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B 236: Ausbau der Bundesstraße von der Anschlussstelle Schwerte bis zur Dortmunder Stadtgrenze In Betrieb

Der vierstreifige Ausbau der B 236 sorgt für Entlastung im Schwerter Wald.

Die B 236 in Höhe Freischütz nach dem Ausbau | Bildnachweis: René Legrand

Daten und Fakten

  • Gesamtlänge: ca. 1,7 km
  • Verkehrsbelastung 2025: bis zu 31.400 Kfz/24 h
  • Besondere Herausforderung: Bauen unter Verkehr

Karte

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Weitere Informationen

Projektbeschreibung

Die DEGES hat im Auftrag des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen den Ausbau der Bundesstraße B 236 zwischen der Anschlussstelle Schwerte zur Autobahn A 1 und der Dortmunder Stadtgrenze geplant und koordiniert. Die Bundesstraße wurde auf vier Fahrstreifen ausgebaut. Auf einer Länge von 1,7 Kilometern sind in jeder Fahrtrichtung eine Fahrbahn mit zwei Fahrstreifen entstanden. Zusätzlich wurde die Fußgängerbrücke über die B 236 in Höhe des Ausflugslokals Freischütz neu gebaut.

Die B 236 ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung im östlichen Ruhrgebiet und gleichzeitig Zubringer zu den Autobahnen A 1 und A 2. Für einen besseren Verkehrsfluss war der Ausbau des Abschnitts zwischen der Anschlussstelle zur Autobahn A 1 und der Stadtgrenze zu Dortmund ein wichtiger Schritt.

Durch den vierstreifigen Ausbau wurde eine durchgehend befahrbare Gesamtstrecke geschaffen, Verkehrsbehinderungen minimiert und die Fahrzeiten für Berufspendler und Wirtschaftsverkehre verkürzen sich. Dadurch wurde die Region, die sich durch ihre zentrale Lage und den schnellen Anschluss an das Ruhrgebiet über die Autobahnen A 1 und A 2 auszeichnet, weiter aufgewertet. Zwei durchgängige Fahrstreifen in beide Richtungen optimieren den Verkehrsfluss in den Schwerter Wald, einem der meistbesuchten Naherholungsgebiete im Ruhrgebiet. Spaziergänger und Wanderer profitieren von der neuen Fußgängerbrücke. Da die Spannweite der alten Brücke für eine vierstreifige Verkehrsführung nicht ausreichte, war ein Neubau erforderlich. Durch neue Rampen auf beiden Seiten ist die neue Fußgängerbrücke barrierefrei nutzbar (Barrierefreies Bauen nach DIN 18024).

Vorteile für Anwohner und Verkehrsteilnehmer:

  • weniger Verkehrsbehinderungen, wie Stau oder stockender Verkehr
  • bessere Erreichbarkeit der überregionalen Straßen, wie den Autobahnen A 1 und A 2
  • verkürzte Fahrzeiten für Berufspendler und Wirtschaftsverkehre zwischen Dortmund und der Autobahn A 1
  • bessere Vernetzung der Wirtschaftsstandorte in der Region
  • verkürzte Fahrzeiten in den Schwerter Wald, einem der meistbesuchten Naherholungsgebiete im Ruhrgebiet
  • spürbare Entlastung der Schwerter Anwohnerinnen und Anwohner von Abgas- und Lärmimmissionen durch moderne Lärmschutzmaßnahmen und weniger Staubildung
  • Aufwertung der Region, die sich durch ihre zentrale Lage und den schnellen Anschluss an das Ruhrgebiet auszeichnet
  • verbesserte Wegführung für Radfahrer und Wanderer und ausgebaute Radwege

Zeitplan

finale Verkehrsführung

Fertigstellung des Ausbaus

Fertigstellung der Fußgängerbrücke

Baubeginn des vierstreifigen Ausbaus inklusive Neubaus der Fußgängerbrücke

Europaweite Ausschreibung der Bauleistungen, parallel Umsetzung weiterer bauvorbereitender Maßnahmen

Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmer für die Fußgängerbrücke, später Neuausschreibung im Rahmen Streckenausbau

Baubeginn der barrierefreien Fußgängerbrücke

Beginn der bauvorbereitenden Maßnahmen

Abschluss Planfeststellungsverfahren und Übernahme des Projektes durch die DEGES

Aktueller Stand der Baumaßnahmen

Im April 2020 starteten die Arbeiten am Ausbau der Bundesstraße B 236 zwischen Dortmund und Schwerte.

B 236 Bauabschnitte
Übersicht über die Bauabschnitte für den vierspurigen Ausbau der B 236 | Bildnachweis: DEGES

Im ersten Bauabschnitt wurde zunächst die westliche Seite der B 236 vom Talweg bis zur Bergstraße auf circa 600 Metern ausgebaut. Zwischen dem Gartencenter und der Bergstraße wurde eine Lärmschutzwand errichtet. Im Zuge des Ausbaus der B 236 wurde auch die Anschlussstelle zur Autobahn A 1 in beide Fahrtrichtungen ausgebaut.

Die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt begannen Anfang 2021. In diesem Abschnitt wurde die östliche Seite der B 236 von der Straße Am Eckey bis zur Heidestraße ausgebaut. Über eine Länge von 215 Metern wurde eine Lärmschutzwand nördlich der A 1 bis zur Heidestraße errichtet.

Der Ausbau der B 236 nördlich der Heidestraße bzw. der Bergstraße bis Tiefe Mark erfolgten im Rahmen des dritten und vierten Bauabschnitts. Der Ausbau auf der Ostseite der B236 (3. Bauabschnitt) hat im II. Quartal 2021 begonnen. Seit Ende Februar 2022 folgte der 4. Bauabschnitt.

Die Arbeiten an der neuen, barrierefreien Fußgängerbrücke in Höhe des Ausflugslokals „Freischütz“ wurden Mitte 2020 wiederaufgenommen. Die Bauarbeiten wurden im Frühjahr 2022 abgeschlossen.

Die DEGES sorgte dafür, dass die B 236 während der gesamten Bauzeit befahrbar blieb und informierte intensiv über baustellenbedingte Verkehrseinschränkungen, Sperrungen und Umleitungen.

Seit April 2023 stehen den Verkehrsteilnehmenden zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung. Das bedeutet: kürzere Fahrtzeiten und weniger Stau für Pendler und Anwohnerschaft. Das Schmuckstück der ausgebauten Strecke ist die neue barrierefreie Fußgängerbrücke am Freischütz. Sie verbindet das Waldgebiet beidseits der B 236 und sorgt für eine sichere und uneingeschränkte Querung der Bundesstraße.

Lärmschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner

Im Zuge des Streckenausbaus wurden auf beiden Seiten der B 236 (Hörder Straße) über eine Länge von circa 890 Metern neue Lärmschutzwände errichtet. Im bebauten Bereich erreichen sie bis zu sechs Meter Höhe. Im Waldstück östlich der Hörder Straße sind die Lärmschutzwände drei Meter hoch. Der neue Lärmschutz sorgt für mehr Ruhe für die direkten Anlieger der Strecke und für die Wohnlage Schwerterheide.

Auf Anwohnerseite setzt im unteren Bereich der Lärmschutzwände ein Muster aus Buchenblättern Akzente. Im oberen Bereich befinden sich transparente Wandelemente. Auf der Fahrbahnseite wurden hochabsorbierende Aluminiumelemente in Farngrün angebracht, die den Verkehrslärm stark dämmen. Durch die bewusst schlichte Gestaltung sollen die Lärmschutzwände sich besser in das Bild der Landschaft und der Ortslage einfügen. Das Gestaltungskonzept stammt vom Architekturbüro Kolb Ripke.

Lärmschutzwände entlang der B 236 auf Anwohnerseite
Variierte Abfolge von Buchenblatt-Mustern, unterbrochen von farngrünen Pfosten: So sollen die Lärmschutzwände entlang der B 236 auf der Anwohnerseite aussehen | Bildnachweis: Kolb Ripke Architekten
Seit Mai 2017 liefert der Informationsdienst der DEGES Abonnenten regelmäßig Informationen und Hintergründe zu den Projekten der DEGES in NRW
14. August 2025

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13. August 2025

B 236: Ausbau der Bundesstraße – eine Projektbilanz

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B 236: Der Verkehr fließt auf vier Fahrstreifen

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1. Dezember 2022

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1. April 2021

B 236: Teilöffnung der Bergstraße in Dortmund

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25. Januar 2021

B 236: Auffahrt der B 236 zur A 1 in Fahrtrichtung Köln – beide Fahrstreifen freigegeben

Verkehrshinweis zur B 236
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B 236: Aktuell keine Bürgersprechstunde der DEGES

Ausgabe 11 / September 2020 des Informationsdienstes NRW
8. September 2020

Neue Ausgabe des Informationsdienstes VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL zu den Projekten der DEGES in NRW

Verkehrshinweis zur B 236
7. September 2020

B 236: Termine für die Bürgersprechstunde der DEGES September und Oktober 2020

Visualisierung der Lärmschutzwände in Schwerte - Anwohnerseite
12. Juni 2020

B 236 Schwerte: Gestaltung der neuen Lärmschutzwände

7. Mai 2020

NRW: Die aktuelle Ausgabe des Informationsdienstes „Verkehrsprojekte Aktuell“ ist jetzt online abrufbar

Verkehrseinschränkungen an der B 236
5. Mai 2020

B 236: Bürgersprechstunde entfällt bis auf Weiteres

Die B 236 vor dem Ausbau
27. März 2020

B 236: Baubeginn für den vierstreifigen Ausbau der Bundesstraße B 236 am 14. April 2020

Kalenderseite mit Stift
26. März 2020

B 236: Termin für die Bürgersprechstunde im April 2020 abgesagt

Aufnahme der B 236 vor dem Ausbau
18. September 2019

B 236: Ausschreibungsunterlagen für den Ausbau der Bundesstraße veröffentlicht

Kalender
15. August 2019

B 236: Termine für die Bürgersprechstunde der DEGES September bis November 2019

Die B 236 vor dem Ausbau
5. Februar 2019

B 236: Verkehrseinschränkungen am 23. Februar 2019

Die Baustelleneinrichtung an der Füßgäbgerbrücke in Höhe des Freischütz
10. Oktober 2018

B 236: DEGES beendet Zusammenarbeit mit Bauunternehmen für den Neubau der Fußgängerbrücke über die Bundesstraße B 236

Die alte B 236 vor dem Ausbau
29. Juni 2018

B 236: Bürgersprechstunde der DEGES erstmals am 20.06.2018 im Rathaus Schwerte

Anwohnerinnen und Anwohner bei der Veranstaltung im Freischütz
17. Oktober 2017

B 236: Details zum Ausbau der Bundesstraße vorgestellt

Ausbaustrecke und Visualisierung der Fußgängerbrücke
29. September 2017

B 236: Informationsveranstaltung zum Ausbau der Bundesstraße am 12. Oktober 2017

Pressebereich

Weitere Informationen finden Sie im Pressebereich dieses Projekts.

Zum Pressebereich

Über das Projekt

Ausbau der Bundesstraße B 236

Entlastung im Schwerter Wald

Die Bundesstraße B 236 ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung im östlichen Ruhrgebiet und gleichzeitig Zubringer zu den Autobahnen A 1 und A 2. Zwischen Dortmund und Lünen war die B 236 bereits seit vielen Jahren vierstreifig befahrbar. Der Abschnitt zwischen Schwerte und Dortmund hingegen stellte lange Zeit ein Nadelöhr dar. Der Grund: Von der Aplerbecker Mark bis zum Ausflugslokal Freischütz standen nur drei Fahrstreifen zur Verfügung. Verkehrsbehinderungen waren an der Tagesordnung. Besonders am Morgen und am Abend war die Strecke deutlich überlastet. Durch den vierstreifigen Ausbau sollte der Verkehrsfluss verbessert und die Verkehrssicherheit erhöht werden. Zugleich sollten die Anwohnerinnen und Anwohner in den angrenzenden Wohngebieten vom Verkehrslärm entlastet werden.

Die DEGES hat das Projekt im Frühjahr 2017 übernommen. Im April 2023 waren die Arbeiten beendet. Die vorliegende Broschüre zieht eine Bilanz aus sechs Jahren Projektlaufzeit und blickt zurück auf Entwicklungen, die den Projektfortschritt besonders beeinflusst haben. Wir wollen zeigen, wie durch die intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten und den Dialog mit den Menschen vor Ort auch unerwartete Hindernisse im Projektverlauf überwunden werden konnten. Und wir lassen die Menschen zu Wort kommen, die maßgeblich an der Verwirklichung des Streckenausbaus beteiligt waren.

Bis zu 31.400 Kraftfahrzeuge befahren täglich die B 236 zwischen Schwerte und Dortmund | Bildnachweis: Michael Neuhaus

Der Ausbau der Bundesstraße B 236 leistet einen wesentlichen Beitrag für die Mobilität und Vernetzung in der Region

Die Ausgangssituation: Nord-Süd-Verbindung
mit Hindernissen

Berufstätige auf dem Weg zur Arbeit, lokale Unternehmen auf dem Weg zu ihrer Kundschaft, überregionale Lieferungen von Waren und Gütern sowie an- und abreisende Erholungssuchende im Naherholungsgebiet Schwerter Wald: Sie alle nutzen die B 236 zwischen Dortmund und Schwerte mehr oder minder regelmäßig. Vor dem Ausbau waren sie alle zudem mehr oder minder regelmäßig von Verkehrsbehinderungen betroffen. Denn die dreistreifige Verkehrsführung im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Schwerte zur Autobahn A 1 und der Dortmunder Stadtgrenze stellte insbesondere zu Zeiten hohen Verkehrsaufkommens ein Nadelöhr in beide Richtungen dar.

Verkehrsteilnehmende, Wirtschaft und die Stadt Schwerte hatten bereits seit vielen Jahren den Ausbau der Strecke gefordert. Die Planungen wurden durch den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW) erstellt. Mit der Umsetzung des Projekts beauftragte das Land Nordrhein-Westfalen die DEGES.

Der Ausbau: Verbesserungen für Auto-,
Fahrrad- und Fußverkehr, Lärmschutz für
Anwohnerinnen und Anwohner

Wesentliches Ziel des Ausbaus war es, eine durchgehend befahrbare Gesamtstrecke mit zwei Fahrstreifen pro Richtung zu schaffen. Dadurch sollte die Gefahr der Staubbildung und C02-Belastung verringert und der Verkehrsfluss verbessert werden. Dies führt zu kürzeren Fahrtzeiten: Pendelnde kommen schneller und entspannter zur Arbeit, Liefer- und Wirtschaftsverkehre gelangen schneller an ihr Ziel. Um Platz für die vierstreifige Verkehrsführung zu schaffen, musste die bestehende Fußgängerbrücke in Höhe des Ausfluglokals Freischütz abgerissen und durch einen Neubau mit größerer Spannweite ersetzt werden. Rampen auf beiden Seiten der neuen Fußgängerbrücke ermöglichen erstmals die barrierefreie Nutzbarkeit der Brücke. So können alle, die zu Fuß, mit Kinderwagen, Gepäck, Rollstuhl oder Gehhilfe unterwegs sind, besser und sicherer die vielbefahrene Bundesstraße überqueren. Die Radwege auf beiden Seiten der B 236 wurden abseits der Straße geführt und ermöglichen so mehr Sicherheit und Komfort für Radfahrerinnen und Radfahrer. Weniger Stau bedeutet auch weniger Verkehrslärm und eine geringere Luftbelastung im Umfeld der Strecke. Zudem wurden neue und höhere Lärmschutzwände geplant – für mehr Ruhe für die direkten Anlieger der B 236 und die gesamte Wohnlage Schwerterheide.

Die Herausforderung: Bauen unter Verkehr
und mit ungeplanten Überraschungen

Die Strecke blieb über die gesamte Bauzeit befahrbar. Baustellenbedingte Verkehrseinschränkungen sowie temporäre Sperrungen und Umleitungen waren jedoch nicht zu vermeiden. Die DEGES plante die Abläufe von Anfang an so, dass eine Umsetzung in möglichst kurzer Zeit und mit möglichst wenig Auswirkungen auf den Straßen-, Fahrrad- und Fußverkehr sowie auf die Anwohnerinnen und Anwohner möglich war. Die ursprünglich vorgesehe Bauzeit von rund drei Jahren konnte allerdings nicht eingehalten werden. Die Gründe hierfür waren vielfältig. Mit Flexibilität, Kooperation und durchgängiger Kommunikation gelang es der DEGES und ihren Partnern in der Bauwirtschaft und in der Stadt Schwerte jedoch, gute Lösungen zu finden – und das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Von Anfang an: Intensiver Dialog und persönliche Gespräche vor Ort

Im Frühjahr 2017 übernahm die DEGES das Projekt von Straßen.NRW. Die DEGES begann umgehend mit der Erstellung der Detailplanungen und der Ausschreibung der Bauleistungen. Im Juni 2017 erteilte das Bundesverkehrsministerium die Baufreigabe. Zeitgleich wurden die wichtigsten Informationen zum Projekt und zum Bauablauf verständlich aufbereitet und auf der Webseite veröffentlicht. Vorab, im Herbst 2017, sollte es mit den vorbereitenden Arbeiten für den Streckenausbau losgehen. Im Herbst 2017 informierte die DEGES mit Anzeigen, Pressemeldungen sowie einer Informationsbroschüre, die per Postwurf an die Haushalte im Umfeld der Strecke zugestellt wurde, über den anstehenden Baubeginn und lud zu einer Informationsveranstaltung in das Ausflugslokal Freischütz ein.

Informationsveranstaltung zum Ausbau der B 236
Informationsveranstaltung zum Ausbau der B 236 | Bildnachweis: Michael Neuhaus

Ziel der Veranstaltung war es, den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie allen weiteren Interessierten den Bauablauf und die Informations- und Dialogangebote vorzustellen. Zudem wollte die DEGES sich einen Eindruck darüber verschaffen, welche Themen und Fragen vor Ort von besonderem Interesse waren. Über 200 Personen folgten der Einladung der DEGES – und beteiligten sich rege an der Diskussion.

Dabei wurde deutlich, dass sowohl die Anwohnerinnen und Anwohner als auch weitere an der Informationsveranstaltung Teilnehmende der Informationsveranstaltung die Inhalte des Planfeststellungsbeschlusses nicht oder nur in Teilen kannten. Die öffentliche Auslegung der Unterlagen hatte im Januar und Februar 2017 im Schwerter Rathaus und im Dortmunder Stadtplanungs- und Bauordnungsamt stattgefunden. Für viele Teilnehmende kam die Ankündigung des unmittelbar bevorstehenden Baubeginns dennoch überraschend – sie wünschten sich mehr und detailliertere Informationen zur Planung sowie zu baubedingten Sperrungen und Umleitungen. Die DEGES reagierte umgehend und intensivierte in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Schwerte die baubegleitende Kommunikation.

Das große Informations- und Gesprächsbedürfnis zum Baustart für den Ausbau der B 236 hat uns zwar etwas überrascht. Die Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner hinsichtlich der baubedingten Auswirkungen auf den Verkehr waren jedoch absolut verständlich. Uns war klar: Wir müssen alle Hinweise ernst nehmen und alle Fragen beantworten, und das so schnell und so direkt wie möglich. Darum haben wir uns sofort nach der Informationsveranstaltung mit der Stadt Schwerte in Verbindung gesetzt und gemeinsam überlegt, wie wir die Anwohnerinnen und Anwohner sowie alle Interessierten am besten erreichen und mit ihnen ins Gespräch kommen können.“

Simone Döll
Pressesprecherin
der DEGES für
die Projekte in
Nordrhein-Westfalen

Ganz nah dran: Bürgersprechstunde und Gespräche über den Gartenzaun

Noch im November 2017 stellte die DEGES die Planung, die Bauabläufe, die bauzeitliche Verkehrsführung und die baubegleitende Kommunikation vor dem Ausschuss für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Schwerte vor. Parallel wurden die Inhalte der Projektwebseite erweitert. Im Januar 2018 erhielten die Anwohnerinnen und Anwohner ein weiteres persönliches Anschreiben und einen Flyer mit zusätzlichen Informationen zur bauzeitlichen Verkehrsführung. Dabei beantwortete die DEGES insbesondere die Fragen, die in der Zwischenzeit über das Kontaktformular auf der Webseite sowie über das Bürgertelefon eingegangen waren.

Die Baustelleneinrichtung an der Füßgäbgerbrücke in Höhe des Freischütz
Fußgängerbrücke am Freischütz | Bildnachweis: Michael Neuhaus

Rathaus Schwerte als zentraler Ort für das Gespräch

Im Juni 2018, pünktlich zum Baubeginn der neuen Fußgängerbrücke, fand die erste Bürgersprechstunde zum Projekt im Rathaus Schwerte statt. Anfangs alle zwei Wochen, im Jahresverlauf 2019 dann monatlich, war der Projektleiter für den Ausbau der B 236 direkt vor Ort und stellte sich den Fragen der Schwerter Einwohnerinnen und Einwohner. Im direkten Gespräch ließen sich zahlreiche offene Punkte klären und Missverständnisse ausräumen. Darüber hinaus erhielt die DEGES wertvolle Hinweise zu neuralgischen Punkten der Umleitungen, die geprüft und wenn möglich bei der Einrichtung der Verkehrsführung zu den verschiedenen Bauphasen berücksichtigt wurden.

August 2018: Feierlicher Spatenstich für den vierstreifigenAusbau der B 236
August 2018: Feierlicher Spatenstich für den vierstreifigen
Ausbau der B 236 | Bildnachweis: Peter Lutz

Im Jahr 2020 wurde deutlich, dass es keinen Bedarf an den Bürgersprechstunden mehr gab. Die Webseite, der Newsletter „Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL“ sowie die Presse berichteten regelmäßig und aktuell zum Projektstand. Interessierte übermittelten ihre Fragen und Anliegen vorwiegend über die anderen Kontaktangebote, wo sie schnell und unkompliziert beantwortet wurden. Die Sprechstunden wurden daraufhin eingestellt. Der direkte Dialog ging jedoch weiter.

November 2021: Binnen eines Wochenendes wurde die alte Fußgängerbrücke Geschichte. Der Abbruch erfolgte teilweise nachts | Bildnachweis: DEGES

Die DEGES kommt zu den Anwohnenden nach Hause

Nach dem Beginn des eigentlichen Streckenausbaus im April 2020 war der Baubevollmächtigte der DEGES häufig vor Ort – und oft im Gespräch mit
Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Unternehmen im Streckenumfeld anzutreffen. Am Gartenzaun oder Kaffeetisch konnten die Anwohnerinnen und Anwohner ihre Sorgen loswerden. Ob Baulärm vor dem Haus, von Baufahrzeugen blockierte Zufahrten, hohes Verkehrsaufkommen auf Umleitungsstrecken oder notwendige Betretung von Privatgrundstücken zur Leitungsverlegung: Kein Thema war zu kritisch, um diskutiert zu werden, und keine Frage blieb unbeantwortet.

Im Stadtgebiet Schwerte läuft die B 236 in unmittelbarer Nähe zu privat und gewerblich genutzten Grundstücken. Es gibt kaum leistungsfähige Umleitungsstrecken, so dass uns bei notwendigen Sperrungen keine Wahl blieb, als zeitweise den Verkehr durch die angrenzenden Wohngebiete zu führen. Dadurch ergaben sich während der einzelnen Bauphasen teilweise erhebliche Beeinträchtigungen für die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die anliegenden Unternehmen. Es ist völlig verständlich, dass dies zu Unmut und Beschwerden geführt hat. Mich hat in dieser Situation besonders beeindruckt, wie offen die Betroffenen für Gespräche waren, und mit wie viel Verständnis sie reagiert haben, wenn deutlich wurde: Es geht einfach nicht anders, wir müssen da jetzt gemeinsam durch. Für die Bereitschaft zum persönlichen Gespräch und für das konstruktive Miteinander möchte ich mich auch persönlich noch einmal ganz herzlich bedanken.“

André Harms
Baubevollmächtigter der DEGES für
den Projektbereich Nordrhein-Westfalen

Besondere Herausforderung: Bauen unter Verkehr

Ein besonders großes Interesse bestand über die gesamte Projektlaufzeit an der bauzeitlichen Verkehrsführung. Die B 236 sollte während der Bauzeit durchgängig befahrbar bleiben. Dennoch war von Anfang an absehbar, dass sich zeitweise Sperrungen einer Fahrtrichtung sowie der Anschlussstellen zur Autobahn A 1 nicht vermeiden ließen. Im dicht bebauten Stadtgebiet mussten Umleitungen daher teilweise durch Wohngebiete erfolgen, was Auswirkungen für die Verkehrsteilnehmenden ebenso wie für die Anwohnerinnen und Anwohner und die ansässigen Unternehmen mit sich brachte. Auch der Radverkehr war ein wichtiges Thema. Der Schwerter Wald ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Die Radwege entlang der Strecke mussten für die Bauarbeiten zum Teil verlegt werden. Erholungssuchende und Alltagsradler waren diesbezüglich verunsichert. Im Vorfeld sowie nach Baubeginn gingen zum Thema Verkehrsführung zahlreiche Fragen über das Kontaktformular und beim Bürgertelefon der DEGES ein – und wurden beantwortet.

Die A 1- Rampe Süd in Fahrtrichtung Bremen wird Anfang August wieder für den Verkehr freigegeben.
Mai 2020: Für den Zeitraum der Sperrung der Anschlussstellen zur Autobahn A 1 wurden großräumige Umleitungen eingerichtet | Bildnachweis: DEGES

Im Rahmen der Bauarbeiten wurden auch die Anschlussstellen von der Bundesstraße zur Autobahn A 1 erneuert. Für die Umsetzung der Arbeiten mussten die Auf- und Abfahrten für beide Fahrtrichtungen für jeweils einige Monate gesperrt werden. Die Umleitung konnte nur großräumig, das heißt über andere Anschlussstellen erfolgen. Dadurch verlängerten sich zeitweise die Wege von Pendlerinnen und Pendlern sowie für den Wirtschaftsverkehr. Die DEGES setzte alles daran, die Einschränkungen so gering und so kurz wie möglich zu halten. Dennoch war der Zeitraum der Sperrungen für viele Menschen und Unternehmen in der Region mit Belastungen verbunden. Die DEGES dankt allen Betroffenen für ihr Verständnis.

Mit nur 1,7 Kilometern Streckenlänge war der Ausbau der B 236 ein vergleichsweise kleines DEGES-Projekt, das jedoch in Stadt und Region auf außergewöhnlich großes Interesse stieß. Dies lag einerseits an der teilweisen Lage im Stadtgebiet. Andererseits haben die zahlreichen
Anfragen von Anwohnerinnen, Anwohnern, Verkehrsteilnehmern und Wirtschaftsverbänden gezeigt, wie wichtig die Verbindung zwischen B 236 und A 1 für Menschen und Unternehmen der Region ist. Diese Verkehrsverbindungen auch während der Bauphase möglichst gut und vor allem verkehrssicher aufrechtzuerhalten, war eine besondere Verantwortung, die wir dank guter Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden in Schwerte erfolgreich meistern konnten.“

Dr. Udo Pasderski
Bereichsleiter der DEGES für die Projekte
in Nordrhein-Westfalen

„Wie ist die Ampelschaltung für die Umleitung durch die Talstraße geplant? Wird es zu Staus kommen? Können Grundstückseigentümer weiterhin ihre Einfahrten erreichen? Ist gesichert, dass Krankenwagen in Notfällen ungehindert durchkommen?“

Antwort: „Im Vorfeld der ersten Bauphase hat die DEGES eine Verkehrszählung
auf der Bundesstraße B 236 vorgenommen. Die Schaltung der Ampeln wird entsprechend des ermittelten Verkehrsaufkommens eingerichtet. Dadurch sollen Staus an den Ampeln vermieden werden. Die Zufahrt der Anwohner auf ihre Grundstücke wird während der gesamten Bauzeit über die Umleitungsstrecken möglich sein. Durch die Einrichtung der Umleitung sind keine Behinderungen für Notfall- und Einsatzfahrzeuge zu erwarten.“

Frage: „Ich pendele jeden Tag zwischen Schwerte und Dortmund mit dem Rad und nutze dafür eigentlich die B 236. Durch die Bauarbeiten ist die Hauptverbindung zwischen Schwerte und Dortmund unterbrochen. Eine Umleitung für Radfahrer ist nicht ausgeschildert. Bitte ändern Sie dies und verbessern Sie die Situation für Radfahrer!“

Antwort: „Vielen Dank für Ihren Hinweis. Leider sind im Zuge der Baumaßnahmen auch temporäre Eingriffe in das Radwegenetz entlang der B 236 erforderlich. Dafür bitten wir um Verständnis. Eine Radwegeverbindung zwischen Schwerte und Dortmund ist auf der Westseite der Strecke nach wie vor gegeben, allerdings müssen sich Radfahrer und Fußgänger den verfügbaren Platz abschnittsweise teilen. Östlich der B 236 kann alternativ der Alte Dortmunder Weg genutzt und dann innerhalb des Waldgebietes weitergefahren werden, was jedoch einen Umweg darstellt. Die DEGES steht in engem Kontakt mit dem Ordnungsamt Schwerte. Gemeinsam prüfen wir nochmals die Möglichkeiten für eine geänderte, sichere Verkehrsführung für Radfahrende. Die derzeitigen Einschränkungen werden absehbar noch einige Monate bestehen bleiben. Nach Abschluss des Ausbaus und der Errichtung der Lärmschutzwände wird es dauerhaft eine verbesserte Wegführung auch für Radfahrende geben, inklusive neuer Radwege.“

Frage: „Ist die fußläufige Verbindung entlang der B 236 zwischen Bergstraße und Autobahn A 1 auch von der Fahrbahnsperrung im Rahmen der Bauarbeiten betroffen?“

Antwort: „Die Fußwege entlang der B 236 werden während der Bauzeit zeitweise gesperrt. Dies ist zum einen erforderlich, da die bereits vorhandenen Gehwege im Rahmen des Ausbaus der Strecke ebenfalls erneuert werden. Zum anderen müssen im Baustellenbereich stets ausreichend Abstände zwischen den laufenden Arbeiten, den Passanten und dem fließenden Verkehr eingehalten werden, um die Sicherheit der Fußgänger und der Bauarbeiter zu gewährleisten. Die DEGES stellt sicher, dass während der Bauarbeiten stets mindestens ein Gehweg zur Verfügung steht. Baubedingt müssen Fußgänger vorübergehend die Straßenseite wechseln. Für zeitweise Einschränkungen bitten wir um Verständnis.“

Nicht vor Überraschungen gefeit: Mit Sorgfalt und Flexibilität gegen Verzögerungen im Zeitplan

Die DEGES plant und realisiert alle ihre Projekte mit großer Sorgfalt und Professionalität. Dabei wird immer auch versucht, mögliche Entwicklungen, die den Bauablauf und die Bauzeit beeinträchtigen könnten, vorherzusehen. Unser Ziel ist es, vorausschauend zu agieren und Störungen in den Abläufen sowie damit einhergehende Verzögerungen in der Projektabwicklung zu vermeiden. Dennoch gibt es immer wieder Entwicklungen, die nicht vorhersehbar sind – und auf die das Team von Planerinnen und Planern, Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie die Ausführenden auf der Baustelle spontan und flexibel reagieren müssen.

Die neue Fußgängerbrücke am Freischütz | Bildnachweis: DEGES

Verzögerte Leitungsverlegung und ein
ungeplanter Straßenneubau

Beim Ausbau der B 236 hatten sich erste zusätzliche Fragestellungen bereits im Zuge der Detailplanung ergeben. So musste beispielsweise im Jahr 2018 vor Beginn des Streckenausbaus eine wichtige Hauptgasleitung umgelegt werden. Im Vorfeld galt es zunächst, die vertraglichen Grundlagen für die Arbeiten mit dem zuständigen Leitungsbetreiber zu klären. Dieser musste für die Leitungsverlegung zum Teil erheblich in private Grundstücke eingreifen. Bevor die Arbeiten losgehen konnten, mussten entsprechend zunächst die Eigentümerinnen und Eigentümer der Grundstücke kontaktiert und das Vorgehen mit ihnen abgestimmt werden.

Die Bauarbeiten an den Lärmschutzwänden schreiten voran. | Bildnachweis: DEGES
Juni 2020: Der Bau der neuen Lärmschutzwände schreitet voran. 
Zur Fahrbahn hin werden hochabsorbierende Aluminium-Elemente in Farngrün angebracht. (Gestaltung: Architekturbüro Kolb Ripke) | Bildnachweis: DEGES

Im südlichen Bereich der Ausbaustrecke förderten Detailanalysen der bestehenden Straße ebenfalls einige Überraschungen zutage. Im Teilabschnitt zwischen der Brücke über die A 1 und dem Talweg war eigentlich „nur“ eine Deckensanierung geplant. Untersuchungen zeigten jedoch, dass aufgrund der hohen Belastungen durch den Verkehr der gesamte Straßenaufbau in schlechtem Zustand war. Im Rahmen der Grunderneuerung musste die Straße in dem betroffenen Abschnitt komplett neu gebaut werden. Nur so konnte die DEGES die langfristige Leistungsfähigkeit des Streckenabschnitts sicherstellen.

Beide Entwicklungen zusammengenommen führten dazu, dass sich der Beginn des Streckenausbaus um fast ein Jahr verzögerte.

Neuausschreibung der Bauleistungen für
die Fußgängerbrücke

Zum Jahresende 2018 musste die DEGES zudem die Zusammenarbeit mit dem  für den Neubau der Fußgängerbrücke zuständigen Bauunternehmen beenden. Dem Auftragnehmer war es nicht gelungen, die Anforderungen der DEGES für die Vorbereitung und Umsetzung des Neubaus zu erfüllen. Trotz einer Vielzahl von Gesprächen konnte keine partnerschaftliche Lösung für die Zusammenarbeit gefunden werden. Daher blieb der DEGES keine andere Wahl, als den bestehenden Vertrag zu kündigen. Auf den Gesamtzeitplan hatte dies keine Auswirkungen, da die DEGES die Abläufe für den Streckenneubau entsprechend umplante. Die Neuausschreibung erfolgte Mitte 2019 im Zusammenhang mit der Vergabe der Bauleistung für den Streckenausbau.

Die neue Fußgängerbrücke am Freischütz | Bildnachweis: René Legrand

Qualität geht vor

Die Beispiele zeigen: Auch bei überraschenden Entwicklungen ist die Qualität der Arbeiten für uns oberstes Gebot. Die DEGES nutzt alle Möglichkeiten, um Bauabläufe zu beschleunigen und Zeit- und Kostenpläne einzuhalten. Besonders wichtige bei der B 236 wie bei allen anderen Projekten ist es jedoch, dass nach der Fertigstellung Strecken und Bauwerke langfristig leistungsfähig sind. Das ist in Schwerte gelungen – auch wenn das Bauen etwas länger als gedacht gedauert hat.

Beim Ausbau der B 236 haben wir Anwohnerinnen, Anwohnern, Verkehrsteilnehmenden im Auto, auf dem Fahrrad und zu Fuß sowie der Wirtschaft schon einiges abverlangt. Gerade deshalb haben wir aber großen Wert darauf gelegt, für Fragen und Anregungen stets erreichbar zu sein und kontinuierlich im Gespräch zu bleiben. Da war es selbstverständlich, dass wir uns nach Fertigstellung des Streckenausbaus nicht einfach stillschweigend zurückgezogen haben. Zeitgleich mit der Freigabe der vier Fahrstreifen auf der Gesamtstrecke im April 2023 haben wir rund 8.800 Postkarten an die Schwerterinnen und Schwerter versendet, uns für ihre Geduld bedankt und von ihnen verabschiedet.“

Knut Ewald
Projektleiter der DEGES für den Projektbereich Nordrhein-Westfalen

Nach dem Ausbau: Umsetzung von Umweltmaßnahmen sichert langfristige ökologische Funktionalität und hält den Schwerter Wald grün

Ob Instandhaltung oder Ausbau: Bei der Umsetzung von Infrastrukturprojekten lassen sich Eingriffe in Natur und Umwelt oftmals nicht vollständig vermeiden. Die DEGES setzt jedoch alles daran, diese auf das notwendige Maß zu reduzieren. Für nicht vermeidbare Eingriffe werden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen umgesetzt. Diese dienen dazu, die Eingriffe in die Natur zu kompensieren.

Bereits im Zuge der Planung wurden Flora und Fauna entlang der betroffenen Bereiche untersucht und kartiert. Dabei wurde auch geprüft und abgewogen, in welcher Art und in welchem Umfang später Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zur Kompensation der Eingriffe umgesetzt werden können. Die Untersuchungen sind in das Genehmigungsverfahren eingeflossen.

Beim Ausbau der B 236 waren Baumfällungen und Rodungen erforderlich, um Platz für die durchgängig vierstreifige Verkehrsführung und für die Baulogistik zu schaffen. Diese wurden außerhalb der Nistzeiten der vor Ort lebenden Vogelarten ausgeführt. Darüber hinaus wurde die Vegetation entlang der Strecke während der Bauarbeiten durch geeignete Maßnahmen, wie Schutzzäune und vorübergehende Ummantelungen, vor Beschädigungen geschützt.

Die Verkehrsanlage wurde mit Baumreihen und flächigen Pflanzungen aus Sträuchern und Hochstämmen gestaltet. Zwei Drittel der Lärmschutzwände wurden straßenseitig mit Kletterpflanzen begrünt. Bankette, Mittelstreifen und alle Pflanzflächen wurden mit einer Saatgutmischung aus Gräsern und Wildkräutern eingesät.

Als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wurden Baumreihen, Strauchhecken, Feldgehölze und eine Streuobstwiese angepflanzt. Auf einer eigens entsiegelten Fläche wurde ein großflächiges Biotop mit Sträuchern, Obstbäumen und Freiflächen zur sukzessiven Begrünung mit Wildstauden angelegt. Für sämtliche Maßnahmen wurden ausschließlich heimische Pflanzenarten und regionales Saatgut verwendet.

Alle Pflanzarbeiten sind abgeschlossen. Die Entwicklungspflege in den Pflanzflächen wird bis Herbst 2026, teilweise auch bis 2027 fortgeführt.

Begleitende Umweltmaßnahmen sind ein fester Bestandteil aller Straßenprojekte der DEGES. Die gezielten Begrünungen und Neuanpflanzungen entlang der Strecke kompensieren nicht nur die unvermeidlichen Eingriffe, sondern sie verbessern auch die lokale Luftqualität, erhöhen die ökologische Vielfalt und sichern Lebensräume und Verbindungskorridore für die heimische Fauna. Den Großteil der Maßnahmen hat die DEGES im unmittelbaren Umfeld der Ausbaustrecke umgesetzt. Dies nutzt nicht nur der Natur, sondern auch allen, die im Schwerter Wald Erholung suchen – und finden.“

Dunja Plesnik
Umwelt- und Landschaftsplanerin der DEGES für den Projektbereich Nordrhein-Westfalen

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Anwohnerinformationen

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Unterlagen Planfeststellung

Auf der Informationsveranstaltung am 12. Oktober 2017 in Schwerte informierte die DEGES Anwohnerinnen und Anwohner sowie Interessierte zum bevorstehenden vierspurigen Ausbau der Bundesstraße B 236. Anhand der Rückfragen wurde deutlich, dass nicht allen Teilnehmenden die Inhalte der bereits genehmigten Planung bekannt waren. Die DEGES stellte aus diesem Grund die planfestgestellten Lagepläne bereit, um allen Interessierten nochmals die Gelegenheit zu geben, sich über Details der genehmigten Planung zu informieren.

Übersicht über die Abschnitte, die auf den Lageplänen dargestellt sind.

(Az.: 25.04-1.11-01/06) für den Ausbau der B 236, Stadtgrenze Dortmund / Schwerte bis Anschlussstelle A 1 Schwerte von Bau-km 0-210,000 bis Bau-km 1+714,000 (Abschnitt 57, Stat. 1.5+85,000 bis Abschnitt 56, Stat. 0.9+50,000) ist durch die Bezirksregierung Arnsberg im Dezember 2016 ergangen. Die Auslage des Beschlusses und der zugehörigen Unterlagen erfolgte im Januar/Februar 2017 in Schwerte. Die Unterlagen finden Sie als PDF-Dokument auf der Seite der Stadt Schwerte.

Lageplan 1

(PDF / 1.81 MB)

Lageplan 2

(PDF / 3.74 MB)

Lageplan 3

(PDF / 3.73 MB)

Lageplan 4

(PDF / 4.26 MB)

Lageplan 5

(PDF / 2.25 MB)

Lageplan 6

(PDF / 2.27 MB)

Bürgertelefon

Sie haben Fragen zu einer unserer Baumaßnahmen? Dann rufen Sie gerne an. Sie erreichen unser Bürgertelefon montags bis sonntags zwischen 8 und 20 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 5895 2479.

Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL

Unser Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL informiert regelmäßig über den aktuellen Stand der DEGES-Bauvorhaben in Nordrhein-Westfalen. Damit bleiben Sie auf dem Laufenden zu Planung, Umsetzung und Fertigstellung der Verkehrsprojekte. Hier können Sie sich die bisherigen Ausgaben anschauen und sich anmelden.

Veranstaltung

Informationsveranstaltung am 12. Oktober 2017 in Schwerte: Details zum Ausbau der Bundestraße B 236 vorgestellt

Anwohnerinnen udn ANwohner bei der Veranstaltung im Freischütz

Die DEGES hat am 12. Oktober 2017 die Pläne für den Ausbau der Bundesstraße B 236 von der Anschlussstelle Schwerte (Autobahn A 1) bis zur Dortmunder Stadtgrenze vorgestellt und die Fragen der Anwohnerinnen und Anwohner beantwortet. Dazu kamen über 200 Interessierte ins Ausflugslokal Freischütz in Schwerte. Nachdem das Genehmigungsverfahren abgeschlossen und die Baufreigabe durch das Bundesverkehrsministerium im Juni 2017 erfolgt ist, hat die DEGES das Projekt übernommen. Bevor im Winter 2017 die bauvorbereitenden Arbeiten starten, hat DEGES-Projektleiter Karl-Heinz Aukschun die Anwesenden über den aktuellen Stand der Detailplanungen und zum weiteren Zeitplan informiert. Im Anschluss an die Präsentation erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Antworten auf ihre konkreten Fragen. Dabei ging es vor allem um den Lärmschutz entlang der Strecke – der sich deutlich verbessern wird –, die Fuß- und Radwege und die Einschränkungen in der Bauzeit.

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