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A 111: Grundsanierung In Planung

Berlins Infrastruktur fit für die Zukunft machen

Baustelle auf der A 111

Daten und Fakten

  • Gesamtlänge der Strecke: 13,3 km
  • Verkehrsbelastung 2014: 51.000 bis 135.000 Kfz/24 h
  • Besondere Herausforderung: Bauen unter Verkehr

Karte

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Projektbeschreibung

In Berlin müssen 13,3 Kilometer vierstreifige Autobahn zwischen der Landesgrenze Berlin/Brandenburg und der Westendbrücke saniert werden. Dazu gehören neben der Autobahn selbst, 39 Brücken- und 16 Tunnel- und Trogbauwerke, 95 Verkehrszeichenbrücken und Schranken, 105 Lärmschutz- und Stützwände und neun Bauwerke der Entwässerung.

Vorteile für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer

  • Aufrechterhaltung des Verkehrs
  • Verbesserter Lärmschutz
  • Optimierte Verkehrsführung

Zeitplan

Start der Bauarbeiten

Vergabeverfahren zur Beauftragung der weiteren Planungsleistungen

Abschluss der Vorabanalyse, Erstellung eines integrierten Verkehrs- und Baukonzeptes

umfangreiche Vorarbeiten, u. a. Videobefahrungen, Vermessungen und Digitalisierung der Bestandsunterlagen

Besonderheiten und Herausforderungen des Projektes

Die A 111 verläuft im Nordwesten Berlins und verbindet den Berliner Ring (A 10) vom Autobahndreieck Oranienburg mit dem Berliner Stadtring (A 100) am Dreieck Charlottenburg. Sie ist Bestandteil des übergeordneten Verkehrswegenetzes und hat eine hohe Bedeutung für Berlin und Brandenburg. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung und häufigen schadensbedingten Bauarbeiten kommt es regelmäßig zu Staus. Bereits in der Vergangenheit wurden Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Die Schäden haben jedoch teilweise ein Ausmaß erreicht, das umfangreiche Instandsetzungen und Ersatzneubauten erfordert.

Integriertes Verkehrs- und Baukonzept optimiert die Planung

Aufgrund des Umfangs der Baumaßnahmen und der wenigen verfügbaren Alternativrouten im Berliner Straßennetz wurden folgende Herausforderungen für die Sanierung bestimmt:

  • Vermeidung von Verlagerung des Verkehrs ins Nebennetz
  • Weiträumige Ableitung des Durchgangsverkehrs
  • Gewährleistung der Nutzung der A 111 für den Schwerverkehr
  • Bildung funktional zusammenhängender Abschnitte
  • Weitestgehende Aufrechterhaltung der bestehenden Autobahnanschlüsse
  • Gewährleistung der Erreichbarkeit wichtiger Standorte
  • Ertüchtigung von Ausweichstrecken

Davon ausgehend wurde entschieden, dass ein integriertes Verkehrs- und Baukonzept für die gesamte Planungs- und Bautätigkeiten zu erarbeiten ist. Es wurden zwei Teams beauftragt, die sich zunächst unabhängig voneinander mit den baulichen („Team Bau“) und verkehrlichen Aspekten („Team Verkehr“) der Sanierung befassten und diese dann zusammenführten.

Aufgabenstellung „Team Bau“ war u. a.:

  • Auswertung der Bestandsunterlagen (264 Teilbauwerke + Strecke)
  • Durchführung von zusätzlich notwendigen Baustoffprüfungen und Schadensanalysen
  • Schadensbeurteilungen der einzelnen Bauwerke
  • Zustandsanalyse für Tunnelausstattung und konstruktiven Brandschutz
  • Nachrechnungen, wenn erforderlich (Brücken, Tröge und Tunnel, Stützbauwerke)
  • Wirtschaftlichkeitsberechnung der Bauwerke zur Festlegung Instandsetzung/Ertüchtigung oder Neubau
  • Erstellung von Behandlungskonzepten für die Bauwerke, Fahrbahn sowie Entwässerungsanlagen

Aufgabenstellung „Team Verkehr“ war u. a.:

  • Verkehrsanalysen der unterschiedlichen Bau- und Verkehrszustände
  • Erstellung von Verkehrssteuerungskonzepten (Lichtsignalanlagen, Knotenpunktgestaltung u. a.)
  • Konzepte für die räumliche und zeitliche Verlagerung von Verkehrsströmen
  • Konzepte für die Informationsmanagement an Verkehrsteilnehmer
  • Konzepte für eine Verkehrsverlagerungen zwischen den unterschiedlichen Verkehrsarten
  • Konzepte für die Verträglichkeit der Maßnahme mit wichtigen Verkehrserzeugern (z. B. Flughafen, Industrie u. a.)
  • Konzepte für Vorbehaltsnetze

Das Ergebnis ist ein Bauablaufkonzept, das verkehrliche Auswirkungen für die umliegenden Stadtteile auf ein Minimum beschränkt und die Erreichbarkeit wichtiger Anlieger gewährleistet.

Lesen Sie mehr dazu im Überblick über die Inhalte des integrierten Verkehrs- und Baukonzeptes.

Was ist BIM?

BIM (Building Information Modeling) be­zeich­net eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten kon­sis­tent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Be­teiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung bereitgestellt werden.

Weitere Hintergründe zur Anwendung von BIM bei der DEGES finden Sie auf dieser Informationsseite.

Anwendung innerhalb des Projekts

Die BIM Anwendung im Projekt orientiert sich an übergeordneten Projektzielen, wie der Verbesserung der Planungsqualität und des Risikomanagements durch höhere Transparenz in der iterativen Planung mehrerer Beteiligter zur Ermittlung einer technisch optimalen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Vorzugslösung.

Durch integriertes Arbeiten am gemeinsamen 3D-Modell wird die Planungsqualität verbessert.

Durch frühzeitiges, modellbasiertes Management der komplexen Bauphasen und der bauzeitlichen Verkehrsführung wird eine Vorzugsvariante entwickelt.

Durch Einsatz einer gemeinsamen aktuellen Daten-Plattform CDE wird der Informationsaustausch und die Kommunikations-Dokumentation unter den Projektbeteiligten und auch mit beteiligten Dritten effizient unterstützt.

Insgesamt wird die Umsetzung und Etablierung von Methoden zum digitalen Planen und Bauen während der gesamten Projektlaufzeit weiterentwickelt.

Untersuchte Anwendungsfälle

  • Integration der Fachplanungen
  • Modellierung von Verkehrsanlage und Bauwerken in Entwurfstiefe
  • Nachweis der Baubarkeit anhand eines 4-D-Bauablaufs und Terminerstellung eines Bauablauf- bzw. Baulogistikgrobkonzeptes

Visualisierungen

Koordinierte Instandsetzung

Die DEGES-Projekte an der Berliner Standtautobahn im Überblick

Die DEGES verantwortet die Erneuerung und Instandsetzung der Bundesautobahnen A 100 und A 111 im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle (AS) Spandauer Damm über das Autobahndreieck Charlottenburg bis zur Landesgrenze Berlin/Brandenburg. Neben der Strecke, der Rudolf-Wissell-Brücke und der Westendbrücke werden weitere 39 Brücken-, 16 Tunnel- und Trogbauwerke, 95 Verkehrszeichenbrücken und Schranken, 105 Lärmschutz- und Stützwände und 9 Bauwerke der Entwässerung saniert.

Für Berlin und Brandenburg hat dieser Abschnitt der Stadtautobahn zentrale Bedeutung. Als Zubringer zum Flughafen Tegel, als Fernverkehrsverbindung zu anderen Metropolen und als innerstädtische Anbindung für die Bezirke Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte, Spandau und Reinickendorf.

Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und des allgemeinen Zustandes sind Reparaturarbeiten mit Spursperrungen und -einengungen regelmäßige Realität. Daher muss der Abschnitt grundlegend erneuert werden. Dabei ist ein zentrales Ziel der DEGES, die verkehrlichen Einschränkungen durch die Bauarbeiten auf ein unvermeidbares Minimum zu reduzieren.

Veranstaltungen

1. Oktober 2019: DEGES stellt integriertes Verkehrs- und Baukonzept zur Grundsanierung der A 111 in der öffentlichen Sitzung des Bauausschusses der BVV Reinickendorf vor

„Wir freuen uns sehr heute hier zu sein und sind froh, dass der Bezirk Reinickendorf unser Angebot angenommen hat, das Verkehrs- und Baukonzept zur Grundsanierung der A 111 vorzustellen.“ Mit diesen Worten begann Projektleiter Wolfgang Pilz seinen Vortrag in der öffentlichen Sitzung des Bauausschusses der BVV Reinickendorf. Er erläuterte, wie in der Erstellung des Konzeptes die Voraussetzungen und Herausforderungen der Grundsanierung im Detail überprüft und wesentliche Grundlagen für die weiteren Planungen gelegt wurden. Zwei Teams „Verkehr“ und „Bau“ haben gemeinsam nach Lösungen gesucht, wie das Vorhaben unter rollendem Rad umgesetzt werden kann. Der zusammengefasste Erläuterungsbericht zu diesem umfangreichen Konzept allein ist fast 130 Seiten lang. Welche Aspekte untersucht wurden, erfahren Sie hier.

Die DEGES stellte einige ausgewählte Aspekte vor, die für den Bezirk Reinickendorf besonders relevant sind, und beantwortete die Fragen der Abgeordneten und Gäste zur Entwässerung, zu ersten Überlegungen für die bauzeitliche Verkehrsführung, und möglichen Umleitungen sowie zur Koordinierung des Vorhabens mit anderen bereits in Planung befindlichen Projekten. Die Anwesenden waren sich einig, dass eine frühe Information wesentlich zum Verständnis und zur Einordnung der Planungsüberlegungen beiträgt. Ein regelmäßiger Dialog ist zudem eine Grundlage dafür, dass die Hinweise aus den Bezirken in die nun beginnende konkrete Planungsphase einfließen können.

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