Verkehrsprojekte

 

A 1: Ersatzneubau der Talbrücke Volmarstein

A 1 Talbrücke Volmarstein: Anschlussstelle Volmarstein in Fahrtrichtung Bremen ist wieder offen

Die DEGES hat Wort gehalten: Am 6. August 2020 wurde die Auffahrt der Anschlussstelle Volmarstein in Fahrtrichtung Bremen wieder für den Verkehr geöffnet. Die vorzeitige Öffnung der seit Anfang 2018 gesperrten Anschlussstelle war gemeinsam mit der Verkehrsbehörde der Bezirksregierung Arnsberg, der Autobahnpolizei und der Autobahnniederlassung Hamm beschlossen worden.

Öffnung AS Volmarstein
Die geöffnete Anschlussstelle Volmarstein im August 2020 | Bildnachweis: DEGES

Aus Gründen der Verkehrssicherheit war die Auffahrt Volmarstein auf die Autobahn A 1 in Fahrtrichtung Bremen zu Beginn der Bauarbeiten im Januar 2018 gesperrt worden. Im Dialog mit den Anwohnerinnen und Anwohnern, der Politik, den Unternehmen und weiteren Beteiligten im Rahmen des „Aktionsbündnisses A1“ hatte die DEGES zugesagt, eine frühzeitige Öffnung der Anschlussstelle zu prüfen. Ziel war es, die angespannte Verkehrssituation entlang der Autobahn A 1 zu entlasten.

Die Planer der DEGES entwickelten sehr früh im Projektverlauf Lösungen zur frühzeitigen Inbetriebnahme von sechs Fahrstreifen und für die Wiederöffnung der gesperrten Auffahrt. Mit Erfolg: Bereits seit Mai 2020 kann der Verkehr vollständig auf dem ersten neuen Teilbauwerk (Fahrtrichtung Bremen) mit drei Fahrstreifen pro Richtung fließen. Um die Anschlussstelle vor dem Ende der Bauzeit wieder öffnen zu können, wurden von Anfang Mai bis Juli 2020 eine Testphase der sechsspurigen Befahrung des ersten Teilbauwerks und Verkehrsberechnungen anhand einer mikroskopischen Verkehrssimulation durchgeführt.

Im Ergebnis zeigt sich, dass der Verkehr auf der A 1 im Baustellenbereich die zusätzliche Verkehrsmenge aufnehmen kann. Geringe Stauerscheinungen von kurzer Dauer sind in Verkehrsspitzen möglich. Gemeinsam mit der Bezirksregierung Arnsberg (Verkehrsbehörde), der Autobahnpolizei und der Autobahnniederlassung Hamm wurden die gewonnenen Erkenntnisse bewertet und schließlich wurde die vorzeitige Öffnung der Anschlussstelle beschlossen. Die Freigabe erfolgte am 6. August 2020.

Die Testphase und die mikroskopische Verkehrssimulation waren auch deshalb notwendig, weil aufgrund der Covid-19-Pandemie das Verkehrsaufkommen auf der A 1 nicht den ansonsten üblichen Durchschnittswerten entsprach und die Verkehrsführung im Baustellenbereich auch regulärem Verkehr standhalten muss.

Der November ist erfahrungsgemäß der verkehrsreichste Monat in Nordrhein-Westfalen. Daher soll eine sogenannte Zufluss-Regelungsanlage ab spätestens Anfang November die Verkehrssicherheit an der Anschlussstelle bei hohem Verkehrsaufkommen verbessern. Diese ermöglicht eine Entzerrung der Fahrzeugpulks im einfahrenden Strom, indem sie die Zufahrt in den fließenden Verkehr auf der A 1 für Kraftfahrzeuge einzeln frei gibt. Auf diese Weise wird eine Verstetigung des Verkehrsflusses im Einfahrtsbereich auf der Hauptfahrbahn erreicht.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Bereich der Baustelle und an der Anschlussstelle Volmarstein beträgt 60 km/h. Die DEGES bittet alle Verkehrsteilnehmer um eine vorausschauende und sichere Fahrweise.

Die Arbeiten am Ersatzneubau kommen weiter voran. Die Bohrpfähle für die Tiefgründung des Teilbauwerks in Fahrtrichtung Köln sind etwa zur Hälfte fertiggestellt und werden noch bis Mitte September 2020 andauern. Parallel erfolgen die Arbeiten zur Herstellung der Widerlager und der Pfeiler.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projektwebseite.

Hier sehen Sie das Video der Verkehrsflusssimulation:

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A 1: Ersatzneubau der Schwelmetalbrücke

A 1 Schwelmetalbrücke: Abbruch des ersten inneren Teilbauwerks hat begonnen

Der Abriss und der Ersatzneubau der Schwelmetalbrücke erfolgen „von innen heraus“: Die inneren Teilbauwerke – Spannbetonkonstruktionen aus den späten 1950er Jahren – werden ersetzt, die 2006 ergänzten äußeren Teilbauwerke bleiben erhalten. In einem Zeitrafferfilm dokumentiert die DEGES den Beginn des Abrisses des ersten inneren Teilbauwerks.

Abbruch eines inneren Teilbauwerks
Abbruch eines der inneren Brückenteilbauwerke | Bildnachweis: DEGES

Abriss und Ersatzneubau der Brücken erfolgen in Insellage. Dabei werden die inneren Brückenbauwerke Stück für Stück herausgeschnitten, abtransportiert und durch Neubauten in Stahlverbundbauweise ersetzt. Das Stahltragwerk des späteren neuen Verbundüberbaus dient dabei als Kranbahn für das Ausfahren der alten Überbausegmente.

Durch dieses besondere Abbruchverfahren kann der Verkehr auf der Autobahn A 1 und unterhalb der Brücke auf der B 7/B 483 aufrechterhalten werden. Der Bahnbetrieb der Fern- und S-Bahn-Strecke Schwelm – Wuppertal-Oberbarmen wird, bis auf wenige Ausnahmen, fortgeführt.

Für den Abriss ist die unter der Brücke verlaufende Dieselstraße inklusive des Fußgängerwegs vom 23. März 2020 bis voraussichtlich 30. September 2020 voll gesperrt. Umleitungen wurden frühzeitig eingerichtet. Sie führen die Verkehrsteilnehmer über die Dauerumleitung U12 bzw. in Richtung Jesinghauser Straße über die Umleitung U13.

In der zweiten Woche der Herbstferien wird die Bundesstraße B 7 im Bereich der Schwelmetalbrücke für den Zeitraum vom 19. bis 25. Oktober 2020 voll gesperrt. Die Sperrung betrifft nicht nur den Fahrzeugverkehr, auch Fußgänger und Radfahrer können den Abschnitt in dieser Zeit nicht nutzen. Die Umleitungsstrecken werden ausgeschildert.

Die DEGES bietet den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den Unternehmen im Umfeld der Schwelmetalbrücke die Möglichkeit, sich über Website und Bürgertelefon über den Ablauf der Arbeiten zu informieren.

Die Autobahn A 1 stellt eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen in Nordrhein-Westfalen dar. Sie verbindet die Standorte des Ruhrgebiets untereinander und ist damit sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner der Region als auch für die ansässige Wirtschaft von großer verkehrlicher Bedeutung.

Die Schwelmetalbrücke an der Autobahn A 1 in Höhe der Anschlussstelle Wuppertal-Langerfeld überspannt mehrere elektrifizierte Bahngleise, öffentliche Straßen und ein Gewässer. Bis zu 100.000 Fahrzeuge befahren die Brücke täglich. Die in den Jahren 1959 und 1960 errichteten beiden inneren Teilbauwerke der Brücke sind aufgrund der jahrzehntelangen Belastung und der starken Beanspruchung insbesondere durch den erhöhten Schwerlastverkehr nicht mehr ausreichend tragfähig. Sie werden durch den Neubau ersetzt.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projektwebseite.

Hier können Sie sich das Zeitraffervideo zum Abbruch des ersten inneren Teilbauwerks anschauen:

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A 1: Ersatzneubau der Brücke Hengstey

A 1 Brücke Hengstey: Neue Zeitrafferaufnahmen dokumentieren den Baufortschritt

An der Brücke Hengstey auf der A 1 zwischen den Anschlussstellen Hagen-West und Hagen-Nord ist der Rückbau des inneren Teilbauwerks in Fahrtrichtung Köln abgeschlossen. Die Arbeiten am Neubau laufen. Ein Zeitrafferfilm zeigt, wie die Träger der Mittelfelder in die Brücke eingehoben werden.

Einhub der Brückenpfeiler
Beim nächtlichen Einheben der Brückenpfeiler über den Bahngleisen kam schweres Gerät zum Einsatz | Bildnachweis: DEGES

In drei Nächten zwischen dem 25. Juli und dem 3. August 2020 wurden die 55 Tonnen schweren und 36 Meter langen Träger auf der Baustelle angeliefert und eingehoben. Während der Arbeiten war der Zugverkehr auf den acht Bahngleisen, die von der Brücke überspannt werden, für jeweils sechs Stunden unterbrochen. Im Bereich der Baustelle war in den Nächten die A 1 in Fahrtrichtung Köln auf einen Fahrstreifen eingeengt.

Inzwischen ist der Neubau der Pfeilerköpfe abgeschlossen. Auch die behördlich geforderte Rettungsrampe ist fertiggestellt. Ende September 2020 soll mit den Straßenbauarbeiten begonnen werden. Die Inbetriebnahme des ersten Teilbauwerks erfolgt voraussichtlich Mitte Dezember 2020. Im Anschluss beginnen die Arbeiten am Abriss und Neubau des äußeren Teilbauwerks in Fahrtrichtung Köln.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projektwebseite.

Hier sehen Sie das Zeitraffervideo zum Einheben der Mittelfelder in die Brücke:


A 44: Neubau Lückenschluss Ratingen – Velbert

A 44 Angerbachtalbrücke: Verschub des ersten Teilbauwerks erfolgreich abgeschlossen

Im April 2020 fand der fünfte und letzte Verschub für das erste Teilbauwerk (Überbau Nord) der Talbrücke über den Angerbach (A 44) bei Heiligenhaus statt.

Wie genau diese ingenieurtechnische Herausforderung durchgeführt wurde, veranschaulicht dieses Video:

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Der gesamte Verschub hat circa ein Jahr gedauert. Insgesamt waren fünf Verschübe nötig, um das Tal zu überqueren. In einer nächsten Phase kann nun mit der Herstellung der Fahrbahnplatte begonnen werden. Derzeit finden auf der Baustelle Arbeiten zum Umbau des Taktkellers und zum Anbau des Endquerträgers statt. Der Taktkeller ist eine Vorrichtung, in der die Abschnitte der Teilbauwerke vor ihrem Verschub errichtet und zusammengebaut werden. Die DEGES geht davon aus, dass der Verschub für das zweite Teilbauwerk bis Mitte 2021 abgeschlossen sein wird. Die Arbeiten zur endgültigen Fertigstellung der Brücke werden voraussichtlich weitere 12 Monate in Anspruch nehmen. Auf das Gesamtvorhaben hat dies jedoch keine Auswirkung.

Laufendes Genehmigungsverfahren Regenrückhaltebecken

Beim laufenden Genehmigungsverfahren (Deckblattverfahren) für das Regenrückhaltebecken Brachter Straße erfolgt derzeit die Änderung des Deckblattes aufgrund der Rückmeldungen. Im Herbst plant die Genehmigungsbehörde nach Informationsstand der DEGES die Auslage der geänderten Unterlagen. Wann genau und wie dies in Zeiten von Covid-19 erfolgt, ist noch nicht bekannt. Es ist nicht zu erwarten, dass der Planfeststellungsbeschluss noch in diesem Jahr erteilt werden kann. Sobald der DEGES gesicherte Informationen über den weiteren Genehmigungsprozess vorliegen, wird der Zeitplan entsprechend aktualisiert werden.

Neue Termine für die Bürgersprechstunde der DEGES

Die nächste Bürgersprechstunde findet am 23. September 2020 von 17 bis 18 Uhr im Baubüro der Bauoberleitung/Bauüberwachung in der Hauptstraße 51 in Heiligenhaus statt. Anwohnerinnen und Anwohner haben die Möglichkeit, ihre Fragen und Anliegen zum Lückenschluss der Autobahn A 44 persönlich mit den Experten der DEGES zu besprechen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Die weiteren geplanten Termine sind:

  • 21. Oktober 2020
  • 18. November 2020

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projektwebseite.

Luftaufnahme der Angerbachtalbrücke
Mit dem fünften Verschub ist das erste Teilbauwerk der Angerbachtalbrücke fast komplett | Bildnachweis: Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz

B 236 Dortmund – Schwerte

B 236: Gestaltung der neuen Lärmschutzwände

Buchenblätter und farngrüne Aluminiumelemente: Die Natur und der angrenzende Schwerter Wald standen Pate bei der Gestaltung der Lärmschutzwände, die im Zuge des Ausbaus der B 236 zwischen Dortmund und Schwerte errichtet werden.

Auf Anwohnerseite setzt im unteren Bereich der Lärmschutzwände ein Muster aus Buchenblättern Akzente. Im oberen Bereich sind transparente Wandelemente vorgesehen. Auf der Fahrbahnseite werden hochabsorbierende Aluminiumelemente in Farngrün angebracht, die den Verkehrslärm stark dämmen. Durch die bewusst schlichte Gestaltung sollen die Lärmschutzwände sich besser in das Bild der Landschaft und der Ortslage einfügen. Das Gestaltungskonzept stammt vom Architekturbüro Kolb Ripke.

Die Lärmschutzwände sind ein Bestandteil des vierstreifigen Ausbaus der Bundesstraße B 236 zwischen der Anschlussstelle Schwerte zur Autobahn A 1 und der Dortmunder Stadtgrenze. Der Ausbau beseitigt das seit 2008 bestehende Nadelöhr im Schwerter Wald. In Höhe des Ausflugslokals Freischütz entsteht eine neue, barrierefrei nutzbare Fußgängerbrücke. Die Lärmschutzwände werden auf beiden Seiten der B 236 (Hörder Straße) über eine Länge von circa 890 Metern errichtet. Im bebauten Bereich werden sie bis zu sechs Meter Höhe erreichen. Im Waldstück östlich der Hörder Straße werden die Lärmschutzwände drei Meter hoch sein. Der neue Lärmschutz sorgt für mehr Ruhe für die direkten Anlieger der Strecke und für die Wohnlage Schwerterheide.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Projektwebseite.

Lärmschutzwände entlang der B 236 auf Anwohnerseite
Variierte Abfolge von Buchenblattmustern, unterbrochen von farngrünen Pfosten: So sollen die Lärmschutzwände entlang der B 236 auf der Anwohnerseite aussehen | Bildnachweis: Kolb Ripke Architekten

B 236: Neue Termine für die Bürgersprechstunde der DEGES in Schwerte

Die nächsten Bürgersprechstunden finden am Mittwoch, 16.09.2020, und am Mittwoch, 07.10.2020, jeweils von 17 bis 19 Uhr im Rathaus I, Raum 405, Rathausstraße 31 in 58239 Schwerte statt.

Aufgrund der aktuellen Situation ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Bitte nutzen Sie hierfür das Bürgertelefon mit der gebührenfreien Telefonnummer 0800 5895 2479 oder das Kontaktformular auf der Webseite der DEGES. Wir bitten darum Schutzmasken zu tragen und die allgemein empfohlenen Abstandsregeln einzuhalten.

Anwohnerinnen und Anwohner haben wieder die Möglichkeit, ihre Fragen und Anliegen zum Ausbau der Bundesstraße B 236 persönlich mit den Experten der DEGES zu besprechen. Die Bürgersprechstunden waren aufgrund der Covid-19-Pandemie ab April 2020 ausgesetzt worden.

Allen Interessierten steht das Bürgertelefon unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 5895 2479 sieben Tage die Woche von 8 bis 20 Uhr weiterhin zur Verfügung. Über das Kontaktformular auf der Website der DEGES können ebenfalls Hinweise und Fragen übermittelt werden.


Sechsspuriger Ausbau der Autobahnen A 1/A 30 (ÖPP)

A 1/A 30: DEGES legt Gestaltungsentwürfe für Brücken vor

120 Brücken müssen im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn A 1 und der A 30 zwischen der Anschlussstelle Münster-Nord und dem Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück neu gebaut werden. Der Ausbau soll im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) umgesetzt werden. Im Vorfeld der ÖPP-Vergabe hat die DEGES ein Gestaltungshandbuch und zahlreiche Gestaltungsentwürfe erarbeitet.

Das Gestaltungshandbuch legt für alle Bauwerke entlang der Strecke verbindliche Vorgaben fest. Damit stellt die DEGES sicher, dass der private Partner des ÖPP-Projektes die Brücken nicht nur nach technischen Kriterien plant, sondern auch die umwelt- und landschaftsprägende Wirkung der Bauwerke im Münsterland berücksichtigt.

Sechsspuriger Ausbau der Autobahnen A 1 / A 30 (ÖPP)
Die Autobahn A 1 | Bildnachweis: Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz

Als Teil des transeuropäischen Verkehrsnetzes haben die Autobahnen A 1 und A 30 eine großräumige, überregionale und grenzüberschreitende Verbindungsfunktion. Im Abschnitt der A 1 werden bis zum Jahr 2030 täglich bis zu 75.000 Kfz/24 h prognostiziert, im Streckenabschnitt der A 30 bis zu 55.000 Kfz/24 h. In beiden Abschnitten wird ein künftiger Lkw-Anteil von bis zu 25 Prozent erwartet. Durch den Ausbau der A 1 von heute vier auf zukünftig sechs Fahrstreifen wird die Leistungsfähigkeit der Strecke langfristig gesichert.

Das europaweite Vergabeverfahren für eine öffentlich-private Partnerschaft wird derzeit von der DEGES vorbereitet. Hierfür wurden bereits umfangreiche Baugrunduntersuchungen an der Strecke und an den Bauwerken durchgeführt. Neben dem Ausbau der A 1 umfasst das ÖPP-Projekt auch die Erhaltung und den Betrieb der Ausbaustrecke A 1 und der Bestandsstrecke der A 30 auf einer Länge von insgesamt 90 Kilometern.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Projektwebseite.

Grundsätzliche Informationen zu öffentlich-privaten Partnerschaften beim Bundesfernstraßenbau finden Sie auf der Projektwebseite unter ÖPP – Was ist das?.


A 3: T&R Siegburg und PWC Logebachtal

A 3: Die DEGES setzt auf innovative Konzepte für eine effiziente Nutzung von Lkw-Stellplatzanlagen

Bundesweit besteht ein Defizit an Parkmöglichkeiten für Lkw auf und an Bundesautobahnen. Um Lkw-Fahrerinnen und -Fahrern die Einhaltung der gesetzlichen Ruhezeiten zu ermöglichen, plant und realisiert die DEGES nicht nur den Ausbau und Neubau von Lkw-Stellplatzanlagen, sondern prüft zudem, wie bestehende Anlagen effizienter genutzt werden können.

Tank- und Rastanlage Siegburg Ost

Gemäß der bundesweiten Erhebung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) 2018 und der Fortschreibung der Prognose für das Jahr 2030 besteht auf der Autobahn A 3 im Streckenabschnitt zwischen dem Autobahndreieck Heumar und der Landesgrenze Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz ein Defizit an Lkw-Stellflächen. Dieses Defizit soll unter anderem durch den Ausbau der Tank- und Rastanlage Siegburg Ost behoben werden. Derzeit befinden sich auf dieser Anlage 45 Lkw-Stellplätze. Hier sollen 35 Lkw-Stellplätze neu geschaffen werden, so dass nach dem Ausbau 80 Lkw-Stellplätze zur Verfügung stehen.

Eine bauliche Erweiterung der Anlage ist aufgrund von gesetzlich geschützten Biotopen und der vorhandenen Wohnbebauung nicht realisierbar. Um dennoch zusätzliche Stellplätze zu schaffen und die Verkehrssicherheit auf dem Abschnitt zu erhöhen, werden auf der Anlage telematische Parkverfahren eingesetzt. Das Konzept des telematisch gesteuerten Parkens sieht vor, dass mehrere Lkw ohne Mittelfahrgasse zeitlich sortiert unmittelbar hinter- und nebeneinander parken. Mithilfe dynamischer Anzeigen über den Parkstandreihen erhalten die Fahrzeugführer ein Angebot an Abfahrtzeiten.

Telematisch gesteuertes Parken für Lkw
Telematisches Parken | Bildnachweis: BASt

Parkplatzanlage mit WC Logebachtal West

Auf der Autobahn A 3 in Fahrtrichtung Frankfurt herrscht im Streckenabschnitt, der sich an das Autobahndreieck Heumar anschließt, ein großes Defizit an Lkw-Stellplätzen. Insbesondere aufgrund umweltfachlicher Vorgaben ist ein konventioneller Ausbau und Neubau von Rastanlagen äußerst kompliziert. Um dennoch zusätzliche Lkw-Stellplätze schaffen zu können, ist der Einsatz neuer Verfahren erforderlich.

Im Rahmen des Sonderprogramms zur Kapazitätserhöhung der Lkw-Stellplätze an Bundesautobahnen wird die PWC-Anlage Logebachtal West auf der A 3 in Höhe des Siebengebirges zu einer „Rückwärtsparkvariante“ umgebaut. Dadurch können 21 zusätzliche Lkw-Stellplätze geschaffen werden.

Die zukünftige Anlage besteht aus einer Hauptfahrgasse, an der beidseitig Stellplatzflächen für den Lkw- und Pkw-Verkehr angeschlossen sind. Die Anlage ist als Gerade in gestreckter Linienführung geplant. Im vorderen Bereich befinden sich die Lkw-Stellplätze. Diese sind so ausgerichtet, dass Parken nur über Rückwärtsfahrten möglich ist. Vorteil hierbei ist die Reduzierung von Verkehrsflächen, die bei einem standardmäßigen Vorwärtseinparken (Ausfahrgasse) erforderlich wären. Durch die Planung wird die Kapazität der Anlage um ca. 62 Prozent gesteigert, ohne dass dafür Flächen in nennenswertem Umfang neu versiegelt werden. Der Ausbau der Anlage erfolgt somit größtenteils innerhalb der Bestandsanlage. Anpassungen der Zu- und Abfahrten sind nicht vorgesehen.

„Rückwärtsparkvariante“ auf der PWC Anlage Logebachtal West auf der A 3 in Höhe von Siebengebirge
Mehr Kapazität bei gleichem Flächenbedarf: Rückwärtsparken an der PWC Logebachtal West | Bildnachweis: Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz/DEGES

Weitere Informationen zum Vorgehen der DEGES beim Ausbau und Neubau von Lkw-Stellplatzanlagen erhalten Sie unter der Rubrik „Sicher rasten, sicher liefern“.


A 40: Auftragsvergabe Bau der neuen Rheinbrücke Neuenkamp

A 40: Der Auftrag zum Bau der neuen Rheinbrücke Neuenkamp ist vergeben

Bei der neuen Rheinbrücke Neuenkamp geht es voran: Mitte Mai wurde der Auftrag vergeben für den Bau der Brücke einschließlich des Ausbaus eines Streckenteilstücks der A 40 bis zur Anschlussstelle Duisburg-Häfen am Schlütershof.

Die Arbeitsgemeinschaft ARGE Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp hat nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für das Kernstück des Bauprojektes erhalten. Die ARGE setzt sich zusammen aus der HOCHTIEF Infrastructure GmbH, MCE AT, MCE HU, MCE CZ, der Zwickauer Sonderstahlbau GmbH (ZSB) und der Plauen Stahl Technologie GmbH.

Die seit Dezember 2019 ausgeführten Vorabmaßnahmen wurden Ende Juli 2020 beendet. Mittlerweile ist auf der Baustelle zu erkennen, wo das südliche Teilbauwerk bis zu seiner Verschiebung im Jahr 2026 liegen wird. Die Gründungsarbeiten für die Pfeiler der neuen Rheinbrücke laufen seit Anfang August.

Der Ersatzneubau der Rheinbrücke Neuenkamp wird als längste Schrägseilbrücke Deutschlands mit einer Gesamtlänge von 802 Metern ein neues Wahrzeichen für die Region und den Logistikstandort Duisburg. Dafür werden rund 33.000 Tonnen Stahl aus Deutschland und Österreich verbaut. Die Bauteile für die Brücke werden in Tschechien, Ungarn und Deutschland vorgefertigt. Die Kosten für das Baulos der A 40 zwischen Homberg und Schlütershof einschließlich Neubau der Rheinbrücke in Höhe von rund 500 Mio. Euro trägt der Bund. Das Infrastrukturprojekt sorgt für eine nachhaltige Entlastung für Pendler und die regionale Wirtschaft.

Während der Bauarbeiten fließt der Verkehr durchgängig über zwei Fahrstreifen pro Richtung über die alte Brücke. Das erste neue Brückenbauwerk wird voraussichtlich 2023 fertiggestellt. Der Verkehr wird dann auf das neue Bauwerk verlegt. Pro Fahrtrichtung wird ein zusätzlicher Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Im Anschluss wird die Bestandsbrücke abgerissen und an deren Stelle der Neubau des zweiten Brückenbauwerks errichtet. Die Fertigstellung und Verkehrsfreigabe der neuen Rheinbrücke ist für Ende des Jahres 2026 vorgesehen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Projektwebseite.

Visualisierung der neuen Rheinbrücke Neuenkamp
Visualisierung der neuen Rheinbrücke Neuenkamp | Bildnachweis: Keipke Architekten

B 1/B 55: Ortsumgehung Erwitte

B 1/B 55: Bürgerdialog zur Ortsumgehung Erwitte wird digital fortgeführt

Um auch während der Covid-19-Pandemie den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern in Erwitte nicht abreißen zu lassen, hat die DEGES in den letzten Wochen eine Reihe von Alternativen entwickelt, mit denen sich Interessierte zum Stand des Projektes informieren können.

Zentrale Informationsplattform für die Planung der Erwitter Ortsumgehung ist die Projektwebseite der DEGES. Auf dieser werden neue Informationen zeitnah eingestellt, und es wird über Meilensteine und aktuelle Entwicklungen informiert. Ergänzend hierzu erstellt die DEGES Videopodcasts, in denen die Planung und einzelne Schwerpunktthemen erläutert werden.

Videopodcast der DEGES
In Videopodcasts informiert die DEGES zum aktuellen Stand der Planung zur Ortsumgehung | Videonachweis: IKU_Die Dialoggestalter

Im ersten Videopodcast aus dem Juli 2020 erläutert die DEGES den aktuellen Stand des Projektes und das weitere Vorgehen. In der zweiten Folge des Videopodcasts dreht sich alles um den Biber in Erwitte. Es geht schwerpunktmäßig um das Thema Umwelt am Beispiel des Naturschutzgebietes „Olle Wiese“. Die Videopodcasts können auf der Dialogwebseite zum Projekt abgerufen werden.

Ein Video über den bisherigen Bürgerdialog der DEGES zum Projekt finden Interessierte auf dem YouTube-Kanal der DEGES.

Hier können Sie sich den ersten Videopodcast zur Ortsumgehung Erwitte anschauen:

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Meldungen

Videokonferenz: Koordinierungstreffen der DEGES mit den nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern

Am 23. Juni 2020 trafen sich Vertreter der DEGES-Zweigstelle Düsseldorf mit den verkehrspolitischen Sprechern der sechzehn nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern zum virtuellen Austausch. Ziel war es, NRW-weit eine Basis zu schaffen, um die ortsansässige Wirtschaft über anstehende Intrastrukturprojekte frühzeitig zu informieren und verkehrliche Einschränkungen für die Unternehmen besser planbar zu machen.

Anhand der bereits existierenden Bündnisse mit der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer Hagen im Aktionsbündnis A 1 (A-1-Brücken Volmarstein, Schwelmetal und Hengstey sowie Ausbau der Bundesstraße B 236) und der Niederrheinischen IHK im Zuge des Bündnisses #GemeinsamMobil für Duisburg und den Niederrhein (Ausbau der A 40 einschließlich des Ersatzneubaus Rheinbrücke Neuenkamp) wurde die Zusammenarbeit exemplarisch vorgestellt. Die anschließende Diskussion zeigte: Transparenz und frühzeitige Informationen sind wichtig, um im verkehrlich hochbelasteten und dichtbesiedelten Bundesland Nordrhein-Westfalen Infrastrukturprojekte zügig zu realisieren.

Das virtuelle Auftakttreffen hat die Basis für einen regelmäßigen landesweiten Austausch geschaffen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Übersichtsseite zur Zusammenarbeit mit IHKs und weiteren Partnern in NRW.

Virtuelles Treffen der DEGES mit den verkehrspolitischen Sprechern der nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern
Virtuelles Treffen der DEGES mit den verkehrspolitischen Sprechern der nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern | Bildnachweis: Vera Grote

Dialog

Die DEGES in Nordrhein-Westfalen

Bundesweit zeichnet die DEGES für den Ausbau und Neubau von mehr als 2.450 Kilometer Bundesfernstraßen mit einem Auftragsvolumen von rund 30 Milliarden Euro verantwortlich.

Im Auftrag des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen realisiert die DEGES derzeit in Nordrhein-Westfalen neun Straßenbauprojekte. Die DEGES ist dabei auch für die Kommunikation dieser Projekte und für die Öffentlichkeitsbeteiligung zuständig.

Die Informations- und Dialogangebote der DEGES

Wir halten Sie auf dem Laufenden:

  • Auf der Projektwebseite unter deges.de/projekte können Sie sich über den aktuellen Projektstand sowie über baubedingte Änderungen in der Verkehrsführung informieren. Sie finden dort Hintergrundinformationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen.
  • Zu allen Projekten der DEGES in NRW berichtet der Informationsdienst „VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL“. Abonnieren Sie ihn unter www.deges.de/infodienst.
  • Wir informieren die Anwohnerinnen und Anwohner anlassbezogen über aktuelle Entwicklungen in den Projekten.

Stellen Sie uns Ihre Fragen:

Sie erreichen unser Bürgertelefon montags bis sonntags zwischen 8 und 20 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 5895 2479.

Auf Anfragen über das Kontaktformular auf der jeweiligen Unterseite zum Projekt reagieren wir in der Regel innerhalb eines Arbeitstages. Sie können uns auch gerne eine E-Mail schicken an: info@deges.de

Unterstützen Sie uns und teilen Sie uns mit, welche Themen und Fragen für Sie von besonderem Interesse sind. Ihre Rückmeldungen und Hinweise fließen in
die Projektkommunikation ein.