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A 40: Ausbau der Autobahn und Ersatzneubau der Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp In Bau

Acht Fahrstreifen für eine leistungsfähigere Autobahn

Die alte Rheinbrücke aus der Vogelperspektive
Luftaufnahme der Rheinbrücke 2020 | Bildnachweis: Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz

Daten und Fakten

  • Gesamtlänge: ca. 3,5 km
  • Brücke: 802 m
  • Verkehrsbelastung 2030: Werktags 126.500 Kfz/24 h
  • Besondere Herausforderung: Bauen unter Verkehr

Verkehrshinweise

Hinter dem Widerlager Ost der Bestandsbrücke Neuenkamp (Fahrtrichtung Essen) wurde für den Zeitraum 23. Juni bis 3. August 2020 eine temporäre Baustellenzu- und -abfahrt eingerichtet.

Wir bitten um Verständnis und um besondere Aufmerksamkeit.

Der südliche Geh- und Radwegauf der Rheinbrücke Neuenkamp ist ab dem 22. Juni 2020 bis auf weiteres gesperrt. Grund für die Sperrung sind die vorbereitende Arbeiten für den Ersatzneubau. Umleitungen für Fußgänger und Radfahrer sind ausgeschildert. Der gegenüberliegende Geh- und Radweg steht den Verkehrsteilnehmern weiterhin zur Verfügung.

Karte

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Projektbeschreibung

Die Autobahn A 40 verbindet das Ruhrgebiet mit dem Niederrhein und den Niederlanden und ist damit sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner der Region als auch für die ansässige Wirtschaft von großer Bedeutung. Zwischen den Stadtteilen Duisburg-Neuenkamp und Duisburg-Homberg führt die A 40 über den Rhein. Die Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp wurde 1970 erbaut, heute stößt sie an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Ursprünglich für 30.000 Fahrzeuge ausgelegt, rollen täglich mehr als 100.000 Fahrzeuge über die Brücke. Der Ausbau der A 40 und der Neubau einer leistungsfähigeren Brücke, welche die alte Brücke ersetzt, sind zwingend notwendig, damit der Verkehr in den nächsten Jahrzehnten sicher fließen kann.

Die DEGES plant und realisiert im Auftrag des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen die neue achtstreifige Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp, welche die alte Brücke ersetzen soll. Zudem wird die A 40 zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Homberg und Duisburg-Häfen auf acht Streifen ausgebaut. Die neue Rheinbrücke wird höher, länger und breiter sein als die bisherige: 75 Meter hoch, 802 Meter lang und 68,25 Meter breit. In beiden Richtungen wird es neben der Fahrbahn neue Geh- und Radwege geben. Sie werden mit Abstand zu den Fahrbahnen gebaut und mit einer 6,5 Meter hohen Lärmschutzwand vom Autobahn-Verkehr abgeschirmt. Die neue Rheinbrücke wird aus zwei Brückenteilen bestehen, für jede Fahrtrichtung wird also eine Brücke errichtet. Dieses Video zeigt, wie der Bauablauf geplant ist.

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(Videonachweis Keipke Architekten / Jörg Nitschke)

Vorteile für die Stadt Duisburg, ihre Bewohnerinnen und Bewohner sowie die gesamte Region

Entlastung von den derzeitigen Verkehrseinschränkungen, wie Stau oder Teilsperrungen

  • Schnelle Verbindung zwischen Duisburg, der Region Niederrhein und den Niederlanden
  • Sicherer, staufreier Verkehrsfluss
  • Kürzere Fahrzeiten zur Arbeit und in die nahegelegenen Erholungsgebiete

Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit

  • Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Regionen Duisburg und Niederrhein
  • Effiziente Verkehrsanbindung an den Logistikstandort Duisburg mit dem Duisburger Hafen
  • Entscheidende Voraussetzung für weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Duisburg

Zeitplan

Voraussichtliche Fertigstellung des zweiten Brückenbauwerks und Verkehrsfreigabe von vier Fahrstreifen je Richtung

Voraussichtliche Fertigstellung des ersten Brückenbauwerks – Verbesserung der Verkehrssituation von zwei auf drei Fahrstreifen je Richtung

Baubeginn des ersten Brückenbauwerks – Verkehrsführung weiterhin mit zwei Fahrstreifen je Richtung

Feierlicher erster Spatenstich

Planfeststellungsbeschluss durch die Bezirksregierung Düsseldorf und Ausschreibung der Baumaßnahmen

Beginn Planfeststellungsverfahren

Abschluss der Entwurfsplanung

Pressebereich

Weitere Informationen finden Sie im Pressebereich dieses Projekts.

Zum Pressebereich

Bedarf

Im August 2016 hat die Bundesregierung den Bundesverkehrswegeplan 2030 beschlossen. Darin sind alle wichtigen Straßen-, Schienen- und Wasserstraßenprojekte bis zum Jahr 2030, die in der Verantwortung des Bundes liegen, aufgeführt. Demnach soll die Autobahn A 40 zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Homberg und Duisburg-Häfen und die Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp von sechs auf acht Fahrstreifen ausgebaut werden.

Entwurfsplanung

Die DEGES hat das Bauvorhaben im Jahr 2016 übernommen und mehrere Varianten für die neue Rheinbrücke und für die Trasse der Autobahn A 40 zwischen den Anschlussstellen Duisburg-Homberg und Duisburg-Häfen erarbeitet. Dabei hat sich gezeigt, dass ein Brückenneubau, der gegenüber der heutigen Brücke ganz leicht verdreht wird, die geringsten Auswirkungen auf die bestehende Bebauung in Brückennähe hat. Auf der östlichen Seite wird die Lage des Brückenwiderlagers beibehalten, auf der westlichen Seite wird das künftige Widerlager leicht nach Süden versetzt. Mit dieser Trassenführung wird angestrebt, dass kein Haus wegen des Ausbaus der A 40 abgerissen werden muss. Dies gilt für beide Rheinseiten gleichermaßen.

Planfestellungsverfahren

Am 1. Dezember 2017 hat die DEGES den Antrag auf Planfeststellung an die Bezirksregierung Düsseldorf übergeben. Damit wurde das Genehmigungsverfahren, das von der Bezirksregierung durchgeführt wird, eingeleitet. Am 21. Dezember 2018 – nur ein Jahr nach Antragstellung – unterzeichnete die Bezirksregierung den Planfeststellungsbeschluss.

DEGES-Bereichsleiter Dr. Udo Pasderski, Landesverkehrsminister Hendrik Wüst und Düsseldorfs Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher (v. l.) bei der Übergabe des Planfeststellungsbeschlusses
DEGES-Bereichsleiter Dr. Udo Pasderski, Landesverkehrsminister Hendrik Wüst und Düsseldorfs Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher (v. l.) bei der Übergabe des Planfeststellungsbeschlusses | Bildnachweis: Verkehrsministerium NRW/Kaldenhoff

Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Hendrik Wüst und Düsseldorfs Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher überreichen den Planfeststellungsbeschluss an die DEGES. Es folgte die Offenlage des Beschlusses in den Stadtverwaltungen der von den Planungen betroffenen Kommunen bis zum 4. Februar 2019. Die Klagefrist endete am 4. März 2019, ohne dass eine Klage eingereicht wurde. Der Beschluss ist seitdem rechtskräftig und es besteht vollziehbares Baurecht.

Bündnisse in NRW

Für den Erfolg von Infrastruktur sind Transparenz und offener Dialog unerlässlich. Um diesen Austausch zu fördern und zu professionalisieren, hat sich die DEGES in Nordrhein-Westfalen in verschiedenen Bündnissen mit lokalen Unternehmen, öffentlicher Hand und Wissenschaft zusammengeschlossen. Gezielter Dialog ist wichtig, um die regionalen Erwartungen an die Projekte zu verstehen und um für Akzeptanz bei Anwohnern, Unternehmen und Verkehrsteilnehmern zu werben. Denn Akzeptanz ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für zügiges planen und bauen.

 

Das Bündnis für Mobilität wurde im Februar 2018 durch die nordrhein-westfälische Landesregierung ins Leben gerufen. In ihm haben sich öffentliche Hand, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen geschlossen. Gemeinsam setzen sich die Bündnispartner für Lösungen ein, um den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen möglichst zügig und effizient umsetzen zu können. Zugleich sollen mehr Akzeptanz für Verkehrsprojekte geschaffen und die Potenziale der Digitalisierung sowie Vernetzung aller Verkehrsträger besser ausgeschöpft werden. Unter dem Slogan #vorankommenNRW wollen die DEGES und ihre Bündnispartner die Bedeutung einer funktionierenden, zukunftsorientierten Mobilität stärker im Bewusstsein der Gesellschaft verankern und durch eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung mehr Akzeptanz für Infrastrukturprojekte schaffen.

 

Das Aktionsbündnis A 1 wurde im April 2018 auf Iniiative der Industrie- und Handelskammern Dortmund, Hagen und Wuppertal-Solingen-Remscheid gegründet. Ziel des Bündnisses ist es, den Informationsfluss zwischen den Verantwortlichen für die Projekte auf der Autobahn A 1 und den Unternehmen entlang der Strecke zu verbessern. So können diese sich besser auf die anstehenden Baumaßnahmen vorbereiten. Die Autobahn 1 ist eine der zentralen Verkehrsachsen Deutschlands und Europas. Die DEGES plant und realisiert entlang der Autobahn A 1 mehrere Infrastrukturprojekte, wie die Ersatzneubauten der Talbrücke Volmarstein, der Brücke Hengstey und der Schwelmetalbrücke.

 

Das Bündnis #GemeinsamMobil für Duisburg und den Niederrhein gründete die DEGES gemeinsam mit der Niederrheinischen IHK, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und zahlreichen ansässigen Unternehmen am 14. Januar 2019. Die Zeitpläne für die regionalen Infrastrukturprojekte im Raum Duisburg sind eng getaktet. Um den Takt halten zu können, müssen die Baumaßnahmen zügig geplant und reibungslos umgesetzt werden. Ziel des Zusammenschlusses ist es daher, Vorhaben wie den Ausbau der A 40 einschließlich Ersatzneubau Rheinbrücke Neuenkamp, voranzutreiben. Im Bündnis erfolgt der Austausch zu den Projekten frühzeitig, um so Planungsprozesse möglichst zügig zum Abschluss zu bringen und dann über Bauaktivtäten kontinuierlich zu informieren.

Bürgertelefon

Sie haben Fragen zu einer unserer Baumaßnahmen? Dann rufen Sie gerne an. Sie erreichen unser Bürgertelefon montags bis sonntags zwischen 8 und 20 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 5895 2479.

Informationsdienst „Verkehrsprojekte aktuell“

Unser Informationsdienst „Verkehrsprojekte aktuell“ informiert regelmäßig über den aktuellen Stand der DEGES-Bauvorhaben in Nordrhein-Westfalen. Damit bleiben Sie auf dem Laufenden zu Planung, Umsetzung und Fertigstellung der Verkehrsprojekte. Hier können Sie sich die bisherigen Ausgaben anschauen und sich anmelden.

Themenwerkstatt Juni 2017

Impressionen von der Themenwerkstatt in der Mercatorhalle in Duisburg

Die DEGES hat kurz vor Beginn des Planfeststellungsverfahrens alle Anwohnerinnen und Anwohner sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Themenwerkstatt eingeladen. Diese fand an zwei alternativen Terminen statt. Am 21. und 22. Juni 2017, jeweils ab 17 Uhr in der Mercatorhalle Duisburg im CityPalais in der Landfermannstraße 6. Etwa 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um sich zum aktuellen Stand zu informieren. Schwerpunkte der aktuellen Planung wurden vorgestellt, Details erläutert und Fragen beantwortet. Sie finden die umfassende Dokumentation mit den Fragen und Antworten aus den Diskussionsgruppen hier und weitere Materialien auf der Unterseite Downloads.

Informations­veranstaltung Herbst 2016

Am 8. und 9. November 2016 stellte die DEGES ihre erarbeitete Vorzugsvariante in die Mercatorhalle in der Innenstadt sowie in die Erich-Kästner-Gesamtschule in Duisburg Homberg. Nachdem der Bundesverkehrswegeplan im Sommer 2016 von der Bundesregierung beschlossen wurde, war klar, dass der Abschnitt auf vier Fahrstreifen je Richtung ausgebaut wird. Im Herbst 2015 stellte die DEGES den Duisburgerinnen und Duisburgern erste Entwürfe vor. Nach den Rückmeldungen wurde eine Lösung erarbeitet, welche so ausgestaltet ist, dass durch den künftig breiteren Autobahndamm auf beiden Seiten des Rheins in Duisburg-Essenberg und Neuenkamp keine Häuser abgerissen werden müssen. Dafür wird die Lage des neuen Brückenbauwerks minimal verdreht. Die meisten Fragen wurden zum Lärmschutz auf der Brücke, unter der Brücke und entlang der Autobahn, zu den Fuß- und Radwegen und zum abschnittsweisen Bau der beiden Brückenteilbauwerke gestellt.

Kontaktformular

Sie möchten mit uns in Kontakt treten? Dann schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular. Wir beantworten Ihr Anliegen schnellstmöglich. Für eine persönliche Ansprache füllen Sie bitte auch das Feld Name aus (nicht verpflichtend).

Video zum Bauablauf

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Videonachweis Keipke Architekten / Jörg Nitschke

Broschüre

Anwohnerinformationen

Dokumentation Themenwerkstatt 2017