseitigen, den Verkehrsfluss verbessern und die Infrastruktur zukunftssicher machen. Gleichzeitig wird in diesem Bereich die neue A 26 Ost an die A 1 angebunden.
Der 8,2 Kilometer lange Abschnitt umfasst bereits heute drei Anschlussstellen sowie zwei Autobahndreiecke (A 1 / A 255 und A 1 / A 25). Durch die zusätzlichen Fahrstreifen werden die Wechselvorgänge zwischen ein- und ausfahrenden Fahrzeugen entzerrt und somit die Verkehrssicherheit erheblich verbessert.
Im Zuge des Ausbaus werden auch die beiden Großbrücken Norderelbbrücke und Süderelbbrücke abgerissen und durch moderne Neubauten ersetzt. Beide Brücken weisen erhebliche Schäden auf und sind den steigenden Verkehrsbelastungen auf Dauer nicht mehr gewachsen. Die Ersatzneubauten sorgen für eine leistungsfähigere, sichere und langfristig stabile Verkehrsführung, insbesondere für den hohen Anteil an Schwerlastverkehr.
Zum Schutz der Anwohner sind zudem umfassende Lärmschutzmaßnahmen, darunter moderne Lärmschutzwände, vorgesehen. Die bestehende Rastanlage Stillhorn wird durch den modernen Neubau der Rastanlage Elbmarsch ersetzt.
Die drei Abschnitte im Überblick

Zeitplan Abschnitt Nord
Zeitplan Abschnitt Süd
Das Projekt
Die A 1 zählt zu den ältesten Autobahnen Deutschlands und wurde bereits in den 1930er-Jahren gebaut. Seitdem wurde sie kontinuierlich erweitert, um den zunehmenden Verkehr zu bewältigen – besonders nach dem wirtschaftlichen Aufschwung und der Wiedervereinigung. In den 1960er-Jahren lag die Verkehrsbelastung auf der A 1 noch bei rund 10.000 Fahrzeugen pro Tag – heute sind es durchschnittlich zehnmal so viele. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, wurde die Autobahn in mehreren Abschnitten bereits ausgebaut. Weitere Maßnahmen sind dringend erforderlich – so auch der geplante achtstreifige Ausbau zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Südost und der Anschlussstelle Hamburg-Harburg. So soll wird die Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit auf dieser Strecke langfristig gewährleistet.
Diese Eckpunkte umfasst das Projekt:
- Gewährleistung der Durchgängigkeit der A 1 – Umbau des Autobahndreiecks Norderelbe
- Neubau von zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung ergänzt um weitere Verflechtungsfahrstreifen zwischen den einzelnen Knotenpunkten
- Grundinstandsetzung der Bestandsstrecke auf ca. 8,2 km
- Abriss und Neubau der zwei Großbrücken: Norder- und Süderelbbrücke
- Abriss und Neubau weiterer Brückenbauwerke und Durchlässe
- Neubau von Lärmschutzwänden
- Neubau von Entwässerungsanlagen
- Umweltfachliche Beurteilung des Ausbaus und Umsetzung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
Abschnitt „Nord“
Autobahndreieck HH-Südost bis nördlich des künftigen Autobahndreiecks Süderelbe

Der erste Abschnitt der drei Teilabschnitte umfasst das Autobahndreieck Hamburg Südost (A 1 / A 25) und reicht bis nördlich des zukünftigen Autobahndreiecks Süderelbe (A 1 / A 26, auf der Höhe der jetzigen Anschlussstelle Stillhorn).
Eckdaten
- Gesamtlänge: ca. 5,3 km
- Anzahl der Fahrstreifen: vier pro Fahrtrichtung
- Planfreie Knotenpunkte (Verkehrsknoten): AD HH-Südost, AD Norderelbe
- Bauwerke: Norderelbbrücke, Jenerseitedeich, Obergeorgswerder Deich, Moorfleter Deich, Siedenfelder Weg, Überführungsbauwerk über die A 255 (?)
- Anzahl der Verflechtungsstreifen: zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung
- Naturschutzfachliche Besonderheiten: FFH-Gebiet „Hamburger Unterelbe“, EG-Vogelschutzgebiet und NSG „Holzhafen“
Die erste Planänderung für das Vorhaben wird voraussichtlich noch im 2. Quartal 2025 öffentlich ausgelegt. Der Planfeststellungsbeschluss wird für das 4. Quartal 2026 erwartet. Mit dem dann erlangten Baurecht könnte der Bau des Nordabschnittes im 3. Quartal 2027 starten. Die erste Hälfte der Norderelbbrücke soll im 2. Quartal 2030 fertiggestellt werden. Die vollständige Verkehrsfreigabe ist für das Jahr 2034 vorgesehen.
Im gesamten nördlichen Abschnitt der A 1 – mit Ausnahme der Norderelbbrücke – errichten wir Lärmschutzwände mit einer Höhe von bis zu 8,00 Metern. Zusätzlich kommt lärmmindernder Asphalt zum Einsatz, um die Lärmbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner weiter zu reduzieren.

Abschnitt „Mitte“
Das künftige Autobahndreieck Süderelbe

Der zweite Abschnitt der drei Teilabschnitte umfasst das gesamte künftige Autobahndreieck Süderelbe, welches die heutige Anschlussstelle Stillhorn ersetzen und die sich in Planung befindliche A 26 Ost an die A 1 anbinden wird. Dieser Abschnitt ist Bestandteil des Projekts A 26 Ost. Für die A 26 Ost stehen in den Teilabschnitten 6b und 6c die Planfeststellungsbeschlüsse noch aus. Die Konkretisierung des Abschnittes „Mitte“ der A 1 ist an das vollziehbare Baurecht für die A 26 Ost geknüpft.
Eckdaten
- Gesamtlänge: ca. 1,2 km
- Besonderheit: Rückbau der AS Stillhorn, Anbindung der sich in Planung befindlichen A 26
- Anzahl der Verflechtungsstreifen: ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung
Abschnitt „Süd“
Südlich des künftigen Autobahndreiecks Süderelbe bis zur Anschlussstelle HH-Harburg

Der dritte Teilabschnitt umfasst den Bereich südlich des künftigen Autobahndreiecks Süderelbe bis zur Anschlussstelle Hamburg-Harburg.
Eckdaten
- Gesamtlänge: ca. 1,7 km
- Anzahl der Fahrstreifen: vier je Fahrtrichtung
- Planfreie Knotenpunkte (Verkehrsknoten): AS HH-Harburg
- Bauwerke: Süderelbbrücke, Neuländer Elbdeich, Neuländer Wettern, Fünfhausener Landweg
- Naturschutzfachliche Besonderheiten: FFH-Gebiet „Heuckenlock“ und Schweensand“, NSG „Heucklock“, NSG „Schweensand“
Für den südlichen Abschnitt mit der Süderelbbrücke läuft derzeit das Planänderungsverfahren. Die Einwendungsfrist zur zweiten Planänderung endete im 2. Quartal 2025. Der Erörterungstermin findet vom 21. Juli bis 23. Juli 2025 statt. Der Planfeststellungsbeschluss wird noch für das Jahr 2026 erwartet. Der Baustart für den Abschnitt Süd ist dann im 4. Quartal 2026 vorgesehen. Die erste Hälfte der Süderelbbrücke soll bis zum 4. Quartal 2029 fertiggestellt werden. Die vollständige Verkehrsfreigabe ist für das Jahr 2033 geplant.
Im gesamten südlichen Abschnitt der A 1 – mit Ausnahme der Süderelbbrücke – errichten wir Lärmschutzwände Zusätzlich kommt lärmmindernder Asphalt zum Einsatz, um die Lärmbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner weiter zu reduzieren.
Die Großbrücken: Norder- und Süderelbbrücke
Auf der 8,2 Kilometer langen Ausbaustrecke befinden sich zwei wichtige Großbrücken, welche im Zuge des Ausbaus ersetzt werden müssen: die Norder- und die Süderelbbrücke. Beide Brücken stoßen nach jahrzehntelanger Nutzung an ihre Belastungsgrenzen. Die 1963 eröffnete Norderelbbrücke, eine Schrägseilbrücke mit drei Fahrstreifen pro Richtung, weist erhebliche Schäden auf und hat laut Nachrechnungen aus dem Jahr 2016 nur noch eine begrenzte Restnutzungsdauer.
Auch die Süderelbbrücke, bestehend aus zwei Teilbauwerken von 1938 und 1965, muss ersetzt werden. Das aktuelle Bauwerk erstreckt sich über 325 Meter als durchlaufende Balkenbrücke mit einer Hauptstützweite von 104 Metern.
Angesichts der verkehrlichen Bedeutung dieser Querungen sind die Planungen für moderne, leistungsfähige Ersatzbrücken in vollem Gange, um eine sichere und zukunftsfähige Infrastruktur für die Region zu gewährleisten.
a) Norderelbbrücke
Aufgrund ihrer erheblichen Schäden und gemäß Bundesverkehrswegeplan 2030 plant die DEGES einen Ersatzneubau der Norderelbbrücke: Die Verkehrsführung wird von drei auf vier Fahrstreifen mit zwei Verflechtungsstreifen je Fahrtrichtung und zusätzlichem Standstreifen erweitert. Auch ein Radweg wird mitgeplant.
Der Radweg an der Norderelbbrücke
Nördlich der Norderelbbrücke entsteht ein rund 4,5 Meter breiter Radweg.
Er verbindet künftig die östlichen und westlichen Velorouten der Stadt und verbessert so die Erreichbarkeit und Attraktivität des Radverkehrs deutlich. Im Falle eines Hochwassers kann der Radweg zudem als Fluchtweg von der Wilhelmsburger Insel genutzt werden.

Bauablauf
Neben der derzeit bestehenden Norderelbbrücke entsteht zunächst eine weitere Brücke mit sechs Fahrstreifen. Temporär wird dann der gesamte Verkehr in beiden Fahrtrichtungen auf dieses Brückenbauwerk verlegt, damit im Anschluss die alte Norderelbbrücke abgerissen und durch den Neubau der zweiten Brückenhälfte ersetzt werden kann.
Umweltfachliche Rahmenbedingungen
Das heutige Brückenbauwerk liegt in einem naturschutzfachlich sensiblen Raum. Unmittelbar südlich des bestehenden Bauwerks grenzt das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Hamburger Unterelbe an. Nördlich befindet sich ein Vogelschutzgebiet. Weiterhin befinden sich zwei Naturschutzgebiete im näheren Umfeld des Bauwerks.
Im Juni 2019 fand eine Ausstellung zur Norderelbbrücke in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen statt. Nachfolgend finden Sie eine Dokumentation zum Realisierungswettbewerb.
b) Süderelbbrücke
Das neue Bauwerk der Süderelbbrücke berücksichtigt den achtstreifigen Ausbau der A 1 und wird Platz für vier Fahrstreifen je Fahrtrichtung bieten .
Bauablauf
Dabei entsteht der erste Überbau östlich neben dem Bestand, sodass der Verkehr in dieser Phase wie bisher über die alte Süderelbbrücke fließen kann. Nach Fertigstellung des neuen östlichen Überbaus wird der Verkehr mit sechs Fahrstreifen auf diesen umgelegt und es erfolgt der Abbruch beider Bestandsbrücken. Danach wird – in einem gewissen Abstand – neben dem ersten der neue zweite Überbau errichtet. Im Anschluss rollt der Verkehr mit sechs Fahrstreifen nochmals für kurze Zeit auf dem westlichen Überbau, um den Querverschub des östlichen Überbaus zu ermöglichen.
Umweltfachliche Rahmenbedingungen
Diese aufwändige technische Maßnahme ist erforderlich, um die Umwelteingriffe im Endzustand zu begrenzen, da sich auch dieses Bauwerk in einem naturschutzfachlich sensiblen Bereich befindet und vom FFH-Gebiet „Heuckenlock/Schweensand“ sowie zwei Naturschutzgebieten umgeben ist.
Informationsveranstaltung zum Abschnitt Nord – März 2022
24. März 2022
Die digitale Informationsveranstaltung im März 2022 fokussierte sich auf den Abschnitt Nord (AD HH-Südost – AD Süderelbe) der geplanten Autobahnerweiterung und wurde aufgrund der Pandemielage als Livestream ausgesendet. Nachfolgend stellen wir Ihnen die gezeigte Präsentation, eine Dokumentation der Fragerunde sowie einen Video-Mitschnitt der Veranstaltung zur Verfügung.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Informationsveranstaltung zum Abschnitt Süd – Mai 2021
19. Mai 2021
Bereits im Mai 2021 informierte die DEGES zum frühen Planungsstand des Projekts im Abschnitt Süd. Die Veranstaltung fand ebenfalls online als Livestream statt. Nachfolgend können Sie einen Mitschnitt der Veranstaltung anschauen und die gezeigte Präsentation herunterladen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Kontaktformular
Gerne können Sie mit uns zu allen Fragen in Kontakt treten. Bitte nutzen Sie dazu das folgende Kontaktformular. Wir freuen uns auf Ihre Mitteilung!
Sie fragen – die DEGES antwortet
Nachfolgend beantworten wir Fragen, die uns im Projektzusammenhang häufig gestellt werden. Wenn Sie eine Frage haben, die hier noch nicht beantwortet wurde, kontaktieren Sie uns gern über das Kontaktformular auf der Unterseite Dialog.
Allgemeine Fragen
Wird dieses Verbreiterungsprojekt vor allem wegen des Baus der Hafenquerspange (A 26 Ost) als nötig angesehen?
Die achtstreifige Erweiterung der A 1 ist auch ohne die A 26 dringend erforderlich. Das bestätigen die Verkehrszahlen und -prognosen.
Gibt es bereits genaueres Kartenmaterial zu Ihren derzeitigen Planungen?
Die Präsentationen zu den Bauabschnitten Nord und Süd können auf der Unterseite Dialog heruntergeladen werden. Detaillierte Fragen zu Einzelgebäuden beantwortet das Planungsteam der DEGES gerne individuell per E-Mail über das Kontaktformular.
Fragen und Antworten: Verkehrsführung und Bauzeit
Wird es nachts Bauarbeiten geben?
Nachtbauarbeiten werden beispielsweise beim Bau der Norderelbbrücke notwendig, allerdings keine lärmintensiven wie Ramm- und Bohrarbeiten. Aktuell wird an dieser Stelle von einem regulären 16-Stunden-Tag (Zwei-Schicht-System) ausgegangen.
Gibt es eine Prognose zum Thema Stau während der Bauzeit?
Wir gehen davon aus, dass der Verkehr weiterhin wie gewohnt abfließen kann. Bei Unfällen und Pannen werden Staus allerdings nicht zu verhindern sein.
Inwieweit ist die Straße Moorfleeter Hauptdeich im Bereich der Billesiedlung von den Bauarbeiten betroffen? Wird sie als Zu- und Abfahrt für die Baustelle genutzt?
Der Moorfleeter Hauptdeich ist als Baustellenzufahrt, insbesondere im Hinblick auf das Brückenbauwerk, nicht geeignet. Deshalb soll der Baustellenverkehr samt Massentransporten über die Autobahn abwickelt werden. Die Straße wird während der Bauzeit nicht von zusätzlichem Schwerverkehr betroffen sein.
Der Hauptbauverkehr wird über die Autobahn abgewickelt. Wird es dennoch parallele Baustraßen entlang der Trasse geben?
Parallele Baustraßen sind nicht vorgesehen, da das vorhandene Bauumfeld die Anlage einer separaten Baustraße nicht zulässt. Während der Bauzeit wird in der Regel aber immer eine Fahrbahn freigelenkt sein, die dann als Baustraße genutzt werden kann.
Wird es für die Häuser entlang der Baustraßen eine Zustandsermittlung geben, um etwaige Schäden nachweisen zu können, die durch den Bau entstehen?
Bei so großen Bauunternehmungen ist es üblich, dass zu Beginn der Arbeiten ein sogenanntes Beweissicherungsverfahren durchgeführt wird. Fachexpert*innen begutachten dann die umliegenden Häuser und stellen ihren Zustand fest. Anschließend kann festgestellt werden, welche Schäden während der Bauzeit eingetreten sind. Sofern notwendig, wird an den Bauwerken auch ein sogenanntes Monitoring durchgeführt, welches Schallimmissionen und Erschütterungen rund um die Uhr aufzeichnet und dabei hilft, etwaige Schäden auf konkrete Baumaßnahmen zurückzuführen.
Werden der Fahrradweg sowie die „neue“ Busverbindung zwischen Moorfleet und Rothenburgsort entlang der Deichlinie (Kaltehofe-Hauptdeich) während der Bauphase weiterhin nutzbar sein?
Im Wesentlichen soll dieser Weg aufrechterhalten werden, er wird aus Sicherheitsgründen vermutlich sogar eingehaust. Auch an dieser Stelle wird es im Zuge der Arbeiten an der Brücke aber einige Vollsperrungen geben, die hauptsächlich auf das Wochenende gelegt werden sollen. Dies geschieht auch aus Sicherheitsgründen, da der Verkehr nicht unter einer schwebenden Last durchgeführt werden darf.
Fragen und Antworten: Lärmschutz
Wann wird der Lärmschutz fertiggestellt?
Wir sind darum bemüht, den aktiven Lärmschutz möglichst zeitnah herzustellen, damit dieser auch vor dem Baulärm schützen kann. Der Asphalt wird dagegen erst am Ende der Bauphase aufgetragen, da er ziemlich empfindlich ist.
Sind Lärmschutzmaßnahmen wie Lärmschutzwände oder Flüsterasphalt auf der A 1 in Richtung Billesiedlung geplant?
Wie der Präsentation zu entnehmen ist, sind an dieser Stelle Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen – sowohl Lärmschutzwände als auch offenporiger Asphalt. Das vermindert insgesamt den Lärm und führt zu einer Verbesserung der dortigen Situation.
Ist eine partielle Überdeckelung der Trasse vorgesehen?
Auf Grundlagen von schalltechnischen Untersuchungen werden in Frage kommende Lärmschutzmaßnahmen immer im Hinblick auf ihre Verhältnismäßigkeit bewertet. Bei diesem Projekt konnte festgestellt werden, dass eine Überdeckelung nicht verhältnismäßig wäre, an manchen Stellen sogar technisch gar nicht machbar.
Fragen und Antworten: Umwelt- und Naturschutz
Werden für den Ausbau der Autobahn ökologische Ausgleichsflächen benötigt? Und wo werden diese geplant?
Ein derart umfangreiches Bauvorhaben wie dieses beeinträchtigt natürlich die Umwelt. Der Ausbau sorgt zwar für Verbesserungen im Lärm- und Gewässerschutz und vermindert den Luftschadstoffausstoß, die Verbreiterung der Trasse führt aber dennoch zu einer umfangreichen Bodenversiegelung, im Nordabschnitt sind beispielsweise etwa 16 Hektar betroffen. Ausgleichsflächen hierfür befinden sich zum Teil direkt neben der Autobahn. Hier sollen Aufforstungsflächen gefördert, extensives Grünland geschaffen, abgeholzte Böschungen bepflanzt und Lärmschutzwände in einigen Bereichen begrünt werden. Der Großteil der Beeinträchtigungen wird aber nicht vor Ort, sondern über ein Ökokonto der Hamburger Umweltbehörde ausgeglichen, über das sich die DEGES finanziell an Umweltmaßnahmen im Umfang von etwa 40 Hektar beteiligt, die wiederum im Hamburger Stadtgebiet umgesetzt werden.
Ist im Zuge der Lärmschutzplanung auch das Brutverhalten der Vögel berücksichtigt worden?
Der aktive Lärmschutz dient in erster Linie dem Schutz der menschlichen Gesundheit und richtet sich danach.
Fragen und Antworten: Grunderwerb
Werden private Grundstücke für den Neubau gebraucht und müssen Wohnhäuser abgerissen werden?
Es wird für die Erweiterung Grunderwerb geben müssen – auch von Flächen, die sich gegenwärtig in privatem Besitz finden. Es ist allerdings nicht vorgesehen, bewohnte Bebauung abzureißen. Alle bewohnten Häuser bleiben voraussichtlich erhalten.






