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A 44: Ausbau der PWC-Anlagen Schoren und Am roten Ufer In Planung

Mehr Lkw-Stellplätze für mehr Verkehrssicherheit

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Daten und Fakten

  • Gesamtanzahl Lkw-Stellplätze nach Ausbau: 54

Projektbeschreibung

Die DEGES plant und realisiert die Erweiterung der gegenüberliegenden Parkplätze „Schoren“ und „Am roten Ufer“ zu PWC-Anlagen an der A 44. Derzeit befinden sich auf den Parkplätzen Schoren und Am roten Ufer jeweils 10 Lkw-Stellplätze.  Nach der Erweiterung werden Stellflächen für insgesamt 54 Lkw (PWC Schoren: 26; PWC am roten Ufer: 28) zur Verfügung stehen.

Die A 44 Kassel – Dortmund bildet eine zentrale Verkehrsachse im europäischen Ost-West-Verkehr. Dies wird unter anderem durch den hohen Schwerverkehrsanteil über 23% im Bereich der Anschlussstelle Breuna deutlich. Aufgrund der wachsenden Schwerverkehrsmengen auf der A 44 sind die Lkw-Stellplätze auf den bestehenden Rastanlagen über ihre Kapazitäten hinaus ausgelastet. Zu den Abend- und Nachtstunden werden Lkw in Fahrgassen und teilweise bis in die Ab- und Zufahrten hinein abgestellt. Die bestehenden, unbewirtschafteten Parkplätze Schoren (Fahrtrichtung Dortmund) und Am roten Ufer (Fahrtrichtung Kassel) befinden sich in dem Streckenabschnitt Landesgrenze NRW/HE und dem Kreuz Kassel West bei Betriebskilometer 34,0 bzw. 34,3 der BAB 44. Unmittelbar südlich schließt die Talbrücke Breuna an.

Aufgrund der allgemeinen Zunahme des Güterverkehrs auf den bundesdeutschen Autobahnen reicht auch der Bestand an Lkw-Stellplätzen auf den Parkplätzen Schoren und Am roten Ufer nicht mehr aus. Im betroffenen Autobahnabschnitt der A 44 wurde durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ein Fehlbedarf an Lkw-Stellplätzen ermittelt, welcher u. a. mit den Erweiterungen der o.g. Parkplätze kompensiert werden soll. Um insbesondere die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, sind weitere Stellplätze zwingend erforderlich.

Hessen Mobil erteilte Ende Mai als zuständige Behörde über das Entfallen von Planfeststellung und Plangenehmigung die Bauerlaubnis für die Erweiterung der beiden Parkplätze zu PWC-Anlagen. Der voraussichtliche Baubeginn der beiden Rastanlagen ist für Frühjahr 2021 vorgesehen.

Stellplätze werden dringend benötigt

Der Personen- und Güterverkehr auf den Autobahnen im gesamten Bundesgebiet nimmt seit vielen Jahren kontinuierlich zu. Viele Rastanlagen an Autobahnen sind überlastet und benötigen mehr Kapazität, vor allem für den Schwerverkehr.

Übersichtskarte aller NRW-Rastplatz-Projekte

Die DEGES plant und realisiert den Ausbau von vier bestehenden Tank- und Rastanlagen (T&R). Zudem werden vier Parkplatz-mit-WC-Anlagen (PWC) erweitert und sechs PWC-Anlagen komplett neu gebaut. Der Aus- und Neubau dieser 14 Anlagen soll 615 neue Lastkraftwagen-Stellplätze und rund 600 neue Personenkraftwagen-Stellplätze schaffen.
Sieben Anlagen befinden sich an der Autobahn A 3. An der Autobahn A 1 werden insgesamt fünf Tank & Rast- sowie Parkplatz-mit-WC-Anlagen aus- oder neugebaut, an der Autobahn A 43 zwei weitere Anlagen. Die Standorte sind in der Karte verzeichnet. Als erste der 14 Anlagen wurde die PWC-Anlage Kucksiepen (Ost) an der A 1 ausgebaut.

Lkw-Anteil steigt

Deutschland liegt durch die EU-Osterweiterung nun im Zentrum Europas und dadurch findet der innereuropäische Güterverkehr zwischen Frankreich, den Niederlanden, den Beneluxländern und Osteuropa auf unseren Straßen und Autobahnen statt. Dadurch hat sich der Güterverkehr in Deutschland zwischen 1990 und 2015 um 23 Prozent erhöht. Bis 2025 wird er um weitere 38 Prozent ansteigen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Lieferzeiten sowohl in der Wirtschaft (Just-in-Time) als auch bei privaten Lieferungen (Same-Day-Delivery, Morning Express). An allen deutschen Autobahnen fehlen Stellplätze für Lastkraftwagen.

Anteil Güter an Lkw Transporten

In Nordrhein-Westfalen gab es mit Stand August 2017 insgesamt 6.345 ausgewiesene Lkw-Parkstände auf Rastanlagen, 449 neue Lkw-Parkstände befanden sich in Bau und 489 neue Lkw-Parkstände sollen im Laufe des Jahres 2017 zusätzlich in Bau gehen. Diese Anstrengungen reichen bei weitem nicht aus. Wenn nicht alles für eine Beschleunigung beim Neubau und Ausbau getan wird, verliert Nordrhein-Westfalen aufgrund des rasant ansteigenden Güterverkehrs und der Ruhezeitenreglungen den Anschluss an die wirtschaftliche Entwicklung.

Vorteile durch den Neu- und Ausbau von Rastplätzen

Sehr viele Menschen im ganzen Land profitieren vom Wirtschaftswachstum und der Entwicklung von Nordrhein-Westfalen zum führenden Logistikstandort. Die Lkw-Fahrer, die unsere Waren pünktlich und sicher an ihren Bestimmungsort befördern, leisten dafür einen wichtigen Beitrag. Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten und die fehlenden Stellplätze verursachen bei den Lkw-Fahrern Stress und führen mitunter am Ende der Fahrt zu verkehrswidrigem Verhalten. Zusätzliche Parkflächen ermöglichen Lkw-Fahrern ein korrektes Einhalten der Lenk- und Ruhezeiten. Verkehrsgefährdungen durch Übermüdung und Stress werden abnehmen. Das ordnungswidrige Abstellen von Lkw auf Pkw-Parkständen wird abnehmen. Dies schafft einen Mehrwert für alle Verkehrsteilnehmer.

Konsequenzen von Stellplatzmangel

Langes Suchen nach Parkflächen bedeutet außerdem Zeitverlust und wirtschaftliche Einbußen für Speditionsunternehmen, Hersteller und Empfänger der transportierten Güter sowie ganze Wertschöpfungsketten. Der Verkehr in der Umgebung der Autobahnen wird in geringerem Ausmaß durch das Parken und Rangieren von Lkw abseits der Autobahn beeinträchtigt. Dies wird auch umliegende Ortschaften und ihre Anwohner spürbar entlasten und die Verkehrssicherheit erhöhen.

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Im Video wird anschaulich gezeigt, dass die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer nur gewährleistet werden kann, wenn auf deutschen Autobahnen ausreichend und gut ausgestattete Rastanlagen für den Lkw-Verkehr vorhanden sind. Nur so erreichen alle Waren und Lieferungen für Wirtschaft und Privathaushalte auch morgen schnell, sicher und zuverlässig ihr Ziel!

Pressekontakt

Simone Döll

Simone Döll

Kommunikation
Projekte Nordrhein-Westfalen
Rastanlagen

Telefon: 0211 913491-44

E-Mail: presse@deges.de