Projektbeschreibung

Die DEGES plant und realisiert im Auftrag des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen den Bau einer neuen Brücke als Ersatz für die bisherige Brücke Hengstey auf der Autobahn A 1 zwischen den Anschlussstellen Hagen-West und Hagen-Nord. Die Baumaßnahmen haben 2018 begonnen. Die DEGES rechnet mit einer Fertigstellung des Ersatzneubaus bis 2022.

Die Brücke Hengstey überspannt mit einer Gesamtlänge von 88 Metern insgesamt acht Bahngleise und zwei Gemeindestraßen. Die Bestandsbrücke wurde 1960 mit je zwei Fahrstreifen pro Richtung errichtet. 1985 wurde sie um einen weiteren Fahr- und einen Standstreifen je Richtung erweitert. Bis zu 100.000 Fahrzeuge befahren die Brücke täglich.

Bei den Brückenteilen aus den 1960er Jahren wurden im Jahr 2011 bei Bauwerksuntersuchungen Defizite in der Tragfähigkeit der Brückenüberbauten festgestellt. Zur Sicherstellung der Betriebssicherheit wurden jährliche Bauwerkssonderprüfungen angeordnet. Um die Belastung der innenliegenden Brückenteile zu verringern, wird der Schwerlastverkehr zurzeit ausschließlich über die äußeren Spuren geführt, die in den 1980er Jahren ergänzt wurden. Auf der Brücke wurde durch die zuständige Verkehrsbehörde des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ein Überholverbot für Lkw eingerichtet. Ein Ersatzneubau ist dringend erforderlich, um die Standsicherheit der Brücke für den Autobahnverkehr langfristig zu sichern. Die Widerlager und Pfeiler sind weiterhin uneingeschränkt tragfähig und bleiben erhalten. Dadurch kann der Aufwand für die Baumaßnahme erheblich reduziert werden. Dies spart Kosten, Bauzeit und minimiert die Lärm- und Schmutzentwicklungen in der Abbruchphase.

Ende Dezember 2017 wurde der Bauauftrag nach einer europaweiten Ausschreibung erteilt. Im Laufe des Jahres 2018 wurden erforderliche Vorbereitungsarbeiten erledigt, Baumfällungen durchgeführt sowie die Ausführungsplanung erstellt. Dabei wurde auch mit der Verlegung der Niedernhofstraße begonnen. Von Dezember 2018 bis März 2019 wurden unterhalb der Brücke Hengstey die Stützen für das Schutzgerüst montiert. Die Stützen dienen als Gerüst und als Auflager für die Arbeitsplattform. Das Schutzgerüst verhindert, dass Betonteile beim Abbruch der innenliegenden Brückenteile ins Gleisbett gelangen.

Für den Abriss und Neubau der Brücke Hengstey muss die DEGES sowohl die Belange der Verkehrsteilnehmer im Straßennetz, als auch die Anforderungen des Schienenverkehrs unterhalb der Brücke berücksichtigen.

Vorteile des Ersatzneubaus der Brücke Hengstey

Die Standsicherheit und uneingeschränkte Benutzbarkeit der Brücke Hengstey werden langfristig gesichert.

  • Statik und Konstruktion der neuen Brücke werden dem Verkehrsaufkommen gewachsen sein.
  • Die bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung und das Überholverbot für Lkw können aufgehoben werden.
  • Der Verkehrsfluss wird verbessert.