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A 100: Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke In Planung

Berlins Infrastruktur fit für die Zukunft machen

Luftbild der Rudolf-Wissell-Brücke

Daten und Fakten

  • Gesamtlänge: 930 m
  • Verkehrsbelastung 2019: 180.000 Kfz/24 h
  • Besondere Herausforderung: Bauen unter Verkehr

Hinweis

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Projektbeschreibung

Die DEGES plant und realisiert im Auftrag des Bundes und der Autobahn GmbH des Bundes den Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke im Zuge der A 100. Ziel des Bauvorhabens ist es, dieses Herzstück des Berliner Straßensystems zu erneuern und an das gestiegene Verkehrsaufkommen anzupassen.

Das mit rund 930 Meter längste Brückenbauwerk Berlins muss neu gebaut werden. Das Bauwerk ist Teil des aktuell am drittmeisten befahrenen Autobahnabschnitts Deutschlands, war jedoch bei seiner Verkehrsfreigabe Anfang der 1960er Jahre nicht für die hohe Verkehrsbelastung der heutigen Zeit ausgelegt. Aktuell befahren täglich rund 180.000 Fahrzeuge die Brücke. Das Spannbeton-Bauwerk mit insgesamt sechs Fahrstreifen hat einen kritischen Zustand erreicht und muss zeitnah durch einen Neubau ersetzt werden.

Vorteile für Anwohner und Verkehrsteilnehmer

  • Entlastung von den derzeitigen Verkehrseinschränkungen wie Stau oder Teilsperrungen
  • Schnelle Verbindung zwischen den Bezirken und der Region
  • Kürzere Fahrzeiten
  • Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
  • Effiziente Verkehrsanbindung an den Wirtschaftsstandort Berlin
  • Entscheidende Voraussetzung für weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Berlin

Zeitplan

Baubeginn (vorgezogene Baumaßnahmen)

Start Planfeststellungsverfahren

Abschluss der Entwurfsplanung

Abschluss der Vorplanung

Fahrbahnsanierung Fahrtrichtung Süd

Verkündung Gewinner Ideenwettbewerb

Fahrbahnsanierung Fahrtrichtung Nord

Start Wettbewerb zum Neubau der Rudolf-Wissell-Brücke

19. Mai 2022

A 100: Vor Beginn des Genehmigungsverfahrens informierte die DEGES zum Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke

Beitragsbild ID BER
12. Mai 2022

Neue Ausgabe des Informationsdienstes VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL zu den DEGES-Projekten in Berlin

Visualisierung des Ersatzneubaus der Rudolf-Wissell-Brücke
3. Mai 2022

A 100: Die DEGES informiert zum Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke

Beitragsbild ID BER
22. Oktober 2021

Neue Ausgabe des Informationsdienstes VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL zu den DEGES-Projekten in Berlin

Beitragsbild ID BER
31. Mai 2021

Neue Ausgabe des Informationsdienstes zu den Projekten der DEGES in Berlin

Blick ins Studio der digitalen Informationsveranstaltung zum Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke und zum Umbau des Autobahndreiecks Charlottenburg
30. Oktober 2020

A 100: Über 300 Teilnehmer*innen bei der ersten digitalen Informationsveranstaltung

Luftaufnahme der Rudolf-Wissel-Brücke
29. Oktober 2020

A 100: Informationsveranstaltung zum Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke und zum Umbau des Autobahndreiecks Charlottenburg

Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL
24. August 2020

Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL informiert regelmäßig zu den Projekten der DEGES in Berlin

Autobahnen A 100 / A 111
28. Januar 2020

A 100 / A 111: Verkehrseinschränkungen in den Winterferien

13. November 2019

A 100: Baugrunderkundungen und Kampfmittelsondierungen

Baugrunduntersuchung an der Rudolf-Wissell-Brücke im Oktober 2019
9. Oktober 2019

A 100: Voruntersuchungen des Baugrunds für den Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke planmäßig verlaufen und drei Tage früher als geplant abgeschlossen

Luftaufnahme der Rudolf-Wissel-Brücke
2. Oktober 2019

A 100: Voruntersuchungen für Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke in den Berliner Herbstferien

Die letzteb Markierungsarbeiten der Rudolf-Wissell-Brücke
14. August 2018

A 100: Vorfristiger Sanierungsabschluss auf der Rudolf-Wissell-Brücke

Abschluss der Fahrbahnsanierung
13. August 2018

Rudolf-Wissell-Brücke ab Mittwoch wieder frei befahrbar

Videoaufnahmen der RWB mithilfe einer Drohne
30. Juli 2018

Drohnenaufnahmen der Fahrbahnsanierung der Rudolf-Wissell-Brücke

Gussasphalt wird aufgetragen
26. Juli 2018

Rudolf-Wissell-Brücke voraussichtlich bereits zum Ferienende wieder frei befahrbar

Infografik zur veränderten Verkehrsführung
2. Juli 2018

Südfahrbahn der Rudolf-Wissell-Brücke wird im Sommer erneuert

Bauarbeiter bei der Sanierung der Fahrbahndecke
20. Juni 2018

Fahrbahnsanierung der Rudolf-Wissell-Brücke

Visualisierung der geplanten Rudolf-Wissell-Brücke
3. Mai 2018

Wettbewerb zum Neubau der Rudolf-Wissell-Brücke entschieden

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
6. Juni 2017

Projekte in Berlin: Die Verkehrssicherheit erhalten

Pressebereich

Weitere Informationen finden Sie im Pressebereich dieses Projekts.

Zum Pressebereich

Besonderheiten und Herausforderungen

Die Rudolf-Wissell-Brücke ist in vielerlei Hinsicht besonders. Ihre Länge, ihr Standort, aber auch die Bedeutung für das Berliner Verkehrsnetz sorgen dafür, dass für einen Ersatzneubau keine Standardlösung möglich ist. Neben der sehr hohen Verkehrsbelastung muss bei der Planung auch die besondere Bauart der Brücke berücksichtigt werden. Es handelt sich um einen einteiligen Brückenüberbau mit exzentrischer Pfeilerstellung. Dies macht einen Teilabriss nicht ohne weiteres möglich. Die naheliegende Schleuse Charlottenburg, eine Hochspannungsleitung, Gleise der Deutschen Bahn für den Fern- und Nahverkehr sowie Kleingärten und Uferwege sorgen dafür, dass für die Planung und den Bau nur geringe Ausweichflächen zur Verfügung stehen.

Beste Lösung durch Wettbewerb ermittelt

Die DEGES startete im April 2017 einen einmaligen und für Straßenverkehrsprojekte unüblichen, europaweiten Wettbewerb, um die beste Lösung für den Verkehrsknotenpunkt Rudolf-Wissell-Brücke zu finden. Ein innovativer Ansatz, der für Straßenverkehrsprojekte normalerweise nicht angewandt wird. Es wurden bewusst möglichst viele Ingenieure an der Suche nach der besten Lösung beteiligt.

Nach einer ersten Phase, in der interessierte Ingenieursgemeinschaften und Arbeitsgemeinschaften europaweit ihre Eignung vorweisen mussten, wurden sechs Teilnehmer eingeladen, bis Mitte Juli 2017 erste Lösungsvorschläge zu entwickeln. Anschließend wurden die eingereichten Wettbewerbsbeiträge geprüft. Die besten drei Teilnehmer zogen daraufhin in die nächste Runde ein und vertieften ihre Lösungsvorschläge. Anfang 2018 erfolgte die Abschlussprüfung. In der Wettbewerbsjury saßen Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, der Senatsverwaltung Berlin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, der Wissenschaft und praktizierenden Ingenieure sowie Vertreter der DEGES. Die Jury richtete ein besonderes Augenmerk auf den Bauablauf und die Verkehrsführung während der Bauzeit. Daneben gehörten auch Konstruktion/Bautechnologie, Planungs-/Bauzeit, Genehmigungsfähigkeit, Projektkosten/Wirtschaftlichkeit sowie Umweltverträglichkeit zu den Wertungskriterien.

Im Mai 2018 wurde der Gewinner des Ideenwettbewerbs für den Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke verkündet.

Die Umsetzung: „Alt hilft Neu und Neu hilft Alt“

Der Siegerentwurf des Ingenieurbüros Leonhardt, Andrä und Partner (LAP) sieht vor, dass über die gesamte Bauzeit hinweg bis auf wenige Ausnahmen drei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung stehen, um den für Berlin wichtigen Wirtschaftsverkehr zu sichern und die Region vor dem Dauerstau zu bewahren.

Geplant sind zwei nebeneinander verlaufende Brücken, eine für jede Fahrtrichtung. Zuerst wird die Fahrbahn Richtung Norden separat neu gebaut und an das AD Charlottenburg herangeführt. Anschließend wird die neue Fahrbahn in Richtung Süden in Lage der alten Brücke errichtet.

Visualisierung der geplanten Rudolf-Wissell-Brücke
Es sollen zwei nebeneinander verlaufende Brücken entstehen – eine für jede Fahrtrichtung | Bildnachweis: Leonhardt, Andrä und Partner

Die Auffächerung führt zu einer verbesserten Linienführung im Autobahndreieck Charlottenburg. Die Entzerrung der Zu- und Abfahrten ermöglicht eine Erhöhung der Verkehrssicherheit und der verkehrlichen Leistungsfähigkeit. Auch der Lärmschutz soll im Zuge des Neubaus verbessert werden.

Fahrbahnsanierung in 2017/18

Fahrsanierungsarbeiten
Bildnachweis: iStock.com/i-Stockr

Die Fahrbahn der Rudolf-Wissell-Brücke wurde in den Jahren 2017 und 2018 durch die DEGES saniert. Diese Erhaltungsmaßnahme verbesserte die Verkehrssicherheit und trägt dazu bei, dass es bis zur Verkehrsumlegung auf den neuen östlichen Überbau – frühestens 2027 – deutlich weniger Baustellen als in den Jahren 2010 bis 2017 geben wird. Die Fahrbahn in Fahrtrichtung Nord wurde in den Sommerferien 2017, die in Fahrtrichtung Süd in den Sommerferien 2018 saniert. Die Kosten betrugen insgesamt ca. 7 Mio. Euro brutto und wurden von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin getragen.

Fragen-Antworten-Katalog

Hier finden Sie eine Auswahl der Fragen, die vor und während der Informationsveranstaltung am 29. Oktober 2020 am häufigsten gestellt worden sind, sowie die Antworten der DEGES auf diese Fragen. Weitere Informationen sowie die Präsentation zum Vortrag, der auf der Informationsveranstaltung gehalten wurde, finden Sie auf den Unterseiten Dialog und Downloads.

Warum muss die Brücke überhaupt abgerissen werden?

Die Rudolf-Wissell-Brücke wurde zwischen 1958 und 1961 errichtet und war für 20.000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt. Inzwischen rollen täglich rund 180.000 Fahrzeuge über die Brücke. Infolge dieser Belastung und dem fortgeschrittenen Alter hat die Brücke einen kritischen Zustand erreicht und muss dringend ersetzt werden. Würde sie jetzt nur ertüchtigt, besteht das Risiko einer dauerhaften Schädigung des Tragwerks. Zudem würde sich die Nutzungsdauer lediglich um 20 Jahre verlängern. Nur ein Neubau verbessert dauerhaft den Verkehrsfluss und erhöht die Verkehrssicherheit.

Welche alternativen Varianten wurden untersucht, und wo sind diese einsehbar?

Alle Wettbewerbsbeiträge und unterschiedliche Varianten werden in einer Broschüre ausführlich vorgestellt. Diese steht auf der Unterseite Downloads zur Verfügung. Sie kann auch als Druckexemplar per Mail bei der DEGES bestellt werden.

Wird es einen Masterplan für das Umfeld der Stadtautobahn A 100 geben?

Der Masterplan ist eine Bündelung aus städtischen Interessen und dem Interesse, möglichst schnell die Autobahnanlage neuzubauen, da sie dringend erneuerungsbedürftig ist.

Die Frage nach dem Masterplan wurde am 15. Mai 2020 im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wohnen im Berliner Abgeordnetenhaus intensiv diskutiert. Dort wurde im Kern festgestellt, dass das Land Berlin die Initiative für einen Masterplan ergreifen und sich diesbezüglich klar gegenüber dem Bund positionieren muss. Es wurde jedoch auch festgestellt, dass die Bundesplanung in der Planungshierarchie über der Landesplanung steht. Dies ist gesetzlich so festgelegt. Die Protokolle der Ausschusssitzungen werden auf der Webseite des Berliner Abgeordnetenhauses unter www.parlament-berlin.de veröffentlicht.

Besteht das Risiko, dass der Verflechtungsstreifen als zusätzliche vierte Fahrspur genutzt wird?

Immer dort, wo sich Verkehre kreuzen, also an Abfahrten und Auffahrten, kommt es häufig zu Störungen im Verkehrsfluss, weil Verkehrsteilnehmer abbremsen müssen. Dadurch kommt es häufig zu Unfällen, vor allem im Berufsverkehr. Der zusätzliche Verflechtungsstreifen sorgt dafür, dass die Ein- und Ausfädelvorgänge zwischen den Anschlussstellen erleichtert werden und dadurch die Qualität des Verkehrsablaufes und somit die Verkehrssicherheit im betrachteten Autobahnabschnitt erhöht wird.
Die Anordnung eines Verflechtungsstreifens je Fahrtrichtung stellt jedoch keine Kapazitätserweiterung dar. Dies ist auch nachvollziehbar, da die Autobahnabschnitte vor und hinter der Rudolf-Wissell-Brücke lediglich maxima drei Fahrspuren je Fahrtrichtung besitzen. Wie bereits erläutert, erleichtert der Verflechtungsstreifen die Ein- und Ausfädelvorgänge zwischen den An-schlussstellen und erhöht dadurch die Qualität des Verkehrsablaufes und somit die Verkehrssicherheit im betrachteten Autobahnabschnitt der A 100 zwischen der AS Spandauer Damm und dem AD Charlottenburg.

Wieso werden die beiden Brückenteile aufgespreizt, das heißt mit bis zu 48 Metern Abstand voneinander, errichtet?

Die geplante aufgespreizte Lage der beiden Richtungsfahrbahnen ermöglicht es:

• die Verkehre des Autobahndreiecks Charlottenburg während der gesamten Bauzeit für alle Richtungsbeziehungen aufrechtzuerhalten,
• bestehende bauliche Anlagen, wie insbesondere die Tegeler Weg-Brücke, den Steuerturm der Schleuse Charlottenburg, die Gewerbebebauung am Fürstenbrunner Weg und das Umspannwerk, nicht zu beeinträchtigen,
• die Linienführung bei der Anbindung der Rudolf-Wissell-Brücke an das Autobahndreieck Charlottenburg in Richtung Reinickendorf/Hamburg im Zuge des Umbaus so zu verändern, dass der Verkehr zukünftig insbesondere in den Spitzenstunden besser und sicherer zwischen der A 100 und der A 111 fließen kann.

Wie dicht rücken die neuen Rampen im Autobahndreieck Charlottenburg an die Wohnbebauung in der Siemensstadt heran?

In Teilbereichen rücken die Rampen von heute 30 Meter auf circa 22 Meter an die Wohngebäude heran. Entlang der neuen Rampen werden Lärmschutzwände errichtet. Trotz der größeren Nähe zu den Rampen wird so die Lärmbelastung für die Anwohner verringert. Die Lärmschutzwände sollen in diesem Bereich voraussichtlich transparent gestaltet werden.

Welche Kleingartenanlagen und Parzellen sind vom Ersatzneubau der Brücke betroffen und werden zeitweise oder dauerhaft verloren gehen?

Die Planungen der DEGES haben derzeit noch nicht die Tiefe erreicht, in der die Betroffenheit der Kleingärten parzellenscharf festgelegt werden kann. Erst im Zuge der weiteren Planung werden Festlegzungen getroffen, welche Parzellen vorübergehend während der Bauzeit oder dauerhaft auch nach Fertigstellung der neuen Brücke wegfallen werden. Die DEGES bleibt kontinuierlich mit den Nutzerinnen und Nutzern der Kleingärten hierzu im Gespräch. Aussagen zu einzelnen Parzellen wird die DEGES erst dann treffen, wenn diese wirklich verlässlich feststehen.

Einen ersten und noch groben Überblick zu den Kleingartenflächen, die im Zuge der Maßnahmen betroffen sind, gibt Folie 38 der Präsentation zur Informationsveranstaltung vom 29. Oktober 2020. Diese steht auf der Unterseite Informationsveranstaltung zum Download.

Trifft es zu, dass die beiden Brücken, obwohl sie mitten in der Stadt liegen, nur einseitig Lärmschutzwände bekommen sollen?

Im Bereich der Brücke sind Lärmschutzwände einseitig, jeweils an den Außenseiten der beiden Brückenbauwerke, vorgesehen. Durch diese Maßnahme wird im Umfeld der Rudolf-Wissell-Brücke eine nahezu Halbierung der Lärmbelastung erreicht. Die DEGES hat genau geprüft, inwieweit eine weitere Lärmschutzwand in der Mitte der Brücke eine weitere Verminderung der Lärmbelastung in den umliegenden Gebieten erzielen könnte. Die Berechnungen haben gezeigt, dass durch eine Mittelwand zwischen den beiden Brückenteilen nur für ein begrenztes Gebiet Vorteile erzielt werden können, die zudem sehr geringfügig sind. Der Grund liegt in den starken Reflexionen, die durch eine zusätzliche Lärmschutzwand in der Brückenmitte erzeugt werden. Der positive Effekt läge im südöstlichen Bereich, beispielsweise in der Nähe des Krankenhauses, lediglich bei einer Minderung von weiteren 0,2 bis 0,5 db(A). Dieser Minderungswert liegt unterhalb der Grenze von 1 db(A), in der Unterschiede in der Lärmentwicklung für das menschliche Ohr überhaupt hörbar sind. Eine Lärmschutzwand in Mittellage hätte also keinen spürbaren Effekt, sie würde jedoch hohe zusätzlich Kosten erzeugen.
Im Rahmen der zur Verfügung stehenden – auch finanziellen – Möglichkeiten, stellen die geplanten Lärmschutzmaßnahmen eine sehr gute Lösung dar, die eine deutliche Verbesserung der Lärmbelastung bewirkt.

Sind passive Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen?

Durch passive Lärmschutzmaßnahmen werden die Außengeräusche, die in das Innere eines Gebäudes gelangen, reduziert. Zu den Maßnahmen des passiven Lärmschutzes gehören beispielsweise der Einbau von Schallschutzfenstern und Lüftern sowie Dämmmaßnahmen an der Fassade. Passiver Lärmschutz kommt in der Regel zum Einsatz, wenn aktive Lärmschutzmaßnahmen (zum Beispiel Flüsterasphalt oder Lärmschutzwände) nicht umgesetzt werden können oder unverhältnismäßig sind. Welche Gebäude im Umfeld der Rudolf-Wissell-Brücke und des Autobahndreiecks Charlottenburg im Grunde nach Anspruch auf passiven Lärmschutz haben könnten, wird im Planfeststellungsbeschluss festgelegt.

Soll auf der neuen Rudolf-Wissell-Brücke Flüsterasphalt verwendet werden?

Flüsterasphalt zeigt eine lärmmindernde Wirkung erst bei höheren Geschwindigkeiten. Bei 80 km/h ist der Effekt vergleichsweise gering. Nach den Berechnungen der DEGES läge der Minderungseffekt bei nur 0,8 bis 1,8 db(A), also unter oder nur leicht über der Grenze der Hörbarkeit. Auf den Rampen, die mit weniger als 80 km/h befahren werden, würde er so gut wie keine Wirkung zeigen.
Das Aufbringen des Asphalts auf die Brücke wäre bautechnische und erhaltungstechnisch sehr aufwändig und würde entsprechend hohe Kosten verursachen – bei nur sehr geringer Wirkung.

Wird es auf der neuen Rudolf-Wissell-Brücke einen Fahrradweg geben?

Der Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke ist eine seit vielen Jahre geplante sogenannte Erhaltungsmaßnahme im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung. Anders als bei Ausbauvorhaben konzentriert sich die Planung daher primär auf die Wiederherstellung der alten Funktionen der Brücke – auch wenn sie dafür unter Aufrechterhaltung der Verkehrsbeziehungen letztlich neu errichtet wird („Ersatzneubau“). Die Planung sieht deshalb, analog zum Bestand, keinen Radweg vor.

Was für eine Bauzeit ist geplant?

Die DEGES sieht für den gesamten Ersatzneubau eine Bauzeit von insgesamt rund fünf bis sechs Jahren vor. Die Bauzeit ist abhängig von der Finanzierung des Bundes. Auch Auflagen aus dem Planfeststellungsverfahren können den Bauablauf und damit die Bauzeit verlängern. Ziel der DEGES ist es, so schnell wie möglich zu bauen, um die Auswirkungen auf den Verkehr so gering wie möglich zu halten.

Wie wird dafür gesorgt, dass während der Bauzeit kein zusätzlicher Verkehr in den umliegenden Wohngebieten entsteht?

Die DEGES setzt das Vorhaben unter fließendem Verkehr um. Die Autobahn A 100 bleibt über die gesamte Fahrzeit auf durchgängig drei Fahrstreifen pro Richtung befahrbar. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass Verkehr während der Bauzeit nicht ins umliegende Netz der Stadtstraßen verdrängt wird.
Die Vorgabe, auch während der Bauzeit die gleiche Anzahl von Fahrstreifen aufrecht zu erhalten, wie sie derzeit zur Verfügung stehen, ist eine planerische Herausforderung, die auch zusätzliche Kosten mit sich bringt. Klares Ziel ist es, durchgehend den Verkehr auf der Autobahn zu bündeln und so für die Wohngebiete im Umfeld eine zusätzliche Belastung durch „Schleichverkehre“ zu vermeiden.

Im vorgesehenen Bauzeitraum sollen auch noch andere Vorhaben auf der Autobahn A 100 umgesetzt werden: Wird es dadurch zu einem Verkehrskollaps kommen?

Grundsätzlich bestehen zwei Möglichkeiten:

Einerseits könnten die dringend erforderlichen Erneuerungsarbeiten in den verschiedenen Abschnitten der Autobahn A 100, darunter das Autobahndreieck Funkturm, die Westendbrücke, die Rudolf-Wissell-Brücke, nacheinander über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren umgesetzt werden. In diesem lang andauernden Zeitraum würde der Verkehr immer wieder Behinderungen ausgesetzt. Andererseits können die Vorhaben parallel und koordiniert in einem Zeitraum von 5 bis 7 Jahren realisiert werden. In diesem Zeitraum wird es dann teilweise zu größeren Einschränkungen kommen, die jedoch weniger lang andauern.

Die DEGES plädiert dafür, die Bauzeit möglichst kurz zu halten und die Vorhaben auch teilweise parallel umzusetzen. Die stellt für Verkehrsteilnehmer wie auch für die Planer und die Baufirmen eine große Herausforderung dar. Auch für den Bund als Geldmittelgeber sind die finanziellen Herausforderungen eines solchen Vorgehens enorm. Ob parallel gebaut werden kann, hängt auch davon ab, ob zu dem Zeitpunkt, an dem Baurecht besteht, also ab 2023, die erforderliche Finanzierung durch den Bund zur Verfügung gestellt werden kann. Dies ist zum derzeitigen Zeitpunkt nicht absehbar.

Wenngleich Einschränkungen nicht vermieden werden können: Ein Verkehrskollaps ist nicht zu erwarten, da beim parallelen Bauen die Baustellen miteinander koordiniert werden.

Ist der Neubau der Brücke vor dem Hintergrund der Verkehrswende überhaupt noch zeitgemäß?

Der Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke ist eine Erhaltungsmaßnahme. Sie soll gewährleisten, dass die Funktionsfähigkeit einer bestehenden Infrastruktur dauerhaft gesichert wird. Im Zuge des Projektes werden der Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit verbessert. Für die Anwohnerinnen und Anwohner wird es zum ersten Mal Lärmschutz geben. Die Kapazität der Brücke und des Autobahndreiecks Charlottenburg werden nicht erhöht. Insofern ist die Mobilitätswende bereits in das Projekt eingeplant: Erst durch einen Rückgang des Verkehrs wird sich der Verkehrsfluss auf dem hochbelasteten Abschnitt deutlich entspannen.
Durch die Bündelung von Verkehren auf der Autobahn – dauerhaft und auch während der Bauzeit – wird dafür gesorgt, dass kein zusätzlicher Verkehr in den umliegenden Stadtstraßen und Wohngebieten entsteht. Sollte die Verkehrswende zukünftig die angestrebten Effekte zeigen, werden die Kieze doppelt entlastet: Einerseits, weil der Verkehr insgesamt zurückgeht, andererseits weil ein Großteil des verbleibenden Verkehrs von Personen, Waren und Gütern gebündelt und damit stadtverträglich über die Autobahn abgewickelt werden kann.
Berlin braucht eine leistungsfähige Infrastruktur – auch und gerade um die Ziele der Verkehrswende erreichen zu können.

Wie werden die KünstlerInnen, die im Atelierhaus am Nonnendamm 17 arbeiten, in die Planung einbezogen?

Die DEGES wird im weiteren Planungsverfahren in den intensiven Dialog mit den KünstlerInnen treten. Dabei werden allen Fragen, die im Vorfeld sowie im Laufe der digitalen Informationsveranstaltung durch die KünstlerInnen gestellt wurden, auch beantwortet. Als ersten Schritt hierzu hat die DEGES Mitte November 2020 ein persönliches Gespräch mit den KünstlerInnen geführt. Bei Bedarf werden weitere Gespräche folgen.

Wie ist der weitere Dialog mit den Anwohnerinnen und Anwohnern der Rudolph-Wissell-Brücke und des Autobahndreiecks Charlottenburg vorgesehen?

Die DEGES wird den Dialog kontinuierlich fortführen. Wie genau dies geschehen soll, kann – auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie – derzeit noch nicht verbindlich gesagt werden.

Online-Infoveranstaltung

Am Dienstag, 17. Mai 2022, waren alle interessierten Anwohnerinnen und Anwohner, Bürgerinnen und Bürger zur Online-Infoveranstaltung zum anstehenden Genehmigungsverfahren zum Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke eingeladen. Über 170 Teilnehmer:innen nutzten die Möglichkeit Fragen an die Fachleute der DEGES zu stellen.

Aufgrund der guten Erfahrungen und der positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden unserer digitalen Veranstaltungen in den vergangenen zwei Jahren führte die DEGES die Veranstaltung erneut online durch.

Sie haben unsere Veranstaltung verpasst? Dann können Sie sich hier den Mitschnitt ansehen:

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Präsentation zum Download

Die in der Veranstaltung gezeigte Präsentation können Sie hier herunterladen.

Ihre Fragen und Hinweise

Fragen oder Hinweise konnten Sie uns bereits im Vorfeld der Veranstaltung zukommen lassen. Alternativ bestand während der Veranstaltung die Möglichkeit, über die Chat-Funktion Fragen an die Fachleute der DEGES zu stellen. Die DEGES wird die Fragen und Antworten zusammenfassen und zeitnah auf der Webseite zur Verfügung stellen.

Datenschutz

Hier finden Sie unsere Hinweise zum Datenschutz für die Teilnahme an der Online-Infoveranstaltung.

Die Berliner Stadtautobahn fit für die Zukunft machen

Die Autobahnen A 100 (Berliner Stadtring), A 115 (inklusive AVUS) sowie A 111 (Zubringer Oranienburg) bilden zusammen die Stadtautobahn (West).

Die DEGES plant und realisiert vier Großprojekte entlang der Stadtautobahn:

Ziel aller Projekte ist die Erneuerung der bestehenden Infrastruktur und damit die langfristige Sicherung der Leistungsfähigkeit dieser zentralen Berliner Verkehrsverbindung. Zudem sollen die Verkehrssicherheit sowie der Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor Luftschadstoffen und Lärmbelastung verbessert werden. Denn eine Infrastruktur, die fit für die Zukunft ist, bringt moderne Mobilitätsanforderungen und hohe Lebensqualität in der Stadt miteinander in Einklang.

Übersicht der Berliner Projekte

Die Stadtautobahn hält Berlin mobil. Und den Verkehr aus den Kiezen heraus.

Die Stadtautobahn verbindet die Bezirke und ihre Bewohnerinnen und Bewohner miteinander und mit dem Umland. Über den Berliner Ring und damit an das bundesdeutsche und europäische Fernstraßennetz. So bietet die Stadtautobahn eine leistungsfähige Verbindung in die Stadt, aus ihr heraus und um sie herum.

Tausende von Berlinerinnen und Berlinern nutzen täglich die Stadtautobahn. Sie leistet einen nicht wegzudenkenden Beitrag zur Mobilität der Menschen und zur Versorgung von Geschäften und Unternehmen in allen Teilen der Stadt. Durch die Bündelung des Verkehrs hält die Stadtautobahn den Durchgangs- und Fernverkehr aus den Wohnvierteln heraus. Denn Verkehr ohne direktes Ziel im Kiez nutzt eher die Stadtautobahn als das Netz der Stadtstraßen. Gäbe es die Stadtautobahn nicht, müssten täglich zwischen 180.000 und 230.000 Pkw und Lkw auf anderen Wegen in und durch die Stadt gelangen. Das Netz der Stadtstraßen wäre damit zusätzlich belastet. Die Folgen: Verkehrsteilnehmer stünden im Dauerstau und die Wohnviertel würden durch Verkehr, Lärm und Abgase stark belastet – und das nicht nur zur Hauptverkehrszeit.

Die Projekte der DEGES stellen sicher, dass der Verkehr die Stadtautobahn durchgängig und langfristig nutzen kann.

Die stark befahrenen Strecken der A 100, A 111 und A 115 sind aufgrund ihres Alters und der Belastungen der Vergangenheit nicht mehr leistungsfähig. Sie müssen dringend erneuert werden. Bauwerke wie die Brücken und Rampen am Autobahndreieck Funkturm, die Rudolf-Wissell-Brücke sowie die Westendbrücke sind dem stetig zunehmenden Verkehr nicht mehr gewachsen. Aufgrund ihrer Bauweise sind sie nicht sanierungsfähig, sondern müssen durch neue Bauwerke ersetzt werden.

Während der Bauphase soll der Verkehr so weit wie möglich auf der Stadtautobahn bleiben. Dies muss bereits bei der Planung der Projekte berücksichtigt werden und ist beispielsweise ein Grund dafür, dass die neue Rudolf-Wissell-Brücke zukünftig, anders als heute, aus zwei getrennten Brückenbauwerken bestehen wird.

Nach Fertigstellung der Projekte steht dem Verkehr der Hauptstadt entlang der Stadtautobahn (West) eine Infrastruktur zur Verfügung, die langfristig nutzbar, leistungsfähig und – dank verbesserter Verkehrsführung – auch sicherer und flüssiger zu befahren ist. Damit bleibt die Stadtautobahn die erste Wahl für Verkehre durch die Stadt, die Stadtstraßen werden entlastet.

Besserer Verkehrsfluss und mehr Verkehrssicherheit, aber keine zusätzlichen Kapazitäten.

Zum Alltag der Verkehrsteilnehmer gehört er dazu: der Stau auf der Berliner Stadtautobahn. Die Hauptursache ist die hohe Verkehrsbelastung: Wenn Autos und Lkw dicht an dicht fahren, dann birgt jede noch so kleine Störung im Ablauf das Potenzial für einen Stau. Anlässe für diese Störungen gibt es viele. Zu den häufigsten gehören plötzliche Spurwechsel oder Bremsmanöver an Abfahrten, Baustellen, gesperrte oder verengte Fahrspuren, Stockungen an Auffahrten sowie liegengebliebene Fahrzeuge oder Unfälle.

Mit ihren Projekten trägt die DEGES dazu bei, dass die Anlässe für Störungen weniger werden. Dafür wird beispielsweise beim Umbau des Autobahndreiecks Funkturm der Verkehr neu organisiert. Beim Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke und der Westendbrücke werden neue Verflechtungsstreifen zwischen den ungewöhnlich dicht aufeinanderfolgenden Auf- und Abfahrten geschaffen. Diese Maßnahmen dienen der Verbesserung des Verkehrsflusses und der Verkehrssicherheit. Sie erhöhen dabei nicht die Kapazität auf der gesamten Stadtautobahn.

Das bedeutet im Umkehrschluss auch: Störungen im Verkehrsfluss und Staus wird es auf der vielbefahrenen Stadtautobahn auch nach dem Umbau geben, denn Prognosen zufolge steigt das Verkehrsaufkommen in den nächsten Jahren weiter an. Eine staufreie Stadtautobahn ist erst dann möglich, wenn der Verkehr im Zuge der Mobilitätswende deutlich abnimmt. Entlastung schaffen die Projekte der DEGES insofern, als dass die Stauanlässe vermindert werden – und damit auch das Risiko von Unfällen sowie die Luftschadstoff- und Lärmbelastung im Umfeld der Stadtautobahn.

Die Stadt der Zukunft braucht die richtige Infrastruktur für den Verkehr der Zukunft.

Die Projekte der DEGES sorgen dafür, dass Modernisierung und Ersatz der überalterten Streckenabschnitte schnell und professionell geplant und realisiert werden können. Die Qualität der Strecken und Bauwerke wird nachhaltig verbessert: durch moderne Baustoffe, durch effektive Bauverfahren, durch Maßnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses, der Verkehrssicherheit sowie durch geeignete Lärmschutzmaßnahmen und landschaftspflegerische Begleitmaßnahmen. Damit erhält die DEGES nicht nur die Infrastruktur, sondern sie macht sie jetzt zukunftssicher für die Mobilitätsanforderungen der nächsten Jahrzehnte.

Auch in der Mobilität von morgen werden Pkw und Lkw eine wichtige Rolle spielen, und der motorisierte Verkehr wird weiterhin ein Teil der Stadt bleiben. Immer mehr Menschen fordern, dass der Verkehr innerhalb der Wohnviertel mit wenigen oder gar keinen Autos stattfinden soll. Gerade deshalb braucht es die moderne und leistungsfähige Stadtautobahn. Sie bietet dem Verkehr eine Alternative zu den Stadtstraßen. Weniger Belastung auf den Stadtstraßen heißt auch: mehr Möglichkeiten, den Straßenraum neu zu verteilen oder alternative Nutzungskonzepte zu entwickeln.

Die erforderliche Infrastruktur steht mit der Stadtautobahn zur Verfügung und kann durch Erhalt und Modernisierung langfristig gesichert werden. Dies muss heute geschehen, und nicht irgendwann in der Zukunft. Der schlechte Zustand vieler Streckenabschnitte und Bauwerke lässt keine weiteren Verzögerungen zu. Ein Rückstand bei der Instandhaltung und Modernisierung birgt das Risiko, dass Strecken, Brücken und Tunnel unbefahrbar werden. Die Folgen: mehr Durchgangsverkehr in den Wohnvierteln, längere Wege für Menschen und Güter, Zeitverluste und eine höhere Belastung von Mensch und Umwelt.

Die DEGES plant und realisiert die Projekte entlang der Stadtautobahn im Dialog mit den Anwohnerinnen und Anwohnern.

Die DEGES plant und realisiert alle Projekte im Dialog und mit der Beteiligung von Anwohnerinnen und Anwohnern, Verbänden, Bezirken und dem Land Berlin. Dabei werden bestehende Gestaltungsspielräume genutzt, um die verkehrlichen Anforderungen und die Belange der Anwohnerinnen und Anwohner so gut es geht miteinander in Einklang zu bringen. Wo die Gestaltungsspielräume durch Technik, Raum oder gesetzliche Vorgaben begrenzt sind, informieren wir transparent und begründen, warum sich nicht alle Vorstellungen verwirklichen lassen. Das ist für uns echte Beteiligung: mögliche Kompromisse finden, keine falschen Erwartungen schüren und offen miteinander reden.

Durch die koordinierte Umsetzung aller Projekte halten wir die Bauzeit möglichst kurz und die Belastung in Grenzen.

Die Umsetzung unserer Projekte entlang der Stadtautobahn koordinieren wir so, dass die Bauzeit insgesamt möglichst kurz gehalten wird. Dafür müssen Arbeiten zum Teil zeitgleich erfolgen. Das bedeutet, dass es entlang der Stadtautobahn in den nächsten Jahren auch zu Verkehrseinschränkungen kommen wird. Wir bemühen uns kontinuierlich darum, diese Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Dies tun wir, damit Pendlerinnen und Pendler sowie der Wirtschafts- und Güterverkehr ohne große Zeitverluste an ihr Ziel kommen und der Verkehr so weit wie möglich auf der Stadtautobahn bleiben kann.

Die Alternative wäre, die Arbeiten an den verschiedenen Projekten nacheinander umzusetzen, was die Bauzeit insgesamt erheblich verlängern würde: Aus acht Jahren geplanter Bauzeit würden dann zwölf bis fünfzehn Jahre Verkehrseinschränkungen. Aus diesem Grund, und weil der heute altersbedingt schlechte Zustand der Brücken und Straßen ein schnelles Handeln erfordert, stellt dieses Vorgehen aus unserer Sicht keine umsetzbare Alternative dar.

Digitale Informationsveranstaltung am 29. Oktober 2020

Am 29. Oktober waren alle Interessierten zur digitalen Informationsveranstaltung zum Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke und zum Umbau des Autobahndreiecks Charlottenburg eingeladen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde über den aktuellen Stand der Planung informiert. Über 300 TeilnehmerInnen nutzten die Möglichkeit, über die Chat-Funktion Fragen an die Experten der DEGES zu stellen und Hinweise zur Planung zu geben.

Die Experten der DEGES bei der digitalen Informationsveranstaltung am 29. Oktober 2020
Digitale Informationsveranstaltung der DEGES am 29. Oktober 2020 | Bildnachweis: Saskia Uppenkamp

Hier können Sie sich den Mitschnitt der Veranstaltung anschauen:

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Bürgertelefon

Sie haben Fragen zu einem unserer Projekte? Dann rufen Sie gerne an. Sie erreichen unser Bürgertelefon montags bis sonntags zwischen 8 und 20 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 5895 2479.

Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL

Unser Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL informiert regelmäßig über den aktuellen Stand aller DEGES Projekte in Berlin. Damit bleiben Sie auf dem Laufenden zu Planung, Veranstaltungen, Genehmigungsverfahren und Umsetzung der Verkehrsprojekte der DEGES in Berlin. Sie können sich online für den Informationsdienst anmelden.

 

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Visualisierung des Siegerentwurfs

Diese Visualisierung wurde im Rahmen des Planungswettbewerbs für den Neubau der Rudolf-Wissell-Brücke durch das Ingenieurbüro Leonhardt, Andrä und Partner erstellt. Der Wettbewerb startete im Januar 2017 und ein Jahr später, Anfang Januar 2018, erfolgte die Abschlussprüfung.

Bitte beachten Sie: Mit fortschreitender Planungstiefe erfolgt auch eine Anpassung bzw. Präzisierung der Planungsinhalte. Einige Inhalte der Visualisierung, zum Beispiel die Details zu den Lärmschutzwänden am Autobahndreieck Charlottenburg, entsprechend nicht mehr dem aktuellen Planungsstand.

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