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A 1: Ersatzneubau der Talbrücke Volmarstein In Bau

Leistungsfähige Infrastruktur für die heutigen Anforderungen.

Arbeiten an der Talbrücke Volmarstein | März 2020
Arbeiten an der Talbrücke Volmarstein | Bildnachweis: DEGES

Daten und Fakten

  • Brückenlänge: 285 m
  • Verkehrsbelastung aktuell: rund 100.000 Kfz/24 h
  • Besondere Herausforderung: Bauen unter Verkehr

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Projektbeschreibung

Die DEGES plant und realisiert im Auftrag des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen den Bau der neuen Talbrücke Volmarstein. Diese ersetzt die bisherige Brücke an der Autobahn A 1 östlich der Anschlussstelle Volmarstein. Geplant ist ein Bauwerk mit einem Spannbeton-Überbau und neuen Unterbauten. Die neuen Pfeiler und Widerlager werden zwischen den bestehenden Unterbauten angeordnet, so dass die Brückenlänge von bisher 315 auf 285 Meter verkürzt werden kann. Für jede Fahrtrichtung werden drei Fahrstreifen sowie ein Standstreifen errichtet. Die neue Brücke wird mit 31 Metern etwas breiter sein als bisher.

Dieser Zeitrafferfilm zeigt den Rückbau der südlichen Brückenhälfte der Talbrücke Volmarstein in Fahrtrichtung Bremen von Februar bis April 2019.
Videonachweis: Veikko Boerner

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Die Arbeiten am ersten Brückenteil werden bereits im Sommer 2020 abgeschlossen. Ab dann kann der Verkehr schon wieder auf sechs Fahrstreifen fließen und auch die gesperrte Anschlussstelle Volmarstein in Fahrtrichtung Bremen wird dann bereits wiedereröffnet.

Die heutige Talbrücke Volmarstein wurde im Jahr 1959 erbaut. Das 315 Meter lange Bauwerk wurde errichtet, da die A 1 hier in einem Landschaftsschutzgebiet verläuft. Die Brücke war ursprünglich für vier Fahrstreifen ausgelegt. Im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus der A 1 wurden die Standstreifen in beide Fahrtrichtungen für den fließenden Verkehr frei gegeben. Seitdem rollt insbesondere der Schwerverkehr nicht nur auf dem dafür vorgesehenen Teil des Bauwerks, sondern ebenfalls über die Kragarme, also über die Brückenränder, die nicht von einem Pfeiler getragen werden. Aufgrund des fehlenden Standstreifens ist die Höchstgeschwindigkeit im Brückenbereich auf 130 km/h begrenzt. Derzeit wird die A 1 an dieser Stelle von rund 100.000 Fahrzeugen pro Tag genutzt. Eine Bauwerksprüfung im Dezember 2011 und spätere Nachrechnungen ergaben, dass die Brücke erheblich geschädigt ist und schnellstmöglich neu gebaut werden muss.

Die Autobahn A 1 stellt eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen in Nordrhein-Westfalen dar. Sie verbindet die Standorte des Ruhrgebiets untereinander und ist damit sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner der Region als auch für die ansässige Wirtschaft von großer verkehrlicher Bedeutung. Die Brücken im Zuge der Autobahn A 1 stehen dabei unter besonderer Belastung. So wird die im Jahr 1959 erbaute Talbrücke Volmarstein von rund 100.000 Fahrzeugen pro Tag genutzt. Eine Bauwerksnachrechnung ergab, dass die Brücke erheblich geschädigt ist und neu erbaut werden muss, um die Sicherheit und Mobilität der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Vorteile des Ersatzneubaus der Talbrücke Volmarstein

Die Talbrücke Volmarstein wird an die heutigen verkehrlichen Anforderungen angepasst:

  • Die zusätzlichen Standstreifen auf der neuen Brücke entsprechen den heutigen Vorgaben für Verkehrssicherheit und bieten Platz für das Anhalten bei Pannen oder im Notfall, für das Ausweichen sowie für das schnelle Vorankommen von Rettungsdiensten.
  • Die bestehenden Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote können aufgehoben werden.
  • Durch den Ersatzneubau werden die Standfestigkeit und die Benutzbarkeit der Brücke gesichert.
  • Statik und Konstruktion der neuen Brücke werden dem Verkehrsaufkommen langfristig gewachsen sein.
  • Der Verkehr kann zukünftig besser und sicherer fließen.

Zeitplan

Voraussichtliche Fertigstellung

Abriss und Neubau des Brückenbauwerks in Fahrtrichtung Köln

Abriss und Neubau des Brückenbauwerks in Fahrtrichtung Bremen

Bauvorbereitende Maßnahmen

Ausschreibung und Vergabe der Bauleistung

Abschluss Planfeststellungsverfahren und Übergabe an die DEGES

Herausforderungen und Besonderheiten

Im Jahr 2017 wurde der Bauauftrag erteilt und es begannen die bauvorbereitenden Maßnahmen. Das Baufeld wurde beräumt, das Streckenfernmeldekabel verlegt, die Zufahrten für die Baufahrzeuge eingerichtet und die Mittelstreifenüberfahrten für die Verkehrsverschwenkungen ertüchtigt. Damit wurde die Einrichtung der Verkehrsführung während der Bauarbeiten vorbereitet.

Im November 2017 wurde eine Stauwarnanlage installiert und zunächst die Baustellen-Verkehrsführung in Fahrtrichtung Köln eingerichtet, im Januar 2018 dann in Fahrtrichtung Bremen. Pro Fahrtrichtung ist damit ein Fahrstreifen weggefallen. Darüber hinaus ist die Auffahrt Volmarstein auf die Autobahn A 1 in Fahrtrichtung Bremen aus Gründen der Verkehrssicherheit gesperrt.

Von Februar bis April 2019 wurde das Brückenbauwerk in Fahrtrichtung Bremen abgebaut. Diese Arbeiten wurden dokumentiert.

Hier sehen Sie ein Zeitraffer-Video der Abrissarbeiten.

Im Anschluss haben die Gründungsarbeiten für die neuen Pfeiler begonnen. Der ursprüngliche Fertigstellungstermin für den Ersatzneubau der Talbrücke Volmarstein war für Mitte 2020 geplant. Der Vertrag beinhaltete die Herstellung des Brückenersatzneubaus einschließlich dem Streckenanschluss an die A 1, unter Verkehr. Jetzt kann für Mitte 2020 erst das erste Teilbauwerk an den Verkehr übergeben werden, hier sind eine Reihe von zusätzlich entstandenen Anforderungen ursächlich zu benennen.

Nach Übernahme des Projekts musste der zeitliche Rahmen an die örtlich vorgefundene Bausubstanz und auch an die erhöhten Anforderungen seitens der Rettungskräfte, Verkehrs sowie Umweltbehörden und der Bezirksregierung angepasst werden. Es folgten umfängliche Sanierungsarbeiten, um die Fahrbahnschäden auf der alten Talbrücke zu beseitigen, nur so konnte der gesamte Verkehr weiterhin sicher über das alte Brücken-Teilbauwerk (Fahrtrichtung Köln) fließen.

Weitere zusätzliche Arbeiten belasteten die Zeitplanung: Verbreiterung der Zufahrtsrampe, Bau eines Treppenturms zur Fahrbahn für Rettungskräfte, Neubau von Hangsicherungen, Umbau der vorhandenen Raumgitterwand und erhöhte gesetzliche Anforderungen an das zugehörige Regenrückhaltebecken. Während des Brückenabbruchs wurden erhebliche Mengen Sprengstoff an den Widerlagern gefunden, die den Baubetrieb zeitweise zum Erliegen brachten, da Polizei und Kampfmittelräumdienst zum Einsatz kamen. Und auch die Witterungsverhältnisse im Winter 2018/2019 sorgten für weitere Verzögerungen im Bauablauf.

Die Gesamtfertigstellung der Talbrücke Volmarstein ist nunmehr für Sommer/Herbst 2022 geplant, statt wie bisher für Ende 2020. Die Anpassung des Bauzeitenplans wurde aus mehreren Gründen erforderlich. Einerseits hatten teilweise schlechte Wetterbedingungen im vergangenen Winter für einen Verzug beim geplanten Baubeginn gesorgt, zudem waren zusätzlich die nachträgliche Ausschreibung und Einrichtung einer mobilen Stauwarnanlage mit hohem technischem Aufwand erforderlich.

Um dennoch zugunsten der Verkehrssicherheit schnellstmöglich wieder sechs statt derzeit vier Fahrstreifen anbieten zu können, erfolgten Anpassungen der Bauablaufplanung nach intensiven Abstimmungen der beteiligten Unternehmen.

Die Verkehrsumlegung mit sechs Fahrstreifen auf das neue Brückenbauwerk erfolgt nun planmäßig bis Juli 2020, parallel wird die sanierte Anschlussstelle Volmarstein (Fahrtrichtung Bremen) ebenfalls vorzeitig wiedergeöffnet. Die Fertigstellung des zweiten Teilbauwerks und somit die Fertigstellung des gesamten Ersatzneubaus Talbrücke Volmarstein – mit drei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung plus Standstreifen – ist für Sommer 2022 geplant.

Um den neuen Zeitplan nicht nur einzuhalten, sondern nach Möglichkeit zu unterbieten, wurde dem Auftragnehmer eine Beschleunigungsvergütung in Aussicht gestellt.

Die Kosten für den Ersatzneubau betrugen ursprünglich 17,4 Mio. Euro. Diese haben sich durch die zahlreichen zusätzlich geleisteten Arbeiten im Umfeld der Brücke und die Anpassungen im Bauablauf erhöht. Erst nach Fertigstellung der neuen Talbrücke können die tatsächlichen Kosten ermittelt werden, da der variable Faktor der vertragsbedingten Beschleunigungsvergütung die Summe beeinflusst.

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Brücken mit Schlüsselfunktion für die Leistungsfähigkeit der Strecke

Nur, wenn die Brücken in der Lage sind, die anfallenden Verkehrsmengen aufzunehmen, ist die Leistungsfähigkeit der Strecke als Ganzes gesichert. Die einzelnen Bauelemente einer Brücke, vom Fundament über die Stützpfeiler und Widerlager bis hin zum Überbau mit der eigentlichen Fahrbahn, müssen hohe Gewichte tragen. Zusätzlich sind sie Schwingungen und Wettereinflüssen deutlich stärker ausgesetzt als ebenerdig verlaufende Streckenabschnitte. Durch regelmäßige Kontrollen und Wartungen wird die Leistungsfähigkeit der Brücken über ihre Nutzungsdauer sichergestellt. Spätestens mit dem Erreichen eines bestimmten Baualters wird es jedoch Zeit für einen Ersatzneubau.

Die DEGES realisiert diese Brückenprojekte entlang der A 1

Die DEGES plant und realisiert mehrere Projekte entlang der Autobahn A 1. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Streckenabschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Leverkusen und dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna. Hier übernimmt die DEGES die Ersatzneubauten für die Talbrücke Volmarstein sowie für die Brücke Hengstey und die Schwelmetalbrücke. Die Brücken sind mittlerweile zwischen 50 und 60 Jahre alt. Trotz kontinuierlicher Wartung und teilweiser Ertüchtigung geht ihre Bausubstanz auf den Stand der Technik der 1950er und 1960er Jahre zurück. Den heutigen Anforderungen sind sie nicht mehr gewachsen. Aufgrund der Beanspruchungen durch die täglichen Verkehrsmengen hat sich der bauliche Zustand der Brücken so stark verschlechtert, dass ihre Standfestigkeit langfristig nicht mehr gegeben ist.

Die DEGES-Brücken-Projekte an der A1

Hinzu kommt: Auf allen drei Brücken hat das Land Nordrhein-Westfalen aufgrund des schlechten baulichen Zustands und wegen der teilweise fehlenden Standstreifen Geschwindigkeitsbeschränkungen und Überholverbote angeordnet. Diese Anordnungen verlangsamen den Verkehrsfluss. Für den Fernverkehr, wie auch für die Pendler und Unternehmen aus der Region, führt dies zu steigenden Fahrzeiten und verlängerten Reisezeiten.

Durch die Ersatzneubauten der Talbrücke Volmarstein, der Brücke Hengstey und der Schwelmetalbrücke sorgt die DEGES dafür, dass der gesamte Abschnitt der Autobahn A 1 in seiner Leistungsfähigkeit auf Dauer erhalten bleibt. Die bestehenden Mobilitätshemmnisse, wie Geschwindigkeitsreduzierungen und Überholverbote auf den Brücken, werden beseitigt.

Koordiniertes Bauen auf der A 1

Aufgrund der Bedeutung der Autobahn A 1 als eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen für den regionalen Verkehr und den Fernverkehr muss die Leistungsfähigkeit des Abschnitts vom Autobahnkreuz Leverkusen bis zum Autobahnkreuz Dortmund/Unna so schnell wie möglich wiederhergestellt und langfristig gesichert werden. Aus diesem Grund treibt die DEGES die Planung und die Umsetzung des Ersatzneubaus für alle drei Brücken zeitgleich voran.

Die DEGES sorgt dafür, dass die Autobahn A 1 auch während der Bauphase sicher befahrbar bleiben wird. Dafür erfolgen der Abriss der alten Brücken und der Neubau unter rollendem Verkehr. Für jede Baustelle und jede Bauphase wird kontinuierlich geprüft und abgewogen, welche Maßnahmen geeignet sind, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und die der Bauarbeiter zu gewährleisten. Die Einschränkungen für den Verkehr sollen so gering wie möglich gehalten werden.

Bei der Planung sowie bei der Umsetzung der Projekte stimmt sich die DEGES eng mit anderen Vorhabenträgern ab, die für die Umsetzung weiterer Bauprojekte entlang des Streckenabschnitts verantwortlich sind. Ziel ist es, die Arbeiten zu koordinieren und die baubedingten Auswirkungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten. Bestimmte Einschränkungen, wie die Reduzierung von Fahrstreifen, die zeitweise Sperrung von Auf- und Abfahrten, Geschwindigkeitsvorgaben oder Überholverbote, lassen sich während der Bauzeit jedoch nicht immer vermeiden.

In Abstimmung mit den anderen Vorhabenträgern informiert die DEGES die Verkehrsteilnehmer, Anwohner und Gewerbetreibende im Umfeld der Autobahn A 1 zu den Planungen und anstehenden Arbeiten.

Video

 

Hier sehen Sie ein Zeitraffer-Video der Abrissarbeiten.

Dieser Zeitrafferfilm zeigt den Rückbau der südlichen Brückenhälfte der Talbrücke Volmarstein in Fahrtrichtung Bremen von Februar bis April 2019.

Videonachweis: Veikko Boerner

Projektstatus

Präsentation

Pressekontakt

Simone Döll

Simone Döll

Kommunikation
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Telefon: 0211 913491-44

E-Mail: presse@deges.de