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A 100: Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke In Planung

Berlins Infrastruktur fit für die Zukunft machen

Luftbild der Rudolf-Wissell-Brücke

Daten und Fakten

  • Gesamtlänge: 930 m
  • Verkehrsbelastung 2019: 180.000 Kfz/24 h
  • Besondere Herausforderung: Bauen unter Verkehr

Hinweis

Vielen Dank an alle TeilnemerInnen unserer
Digitale Informationsveranstaltung am 29. Oktober 2020, 19 bis 21 Uhr

Details zur Veranstaltung, unter anderem den Mitschnitt und die Präsentation finden Sie auf der Unterseite Informationsveranstaltung. 

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Karte

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Projektbeschreibung

Die DEGES plant und realisiert im Auftrag des Bundes und des Landes Berlin den Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke im Zuge der A 100. Ziel des Bauvorhabens ist es, dieses Herzstück des Berliner Straßensystems zu erneuern und an das gestiegene Verkehrsaufkommen anzupassen.

Das mit rund 930 Meter längste Brückenbauwerk Berlins muss neu gebaut werden. Das Bauwerk ist Teil des aktuell am drittmeisten befahrenen Autobahnabschnitts Deutschlands, war jedoch bei seiner Verkehrsfreigabe Anfang der 1960er Jahre nicht für die hohe Verkehrsbelastung der heutigen Zeit ausgelegt. Aktuell befahren täglich rund 180.000 Fahrzeuge die Brücke. Das Spannbeton-Bauwerk mit insgesamt sechs Fahrstreifen hat einen kritischen Zustand erreicht und muss zeitnah durch einen Neubau ersetzt werden.

Vorteile für Anwohner und Verkehrsteilnehmer

  • Entlastung von den derzeitigen Verkehrseinschränkungen wie Stau oder Teilsperrungen
  • Schnelle Verbindung zwischen den Bezirken und der Region
  • Kürzere Fahrzeiten
  • Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
  • Effiziente Verkehrsanbindung an den Wirtschaftsstandort Berlin
  • Entscheidende Voraussetzung für weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Berlin

Zeitplan

Baubeginn

Start Planfeststellungsverfahren

Abschluss der Entwurfsplanung

Abschluss der Vorplanung

Fahrbahnsanierung Fahrtrichtung Süd

Verkündung Gewinner Ideenwettbewerb

Fahrbahnsanierung Fahrtrichtung Nord

Start Wettbewerb zum Neubau der Rudolf-Wissell-Brücke

Pressebereich

Weitere Informationen finden Sie im Pressebereich dieses Projekts.

Zum Pressebereich

Besonderheiten und Herausforderungen

Die Rudolf-Wissell-Brücke ist in vielerlei Hinsicht besonders. Ihre Länge, ihr Standort, aber auch die Bedeutung für das Berliner Verkehrsnetz sorgen dafür, dass für einen Ersatzneubau keine Standardlösung möglich ist. Neben der sehr hohen Verkehrsbelastung muss bei der Planung auch die besondere Bauart der Brücke berücksichtigt werden. Es handelt sich um einen einteiligen Brückenüberbau mit exzentrischer Pfeilerstellung. Dies macht einen Teilabriss nicht ohne weiteres möglich. Die naheliegende Schleuse Charlottenburg, eine Hochspannungsleitung, Gleise der Deutschen Bahn für den Fern- und Nahverkehr sowie Kleingärten und Uferwege sorgen dafür, dass für die Planung und den Bau nur geringe Ausweichflächen zur Verfügung stehen.

Beste Lösung durch Wettbewerb ermittelt

Die DEGES startete im April 2017 einen einmaligen und für Straßenverkehrsprojekte unüblichen, europaweiten Wettbewerb, um die beste Lösung für den Verkehrsknotenpunkt Rudolf-Wissell-Brücke zu finden. Ein innovativer Ansatz, der für Straßenverkehrsprojekte normalerweise nicht angewandt wird. Es wurden bewusst möglichst viele Ingenieure an der Suche nach der besten Lösung beteiligt.

Nach einer ersten Phase, in der interessierte Ingenieursgemeinschaften und Arbeitsgemeinschaften europaweit ihre Eignung vorweisen mussten, wurden sechs Teilnehmer eingeladen, bis Mitte Juli 2017 erste Lösungsvorschläge zu entwickeln. Anschließend wurden die eingereichten Wettbewerbsbeiträge geprüft. Die besten drei Teilnehmer zogen daraufhin in die nächste Runde ein und vertieften ihre Lösungsvorschläge. Anfang 2018 erfolgte die Abschlussprüfung. In der Wettbewerbsjury saßen Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, der Senatsverwaltung Berlin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, der Wissenschaft und praktizierenden Ingenieure sowie Vertreter der DEGES. Die Jury richtete ein besonderes Augenmerk auf den Bauablauf und die Verkehrsführung während der Bauzeit. Daneben gehörten auch Konstruktion/Bautechnologie, Planungs-/Bauzeit, Genehmigungsfähigkeit, Projektkosten/Wirtschaftlichkeit sowie Umweltverträglichkeit zu den Wertungskriterien.

Im Mai 2018 wurde der Gewinner des Ideenwettbewerbs für den Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke verkündet.

Die Umsetzung: „Alt hilft Neu und Neu hilft Alt“

Der Siegerentwurf des Ingenieurbüros Leonhardt, Andrä und Partner (LAP) sieht vor, dass über die gesamte Bauzeit hinweg bis auf wenige Ausnahmen drei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung stehen, um den für Berlin wichtigen Wirtschaftsverkehr zu sichern und die Region vor dem Dauerstau zu bewahren.

Geplant sind zwei nebeneinander verlaufende Brücken, eine für jede Fahrtrichtung. Zuerst wird die Fahrbahn Richtung Norden separat neu gebaut und an das AD Charlottenburg herangeführt. Anschließend wird die neue Fahrbahn in Richtung Süden in Lage der alten Brücke errichtet.

Visualisierung der geplanten Rudolf-Wissell-Brücke
Es sollen zwei nebeneinander verlaufende Brücken entstehen – eine für jede Fahrtrichtung | Bildnachweis: Leonhardt, Andrä und Partner

Die Auffächerung führt zu einer verbesserten Linienführung im Autobahndreieck Charlottenburg. Die Entzerrung der Zu- und Abfahrten ermöglicht eine Erhöhung der Verkehrssicherheit und der verkehrlichen Leistungsfähigkeit. Auch der Lärmschutz soll im Zuge des Neubaus verbessert werden.

Fahrbahnsanierung in 2017/18

Fahrsanierungsarbeiten
Bildnachweis: iStock.com/i-Stockr

Die Fahrbahn der Rudolf-Wissell-Brücke wurde in den Jahren 2017 und 2018 durch die DEGES saniert. Diese Erhaltungsmaßnahme verbesserte die Verkehrssicherheit und trägt dazu bei, dass es bis zur Verkehrsumlegung auf den neuen östlichen Überbau – frühestens 2027 – deutlich weniger Baustellen als in den Jahren 2010 bis 2017 geben wird. Die Fahrbahn in Fahrtrichtung Nord wurde in den Sommerferien 2017, die in Fahrtrichtung Süd in den Sommerferien 2018 saniert. Die Kosten betrugen insgesamt ca. 7 Mio. Euro brutto und wurden von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin getragen.

Koordinierte Instandsetzung

Die DEGES-Projekte an der Berliner Standtautobahn im Überblick

Die DEGES verantwortet die Erneuerung und Instandsetzung der Bundesautobahnen A 100 und A 111 im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle (AS) Spandauer Damm über das Autobahndreieck Charlottenburg bis zur Landesgrenze Berlin/Brandenburg. Neben der Strecke, der Rudolf-Wissell-Brücke und der Westendbrücke werden weitere 39 Brücken-, 16 Tunnel- und Trogbauwerke, 95 Verkehrszeichenbrücken und Schranken, 105 Lärmschutz- und Stützwände und neun Bauwerke der Entwässerung saniert.

Für Berlin und Brandenburg hat dieser Abschnitt der Stadtautobahn zentrale Bedeutung. Als Zubringer zum Flughafen Tegel, als Fernverkehrsverbindung zu anderen Metropolen und als innerstädtische Anbindung für die Bezirke Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte, Spandau und Reinickendorf.

Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und des allgemeinen Zustandes sind Reparaturarbeiten mit Spursperrungen und -einengungen regelmäßige Realität. Daher muss der Abschnitt grundlegend erneuert werden. Dabei ist ein zentrales Ziel der DEGES, die verkehrlichen Einschränkungen durch die Bauarbeiten auf ein unvermeidbares Minimum zu reduzieren.

Digitale Informationsveranstaltung am 29. Oktober 2020

Die Experten der DEGES bei der digitalen Informationsveranstaltung am 29. Oktober 2020
Digitale Informationsveranstaltung der DEGES am 29. Oktober 2020 | Bildnachweis: Saskia Uppenkamp

Am 29. Oktober waren alle Interessierten zur digitalen Informationsveranstaltung zum Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke und zum Umbau des Autobahndreiecks Charlottenburg eingeladen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde über den aktuellen Stand der Planung informiert. Über 300 TeilnehmerInnen nutzen die Möglichkeit, über die Chat-Funktion Fragen an die Experten der DEGES zu stellen und Hinweise zur Planung zu geben.

Hier können Sie sich den Mitschnitt der Veranstaltung anschauen:

YouTube

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Zur Veranstaltung

Die Veranstaltung fand online am

Donnerstag, 29. Oktober 2020,

von 19 bis 21 Uhr statt.

Der Schutz der Gesundheit hat oberste Priorität. Angesichts steigender Infektionszahlen haben wir die Veranstaltung, die ursprünglich als Möglichkeit für den persönlichen Austausch vor Ort geplant war, in den digitalen Raum verlagert. So ermöglichen wir Information und Dialog trotz Covid-19-Pandemie. Die Veranstaltung ausfallen zu lassen, war für uns keine Option. Wir freuen uns, dass  Anwohnerin, Anwohner und Interessierte zahlreich an der digitalen Informationsveranstaltung teilgenommen haben.

Es war möglich sich mit einem internetfähigen Gerät zuschalten und über die Chat-Funktion Fragen zu stellen und Hinweise zu geben. Es bestand auch die Möglichkeit, sich telefonisch einzuwählen. Am Telefon konnten Aussagen und Erläuterungen nur gehört werden, es bestand die Möglichkeit, die Präsentation anzuschauen, die direkt vor der Veranstaltung hier bereitgestellt wurde.

Der Vortrag zum Download

Hier können Sie sich die Folien der Veranstaltung herunterladen.

Ablauf der Informationsveranstaltung

  • Begrüßung und Einführung
  • Vortrag: Überblick über das Projekt
  • Diskussionsrunde mit Fragen aus dem Chat
  • Vortrag: Weitere Aspekte der Planung
  • Abschlussdiskussion mit weiteren Fragen aus dem Chat
  • Ausblick auf das weitere Vorgehen

Broschüre

Weiter Informationen finden Sie in unserer Broschüre Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke und Umbau des Autobahndreiecks Charlottenburg auf der Berliner Stadtautobahn A 100. Gedruckte Exemplare – auch zur Auslage und Weitergabe an Interessierte – können unter Angabe der Anzahl gewünschter Broschüren kostenfrei bestellt werden. Bitte nutzen Sie hierfür sowie für Fragen oder Hinweise das Kontaktformular oder das Bürgertelefon, montags bis sonntags von 8 Uhr bis 20 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 5895 2479.

Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL

Unser Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL informiert regelmäßig über den aktuellen Stand aller DEGES Projekte in Berlin. Damit bleiben Sie auf dem Laufenden zu Planung, Veranstaltungen, Genehmigungsverfahren und Umsetzung der Verkehrsprojekte der DEGES in Berlin. Sie können sich online für den Informationsdienst anmelden.

 

Kontaktformular

Sie möchten mit uns in Kontakt treten? Dann schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular. Wir beantworten Ihr Anliegen schnellstmöglich. Für eine persönliche Ansprache füllen Sie bitte auch das Feld Name aus (nicht verpflichtend).

Präsentationen

Informationsbroschüre

Informationsgrafiken

Visualisierung des Siegerentwurfs

Diese Visualisierung wurde im Rahmen des Planungswettbewerbs für den Neubau der Rudolf-Wissell-Brücke durch das Ingenieurbüro Leonhardt, Andrä und Partner erstellt. Der Wettbewerb startete im Januar 2017 und ein Jahr später, Anfang Januar 2018, erfolgte die Abschlussprüfung.

Bitte beachten Sie: Mit fortschreitender Planungstiefe erfolgt auch eine Anpassung bzw. Präzisierung der Planungsinhalte. Einige Inhalte der Visualisierung, zum Beispiel die Details zu den Lärmschutzwänden am Autobahndreieck Charlottenburg, entsprechend nicht mehr dem aktuellen Planungsstand.

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