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A 7: Stellingentunnel In Bau

Der rund 900 Meter lange Stellingentunnel beginnt im Süden an der Kieler Straße und schließt im Norden an die Brücke der Güterumgehungsbahn an.

Luftbildaufnahme Stellingentunnel
Bildnachweis: Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz

Daten und Fakten

  • Gesamtlänge: 960 m
  • achtstreifiger Ausbau

Karte

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Projektbeschreibung:

Für das Jahr 2025 werden bis zu 165.000 Fahrzeuge pro Tag auf dem
A 7-Abschnitt Stellingen vorhergesagt. Solch ein Verkehrsaufkommen erfordert im gesamten Bereich der geplanten Baumaßnahme aufwendigen aktiven Schallschutz: Lärmschutzwände, Mittelwände, lärmarme Fahrbahnoberflächen sowie ein Lärmschutztunnel.

Im Abschnitt Stellingen werden insgesamt 20 Lärmschutzwände errichtet, deren Höhe zwischen vier und neun Metern variiert. Um die enormen Höhen zu begrenzen, werden die meisten Lärmschutzwände mit einer Auskragung versehen. Die Lärmschutzwände werden auf der Grundlage der schalltechnischen Untersuchung hochabsorbierend ausgebildet.

Im Abschnitt Stellingen belaufen sich die aktiven Lärmschutzmaßnahmen auf:

  • 0,9 Kilometer Lärmschutztunnel,
  • 3,9 Kilometer Lärmschutzwände,
  • 0,3 Kilometer Mittelwände,
  • 1,1 Kilometer Lärmschutzwälle,
  • 2,7 Kilometer lärmarme, offenporige Fahrbahnoberfläche (OPA).
Funktionsskizze Tunnelbauwerk
Funktionsskizze des Tunnelbauwerks

Im Regelquerschnitt beträgt die lichte Weite 22,50 Meter (Richtungsfahrbahn Hannover) bzw. 22,60 Meter (Richtungsfahrbahn Flensburg). In beiden Röhren sind vier Fahrstreifen sowie ein Verflechtungsstreifen, ein Seitenstreifen und Notgehwege angeordnet. Damit ist auch eine sechsstreifige Verkehrsführung in einer Tunnelröhre möglich. Am Anschluss Stellingen wird der Querschnitt für die zusätzlichen Einfahr- bzw. Ausfahrstreifen aufgeweitet. Die lichte Weite variiert.

Der Tunnel in Zahlen

  • Tunnellänge: 893 m
  • Tunnelbreite: 22,50 bis ca. 31 m
  • Lichte Bauhöhe: 4,90 m
  • Querschnitt: achtstreifig

Auf der Tunneloberfläche werden ein Park und Kleingärten angelegt. Für die künftige Gestaltung und Nutzung der Tunneloberfläche wurde im Frühjahr 2010 ein freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb durchgeführt. Der prämierte Siegerentwurf wird umgesetzt.

Zeitplan

Anlegen der Parkflächen und Kleingärten

Fertigstellung der Weströhre

Baubeginn Weströhre

Einfahrbetrieb Tunnelröhre Ost

Fertigstellung Rohbau der östlichen Tunnelröhre

Baubeginn Deckel Stellingen, Bauzeit: etwa fünf Jahre

Abriss und Neubau der Langenfelder Brücke, Bauzeit ca. vier Jahre

Planfeststellungsbeschluss

erneuter Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren

Auslegung der überarbeiteten Planfeststellungsunterlagen

Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren

Auslegung Planfeststellungsunterlagen

Informationsveranstaltung zur Planfeststellung und Öffentliche Plandiskussion Deckel Stellingen

Wettbewerbsverfahren Deckel Stellingen

Ideenbörse zur Deckelgestaltung Stellingen für interessierte Bürgerinnen und Bürger

Informationsveranstaltung Autobahnausbau und Stellingendeckel

Planungen des Ausbaus für den A 7-Abschnitt Autobahndreieck HH-Nordwest bis zur Anschlussstelle HH-Volkspark sowie des Deckels Stellingen

Bauphasen

Im Februar 2016 wurde damit begonnen, die A 7 für den Bau des Lärmschutztunnels Stellingen vorzubereiten. Neben Rodungen und Baumfällungen mussten die Lärmschutzwände östlich der Autobahn abgebaut und durch temporäre Lärmschutzwände sowie eine vorübergehende Stützwand ersetzt werden. Um mit dem Bau der östlichen Tunnelröhre beginnen zu können, wurde bis Dezember 2016 die Fahrbahn Richtung Hannover erweitert, sodass während der fast fünfjährigen Bauzeit die Zahl der bisherigen sechs Fahrstreifen weitestgehend aufrechterhalten werden kann. Während der Bauzeit der östlichen Tunnelröhre wird der Verkehr komplett auf der westlichen Fahrbahn Richtung Süden verlegt.

Wördemanns Weg und Kieler Straße

Vom 9. bis 12. September 2016 wurde innerhalb einer 55-stündigen Vollsperrung der A 7 die Autobahnüberführung im Verlauf des Wördemanns Wegs für den Tunnelbau abgebrochen. Es wurde eine provisorische Brücke errichtet – eine Ampel regelt den Verkehr. Bis zur Fertigstellung des Tunnels 2020 wird die Behelfsbrücke bestehen bleiben.

Da der Lärmschutztunnel an der Kieler Straße beginnt, fanden auch hier einige bauliche und verkehrliche Änderungen statt:

Die Autobahnauffahrt Richtung Norden an der Anschlussstelle Stellingen wurde im Dezember 2016 geschlossen und durch eine provisorische Auffahrt ersetzt, um das Baufeld für die östliche Tunnelröhre freizumachen. Hier mussten vorab alle Mittelinseln und Lichtmasten auf der Kieler Straße zurückgebaut werden. Hierdurch konnte ein zweistreifiger Linksabbieger für die Auffahrt zur provisorischen Rampe und eine Ampelanlage hergestellt werden.

Um die Anschlussstelle Stellingen, insbesondere die provisorische Rampe mit dem verkürzten Einfädelungsstreifen, aber auch das nachgeordnete Netz verkehrlich zu entlasten, wurden unterschiedliche Maßnahmen umgesetzt.

Start des Deckelbaus Ende 2016

Im Dezember 2016 wurden die vorbereitenden Maßnahmen für den Tunnelbau beendet, sodass der Verkehr komplett mit allen sechs Fahrstreifen auf die Fahrbahn Richtung Hannover gelegt werden konnte. Der Rohbau der ersten Tunnelröhre ist seit Anfang Mai 2018 fertiggestellt. Der Einfahrbetrieb im Gegenrichtungsverkehr wurde im April 2019 eingerichtet.

Derzeit werden die Deckelelemente der Tunnelröhre West betoniert, im Nachgang erfolgt die betriebs- und verkehrstechnische Ausstattung. Parallel werden die nördlich und südlich des Tunnels anschließenden Lärmschutzmaßnahmen und die Verkehrszeichenbrücken montiert.

Nach Fertigstellung der zweiten Tunnelhälfte Ende 2020 können die Verkehrsteilnehmer den kompletten neuen Tunnel auf jeweils vier Fahrstreifen plus Ein- und Ausfädelungsstreifen in Richtung Hannover und Flensburg passieren. Im Anschluss wird die Deckeloberfläche des Tunnels in einem Zeitraum von ca. 18 Monaten zu einer neuen Grün- und Parkanlage für Hamburg gestaltet.

Planungs- und Bauphasen im Überblick

  • seit 2008: Planungen des Ausbaus für den A 7-Abschnitt Autobahndreieck HH-Nordwest bis zur Anschlussstelle HH-Volkspark sowie des Deckels Stellingen
  • Februar 2010: Informationsveranstaltung Autobahnausbau und Stellingendeckel
  • März 2010: Ideenbörse zur Deckelgestaltung Stellingen für interessierte Bürgerinnen und Bürger
  • April bis Juli 2010: Wettbewerbsverfahren Deckel Stellingen
  • November 2010: Informationsveranstaltung zur Planfeststellung und Öffentliche Plandiskussion Deckel Stellingen
  • 17. Januar bis 16. Februar 2011: Auslegung Planfeststellungsunterlagen
  • 5. bis 9. September 2011: Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren
  • 23. April bis 22. Mai 2012: Auslegung der überarbeiteten Planfeststellungsunterlagen
  • 12. bis 13. September 2012: erneuter Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren
  • 23. August 2013: Planfeststellungsbeschluss
  • seit Mai 2014: Abriss und Neubau der Langenfelder Brücke, Bauzeit ca. vier Jahre
  • 2016: Baubeginn Deckel Stellingen, Bauzeit: etwa fünf Jahre
  • Mai 2018: Fertigstellung Rohbau der östlichen Tunnelröhre
  • April 2019: Einfahrbetrieb Tunnelröhre Ost
  • April 2019: Baubeginn Weströhre
  • Ende 2020: Fertigstellung der Weströhre
  • anschließend: Anlegen der Parkflächen und Kleingärten

Bereits im Frühjahr 2012 wurde zur Vorbereitung der Arbeiten am Deckel Stellingen die Brücke an der Güterumgehungsbahn gegen eine Brücke mit größerer Spannweite ausgetauscht:

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Planfeststellung

Im Februar 2010 wurden alle Interessierten in einer öffentlichen Veranstaltung über die Ausbauplanung und den Deckel im Abschnitt Stellingen informiert. Ab dem 17. Januar 2011 lief das Planfeststellungsverfahren. Die Planunterlagen einschließlich der Unterlagen über die Umweltauswirkungen lagen vom 17. Januar bis 16. Februar 2011 in den Bezirksämtern Eimsbüttel und Altona zur Einsicht aus. Sie wurden aufgrund der zahlreichen Anregungen, Einwendungen und Stellungnahmen überarbeitet. Dies betraf unter anderem:

  • Änderungen im Bereich des Lärmschutztunnels, im Bereich Wördemanns Weg und im Bereich der Anschlussstelle HH-Stellingen,
  • Wegfall der Höhenkontrolle,
  • Änderungen an Leitungen, Entwässerungsanlagen, Betriebswegen, Lärmschutzwällen und -wänden,
  • ergänzende Unterlagen zur Beurteilung der zu erwartenden Umwelteinwirkungen (Schall, Luftschadstoffe).

Allen bekannten Betroffenen wurden die Planänderung mitgeteilt und Gelegenheit zu Stellungnahmen und Einwendungen innerhalb von zwei Wochen gegeben. Die geänderten Planunterlagen wurden im Frühjahr 2012 einen Monat lang in den Bezirksämtern Eimsbüttel und Altona ausgelegt. Einwendungen konnten bis zum 5. Juni 2012 erhoben werden.

Am 23. August 2013 wurde der Planfeststellungsbeschluss für den Bauabschnitt Stellingen erteilt. Zur öffentlichen Bekanntmachung lag er in der Zeit vom 10. bis 23. September 2013 in den Bezirksämtern Eimsbüttel und Altona aus. Seit 21. August 2015 ist der Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt Stellingen bestandskräftig. Der Beschluss und weitere Informationen sind auf den Seiten der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation einsehbar.

Fahrbahn

Auf rund drei Kilometern wird die Autobahn im Abschnitt Stellingen verbreitert: Vom Volkspark bis zum Niendorfer Gehege stehen Autofahrern zukünftig vier statt nur drei Streifen in jede Richtung zur Verfügung. Hinzu kommen zusätzliche Verflechtungsstreifen. Dabei handelt es sich um einen zusätzlichen Fahrstreifen, die zwischen dicht aufeinander folgenden Anschlussstellen liegt – zum Beispiel zwischen Volkspark und Stellingen. Autofahrer können so bequemer auf die A 7 auf- oder von ihr abfahren.

Übersicht zum Fahrbahnausbau der A 7
Ausbau von sechs auf acht Fahrstreifen | Bildnachweis: BWVI

Der Ausbau hat entscheidende Vorteile: Die Kapazität der Autobahn erhöht sich, mehr Auto- und Lkw-Fahrer können die A 7 in Stellingen nutzen, und der Verkehrsfluss verbessert sich. Gleichzeitig wird die Verkehrssicherheit erhöht, denn durch die neue Fahrbahnquerneigung fließt Regenwasser besser ab. Außerdem werden Betonschutzwände im Mittelstreifen nun fachgerecht gesetzt.

Charakteristisch für den Verkehr auf der A 7 ist ein hoher Anteil an Schwerlastverkehr. Bis zu 13 Prozent des durchschnittlichen täglichen Kfz-Verkehrs an Werktagen sind Lkw. Deshalb soll auch weiterhin die Steuerung der Geschwindigkeit auf dem gesamten Abschnitt über dynamische Wegweiser erfolgen.

Die Baumaßnahmen in der Stadt

Zur Vorbereitung der Autobahnverbreiterung wurde bereits 2014 die Stellinger Kreuzung Kieler Straße/Sportplatzring umgebaut. Zur Entlastung der Kieler Straße in Richtung Norden wurde die Alternativroute vom Eimsbütteler Markt über den Holstenkamp und die Schnackenburgallee in Richtung Anschlussstelle HH-Volkspark eingerichtet. Hierfür wurden insbesondere die Ampelsteuerungen an den Kreuzungen Eimsbütteler Markt und Holstenkamp/Bornkampsweg/Schnackenburgallee neu eingestellt.

Brücken und Unterführungen

Die A 7 bekommt in Stellingen zwei zusätzliche Fahrstreifen. Einige Brücken und Unterführungen entlang der Strecke werden für die neue Autobahn nicht mehr breit genug sein.

So musste die Brücke der Güterumgehungsbahn neu gebaut werden. Dies erfolgte bereits 2012. Der Fußweg „Kollauwanderweg“ verbindet seitdem die Stellinger Stadtteile über die neugebaute Brücke. Sobald der Deckel Stellingen fertiggestellt ist, befindet sich der Wanderweg jedoch südlich der Güterumgehungsbahn direkt auf dem Deckel.

Ebenso wie die Brücke Wördemannsweg – auch diese Verbindung verläuft zukünftig über die Tunneldecke. Die Brücke wird daher abgerissen. Allerdings können Autofahrer und Fußgänger dank einer einstreifigen Behelfsbrücke auch während der Bauzeit durchgehend die A 7 überqueren.

Die Brücke Kieler Straße muss nicht verändert werden. Allerdings wird die Fahrbahnaufteilung geändert und die Mittelinsel neu gebaut. Auch die Unterführung der Schnackenburgallee bleibt, wie sie ist. Die Durchfahrt unter der A 7 hat bereits die nötige Breite für die neue achtstreifige Autobahn.

Eine Besonderheit ist die 392 Meter lange Brücke in Langenfelde. Die A 7 verläuft hier über S- und Fernbahngleise, die Hauptverkehrsstraße Binsbarg und den Rohlfsweg. Die Langenfelder Brücke musste neu gebaut werden, weil sie für die Erweiterung auf acht Fahrstreifen und den Lärmschutz nicht breit und tragfähig genug war.

Visualisierung Langenfelder Brücke
Der erste Schritt des A 7-Ausbaus: der Neubau der Langenfelder Brücke

Der Neubau erfolgte bei laufendem Verkehr auf und unter der Brücke. Statt eines herkömmlichen Abbruchs wurde die Langenfelder Brücke in zwei Schritten kontrolliert zurückgebaut – zunächst der östliche Teil, die Fahrbahn Richtung Norden, dann der westliche Brückenabschnitt, die Fahrbahn Richtung Süden. Während des jeweiligen Rück- und Neubaus wurde der Verkehr in sechs Fahrstreifen über den jeweils anderen Brückenteil geleitet. Somit standen Auto- und Lkw-Fahrern durchgehend alle Fahrstreifen zur Verfügung.

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Die Langenfelder Brücke nutzen täglich rund 130.000 Fahrzeuge. Die Animation zeigt, wie der Neubau der Langenfelder Brücke – bei laufendem Betrieb – realisiert wurde.

Lärmschutz

Für das Jahr 2025 werden bis zu 165.000 Fahrzeuge pro Tag auf dem A 7-Abschnitt Stellingen vorhergesagt. Solch ein Verkehrsaufkommen erfordert im gesamten Bereich der geplanten Baumaßnahme aufwendigen aktiven Schallschutz: Lärmschutzwände, Mittelwände, lärmarme Fahrbahnoberflächen sowie ein Lärmschutztunnel.

Im Abschnitt Stellingen werden insgesamt 20 Lärmschutzwände errichtet, deren Höhe zwischen vier und neun Metern variieren. Um die enormen Höhen zu begrenzen, werden die meisten Lärmschutzwände mit einer Auskragung versehen. Die Lärmschutzwände werden auf der Grundlage der schalltechnischen Untersuchung hochabsorbierend ausgebildet. Im Abschnitt Stellingen belaufen sich die aktiven Lärmschutzmaßnahmen auf:

  • 0,9 Kilometer Lärmschutztunnel,
  • 3,9 Kilometer Lärmschutzwände,
  • 0,3 Kilometer Mittelwände,
  • 1,1 Kilometer Lärmschutzwälle,
  • 2,7 Kilometer lärmarme, offenporige Fahrbahnoberfläche (OPA).

Fragen und Antworten

Was ist im Bereich Stellingen genau geplant?

Der 893 Meter lange und etwa 51 Meter breite Tunnel in Stellingen beginnt im Süden an der Kieler Straße und schließt im Norden an die Brücke der Güterumgehungsbahn an. Der Tunnel bietet für die Anwohner Schutz vor dem Lärm der A 7 und hebt in diesem Bereich die Trennung der Stadtteile auf. Die Autobahn wird in diesem Abschnitt von sechs auf insgesamt acht Fahrstreifen erweitert.

Wie wird die Deckeloberfläche gestaltet?

Die Deckeloberfläche in Stellingen soll nach dem Entwurf von Weidinger Landschaftsarchitekten (Berlin) gestaltet werden, der von der Jury im Rahmen des Realisierungswettbewerbes prämiert wurden. Die Deckelfläche soll landschaftlich in drei Teile gegliedert werden: Im südlichen Teil zwischen Kieler Straße und Wördemanns Weg sind Kleingärten geplant. Durch deren kompakte Anordnung kann sich hier gut eine Vereinsstruktur entwickeln. Nördlich des Wördemanns Wegs folgt ein Wiesenpark mit viel Raum für Freizeitaktivitäten. Im nördlichsten Bereich ist die Fläche baumbestanden. Eine Promenade zieht sich durch den ganzen Park, im südlichen Teil begleitet sie die Kleingärten von der Kieler Straße bis zum Wördemanns Weg, verschwenkt dort auf die Ostseite des Deckels und endet am nördlichen Parkende am querenden Kollau-Wanderweg.

Warum und wie hoch wird der Deckel in Stellingen später aus dem Boden ragen?

Nach ersten Untersuchungen zum Bauwerk mit Beibehaltung der vorhandenen Gradiente (Höhenlage) wurde festgestellt, dass die Tunneloberkante teilweise über dem Gelände liegen würde. Daraufhin wurden weitere Gradientenvarianten untersucht. Die Untersuchungen haben erbracht, dass es aus ökologischen und finanziellen Gründen nicht möglich ist, einen ebenerdigen Deckel zu bauen: Ökologisch ist es am vorteilhaftesten, nicht in den Grundwasserbereich einzugreifen, außerdem sind die Baukosten für einen geschlossenen, wasserdichten Tunnel sehr hoch. Deshalb liegt der Tunnel oberhalb des Grundwassers. Wegen des hohen Grundwasserstandes ragt der Tunnel im ungünstigsten Bereich ca. 4,90 Meter heraus. Das entspricht ungefähr der Höhe der jetzt vorhandenen Lärmschutzwand.

Wann geht es los? Und wie lange werden die Bauarbeiten genau dauern?

Mit dem Bau des Deckels Stellingen wurde 2016 begonnen. Der Bau des Tunnels soll bis Ende 2020 abgeschlossen werden.

Welche Auswirkungen auf den Verkehr sind während der Bauphase zu erwarten?

Im Zuge des Ausbaus und der Erweiterung der A 7 werden einige Querverbindungen erneuert: Im Bereich Stellingen bleibt die Brücke „Duvenacker“ ganz im Norden dieses Bauabschnitts bestehen. Die Überführung am Niendorfer Gehege wird parallel zur bestehenden Brücke erneuert. Die alte Brücke wird danach zurückgebaut, sodass der Überweg durchgehend erhalten bleibt. Der Kollauwanderweg wird ebenso wie der Wördemanns Weg nach der Fertigstellung des Tunnels auf die Deckelfläche verlegt. Für die Bauphase wird am Wördemanns Weg eine Behelfsbrücke hergestellt. Auf der Kieler Straße bleibt die Autobahnbrücke erhalten, allerdings wird hier der Knotenpunkt erneuert, sodass es in diesem Bereich zu Behinderungen kommen könnte. Im Vorfeld der eigentlichen Baumaßnahme wurde das „Nadelöhr“ Knotenpunkt Kieler Straße/Sportplatzring erfolgreich umgebaut, so dass der Verkehr besser abfließen kann.

Über welche Wege wird der Baustellenverkehr abgewickelt werden?

Für die Erd-, Entwässerungs- und Straßenbauarbeiten an der A 7 und den beiden Anschlussstellen werden Baustellenzu- und -abfahrten über die Fahrbahnen der A 7 eingerichtet. Die Zu- und Abfahrten werden dabei am Bauanfang und Bauende sowie an der Anschlussstelle Stellingen verkehrssicher hergestellt und beschildert. Weitere Zufahrten im Zuge der Strecke sind nicht vorgesehen, um den Verkehrsfluss nicht zu behindern. Für das Einbringen der Überschüttung des Tunnels sind zwei Zu- und Abfahrten vorgesehen: – Zu-/Abfahrt über den Wördemanns Weg, – Zu-/Abfahrt von der BAB nördlich der Güterumgehungsbahn mit Querung der DB am Olloweg und Auffahrt zur Tunneldecke über die Rampe des neuen Kollauwanderweges südwestlich der Güterumgehungsbahn. Die Überschüttung wird erst eingebracht, wenn der Wördemanns Weg neu hergestellt ist und damit die Behelfsbrücke abgebaut ist. Gesonderte Baustelleneinrichtungsflächen sind nördlich der Güterumgehungsbahn, jeweils auf der Ost- und Westseite vorgesehen. Auf diesen soll auch die Betonmischanlage für den Tunnelbau errichtet werden. Die Zufahrt erfolgt ausschließlich über die Autobahn. Weitere Flächen sind südlich des Regenrückhaltebeckens „Niendorfer Gehege“ mit Zufahrt von der Straße Niendorfer Gehege, im östlichen Ohr der AS Volkspark sowie unterhalb der Brücke über die DB-Anlagen Langenfelde vorgesehen. Im Rahmen des vorgezogenen Neubaus der konstruktiven Bauwerke kann es notwendig werden, dass die Zu- und Abfahrten zu den Baustellenbereichen auch über nachgeordnete Straßen erfolgen müssen. Die Nutzung dieser Straßen erfolgt unter Aufrechterhaltung des verkehrssicheren Zustandes dieser Straßen und unter Wahrung der Anliegerinteressen.

Welcher Baustellenverkehr zum geplanten Betonmischwerk an der A 7 ist zu erwarten?

Direkt an der A 7 wird bei Baubeginn auf einer Freifläche neben der Brücke für die Güterumgehungsbahn ein Betonmischwerk errichtet. Die Zufahrt hierzu erfolgt ausschließlich über die Autobahn.

Wird im nordöstlich an den Deckel angrenzenden Gebiet die Lärmbelastung auch künftig über den erlaubten Grenzwerten liegen?

Mit den geplanten aktiven Lärmschutzmaßnahmen können die Immissionsgrenzwerte der 16. Bundesimmissionsschutzverordnung (BlmSchV) an den Gebäuden sowie deren Außenwohnbereichen im Tagbereich fast vollständig und im Nachtbereich überwiegend eingehalten werden. Obwohl die aktiven Lärmschutzmaßnahmen eine sehr gute Minderung der Beurteilungspegel herbeiführen, ist ein vollständiger Schutz vor Grenzwertüberschreitungen unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen nicht möglich. Bedingt durch die hohe Verkehrsbelastung der Autobahn verbleiben Tag- und Nachtgrenzwertüberschreitungen. Für diese Gebäude besteht demnach grundsätzlich ein Anspruch auf passive Lärmschutzmaßnahmen. Insgesamt weisen 22 Gebäude im Tagzeitraum und 299 Gebäude im Nachtzeitraum Grenzwertüberschreitungen auf. Die Abweichung der Anzahl der betroffenen Gebäude im Vergleich zur „Studie Immissionsschutz, Kosten und Gestaltung“ ist begründet durch eine Erweiterung des Untersuchungsraums (Bereich zwischen dem AD HH-Nordwest und der Güterumgehungsbahn) sowie durch eine detaillierte Aufteilung der Gebäudestrukturen nach einzelnen Hausnummern.

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Christian Merl

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