Daten und Fakten
- Gesamtlänge: 235 m
- Verkehrsbelastung 2014: rund 90.000 Kfz/24 h
- Besondere Herausforderung: dringender, vorgezogener Ersatzneubau im Zusammenhang mit dem Ersatzneubau der Ringbahnbrücke
Aktuelles
Derzeit werden im Baufeld Bohrungen durchgeführt und anschließend Spundwände zur Sicherung der Baugrube eingebaut. Die Arbeiten erfolgen werktags tagsüber außerhalb der Randzeiten und sollen nach aktueller Planung bis Ende Februar 2026 andauern.
Auch die Abbrucharbeiten am südlichen Widerlager sowie an den Pfeilerfundamenten der alten Westendbrücke werden fortgesetzt und sollen nach derzeitiger Planung bis Ende Februar 2026 abgeschlossen sein. Zeitweise sind während kurzer Unterbrechungen des Bahnbetriebs auch Nachtarbeiten erforderlich, da Arbeiten im Gleisbereich stattfinden müssen.
Die genannten Arbeiten sind ganz oder teilweise mit erhöhtem Baulärm verbunden.
Für alle Einschränkungen bitten wir um Verständnis.
Karte
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Weitere InformationenProjektbeschreibung
Die im Jahr 1963 erbaute, 243 Meter lange Westendbrücke wurde im April 2025 abgerissen. Die Brücke, die sich auf dem Abschnitt der Autobahn A 100 in nördlicher Fahrtrichtung zwischen den Anschlussstellen Kaiserdamm und Spandauer Damm befand, musste seit vielen Jahren eine deutlich höhere Verkehrsbelastung aushalten, als bei ihrer Errichtung abzusehen war. Die hohe Verkehrsbelastung sowie das fortgeschrittene Alter der Brücke hatten zu Schäden in der Bausubstanz geführt. Da eine Sanierung des Spannbeton-Bauwerks bauartbedingt nicht möglich war, plante die DEGES seit 2019 den Ersatzneubau. Der Ersatzneubau der Westendbrücke wurde ursprünglich in versetzter Lage vorgesehen, weil der Neubau bei laufendem Verkehr erfolgen sollte.

Durch die seit März 2025 bestehende Sperrung der A 100 und den vorgezogenen Abbruch der Westendbrücke im April 2025 bietet sich nun die Möglichkeit, die neue Brücke unabhängig vom Verkehr in gleicher Lage und ohne Inanspruchnahme benachbarter Grundstücke zu bauen. Dadurch ist eine deutliche Verkürzung der Bauzeit möglich. Die DEGES hat die Planungen entsprechend angepasst. Die Umsetzung soll weitgehend parallel zum Neubau der Ringbahnbrücke erfolgen. Die DEGES plant, beide Brücken in etwa zeitgleich fertigzustellen und somit die Befahrbarkeit des derzeit gesperrten Abschnitts der A 100 schnellstmöglich wiederherzustellen.
Zeitplan
Wiederinbetriebnahme der nördlichen Richtungsfahrbahn im Abschnitt der A 100 zwischen Messedamm und Spandauer Damm nach der Fertigstellung der Westend- und der Ringbahnbrücke
Spatenstich für den Beginn des Brückenbaus
Vergabe der Bauleistungen für den Neubau
Abbruch der Westendbrücke, parallel zum Abriss der Ringbahnbrücke
Vorsorgliche Sperrung der Westendbrücke im Zuge der aus Sicherheitsgründen erforderlichen Sperrung der Ringbahnbrücke; umgehende Prüfung der Möglichkeiten zum beschleunigten Ersatzneubau
Wiederholung der öffentlichen Auslegung der Planunterlagen
Öffentliche Auslegung der Planunterlagen
Antrag auf Planfeststellung beim Fernstraßen-Bundesamt
Erarbeitung der Entwurfsplanung
Abschluss der Vorplanung
inklusive Variantenvergleich
Erhöhung des Sicherheitsniveaus
durch Einbau einer Stahlkonstruktion inkl. Einrichtung von Dauermesseinrichtungen
Erstellung einer Machbarkeitsstudie
für den Ersatzneubau
Verkehrseinschränkende Maßnahmen
Fahrverbot für Schwertransporte,
Fahrstreifeneinziehung,
Geschwindigkeitsbeschränkung
auf 60 km/h, Lkw-Mindestabstand
Planung für den Ersatzneubau
Die DEGES ersetzt das ehemalige Spannbeton-Bauwerk durch eine leistungsfähige Brücke, die den heutigen und zukünftig weiter steigenden Verkehrsmengen gewachsen und damit langfristig leistungsfähig sein wird. Die im Jahr 2023 zur Genehmigung eingereichten Planfeststellungsunterlagen sahen einen Ersatzneubau unter fließendem Verkehr vor. Um dies zu ermöglichen, sollte die neue Brücke in veränderter Lage neben dem bestehenden Bauwerk errichtet werden. Dieses Vorgehen hätte auch Veränderungen an der Trasse der Autobahn A 100 in Fahrtrichtung Süd erforderlich gemacht. Aufgrund des Umfangs der Neuplanung in neuer Lage und der damit einhergehenden Eingriffe in das Umfeld war für die neue Westendbrücke ein Planfeststellungsverfahren erforderlich. Dieses wurde im Dezember 2023 beim Fernstraßen-Bundesamt als zuständiger Genehmigungsbehörde beantragt.
Aufgrund der Vollsperrung des Streckenzugs der Autobahn A 100 zwischen Autobahndreieck Funkturm und Anschlussstelle Spandauer Damm durch die Autobahn GmbH des Bundes im März 2025 und des vorgezogenen Abbruchs der Westendbrücke im April 2025 besteht nun die Möglichkeit, die neue Westendbrücke zügig und ohne fließenden Verkehr zu errichten. Die DEGES hat die Planungen entsprechend angepasst.
Die neue Westendbrücke wird in gleicher Lage wie das alte Bauwerk errichtet und an den heutigen Stand der Technik angepasst. Ein Planfeststellungsverfahren ist nicht erforderlich, sodass der Antrag auf Planfeststellung im Juli 2025 zurückgezogen wurde.
Im Zuge des Neubaus wird erstmalig lärmmindernder Asphalt auf der Brücke aufgetragen. Dieser vermindert laute Rollgeräusche bereits an der Quelle um rund 3 db(A). Dies entspricht einer deutlichen Reduzierung des Verkehrslärms. Darüber hinaus haben das Bundesministerium für Verkehr und die Autobahn GmbH des Bundes entschieden, im Bereich der Westendbrücke freiwillige Lärmsanierungsmaßnahmen durchzuführen. Dadurch können sogenannte passive Lärmschutzmaßnahmen an Wohngebäuden umgesetzt und weitere Entlastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner der Westendbrücke erzielt werden.
Im Juli 2025 hat die DEGES die Ausschreibung für den Neubau der Westendbrücke veröffentlicht. Der Zuschlag wurde Ende Oktober 2025 erteilt. Der feierliche Spatenstich zum Baubeginn ist am 5. Dezember 2025 erfolgt.
Abbruch in kürzester Zeit
Anfang April 2025 fiel die Entscheidung, die Westendbrücke und die Ringbahnbrücke gleichzeitig abzureißen. Dadurch konnte die bestehende Sperrpause bei der S-Bahn effektiv genutzt werden. Die Einrichtung weiterer Sperrpausen für den Abbruch wurde ebenso vermieden wie zusätzliche Beeinträchtigungen für den Betrieb und die Fahrgäste der S-Bahn.
Am 2. April 2025 erteilte die DEGES den Auftrag für den vorgezogenen Abbruch. Die Abbrucharbeiten begannen am 4. April 2024. Zunächst wurden vorbereitende Arbeiten umgesetzt, darunter die Schaffung von Zufahrten ins Baufeld, das Anfahren von Sand sowie das Herstellen des Fallbetts zum Schutz der unterhalb der Brücke verlaufenden Bahngleise. Parallel dazu wurden Messstellen für das Erschütterungsmonitoring und das Lärmmonitoring aufgebaut.
Der eigentliche Abbruch begann am 12. April 2025. Hydraulikscheren brachen große Stücke aus der Brücke heraus. Diese Stücke wurden dann am Boden weiter zerkleinert. Um den Abbruch so schnell wie möglich zu realisieren, wurde der Schutt zunächst vor Ort gelagert und erst später abtransportiert. Die Abbrucharbeiten wurden bis zum 19. April 2025 weitgehend abgeschlossen. Dieser Film (© TIME:CODE:MEDIA) gibt in eindrucksvollen Bildern einen Rückblick auf die Arbeiten:
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Nach Beräumung der Gleisanlagen stellte die S-Bahn die Oberleitungen und die Signaltechnik wieder her. Die Wiederaufnahme des S-Bahn-Verkehrs erfolgte am 28. April 2025.
Der Abbruch des letzten Segments im südlichen Abschnitt der Westendbrücke außerhalb des Gleisbereichs begann im August 2025 und konnte im Oktober 2025 abgeschlossen werden. Der Abbruch gestaltete sich hier aufgrund eines gewerblich genutzten Gebäudes unterhalb der Brücke aufwendiger.
Stets auf dem neuesten Stand
Der Ersatzneubau der Westendbrücke soll so schnell wie möglich erfolgen. Die Partner beim Bund, beim Land, im Bezirk sowie in der Bauwirtschaft nutzen alle Möglichkeiten aus, um zu zeigen, dass Infrastrukturvorhaben in Berlin schnell, effizient und zuverlässig umgesetzt werden können.
26. Januar 2026: Trotz Frost und Granit im Boden – Arbeiten an der Westendbrücke schreiten voran
Die Arbeiten am Neubau der Westendbrücke gehen auch bei winterlicher Witterung weiter – wenngleich unter erschwerten Bedingungen.
Trotz der derzeitigen Frostperiode werden vorbereitende Arbeiten für die Gründung der neuen Brücke durchgeführt. Aktuell erfolgen Bodenaustauschbohrungen im Baufeld.
Dabei beißen die Baumaschinen im wahrsten Sinne des Wortes teilweise „auf Granit“: Die Granitvorkommen, die im Untergrund des Baufelds gefunden wurden, sind untypisch für die Berliner Bodenverhältnisse und waren im Vorfeld nicht erkennbar. Bei den Arbeiten im Bereich der sehr harten Granitvorkommen kann es noch bis Ende Januar montags bis freitags in der Zeit von 7 bis 18 Uhr zeitweise zu erhöhten, nicht planbaren Lärmbelastungen kommen.
Darüber hinaus finden Fundamentabbrüche statt, die erforderlich sind, um Kabelverlegungen vorzubereiten.
22. Dezember 2025: Adventszeit effizient genutzt
Auf der Baustelle wurde vor dem Jahreswechsel viel geschafft: Im Dezember erfolgten intensive Arbeiten, um den für Januar 2026 geplanten Abbruch des alten Widerlagers auf der südöstlichen Seite vorzubereiten, außerdem Vorbereitungsarbeiten für die Gründung der Brückenunterbauten.
Die DEGES dankt allen Mitarbeitenden auf der Baustelle für ihren Einsatz sowie den Verkehrsteilnehmenden und den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis. Auch weiterhin werden wir alles daransetzen, die Bauarbeiten so zügig und anwohnerverträglich wie möglich durchzuführen.
15. Dezember 2025: Viele Fragen bei Infoveranstaltung der DEGES
Konzentrierte Gesichter und viele Fragen – zum Bauablauf, zum Lärmschutz und zu den Umleitungsverkehren: Auf der Infoveranstaltung zum Neubau der Westendbrücke nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, sich zu informieren und ihre Anliegen zur Sprache zu bringen. Die DEGES ging detailliert auf die Arbeitsabläufe auf der Baustelle, die Baulogistik und die Maßnahmen zur Reduzierung von baubedingter Lärm- und Staubbelastung ein. Darüber hinaus erläuterte das Planungsteam, wie die Kombination aus lärmminderndem Asphalt, geräuscharmen Fahrbahnübergängen und passiven Schallschutzmaßnahmen auf der neuen Brücke zukünftig den Verkehrslärm verringern wird. Ein Vertreter der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt unterstützte die Diskussion und beantwortete Fragen zu den Ausweichverkehren.
Alle Anwesenden waren sich einig: Die zügige Realisierung des Neubaus ist oberste Priorität, um die Situation für Anwohnerinnen und Anwohner so schnell wie möglich zu verbessern.
Die DEGES wird die am häufigsten gestellten Fragen und die Antworten darauf in Kürze auf der Webseite im Bereich FAQ veröffentlichen. Die Präsentation steht zum Download im Bereich Veranstaltungen zur Verfügung.
5. Dezember 2025: Feierlicher Spatenstich
„Schlag auf Schlag“ gehe es in Berlin voran, betonte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder beim heutigen feierlichen Spatenstich zum Baubeginn der Westendbrücke. Gemeinsam mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, der Autobahn GmbH, des Landes Berlin und der DEGES gab er den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten. Diese folgen einem straffen Zeitplan, denn bis Sommer 2027 soll die neue Brücke fertig und die A 100 in Fahrtrichtung Nord wieder befahrbar sein. Um die Bauzeit zu verkürzen, kommen innovative Bauverfahren zum Einsatz.
Die DEGES setzt alles daran, die Arbeiten zügig voranzutreiben und zusätzliche Belastungen so weit wie möglich zu minimieren.
31. Oktober 2025: Der Bauauftrag ist vergeben
Zuschlag erteilt: Nach einem zweistufigen, europaweiten Ausschreibungsverfahren hat die DEGES die Bietergemeinschaft STRABAG/Donges/ZÜBLIN mit den Arbeiten für den Neubau der Westendbrücke beauftragt. Die Arbeiten sollen noch im Dezember 2025 beginnen.
Entscheidend für die Auftragsvergabe war neben dem Preis die Kombination aus kurzer Bauzeit und geringstmöglicher Beeinträchtigung des S- und Fernbahnverkehrs. Entsprechend werden die Sperrzeiten bei der Bahn und S-Bahn, die für die Arbeiten an der Ringbahnbrücke eingerichtet werden, so weit wie möglich auch für die Baumaßnahmen an der Westendbrücke genutzt.
Die Bauzeit soll unter zwei Jahren betragen, sodass mit der zeitgleichen Fertigstellung der neuen Ringbahnbrücke die Richtungsfahrbahn Nord der A 100 im Abschnitt zwischen Messedamm und Spandauer Damm im Sommer 2027 wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.
7. August 2025: Restabbruch der Westendbrücke beginnt
Der Abbruch des letzten Brückensegments außerhalb des Gleisbereichs hat begonnen. Bei den Abrissarbeiten im April 2025 war dieser Teil stehengeblieben, da sich darunter ein gewerblich genutztes Gebäude befindet. Der verbleibende Teil der Westendbrücke muss daher vorsichtig zurückgebaut werden. Dafür wird der Überbau in einzelne Segmente geteilt, die dann ausgeschoben bzw. ausgehoben werden.
Im Oktober 2025 konnten auch diese Arbeiten abgeschlossen werden.
20. Juli 2025: Vergabeverfahren für den Neubau gestartet
Die DEGES hat in Abstimmung mit der Autobahn GmbH des Bundes die Ausschreibung für den Neubau der Westendbrücke auf ihrer Vergabeplattform veröffentlicht. Der erste Verfahrensschritt ist ein Teilnahmewettbewerb, nach dessen Abschluss drei geeignete Bieter zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Die Bauzeit sowie möglichst geringe Einschränkungen für den S-Bahn- und Bahnverkehr sind entscheidende Kriterien bei der Vergabe. Der Zuschlag soll voraussichtlich im Herbst 2025 erfolgen, sodass die Bauarbeiten schnellstmöglich beginnen können.
28. April 2025: S-Bahn-Verkehr auf der Ringbahnstrecke läuft wieder
Abbruch in Rekordzeit: Wie versprochen hat die von der DEGES beauftragte Baufirma die Abbrucharbeiten im Bereich der Gleisanlage in kürzester Zeit umgesetzt. Die Gleise wurden freigeräumt, und die Bahn hat die Oberleitungen sowie die Leit- und Sicherheitstechnik wieder aufgebaut. Seit heute Morgen rollen die Züge der Linien S41, S42 und S46 wieder ungehindert zwischen Halensee und Westend. Dies bedeutet eine erhebliche Verbesserung für die rund 50.000 Fahrgäste, die täglich mit der S-Bahn auf dem westlichen Teil der Ringbahn unterwegs sind.
Das Zeitraffervideo gibt einen eindrucksvollen Überblick über den Verlauf der Abbrucharbeiten.
Das letzte Brückensegment außerhalb des Gleisbereichs wird zu einem späteren Zeitpunkt zurückgebaut. Hier muss vorsichtiger vorgegangen werden, da sich teilweise ein Gebäude unter der Brücke befindet, welches erhalten werden muss. Daher wird hier der Überbau stückweise in einzelne Segmente geteilt, die dann ausgeschoben bzw. ausgehoben werden.

17. April 2025: Abbruch über den Gleisen abgeschlossen / Beräumung läuft
Einen Tag vor Ostern ist ein wichtiger Meilenstein beim Abbruch der Westendbrücke erreicht: Brückenüberbau und Brückenpfeiler im Bereich der Gleisanlagen wurden auf rund 140 Metern Länge vollständig entfernt. In den kommenden Tagen bis zum geplanten Abschluss der Arbeiten am 25. April 2025 werden das Abbruchmaterial und die Schutzeinrichtungen für die Gleise beräumt und die Anlagen an die Deutsche Bahn übergeben. Weitere lärmintensive Arbeiten in den Nachtstunden sind nicht vorgesehen.
Ein letztes Segment im südlichen Abschnitt der Westendbrücke, das sich nicht über den Gleisen befindet, wird nach der Wiederaufnahme des Bahnverkehrs abgebrochen. In diesem Bereich befindet sich unter der Brücke ein gewerblich genutztes Gebäude, sodass sich der Abbruch hier aufwendiger gestaltet.
Bildnachweis: Jost Listemann/TIME:CODE:MEDIA
12. April 2025: Der Abbruch beginnt / Livestream zeigt die Arbeiten
Oberleitungen? Abgebaut. Fallbett? Fertig. Zufahrten? Eingerichtet. Die vorbereitenden Arbeiten sind abgeschlossen, der Abbruch kann beginnen. Das Abbruchunternehmen fährt schweres Gerät auf, um die alte Westendbrücke rückzubauen. Hydraulikscheren brechen zunächst größere Stücke aus dem Bauwerk heraus. Diese werden auf dem Boden abgelegt und von Baggern zerkleinert. Der Bauschutt wird vorerst auf der Baustelleneinrichtungsfläche zwischengelagert und zu einem späteren Zeitpunkt abtransportiert und fachgerecht entsorgt.
Für alle, die live dabei sein und den Fortschritt der Arbeiten verfolgen wollen, hat die DEGES eine Webcam installiert und einen Livestream eingerichtet.
Bildnachweis: Jost Listemann/TIME:CODE:MEDIA
10. April 2025: Endspurt bei den vorbereitenden Arbeiten für den Abbruch
Voller Einsatz an der Westendbrücke – oder besser gesagt: unterhalb der Westendbrücke. Die roten und gelben Bagger der Abbruchfirma sind im unermüdlichen Einsatz, um das Fallbett fertigzustellen. Auch die restlichen Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Sobald sie abgeschlossen sind, wird es mit dem Abbruch losgehen.
Bildnachweis: Jost Listemann/TIME:CODE:MEDIA
4. April 2025: Beginn der Vorbereitungen für den Abbruch
Bevor der eigentliche Abbruch der Westendbrücke beginnen kann, müssen eine Reihe von Vorarbeiten umgesetzt werden. Am 4. April 2025 beginnt die Baufirma damit, Zufahrten ins Baufeld zu schaffen und Sand anzuliefern. Dieser wird für die Schaffung eines sogenannten „Fallbetts“ benötigt. Das Fallbett ist eine aus einer dicken Schicht Sand bestehende, temporäre Schutzschicht, die auf den Bahngleisen aufgetragen wird. Es schützt die Gleise beim kontrollierten Abriss der Brücke vor herabfallenden Trümmern, indem es den Aufprall dämpft, die Kräfte verteilt und so Schäden an Schwellen, Schotterbett und Gleisen vermeidet.
2. April 2025: Entscheidung und Auftragsvergabe für den Abbruch der Westendbrücke
Die Autobahn GmbH des Bundes gibt den vollständigen Abriss der Ringbahnbrücke bekannt. Die DEGES schließt sich an: Auch der Abbruch der Westendbrücke wird zeitnah beginnen. Dadurch soll die bestehende Sperrpause bei der S-Bahn effektiv genutzt werden. Weitere Sperrpausen und damit zusätzliche Beeinträchtigungen für den Betrieb und die Fahrgäste der S-Bahn sollen vermieden werden.
Da keine Zeit zu verlieren ist, erteilt die DEGES im Rahmen eines verkürzten Vergabeverfahrens mit Wettbewerb am 2. April 2025 den Auftrag für den Abbruch der Westendbrücke. Die Abbrucharbeiten werden zügig beginnen und sollen bis zum 25. April 2025 weitgehend abgeschlossen sein.
27. März 2025: Sperrung des S-Bahn-Verkehrs auf der Ringbahn
Die Autobahn GmbH des Bundes gibt bekannt, dass der S-Bahn-Verkehr unterhalb der Ringbahnbrücke aus Sicherheitsgründen gesperrt wird. Jetzt gibt es zwei Optionen: Herstellung einer Stütze oder sofortiger Abbruch. Bis die Lösung entschieden ist und umgesetzt werden kann, bleibt die Sperrpause im S-Bahn-Verkehr bestehen. In enger Abstimmung mit der Autobahn GmbH des Bundes beginnt die DEGES umgehend damit, die Folgen und Möglichkeiten der S-Bahn-Sperrung für die Westendbrücke zu bewerten.
Mitte März 2025: DEGES prüft Möglichkeiten für den vorgezogenen Ersatzneubau
Kann die bestehende Vollsperrung dieses Streckenabschnitts der A 100 dazu genutzt werden, den Ersatzneubau der Westendbrücke vorzuziehen? Die Frage liegt nahe, da für die stark geschädigte Westendbrücke ein Ersatzneubau ebenfalls dringend erforderlich ist.
Die Planerinnen und Planer der DEGES beginnen umgehend mit der Suche nach einer Antwort. Zwar liegt bereits eine Planung für den Ersatzneubau vor, für die im Dezember 2023 der Antrag auf Planfeststellung gestellt wurde. Allerdings wurde für die Westendbrücke ein Ersatzneubau in versetzter Lage geplant, weil der Neubau bei laufendem Verkehr erfolgen sollte. Deswegen kann – anders als bei der Ringbahnbrücke – die Umsetzung dieser Planung nicht einfach vorgezogen werden. Die DEGES prüft, wie die Planung an die neue Situation – Bauen ohne Verkehr – angepasst und der vorgezogene Ersatzneubau umgesetzt werden kann.
19. März 2025: Sperrung der Westendbrücke
Am Abend des 19. März 2025 entscheidet die Autobahn GmbH des Bundes, die bereits seit Anfang des Monats nur eingeschränkt nutzbare Ringbahnbrücke vollständig für den Verkehr zu sperren. Im Zuge dessen wird auch die Westendbrücke vorsorglich gesperrt. Westendbrücke und Ringbahnbrücke liegen im gleichen Streckenzug der A 100 zwischen den Anschlussstellen Messedamm und Spandauer Damm. Durch die Sperrung der Westendbrücke können die Fachleute der Autobahn GmbH die neue Verkehrsführung – Freigabe eines Fahrstreifens in Fahrtrichtung Nord auf der Gegenfahrbahn der A 100 – besser umsetzen.
Blick auf die Baustelle
Über unsere Webcam können Sie jederzeit das Baugeschehen an der Westendbrücke verfolgen:
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Zeitraffer: Abriss des Bestandsbauwerks im Frühjahr 2025
Vom 12. bis zum 19. April 2025 wurde die Westendbrücke im Bereich der Gleisanlagen auf rund 140 Metern Länge vollständig abgebrochen. Über einen Livestream konnten die Arbeiten verfolgt werden. Der Zeitraffer zeigt die Arbeiten im Schnelldurchlauf:
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Fragen-Antworten-Katalog zum Ersatzneubau der Westendbrücke
Hier finden Sie ausgewählte Fragen sowie die Antworten der DEGES zum Ersatzneubau der Westendbrücke.
Warum ist ein Neubau der Westendbrücke erforderlich?
Die Westendbrücke wurde im April 2025 im Zuge des durch die Autobahn GmbH des Bundes aus Sicherheitsgründen veranlassten Abbruchs der Ringbahnbrücke ebenfalls zurückgebaut. Die alte Westendbrücke wurde 1963 als Spannbeton-Bauwerk mit großer Stützweite erbaut und musste seit vielen Jahren eine deutlich höhere Verkehrsbelastung aushalten, als bei ihrer Errichtung abzusehen war. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung und des fortgeschrittenen Alters wies die Brücke erhebliche bauliche Mängel auf, die bereits in der Vergangenheit kontinuierliche Sicherungsmaßnahmen notwendig machten. Eine Sanierung war bauartbedingt nicht möglich. Der Ersatzneubau war bereits seit 2019 in Planung. Der Neubau ist dringend erforderlich, um die Befahrbarkeit der in diesem Abschnitt gesperrten Stadtautobahn A 100 wiederherzustellen und langfristig zu sichern.
Bestand vor März 2025 die Gefahr, dass die Westendbrücke nicht mehr passierbar ist?
Das Bauwerk wurde durch Fachleute durchgehend auf Schäden überprüft. Zusätzlich wurden sieben Stahlkonstruktionen mit Messeinrichtungen im Bereich der vorhandenen Brückenpfeiler errichtet. Solange die Brücke in Betrieb war, war die Sicherheit des Verkehrs und des S-Bahn-Betriebes durchgehend gewährleistet.
Warum war es nicht möglich, die Westendbrücke zu sanieren?
Aufgrund des schlechten Zustands der Bausubstanz reichte eine Sanierung nicht aus, um die Leistungsfähigkeit der Brücke dauerhaft herzustellen. Die gesamte Brückenkonstruktion war nicht auf die heutigen Verkehrsmengen und Verkehrsbelastungen ausgelegt. Ein Ersatzneubau war alternativlos. Erste Vorplanungen hatte die DEGES bereits im Jahr 2019 vorgelegt.
Wie sah die ursprüngliche Planung für die neue Westendbrücke aus?
Die Vorzugsvariante sah vor, die neue Westendbrücke südlich zur jetzigen Brücke zu verschieben. Sie wäre damit dichter an die südliche Richtungsfahrbahn herangerückt. Diese hätte verschwenkt werden müssen, wodurch dauerhafte Eingriffe in den benachbarten Luisenfriedhof erforderlich gewesen wären. Zur Verbesserung der Lärmsituation für Anwohner in den angrenzenden Wohngebäuden waren lärmarmer Asphalt in Kombination mit passiven Schallschutzmaßnahmen vorgesehen. Ebenso wie das Bestandsbauwerk sollte die neue Westendbrücke drei Fahrstreifen erhalten. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Verbesserung des Verkehrsflusses wurde neben den drei durchgehenden Fahrstreifen zusätzlich ein Verflechtungsstreifen geplant, der ein sicheres Einfädeln und Ausfädeln an den Anschlussstellen Kaiserdamm und Spandauer Damm ermöglicht.
Wie ist der Stand des Ersatzneubaus der Westendbrücke?
Die Planungen sind abgeschlossen. Mit dem feierlichen Spatenstich am 5. Dezember 2025 haben die Bauarbeiten offiziell begonnen. Die Fertigstellung soll so schnell wie möglich erfolgen. Ziel ist es, die A 100 zwischen Messedamm und Spandauer Damm in Fahrtrichtung Nord im Sommer 2027 wieder vollständig befahrbar zu machen.
Warum wurde für den Neubau der Westendbrücke kein Planfeststellungsverfahren durchgeführt?
Die neue Westendbrücke wird ohne wesentliche Änderungen gegenüber dem alten, mittlerweile abgerissenen Bauwerk errichtet, sodass kein Planfeststellungsverfahren erforderlich ist. Die DEGES hat den im Dezember 2023 beim Fernstraßen-Bundesamt eingereichten Antrag auf Planfeststellung daher im Juli 2025 zurückgezogen. Durch den Verzicht auf ein förmliches Verfahren kann der Neubau beschleunigt und die Befahrbarkeit des zentralen Streckenabschnitts der A 100 so schnell wie möglich wiederhergestellt werden.
Welche Lärmschutzmaßnahmen werden beim Neubau der Westendbrücke umgesetzt?
Im Zuge des Neubaus werden aktive und passive Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt, und zwar im gleichen Umfang, wie in der ursprünglichen Planung vorgesehen. Durch den erstmaligen Einbau von lärmminderndem Asphalt auf der Brücke werden laute Rollgeräusche bereits an der Quelle um rund 3 db(A) vermindert. Dies entspricht einer deutlichen Reduzierung des Verkehrslärms. Darüber hinaus können im Rahmen der freiwilligen Lärmsanierung des Bundes sogenannte passive Lärmschutzmaßnahmen an Wohngebäuden umgesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise der Einbau von Lärmschutzfenstern und Lüftern sowie die Dämmung von Rollladenkästen oder Wänden.
Wann erfolgte der Abbruch der Westendbrücke?
Der Abbruch begann mit ersten vorbereitenden Arbeiten am 4. April 2025 und wurde im Bereich der Gleisanlagen am 19. April abgeschlossen. Nach den erforderlichen Arbeiten der Deutschen Bahn zur Wiederinbetriebnahme der Gleise wurde der S-Bahn-Verkehr am 28. April 2025 wiederaufgenommen. Das letzte noch verbliebende Brückensegment außerhalb des Gleisbereichs wurde ab August 2025 abgebrochen.
Wer finanziert den Abbruch und Neubau der Brücke?
Alle Kosten werden vom Bund getragen, der als Träger der Straßenbaulast für die Finanzierung von Bundesautobahnen und deren Brücken zuständig ist.
Wie wird die Öffentlichkeit über das Vorgehen beim Neubau der Ringbahnbrücke und der Westendbrücke informiert?
Die DEGES stimmt sich kontinuierlich mit der Autobahn GmbH des Bundes, dem Land Berlin, dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sowie weiteren Betroffenen, darunter Leitungsbetreiber, Deutsche Bahn, Genehmigungsbehörden etc. ab. Der Dialog mit den Anwohnerinnen und Anwohner, der im Zuge der vorangegangenen Planungen bereits erfolgreich etabliert wurde, wird auch während der Bauphase fortgesetzt.
Anlässlich des Baubeginns hat die DEGES am 15. Dezember 2025 die Anwohnerinnen und Anwohner sowie alle Interessierten in einer Infoveranstaltung zum geplanten Bauablauf informiert. Die Präsentation kann auf der Veranstaltungsseite heruntergeladen werden.
Fragen und Antworten aus der Infoveranstaltung am 15. Dezember 2025
Hier finden Sie wesentliche Fragen aus der Infoveranstaltung zum Bauablauf und die Antworten der DEGES.
Wieso findet die Veranstaltung nicht dort statt, wo die Betroffenen wohnen?
Die DEGES hat intensiv nach Veranstaltungsräumen im direkten Umfeld der Westenbrücke gesucht. Für den geplanten Veranstaltungszeitraum war es nicht möglich, Räumlichkeiten näher an der Baustelle zu finden, die den organisatorischen Anforderungen (Größe, Kapazität, Technikverfügbarkeit, gute ÖPNV-Erreichbarkeit, barrierefreie Zugänglichkeit) entsprochen hätten. Der Horst-Wagon-Saal in der TU Berlin ist angemessen ausgestattet, gut erreichbar und hat sich bereits bei der Infoveranstaltung für die Ringbahnbrücke als sehr gut geeignet erwiesen.
Wieso haben nicht alle Anwohnenden eine Einladung zur Infoveranstaltung erhalten?
Die DEGES hat im Vorfeld der Infoveranstaltung an rund 15.000 Haushalte im Umfeld der Brückenbaustelle eine Einladung per Postwurfsendung übermittelt. Auf die Verteilung durch die Deutsche Post AG hat die DEGES keinen Einfluss. Ergänzend informiert die DEGES über Veranstaltungen – sowie über alle weiteren aktuellen Entwicklungen – über die Webseite, den Newsletter „Verkehrsprojekte Aktuell“ sowie die Presse.
Wieso haben nicht alle Anwohnenden die Informationen zur Kostenerstattung für eine Ersatzunterkunft bei nächtlichem Baulärm aufgrund des Abbruchs der alten Brücke erhalten?
Die Anspruch auf Kostenerstattung für eine Ersatzunterkunft wird auf der Grundlage eines Lärmgutachtens ermittelt. Haushalte, die anspruchsberechtigt sind, werden von der DEGES direkt per Anschreiben informiert. Die Bezuschussung von Übernachtungskosten bei lärmintensiven Arbeiten folgt einem festgelegten Verfahren. Die untenstehende Grafik gibt einen Überblick über das Vorgehen.

In den Fällen, in denen es Anspruchsberechtigten beispielsweise aus gesundheitlichen oder familiären Gründen nicht möglich ist, eine Ersatzunterkunft zu nutzen, können geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Wichtig ist, dass die Betroffenen sich umgehend nach Erhalt der Informationen zu den geplanten lärmintensiven Arbeiten und dem damit einhergehenden Übernachtungsangebot mit der DEGES in Verbindung setzen, damit eine für alle akzeptable Lösung gefunden werden kann.
Im vorherigen Planungsverfahren wurde viel über Lärmschutz diskutiert. Warum sind beim Neubau keine Lärmschutzwände auf der Brücke vorgesehen?
Die ursprüngliche Planung für den Neubau der Westendbrücke in veränderter Lage sah ebenfalls keine Lärmschutzwände vor. Im Rahmen der Planung hat sich die DEGES intensiv mit dem Thema Lärmschutz befasst und verschiedene Varianten geprüft. Das Ergebnis war stets das gleiche: Lärmschutzwände haben für das Umfeld der Westendbrücke nur geringe Schutzwirkung. Die Kombination aus lärmminderndem Asphalt, geräuscharmen Fahrbahnübergängen und passiven Schallschutzmaßnahmen bietet die größte Entlastung für die Anwohnenden.
Wird es lärmmindernden Asphalt auch in den Bereichen vor und hinter der Brücke geben?
Der Projektauftrag der DEGES beschränkt sich auf den Ersatzneubau der Brücke und deren Anschluss an die Autobahn.
Wieso werden beim Ersatzneubau der Ringbahnbrücke Lärmschutzwände errichtet, aber nicht beim Ersatzneubau der Westendbrücke?
Bei der Ringbahnbrücke tragen die Lärmschutzwände wirksam zu einer Entlastung der Anwohnenden bei. Bei der Westendbrücke ist dies aufgrund der Lage und Geometrie des Bauwerks nicht der Fall. Die Brücke verläuft direkt auf die Wohnbebauung am Lerschpfad zu. Seitliche Lärmschutzwände wären weitgehend unwirksam beziehungsweise bewirken für den Lerschpfad sogar nachteilige Reflexionen. Auch für die Bewohnerinnen und Bewohner der weiter entfernten Gebiete, z. B. Sophie-Charlotten-Straße, lässt sich durch Lärmschutzwände auf der Westendbrücke keine spürbare Entlastung erzielen.
Ist mit weiteren baubedingten Erschütterungen z. B. am Spandauer Damm Ost zu rechnen und wenn ja, welche erschütterungsmindernden Maßnahmen sind geplant?
Erschütterungen können durch Abbrucharbeiten entstehen; Vibrationen durch Verbau-, Erd- und Straßenbauarbeiten. Arbeiten dieser Art sind besonders zu Beginn des Ersatzneubaus erforderlich. Hierbei wird darauf geachtet, die Auswirkungen mittels geeigneter Technik zu minimieren. Die DEGES hat Dauermessstellen eingerichtet, die die Einhaltung der vorgeschriebenen Vorgaben sicherstellen. Bei Überschreitung von Warn- bzw. Schwellenwerten kann sofort reagiert werden. Zusätzlich erfolgt im Baustellenumfeld ein Beweissicherungsverfahren, um im unwahrscheinlichen Fall eines Schadens eventuelle Schadensersatzansprüche schnell klären zu können.
Was ist die geplante Geschwindigkeitsbegrenzung auf der neuen Westendbrücke?
Die Planungen sehen eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h vor.
Wieso wird der Schwerlastverkehr nicht um Berlin herumgeleitet, sondern fährt durch die Stadt?
Der Fernverkehr nutzt überwiegend den Berliner Ring (A 10) zur Umfahrung des Stadtgebiets. Verkehre, die ihr Ziel in der Stadt haben, können sinnvollerweise nicht über den Berliner Ring umgeleitet werden.
Warum werden keine Anreize geschaffen, damit Lkw über den Berliner Ring fahren, etwa durch ein Aussetzen der Maut?
Nach Rücksprache mit Toll Collect ist davon auszugehen, dass der überregionale Durchgangsverkehr in Süd-Nord-Richtung den Berliner Ring bereits heute nutzt, da die Durchfahrung der Innenstadt über die Stadtautobahn A 100 keine zeitlichen Vorteile bietet.
Zielverkehre in den Berliner Norden würden hingegen auch bei einem Entfall der Maut weiterhin überwiegend die Stadtautobahn nutzen, da die längere Strecke über den Autobahnring die eingesparten Mautkosten erfahrungsgemäß nicht kompensiert.
Hätte es die Möglichkeit gegeben, (ausschließlich) den Schwerlastverkehr auf der Stadtautobahn zu belassen?
Die Autobahn GmbH hat in Fahrtrichtung Nord einen Fahrstreifen für Pkw bis 3,5 Tonnen auf der Gegenfahrbahn eingerichtet. Diese wird mittels einer Brücke über die Halenseestraße geführt. Das Bauwerk kann aufgrund seines Zustandes den Schwerlastverkehr nicht sicher aufnehmen.
Wie wird der Verzicht auf ein Planfeststellungsverfahren für den Neubau der Westendbrücke begründet?
Ein Planfeststellungsbeschluss ist gesetzlich nur dann notwendig, wenn eine Bundesfernstraße neu gebaut oder wesentlich verändert wird, zum Beispiel durch zusätzliche durchgehende Fahrstreifen oder eine erhebliche bauliche Umgestaltung (§ 17 Abs. 1 Bundesfernstraßengesetzes, FStrG).
Der Neubau der Westendbrücke erfolgt als Ersatzneubau ohne erhebliche Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Bauwerk und gilt damit als Maßnahme der Unterhaltung. Die Brücke wird dabei lediglich an heutige technische Standards und Sicherheitsanforderungen angepasst.
Infoveranstaltung am 15. Dezember 2025
Im Dezember 2025 haben die Arbeiten am Neubau der Westendbrücke begonnen. Aus diesem Anlass lud die DEGES die Anwohnerinnen und Anwohner sowie weitere Interessierte zu einer Infoveranstaltung am 15. Dezember ein.
Im Rahmen der Veranstaltung informierte die DEGES in der TU Berlin über den Ablauf der Bauarbeiten. Darüber hinaus wurden Details des Neubaus vorgestellt, darunter auch die Maßnahmen, durch die Lärmschutz und Verkehrssicherheit künftig verbessert werden. Im Anschluss standen die Expertinnen und Experten der DEGES sowie ein Vertreter der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt bereit, um die Fragen der Teilnehmenden zu beantworten.
Präsentation zum Download
Die in der Veranstaltung gezeigte Präsentation können Sie hier herunterladen.
Online-Infoveranstaltung am 28. Juni 2022
Am Dienstag, 28. Juni 2022, waren alle Anwohnerinnen und Anwohner, Bürgerinnen und Bürger zur Online-Infoveranstaltung zum anstehenden Genehmigungsverfahren für den Ersatzneubau der Westendbrücke eingeladen. Viele Interessierte nutzten die Möglichkeit, Fragen an die Fachleute der DEGES zu stellen.
Aufgrund der guten Erfahrungen und der positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden unserer digitalen Veranstaltungen in den vergangenen zwei Jahren führte die DEGES die Veranstaltung erneut online durch.
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Digitale Informationsveranstaltung am 3. Juni 2021
Am 3. Juni 2021 waren alle Interessierten zur digitalen Informationsveranstaltung zum Ersatzneubau der Westendbrücke eingeladen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde über den aktuellen Stand der Planung informiert. Über 100 Personen nutzten die Möglichkeit, Fragen an die Fachleute der DEGES zu stellen.

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Bauinfo-Mails
Beim Neubau der Westendbrücke lassen sich baubedingte Beeinträchtigungen
wie Lärm, Staub oder Verkehrseinschränkungen nicht immer
vermeiden. Die Bauinfo-Mails der DEGES informieren Sie vorab, wenn mit
spürbaren baustellenbedingten Auswirkungen zu rechnen ist.
Jezt anmelden
Pressefotos zum Abriss der Westendbrücke / April 2025
Das Fotomaterial kann für redaktionelle Zwecke unter Angabe des Urhebernachweises Jost Listemann/TIME:CODE:MEDIA kostenfrei verwendet werden.
Sonderausgabe Informationsdienst (2023)
Die Berliner Stadtautobahn fit für die Zukunft machen
Die Autobahnen A 100 (Berliner Stadtring), A 115 (inklusive AVUS) sowie A 111 (Zubringer Oranienburg) bilden zusammen die Stadtautobahn (West).
Die DEGES plant und realisiert vier Großprojekte entlang der Stadtautobahn:
- Umbau des Autobahndreiecks Funkturm
- Neubau der Ringbahnbrücke
- Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke und Umbau des Autobahndreiecks Charlottenburg
- Ersatzneubau der Westendbrücke
- Grundsanierung der A 111
Ziel aller Projekte ist die Erneuerung der bestehenden Infrastruktur und damit die langfristige Sicherung der Leistungsfähigkeit dieser zentralen Berliner Verkehrsverbindung. Zudem sollen die Verkehrssicherheit sowie der Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor Luftschadstoffen und Lärmbelastung verbessert werden. Denn eine Infrastruktur, die fit für die Zukunft ist, bringt moderne Mobilitätsanforderungen und hohe Lebensqualität in der Stadt miteinander in Einklang.
Die Stadtautobahn hält Berlin mobil. Und den Verkehr aus den Kiezen heraus.
Die Stadtautobahn verbindet die Bezirke und ihre Bewohnerinnen und Bewohner miteinander und mit dem Umland. Über den Berliner Ring und damit an das bundesdeutsche und europäische Fernstraßennetz. So bietet die Stadtautobahn eine leistungsfähige Verbindung in die Stadt, aus ihr heraus und um sie herum.
Tausende von Berlinerinnen und Berlinern nutzen täglich die Stadtautobahn. Sie leistet einen nicht wegzudenkenden Beitrag zur Mobilität der Menschen und zur Versorgung von Geschäften und Unternehmen in allen Teilen der Stadt. Durch die Bündelung des Verkehrs hält die Stadtautobahn den Durchgangs- und Fernverkehr aus den Wohnvierteln heraus. Denn Verkehr ohne direktes Ziel im Kiez nutzt eher die Stadtautobahn als das Netz der Stadtstraßen. Gäbe es die Stadtautobahn nicht, müssten täglich zwischen 180.000 und 230.000 Pkw und Lkw auf anderen Wegen in und durch die Stadt gelangen. Das Netz der Stadtstraßen wäre damit zusätzlich belastet. Die Folgen: Verkehrsteilnehmer stünden im Dauerstau und die Wohnviertel würden durch Verkehr, Lärm und Abgase stark belastet – und das nicht nur zur Hauptverkehrszeit.
Die Projekte der DEGES stellen sicher, dass der Verkehr die Stadtautobahn durchgängig und langfristig nutzen kann.
Die stark befahrenen Strecken der A 100, A 111 und A 115 sind aufgrund ihres Alters und der Belastungen der Vergangenheit nicht mehr leistungsfähig. Sie müssen dringend erneuert werden. Bauwerke wie die Brücken und Rampen am Autobahndreieck Funkturm, die Rudolf-Wissell-Brücke sowie die Westendbrücke sind dem stetig zunehmenden Verkehr nicht mehr gewachsen. Aufgrund ihrer Bauweise sind sie nicht sanierungsfähig, sondern müssen durch neue Bauwerke ersetzt werden.
Während der Bauphase soll der Verkehr so weit wie möglich auf der Stadtautobahn bleiben. Dies muss bereits bei der Planung der Projekte berücksichtigt werden und ist beispielsweise ein Grund dafür, dass die neue Rudolf-Wissell-Brücke zukünftig, anders als heute, aus zwei getrennten Brückenbauwerken bestehen wird.
Nach Fertigstellung der Projekte steht dem Verkehr der Hauptstadt entlang der Stadtautobahn (West) eine Infrastruktur zur Verfügung, die langfristig nutzbar, leistungsfähig und – dank verbesserter Verkehrsführung – auch sicherer und flüssiger zu befahren ist. Damit bleibt die Stadtautobahn die erste Wahl für Verkehre durch die Stadt, die Stadtstraßen werden entlastet.
Besserer Verkehrsfluss und mehr Verkehrssicherheit, aber keine zusätzlichen Kapazitäten.
Zum Alltag der Verkehrsteilnehmer gehört er dazu: der Stau auf der Berliner Stadtautobahn. Die Hauptursache ist die hohe Verkehrsbelastung: Wenn Autos und Lkw dicht an dicht fahren, dann birgt jede noch so kleine Störung im Ablauf das Potenzial für einen Stau. Anlässe für diese Störungen gibt es viele. Zu den häufigsten gehören plötzliche Spurwechsel oder Bremsmanöver an Abfahrten, Baustellen, gesperrte oder verengte Fahrspuren, Stockungen an Auffahrten sowie liegengebliebene Fahrzeuge oder Unfälle.
Mit ihren Projekten trägt die DEGES dazu bei, dass die Anlässe für Störungen weniger werden. Dafür wird beispielsweise beim Umbau des Autobahndreiecks Funkturm der Verkehr neu organisiert. Beim Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke und der Westendbrücke werden neue Verflechtungsstreifen zwischen den ungewöhnlich dicht aufeinanderfolgenden Auf- und Abfahrten geschaffen. Diese Maßnahmen dienen der Verbesserung des Verkehrsflusses und der Verkehrssicherheit. Sie erhöhen dabei nicht die Kapazität auf der gesamten Stadtautobahn.
Das bedeutet im Umkehrschluss auch: Störungen im Verkehrsfluss und Staus wird es auf der vielbefahrenen Stadtautobahn auch nach dem Umbau geben, denn Prognosen zufolge steigt das Verkehrsaufkommen in den nächsten Jahren weiter an. Eine staufreie Stadtautobahn ist erst dann möglich, wenn der Verkehr im Zuge der Mobilitätswende deutlich abnimmt. Entlastung schaffen die Projekte der DEGES insofern, als dass die Stauanlässe vermindert werden – und damit auch das Risiko von Unfällen sowie die Luftschadstoff- und Lärmbelastung im Umfeld der Stadtautobahn.
Die Stadt der Zukunft braucht die richtige Infrastruktur für den Verkehr der Zukunft.
Die Projekte der DEGES sorgen dafür, dass Modernisierung und Ersatz der überalterten Streckenabschnitte schnell und professionell geplant und realisiert werden können. Die Qualität der Strecken und Bauwerke wird nachhaltig verbessert: durch moderne Baustoffe, durch effektive Bauverfahren, durch Maßnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses, der Verkehrssicherheit sowie durch geeignete Lärmschutzmaßnahmen und landschaftspflegerische Begleitmaßnahmen. Damit erhält die DEGES nicht nur die Infrastruktur, sondern sie macht sie jetzt zukunftssicher für die Mobilitätsanforderungen der nächsten Jahrzehnte.
Auch in der Mobilität von morgen werden Pkw und Lkw eine wichtige Rolle spielen, und der motorisierte Verkehr wird weiterhin ein Teil der Stadt bleiben. Immer mehr Menschen fordern, dass der Verkehr innerhalb der Wohnviertel mit wenigen oder gar keinen Autos stattfinden soll. Gerade deshalb braucht es die moderne und leistungsfähige Stadtautobahn. Sie bietet dem Verkehr eine Alternative zu den Stadtstraßen. Weniger Belastung auf den Stadtstraßen heißt auch: mehr Möglichkeiten, den Straßenraum neu zu verteilen oder alternative Nutzungskonzepte zu entwickeln.
Die erforderliche Infrastruktur steht mit der Stadtautobahn zur Verfügung und kann durch Erhalt und Modernisierung langfristig gesichert werden. Dies muss heute geschehen, und nicht irgendwann in der Zukunft. Der schlechte Zustand vieler Streckenabschnitte und Bauwerke lässt keine weiteren Verzögerungen zu. Ein Rückstand bei der Instandhaltung und Modernisierung birgt das Risiko, dass Strecken, Brücken und Tunnel unbefahrbar werden. Die Folgen: mehr Durchgangsverkehr in den Wohnvierteln, längere Wege für Menschen und Güter, Zeitverluste und eine höhere Belastung von Mensch und Umwelt.
Die DEGES plant und realisiert die Projekte entlang der Stadtautobahn im Dialog mit den Anwohnerinnen und Anwohnern.
Die DEGES plant und realisiert alle
Projekte im Dialog und mit der Beteiligung von Anwohnerinnen und Anwohnern, Verbänden, Bezirken und dem Land Berlin. Dabei werden bestehende Gestaltungsspielräume genutzt, um die verkehrlichen Anforderungen und die Belange der Anwohnerinnen und Anwohner so gut es geht miteinander in Einklang zu bringen. Wo die Gestaltungsspielräume durch Technik, Raum oder gesetzliche Vorgaben begrenzt sind, informieren wir transparent und begründen, warum sich nicht alle Vorstellungen verwirklichen lassen. Das ist für uns echte Beteiligung: mögliche Kompromisse finden, keine falschen Erwartungen schüren und offen miteinander reden.
Durch die koordinierte Umsetzung aller Projekte halten wir die Bauzeit möglichst kurz und die Belastung in Grenzen.
Die Umsetzung unserer Projekte entlang der Stadtautobahn koordinieren wir so, dass die Bauzeit insgesamt möglichst kurz gehalten wird. Dafür müssen Arbeiten zum Teil zeitgleich erfolgen. Das bedeutet, dass es entlang der Stadtautobahn in den nächsten Jahren auch zu Verkehrseinschränkungen kommen wird. Wir bemühen uns kontinuierlich darum, diese Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Dies tun wir, damit Pendlerinnen und Pendler sowie der Wirtschafts- und Güterverkehr ohne große Zeitverluste an ihr Ziel kommen und der Verkehr so weit wie möglich auf der Stadtautobahn bleiben kann.
Die Alternative wäre, die Arbeiten an den verschiedenen Projekten nacheinander umzusetzen, was die Bauzeit insgesamt erheblich verlängern würde: Aus acht Jahren geplanter Bauzeit würden dann zwölf bis fünfzehn Jahre Verkehrseinschränkungen. Aus diesem Grund, und weil der heute altersbedingt schlechte Zustand der Brücken und Straßen ein schnelles Handeln erfordert, stellt dieses Vorgehen aus unserer Sicht keine umsetzbare Alternative dar.
Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL
Unser Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL informiert regelmäßig über den aktuellen Stand aller DEGES Projekte in Berlin. Damit bleiben Sie auf dem Laufenden zu Planung, Veranstaltungen, Genehmigungsverfahren und Umsetzung der Verkehrsprojekte der DEGES in Berlin. Sie können sich online für den Informationsdienst anmelden.
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