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A 3/A 4/A 59: Umbau des Autobahndreieck Heumar In Bau

Das Autobahndreieck Heumar, einer der höchst belasteten Autobahnknotenpunkte in Europa soll durch den Umbau langfristig leistungsfähig bleiben.

Das Autobahndreieck Heumar
Das Autobahndreieck Heumar | Bildnachweis: Michael Neuhaus

Daten und Fakten

  • Ersatzneubauten: 11 Brücken im AD und vorgelagert B8 über A4
  • Gesamtlänge: ca. 8,4 km
  • Verkehrsbelastung 2030: 240.000 Kfz/24 h
  • 1. Teilprojekt: Rampe A 4, Überführung Frankfurter Straße B 8, Bauwerke über die Schienentrasse der KVB
  • 2. Teilprojekt: A 3 / A 4 / A 59 Umbau AD Heumar
  • Besondere Herausforderung: Bauen unter Verkehr

Karte

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Projektbeschreibung

Das Autobahndreieck Heumar verbindet die Autobahnen A 3 (Oberhausen – Frankfurt am Main), A 4 (Aachen – Olpe) und A 59 (Oberhausen – Bonn) und ist Teil des Kölner Autobahnrings. Seit 1941 verbindet es die A 3 mit der A 4, 1982 wurde zusätzlich die A 59 angeschlossen, sodass das AD Heumar einem Autobahnkreuz mit eingeschränkten Fahrbeziehungen gleicht. Mit seinen zahlreichen Brücken sowie der Verkehrsführung in mehreren Ebenen, stellt das AD Heumar einen sehr komplexen Knotenpunkt dar, das weitere untergeordnete Straßen sowie Schienentrassen kreuzen.

Aufgrund der Lage im Kölner Stadtgebiet sowie der Nähe zum Flughafen Köln/Bonn hat es sowohl im regionalen als auch überregionalen Personen- und Güterverkehr eine große Bedeutung. Mit einem Verkehrsaufkommen von etwa 220.000 Fahrzeugen am Tag und einem Schwerverkehrsanteil von ca. 20 Prozent gehört das AD Heumar bereits gegenwärtig zu den höchst belasteten Autobahnknotenpunkten in Europa. Für das Jahr 2030 ist ein Verkehrsaufkommen von etwa 240.000 Fahrzeugen pro Tag prognostiziert.

Das hohe Verkehrsaufkommen stellt insbesondere für die Brücken eine erhebliche Belastung dar. In den letzten Jahren wurden Substanz und Standfestigkeit aller Brücken im AD Heumar überprüft. Das Ergebnis ist gravierend. Alle Bauwerke sind kurz- bis mittelfristig zu ersetzen. Die Bauwerke im Norden, die die A 3/A 4 über die Trasse der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) überführen sowie die drei Bauwerke im Zuge der Verbindung der A 4 zur A 3/A 4 in Fahrtrichtung Norden haben ihre Restnutzungsdauer bereits überschritten und müssen kurzfristig ersetzt werden.

Da alle Bauwerke erneuert werden, besteht die Möglichkeit, die gesamte Verkehrsführung im AD Heumar zu optimieren. Durch die Neusortierung der Verkehrsströme in Fahrtrichtung Norden soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass die A 59 nachträglich von außen an die A 3/A 4 angeschlossen wurde. Hierdurch ergaben sich, im Zuge des hohen Verkehrsaufkommens auf der A 4 in der Fahrbeziehung Aachen – Olpe, diverse zusätzliche Verflechtungsvorgänge zwischen dem AD Heumar und dem rund drei Kilometer nördlich gelegenem Autobahnkreuz Köln-Ost.

Aufgrund der Komplexität sowie der bereits überschrittenen Restnutzungsdauer einiger Brücken wird der Umbau in zwei Teilprojekten erfolgen.

Im ersten Teilprojekt werden die Bauwerke ersetzt, bei denen der dringendste Handlungsbedarf besteht. Dabei handelt es sich um die Überführung der B 8, die Rampe zur A 4 und Bauwerke über die Schienentrasse der KVB im Zuge der A 3/A 4. Der Abschluss des ersten Teilprojekts ist für 2024 vorgesehen.

Parallel werden vorbereitende Maßnahmen für das zweite Teilprojekt durchgeführt, in der das AD Heumar umgebaut wird. Für alle weiteren Bauwerke werden Ersatzneubauten errichtet und die Verkehrsströme in Fahrtrichtung Norden werden neu geordnet. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.

Ziel des Umbaus ist es, das Autobahndreieck Heumar als zentralen Knotenpunkt im nordrhein-westfälischen Autobahnnetz zu erhalten, seine Verbindungs- und Leistungsqualität, auch hinsichtlich des steigenden Verkehrsaufkommens, zu sichern und die Verkehrssicherheit zu verbessern.

Vorteile für die Stadt Köln sowie die gesamte Region

Die Verbindungsfunktion des Autobahndreiecks Heumar wird langfristig gesichert, die Verkehrssicherheit wird verbessert.

  • Die Standsicherheit und Benutzbarkeit der Brücken, Rampen und Überführungen wird langfristig gewährleistet.
  • Die Staugefahr wird reduziert. Durch weniger Staus werden sich die Fahrzeiten verkürzen. Pendler verbringen weniger Zeit im Auto, Anwohner werden entlastet, Güter und Dienstleistungen erreichen schneller ihr Ziel.
  • Der Flughafen Köln-Bonn sowie die zahlreichen im Umfeld des Autobahnkreuzes und entlang der Zu- und Abbringerstrecken ansässigen Wirtschaftsunternehmen erhalten eine langfristig leistungsfähige Anbindung.
  • Die Verkehrssicherheit im Knoten wird verbessert.
  • Bestehende Geschwindigkeitsbegrenzungen können aufgehoben werden.
  • Die DEGES nimmt den Umbau des Autobahndreiecks unter fließendem Verkehr vor. Eingriffe in den Verkehrsablauf und Behinderungen für Personen- und Wirtschaftsverkehr werden so gering wie möglich gehalten.

Zeitplan

Voraussichtlicher Abschluss des gesamten Umbaus des AD Heumar

Teilprojekt 1: Fertigstellung Rampe A 4 Abschluss Teilprojekt 1

Teilprojekt 1: Fertigstellung Bauwerke über die Schienentrasse im Zuge der A 3/A 4

Teilprojekt 2: Voraussichtlicher Beginn der Bauarbeiten

Umbau des AD Heumar (Autobahnen A 3 und A 59)

Teilprojekt 1: Fertigstellung Überführung B 8

Teilprojekt 1: Baubeginn Überflieger A 4

Teilprojekt 1: Beginn der Bauarbeiten

Überführung B 8, Rampe A 4, Bauwerke über die Schienentrasse im Zuge der A 3/A 4

Teilprojekt 2: Planungs- und Genehmigungsverfahren

Umbau des AD Heumar (Autobahnen A 3 und A 59)

Teilprojekt 1: Detailplanung und Einholung Einzelgenehmigungen

Überführung B 8, Rampe A 4, Bauwerke über die Schienentrasse im Zuge der A 3/A 4

Teilprojekt 1: Rampe A 4, Überführung Frankfurter Straße B 8, Bauwerke über die Schienentrasse der KVB

Im ersten Schritt erfolgt der Neubau der Brücken, um diese schnellstmöglich zu ersetzen. Im Teilprojekt 1 wird der Ersatzneubau der Brücke „Frankfurter Straße, B 8“ ebenso umgesetzt wie die Ersatzneubauten der Rampe A 4 Aachen-Oberhausen mit dem Überflieger sowie der Bauwerke über die Stadtbahn der KVB.

Die vorbereitenden Untersuchungen – wie beispielsweise Baugrunduntersuchungen und Vermessungsleistungen – für das erste Teilprojekt sind abgeschlossen. Die Bezirksregierung Köln hat am 14. September 2018 bestätigt, dass keine Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht. Die Bestätigung, dass es sich bei den Ersatzneubauten um Planungen unwesentlicher Bedeutung handelt, liegt vor.

Die Bauarbeiten für die Verbindungsrampe der A 4, für die Bauwerke im Zuge der A 3/A 4 über der Schienentrasse der Kölner Verkehrsbetriebe sowie für das Bauwerk im Zuge der B 8 über der A 4 haben bereits begonnen bzw. fertiggestellt.

Das Brückenbauwerk der B 8 über die A 4 war aufgrund seines schlechten baulichen Zustandes und der mangelnden Tragfähigkeit bereits seit 2015 für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt. Mit Errichtung und Verkehrsfreigabe einer Behelfsbrücke im Mai 2018 wurde die Bestandsbrücke vollständig für den Verkehr gesperrt. Im Juni 2019 wurde die gesperrte Bestandsbrücke zurückgebaut. Die neue Brücke B8 Frankfurter Straße ist seit April 2022 unter Verkehr.

Teilprojekt 2: A 3 / A 4 / A 59 Umbau AD Heumar

Während der Bauarbeiten im Teilprojekt 1 werden Planung und vorbereitende Maßnahmen für das Teilprojekt 2 vorangetrieben. Nach Abschluss des ersten Teilprojekts wird anschließend das AD Heumar umgebaut sowie die Verkehrsanlagen und Ingenieurbauwerke des gesamten AD Heumar erneuert. Der Anschluss der A 59 an das Autobahndreieck wird optimiert für einen verbesserten Verkehrsfluss und eine erhöhte Sicherheit.

Für das zweite Teilprojekt wurde ein Variantenvergleich durchgeführt und eine Vorzugsvariante ermittelt. Augenblicklich befindet sich die Planung in der Phase der Entwurfsplanung; weitere Baugrunduntersuchungen sind bereits angestoßen und Abstimmungsprozesse umgesetzt.

Herausforderung: Bauen unter Verkehr

Aufgrund der verkehrlichen Bedeutung des AD Heumars ist der Ersatzneubau nur unter Aufrechterhaltung des Verkehrs möglich. Im Zuge der Planung der Baumaßnahme wurden Lösungen untersucht, die zum Beispiel die Errichtung der Ersatzneubauten neben den Bestandsbauwerken berücksichtigen oder wie durch schnellere Bauweisen die verkehrlichen Beeinträchtigungen nochmals minimiert werden können.

Die neue Trassenführung der einzelnen Rampen wird so gestaltet, dass während der baulichen Umsetzung der Maßnahme dem Verkehr möglichst zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung gestellte werden können.

Was ist BIM?

BIM (Building Information Modeling) be­zeich­net eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten kon­sis­tent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Be­teiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung bereitgestellt werden.

Weitere Hintergründe zur Anwendung von BIM bei der DEGES finden Sie auf dieser Informationsseite.

Anwendung innerhalb des Projekts

Nicht zuletzt aufgrund der Komplexität des AD Heumar sowie der Notwendigkeit einer dauerhaften Aufrechterhaltung des Verkehrs während der Maßnahmenrealisierung nutzt die DEGES die innovative Planungsmethode Building Information Modeling (BIM).

Untersuchte Anwendungsfälle

  • Visualisierung Bestand und Planung
  • Modellbasierte Variantenbewertung der Bauwerke
  • Visualisierung des Bauablaufs, einschließlich aller Bauzwischenzustände
  • Modellbasierte Kostenberechnung
  • Ggf., in Abstimmung mit der Autobahn GmbH, modellbasiertes Genehmigungsverfahren
  • Modellbasierte Abrechnung der Bauleistung
  • Modellbasierte Baufortschrittskontrolle

Visualisierungen

Modelldarstellung der neuen Rampe A 4

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Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL

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Pressekontakt

Simone Döll

Simone Döll

Projekte Nordrhein-Westfalen,
Rastanlagen

Telefon: 0211 913491-44

E-Mail: presse@deges.de