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A 20: Abschnitt 6 (A 23 bis L 114, nördlich Bokel) In Planung

Informationen zum Abschnitt 6 (A 23 bis L 114 nördlich Bokel) der A 20-Weiterführung durch Schleswig-Holstein.

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Daten und Fakten

  • Gesamtlänge: 9,3 km
  • RQ: 4 Fahrstreifen, Regelquerschnitt RQ 31
  • Verkehrsbelastung: rund 21.000 Kfz/24 h
  • Anschlussstellen: 1 Anschlussstelle – AS Bokel (L 114)
  • PWC/Rastanlagen:  1 einseitig bewirtschaftete Rastanlage; Tank- und Rastanlage (TRA) Glindesmoor
  • Bauwerke: 6 Überführungsbauwerke, 7 Unterführungsbauwerke, 3 Nebenbauwerke

Projektbeschreibung

Im Abschnitt 6 geht es in erster Linie um die Entwicklung einer artenschutzrechtlich verträglichen Planung, insbesondere für die Zwergschwäne.

Projektstand

Aufbauend auf neuen faunistischen Kartierungen werden neue Planfeststellungsunterlagen erstellt. Grundlage hierzu werden die Ergebnisse aus dem Arbeitskreis Zwergschwan bilden.

Weitere Informationen finden Sie unter „Details“.

Gesamtprojekt A 20

Die A 20 Nordwestumfahrung Hamburg ist als Bestandteil des transeuropäischen Straßennetzes (TEN) von herausragender Bedeutung für die Abwicklung weiträumiger nord- und nordosteuropäischer Verkehrsströme. Als westliche Fortführung der Ostseeautobahn A 20 Lübeck – Stettin bis über die Elbe nach Niedersachsen und Anschluss an die A 28 wird die A 20 zukünftig die wichtigste Ost-West-Verbindung im Norden Deutschlands sein und die deutschen Seehäfen an Nord- und Ostsee als Hinterlandanbindung miteinander verbinden. Aufgrund dieser verkehrspolitisch herausragenden Funktion der A 20 ist der Neubau der Autobahn in allen Abschnitten in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen im vordringlichen Bedarf des Bedarfsplanes für die Bundesfernstraßen 2016 eingeordnet.

Auf dieser Seite erhalten Sie einen
Überblick über das Gesamtprojekt A 20.

Projektstand

A 23 bis L 114

In diesem Abschnitt sind die Planungen eines ruhenden Planänderungsverfahren wieder aufgenommen worden. Ziel ist es, im Jahr 2022 mit vollständig überarbeiteten Planungsunterlagen ein neues Planfeststellungsverfahren durchzuführen.

Bestandteil ist ein tragfähiges Artenschutzkonzept. Dieses dient zur Vermeidung möglicher Konflikte im Zusammenhang mit dem Vorhaben A 20. Wie in Abschnitt 5 der A 20 werden bereits seit 2019 notwendige Neukartierungen von Flora und Fauna durchgeführt. Diese werden im Jahr 2020 fortgeführt.

Die faunistischen Kartierungen umfassen alle relevanten Arten im potenziellen Wirkraum des Vorhabens – dazu zählen u. a. Brut- und Rastvögel (inkl. Zwergschwan), Amphibien, Reptilien, Insekten (Libellen, Käfer, Falter), Wild sowie Mittel- und Kleinsäuger, insbesondere Fledermäuse. Die Ergebnisse dienen der Konfliktanalyse und der Konzipierung von Schutz- und Vermeidungsmaßnahmen für den Arten- und Lebensraumschutz. Sie fließen in die Planfeststellungsunterlagen zum Abschnitt 6 ein. Die Neukartierungen werden voraussichtlich Ende 2020 abgeschlossen sein.

Ein zentraler Aspekt für das weitere Vorgehen in diesem Abschnitt ist eine Artenschutzkonzeption für die Zwergschwanrastplätze in der Hörner-Au-Niederung. Zur Entwicklung konkreter Maßnahmen zu diesem Thema hat die DEGES ein Beteiligungsverfahren mit Umweltverbänden, Umweltbehörden, Eigentümern, Bewirtschaftern und weiteren Fachinstitutionen sowie interessierten Bürgern initiiert. Die Auftaktveranstaltung des Arbeitskreis Zwergschwan fand am 6. März 2019 statt, ein zweiter Termin folgte am 21. November 2019.

Die Ergebnisse des Arbeitskreises Zwergschwan werden aktuell in ein Maßnahmenkonzept überführt, welches die unterschiedlichen Interessen des Artenschutzes und der Nutzer (Landwirtschaft) und Eigentümer in den Fokus nimmt. Weiterhin wird ein Fachbeitrag zur EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) erstellt. Dieser dient dazu, die möglichen Konflikte mit den Bewirtschaftungszielen für Oberflächengewässer und für das Grundwasser zu klären. Im Falle von Beeinträchtigungen werden Schutz- und Vermeidungsmaßnahmen konzipiert. Diese fließen ebenfalls in die Planfeststellung ein.

Ein landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP) bündelt die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes. Hier sind alle erforderlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zur Kompensation des Eingriffs in Natur und Landschaft festgeschrieben. Mit der Planfeststellung werden diese verbindlich.

Luftbildaufnahmen

Den Trassenverlauf der A 20 können Sie in einer interaktiven Luftbildaufnahme nachvollziehen. Öffnen Sie die Anwendung über diesen Link in einem neuen Fenster.

A 20 Luftbildaufnahme mit Trassenverlauf

Arbeitskreis Zwergschwan Hörner Au

Im Abschnitt 6 der A 20 von der L 114 bis AK A 7/A 23 befinden sich bedeutende Rastgebiete des Zwergschwans im Bereich der Hörner Au/des Breitenburger Moores.

Der Zwergschwanrastbestand wurde kontinuierlich in den vergangenen Jahren erfasst. Nun hat die DEGES auf dieser Grundlage die Büros Bioplan-Partner und GFN mit einer Fachanalyse der Rastgebietseignung beauftragt, um dann weiterführend die Störökologie zu definieren und geeignete Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

Die Entwicklung von Schutzmaßnahmen soll in einem erweiterten Kreis von Fachexperten und Ortskundigen diskutiert werden. Dazu dient der projektbegleitende Arbeitskreis Naturschutz.

Weiterführend soll der Dialog mit allen Betroffenen im Raum aufgenommen werden.

Die Prozessmoderation übernimmt das Institut Raum & Energie aus Wedel.

Kontakt:

1. Arbeitskreis 6. März 2019

2. Arbeitskreis 21. November 2019

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DEGES-Pressestelle

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Telefon: 030 20243-352

E-Mail: presse@deges.de

Übersichtskarte

Der Bauabschnitt 6 im Überblick: Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25.000

A 20: Abschnitt 6 (A 23 bis L 114, nördlich Bokel) und diese Abschnitte sind Teilprojekte von A 20: Neubau in Schleswig-Holstein.

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