icon-arrow-right

A 1: Ersatzneubau der Brücke Hengstey In Bau

Arbeiten im Takt der Deutschen Bahn

Luftaufnahme der Brücke Hengstey
Baufortschritt an der Brücke Hengstey im Juni 2020 | Bildnachweis: Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz

Daten und Fakten

  • Gesamtlänge: 88 m
  • Verkehrsbelastung aktuell: rund 100.000 Kfz/24 h
  • Besondere Herausforderung: Bauen unter Verkehr

Karte

Bitte aktivieren Sie die externen Medien-Cookies, um diesen dynamischen Medieninhalt anzuzeigen.

Cookie-Einstellungen öffnen

Projektbeschreibung

Die DEGES plant und realisiert im Auftrag des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen den Bau der neuen Brücke Hengstey, diese wird das bisherige Bestandsbauwerk im Zuge der Autobahn A 1 ersetzen. Die Baumaßnahmen haben 2018 begonnen. Die DEGES rechnet mit einer Fertigstellung des Ersatzneubaus bis 2023.

Die Brücke Hengstey, zwischen den Anschlussstellen Hagen-West und Hagen Nord gelegen, überspannt mit einer Gesamtlänge von 88 Metern insgesamt acht Bahngleise und zwei Gemeindestraßen. Die Bestandsbrücke wurde 1960 mit je zwei Fahrstreifen pro Richtung errichtet. 1985 wurde sie um einen weiteren Fahr- und einen Standstreifen je Richtung erweitert. Bis zu 100.000 Fahrzeuge befahren die Brücke täglich.

Bei den Brückenteilen aus den 1960er Jahren wurden im Jahr 2011 bei Bauwerksuntersuchungen Defizite in der Tragfähigkeit festgestellt. Zur Sicherstellung der Betriebssicherheit wurden jährliche Bauwerkssonderprüfungen angeordnet. Um die Belastung der innenliegenden Brückenteile zu verringern, wird der Schwerlastverkehr ausschließlich über die äußeren Spuren geführt, die in den 1980er Jahren ergänzt wurden. Auf der Brücke wurde durch die zuständige Verkehrsbehörde des Landes Nordrhein-Westfalen ein Überholverbot für Lkw eingerichtet. Ein Ersatzneubau ist dringend erforderlich, um die Standsicherheit der Brücke für den Autobahnverkehr langfristig zu sichern. Die Widerlager und Pfeiler sind weiterhin uneingeschränkt tragfähig und bleiben erhalten. Dadurch kann der Aufwand für die Baumaßnahme erheblich reduziert werden. Dies spart Kosten, Bauzeit und minimiert die Lärm- und Schmutzentwicklungen in der Abbruchphase. Für den Abriss und Neubau der Brücke Hengstey muss die DEGES sowohl die Belange der Verkehrsteilnehmer im Straßennetz als auch die Anforderungen des Schienenverkehrs unterhalb der Brücke berücksichtigen.

Ende Dezember 2017 wurde der Bauauftrag nach einer europaweiten Ausschreibung erteilt. Im Laufe des Jahres 2018 wurden erforderliche Vorarbeiten erledigt, Baumfällungen durchgeführt sowie die Ausführungsplanung erstellt. Dabei wurde auch mit der Verlegung der Niedernhofstraße begonnen. Von Dezember 2018 bis März 2019 wurden unterhalb der Brücke Hengstey die Stützen für das Schutzgerüst im Rahmen von Nachtsperrpausen montiert. Das Schutzgerüst verhindert, dass Betonteile beim Abbruch der innenliegenden Brückenteile ins Gleisbett gelangen und ermöglicht vorbereitende Arbeiten außerhalb der kurzen Nachtsperrpausen.

Der Abbruch des ersten Teils der Bestandsbrücke hat am 9. Februar 2020 begonnen. Das Mittelstück der Brücke wurde über den Gleisanlagen angehoben und im Ganzen aus dem Bahnbereich herausgeschoben. Das Durchtrennen, Anheben und Verfahren erfolgte in insgesamt zwölf Nachtsperrpausen. Für dieses Vorhaben wurde ein 75 Meter langes und vier Meter hohes Stahlgerüst errichtet. Schritt für Schritt wurde anschließend innerhalb der Inselbaustelle die alte Fahrbahn in Stücke zerlegt und abtransportiert.

Der Zeitrafferfilm zeigt, wie ein Teil des ersten Teilbauwerks im Februar 2020 abgebrochen wurde.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Videonachweis: Veikko Boerner

Vorteile des Ersatzneubaus der Brücke Hengstey

Die Standsicherheit und uneingeschränkte Benutzbarkeit der Brücke Hengstey werden langfristig gesichert.

  • Statik und Konstruktion der neuen Brücke werden dem Verkehrsaufkommen gewachsen sein.
  • Die bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung und das Überholverbot für Lkw können aufgehoben werden.
  • Der Verkehrsfluss wird verbessert.

Zeitplan

Voraussichtliche Fertigstellung

Abriss und Neubau des Teilbauwerks in Fahrtrichtung Köln

Abriss und Neubau des Teilbauwerks in Fahrtrichtung Bremen

Erste Änderungen der Verkehrsführung

Bauvorbereitende Maßnahmen

Projektstand

Nachdem von Dezember 2018 bis März 2019 unterhalb der Brücke Hengstey das Gerüst zum Schutz der Bahngleise als vorbereitende Maßnahme montiert wurde, hat Anfang Februar 2020 der Abbruch der Bestandsbrücke begonnen. Dabei wurde die Fahrbahn der alten Brücke über den Bahngleisen in einem Stück mit Hilfe eines Spezialgerüsts entfernt.

Dieser Zeitrafferfilm zeigt, wie ein Teil des ersten Teilbauwerkes im Februar 2020 abgebrochen wurde.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

In diesem Video ist der Vorgang detailliert dargestellt.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Zu sehen ist, wie das 75 Meter lange, vier Meter hohe, aus zwölf Elementen bestehende und insgesamt 432 Tonnen schwere Stahlgerüst mithilfe von Trägern über die Brücke geschoben wurde. Ein an dem Gerüst befestigtes Spezialgerät „schneidet“ das erste rund 650 Tonnen schwere Mittelstück der Brücke heraus. Das Stahlgerüst hebt das 30 Meter lange Fahrbahnstück über den Gleisanlagen an und schiebt es aus dem Bahnbereich heraus. Außerhalb des Bahnbereichs wird das ausgeschnittene Brückenstück Schritt für Schritt in kleinere Teile zerlegt und abtransportiert. Der Film endet mit dem Rückbau des Stahlgerüsts.

Bürgertelefon

Sie haben Fragen zu einer unserer Baumaßnahmen? Dann rufen Sie gerne an. Sie erreichen unser Bürgertelefon montags bis sonntags zwischen 8 und 20 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 5895 2479.

Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL

Unser Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL informiert regelmäßig über den aktuellen Stand der DEGES-Bauvorhaben in Nordrhein-Westfalen. Damit bleiben Sie auf dem Laufenden zu Planung, Umsetzung und Fertigstellung der Verkehrsprojekte. Hier können Sie sich die bisherigen Ausgaben anschauen und sich anmelden.

Kontaktformular

Sie möchten mit uns in Kontakt treten? Dann schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular. Wir beantworten Ihr Anliegen schnellstmöglich.
Für eine persönliche Ansprache füllen Sie bitte auch das Feld Name aus (nicht verpflichtend).

Brücken mit Schlüsselfunktion für die Leistungsfähigkeit der Strecke

Nur, wenn die Brücken in der Lage sind, die anfallenden Verkehrsmengen aufzunehmen, ist die Leistungsfähigkeit der Strecke als Ganzes gesichert. Die einzelnen Bauelemente einer Brücke, vom Fundament über die Stützpfeiler und Widerlager bis hin zum Überbau mit der eigentlichen Fahrbahn, müssen hohe Gewichte tragen. Zusätzlich sind sie Schwingungen und Wettereinflüssen deutlich stärker ausgesetzt als ebenerdig verlaufende Streckenabschnitte. Durch regelmäßige Kontrollen und Wartungen wird die Leistungsfähigkeit der Brücken über ihre Nutzungsdauer sichergestellt. Spätestens mit dem Erreichen eines bestimmten Baualters wird es jedoch Zeit für einen Ersatzneubau.

Die DEGES realisiert diese Brückenprojekte entlang der A 1

Die DEGES plant und realisiert mehrere Projekte entlang der Autobahn A 1. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Streckenabschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Leverkusen und dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna. Hier übernimmt die DEGES die Ersatzneubauten für die Talbrücke Volmarstein sowie für die Brücke Hengstey und die Schwelmetalbrücke. Die Brücken sind mittlerweile zwischen 50 und 60 Jahre alt. Trotz kontinuierlicher Wartung und teilweiser Ertüchtigung geht ihre Bausubstanz auf den Stand der Technik der 1950er und 1960er Jahre zurück. Den heutigen Anforderungen sind sie nicht mehr gewachsen. Aufgrund der Beanspruchungen durch die täglichen Verkehrsmengen hat sich der bauliche Zustand der Brücken so stark verschlechtert, dass ihre Standfestigkeit langfristig nicht mehr gegeben ist.

Die DEGES-Brücken-Projekte an der A1

Hinzu kommt: Auf allen drei Brücken hat das Land Nordrhein-Westfalen aufgrund des schlechten baulichen Zustands und wegen der teilweise fehlenden Standstreifen Geschwindigkeitsbeschränkungen und Überholverbote angeordnet. Diese Anordnungen verlangsamen den Verkehrsfluss. Für den Fernverkehr, wie auch für die Pendler und Unternehmen aus der Region, führt dies zu steigenden Fahrzeiten und verlängerten Reisezeiten.

Durch die Ersatzneubauten der Talbrücke Volmarstein, der Brücke Hengstey und der Schwelmetalbrücke sorgt die DEGES dafür, dass der gesamte Abschnitt der Autobahn A 1 in seiner Leistungsfähigkeit auf Dauer erhalten bleibt. Die bestehenden Mobilitätshemmnisse, wie Geschwindigkeitsreduzierungen und Überholverbote auf den Brücken, werden beseitigt.

Koordiniertes Bauen auf der A 1

Aufgrund der Bedeutung der Autobahn A 1 als eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen für den regionalen Verkehr und den Fernverkehr muss die Leistungsfähigkeit des Abschnitts vom Autobahnkreuz Leverkusen bis zum Autobahnkreuz Dortmund/Unna so schnell wie möglich wiederhergestellt und langfristig gesichert werden. Aus diesem Grund treibt die DEGES die Planung und die Umsetzung des Ersatzneubaus für alle drei Brücken zeitgleich voran.

Die DEGES sorgt dafür, dass die Autobahn A 1 auch während der Bauphase sicher befahrbar bleiben wird. Dafür erfolgen der Abriss der alten Brücken und der Neubau unter rollendem Verkehr. Für jede Baustelle und jede Bauphase wird kontinuierlich geprüft und abgewogen, welche Maßnahmen geeignet sind, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und die der Bauarbeiter zu gewährleisten. Die Einschränkungen für den Verkehr sollen so gering wie möglich gehalten werden.

Bei der Planung sowie bei der Umsetzung der Projekte stimmt sich die DEGES eng mit anderen Vorhabenträgern ab, die für die Umsetzung weiterer Bauprojekte entlang des Streckenabschnitts verantwortlich sind. Ziel ist es, die Arbeiten zu koordinieren und die baubedingten Auswirkungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten. Bestimmte Einschränkungen, wie die Reduzierung von Fahrstreifen, die zeitweise Sperrung von Auf- und Abfahrten, Geschwindigkeitsvorgaben oder Überholverbote, lassen sich während der Bauzeit jedoch nicht immer vermeiden.

In Abstimmung mit den anderen Vorhabenträgern informiert die DEGES die Verkehrsteilnehmer, Anwohner und Gewerbetreibende im Umfeld der Autobahn A 1 zu den Planungen und anstehenden Arbeiten.

Pressekontakt

Simone Döll

Simone Döll

Kommunikation
Projekte Nordrhein-Westfalen
Rastanlagen

Telefon: 0211 913491-44

E-Mail: presse@deges.de