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A 20: Neubau in Schleswig-Holstein In Planung

Weiterführung der A 20 auf rund 80 Kilometer durch Schleswig-Holstein

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Daten und Fakten

  • Gesamtlänge: rund 80 km

Projektbeschreibung

Die A 20 Nordwestumfahrung Hamburg ist als Bestandteil des transeuropäischen Straßennetzes (TEN) von herausragender Bedeutung für die Abwicklung weiträumiger nord- und nordosteuropäischer Verkehrsströme. Als westliche Fortführung der Ostseeautobahn A 20 Lübeck – Stettin bis über die Elbe nach Niedersachsen und Anschluss an die A 26 wird die A 20 zukünftig die wichtigste Ost-West-Verbindung im Norden Deutschlands sein und die deutschen Seehäfen an Nord- und Ostsee als Hinterlandanbindung miteinander verbinden. Aufgrund dieser verkehrspolitisch herausragenden Funktion der A 20 ist der Neubau der Autobahn in allen Abschnitten in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen im vordringlichen Bedarf des Bedarfsplanes für die Bundesfernstraßen 2016 eingeordnet. Hier finden Sie eine Karte der A 20 zum Download.

Projektstand

  • Das Land Schleswig-Holstein und die DEGES haben am 19. Dezember 2017 den Dienstleistungsvertrag zur Planung und Realisierung der A 20 in Schleswig-Holstein geschlossen. Es handelt sich dabei um die noch nicht gebauten Abschnitte 3 bis 8 von Weede bis zum Anschluss des geplanten Elbtunnels auf der niedersächsischen Seite der Elbe mit einer Länge von insgesamt rund 80 Kilometern, davon rund 73 Kilometer in Schleswig-Holstein (bis zur Mitte der Elbe).
  • Die Projektverantwortung ist vollständig zum 1. April 2018 vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) auf die DEGES übergegangen. In der Zeit zwischen Vertragsunterzeichnung und Projektübernahme haben das Verkehrsministerium Schleswig-Holstein, der LBV-SH und DEGES intensiv und partnerschaftlich auf eine reibungsarme Projektübernahme hingearbeitet, unter anderem in mehreren Workshops.

Der Nutzen der A 20

Die A 20 ist zukünftig die wichtigste und schnellste Ost-West-Verbindung in Norddeutschland. Sie verkürzt die Reisezeit im Norden um bis zu 50 Prozent. Somit entlastet die A 20 nicht nur das nachgeordnete Straßennetz, sondern verbessert die Erreichbarkeit der norddeutschen Region. Davon profitieren in hohem Maße Anwohner, Pendler, Wirtschaft und Tourismusbranche. Hier finden Sie weitere Argumente, die für die A 20 sprechen, im Überblick.

 

 

Sie fragen – die DEGES antwortet

Nachfolgend beantworten wir Fragen, die uns im Projektzusammenhang häufig gestellt werden. Wenn Sie eine Frage haben, die hier noch nicht beantwortet wurde, kontaktieren Sie uns gern über das Kontaktformular am Ende dieser Seite.

Fragen & Antworten 1: Planungsstand und Zeithorizont

Kann der Bau einzelner Abschnitte auch beginnen, wenn für die angrenzenden Bauabschnitte noch kein Baurecht vorliegt?

Der Bau eines einzelnen Abschnittes kann auch beginnen, wenn für einen angrenzenden Abschnitt noch kein Baurecht vorliegt, sofern die jeweiligen Planfeststellungsbeschlüsse nicht miteinander verknüpft sind. Die Planfeststellungsbehörde ist bei der abschnittsweisen Planfeststellung aus dem Grundsatz der umfassenden Problembewältigung heraus veranlasst, in jedem Abschnitt die Möglichkeit der Weiterführung der Strecke über den jeweiligen Abschnitt hinaus zu überprüfen. Diese Vorausschau auf nachfolgende Abschnitte nach Art eines „vorläufig positiven Gesamturteils“ soll Fehlplanungen vermeiden, bei denen ein sogenannter „Planungstorso“ – also ein in sich nicht funktionaler Bauabschnitt ohne sinnvolle Anbindung – entsteht. Für die fernstraßenrechtliche Fachplanung hat die Rechtsprechung aus diesen Zusammenhängen das rechtliche Erfordernis abgeleitet, dass jeder Abschnitt eine selbstständige Verkehrsfunktion haben muss. Dieser Funktion kann auch durch die Verklammerung des Baubeginns mit dem Nachbarabschnitt Rechnung getragen werden.

Welche Themen begleiten die technische Planung der A 20 und der einzelnen Abschnitte?

Neben der eigentlichen technischen Planung spielen Themen wie der Umwelt- und Naturschutz, das Wasserrecht, der Immissionsschutz, der Grunderwerb sowie die Flurbereinigung eine wichtige Rolle. Ein besonderer Fokus bei der Planung der A 20 liegt zudem auf dem Thema „Sichere Bauverfahren“, da der Baugrund teilweise herausfordernd ist.

Fragen & Antworten 2: Umwelt- und Naturschutz

Wie ermittelt die DEGES die Anforderungen im Bereich Umwelt- und Naturschutz für den Bau der A 20?

Mithilfe einer umfassenden Datengrundlage, umfangreicher Konfliktanalysen und der Einbindung von Experten sollen alle umweltfachlichen Anforderungen erfüllt werden. Das Ziel ist es, alle Beeinträchtigungen, die im Zuge des Baus und des Betriebs der A 20 entstehen, angemessen und vollumfänglich auszugleichen.

Was passiert, wenn diese Untersuchungen ergeben, dass der Autobahnausbau negative Auswirkungen auf die Natur haben wird?

Ist eine Beeinträchtigung der Natur durch den Autobahnbau unvermeidbar, regelt § 15 des Bundesnaturschutzgesetzes, dass die erhebliche Beeinträchtigung durch angemessene Maßnahmen ausgeglichen werden muss. Dazu muss die Funktion des betroffenen Lebensraums an anderer Stelle gleichwertig wiederhergestellt werden. Geht z. B. der Brutstandort einer gefährdeten Vogelart verloren, muss an anderer Stelle eine gleichwertige Brutmöglichkeit für diese Art geschaffen werden.

Was sind CEF-Maßnahmen?

CEF-Maßnahmen (continuous ecological functionality-measures) sind arten- und habitatschutzrechtliche Kompensations- oder Ausgleichmaßnahmen, die bereits vor dem eigentlichen Baustart vollständig abgeschlossen und funktional sein müssen. Dies ermöglicht Tieren und Pflanzen, z. B. ihre neuen Habitate bereits vor den Baumaßnahmen anzunehmen. Mithilfe eines Umsetzungskonzeptes werden die entsprechenden Artenschutzmaßnahmen z. B. im den Bauabschnitt 4 der A 20 ausgearbeitet und umgesetzt.

Fragen & Antworten 3: Wasserrecht und Entwässerung

Wie wird bei der A 20 dem Verschlechterungsverbot bzw. dem Verbesserungsgebot für Wasserkörper Rechnung getragen (Stichwort: Wasserrahmenrichtlinie)?

Im Zuge der Fehlerheilungen wurden in den Bauabschnitten 4, 5, 6, 7 und 8 Fachbeiträge zur Wasserrahmenrichtlinie erarbeitet, welche die verschärften Umweltqualitätsnormen der Oberflächengewässerverordnung (OGewV) berücksichtigen. Um den erforderlichen Standard einzuhalten, werden sogenannte Retentionsbodenfilteranlagen eingesetzt, welche Straßenabwässer so filtern, dass sie ohne Bedenken in das Abwassersystem eingeleitet werden können.

Fragen & Antworten 4: Immissionsschutz

Wie wird der Lärmschutz für Anwohnerinnen und Anwohner gewährleistet?

In der 16. Bundesimmissionsschutzverordnung werden die Grenzwerte in dB(A) und die Art der Berechnung für den Lärmschutz festgelegt. Diese Grenzwerte werden im Zuge der Planung der A 20 eingehalten – entweder durch eine ausreichende Entfernung der Autobahn zu den schützenswerten Gebieten oder durch aktive oder passive Lärmschutzmaßnahmen wie Lärmschutzwände, -wälle oder z. B. durch lärmmindernden Asphalt.

Fragen & Antworten 5: Kosten und Nutzen

Warum erhöhen sich die Baukosten der A 20?

Die gestiegenen Kosten ergeben sich durch die verzögerte Fertigstellung der Autobahn. Die Verzögerungen kommen wiederum zustande, da bisher noch keine vollziehbaren Planfeststellungsbeschlüsse in den Bauabschnitten der A 20 vorliegen. Die Steigerung der Kosten erklärt sich zudem durch den gesteigerten Projektumfang und die veränderte Streckenführung. Darüber hinaus kommen die Baupreise hinzu, welche in den letzten Jahren angestiegen sind.

Ist die Wirtschaftlichkeit dieser Autobahn trotz der Mehrkosten noch gegeben?

Aufgrund der Steigerung der Baukosten ist das Nutzen-Kosten-Verhältnis für dieses Projekt von 1,9 auf 1,8 gesunken. Die Wirtschaftlichkeit ist jedoch mit einem Faktor von 1,8 immer noch gegeben, sodass an dem Bau festgehalten werden kann. Der Nachweis der Wirtschaftlichkeit ist als Grundvoraussetzung für die Umsetzung des Projektes demnach immer noch gegeben.

Fragen & Antworten 6: Planungsstand und Fertigstellung

Wann kann mit einer Fertigstellung der Autobahn gerechnet werden?

Derzeit liegt für keinen der Streckenabschnitte ein vollziehbares Baurecht vor. Exakte Aussagen zum zeitlichen Rahmen der Realisierung der Maßnahme und damit zur Fertigstellung beziehungsweise Verkehrsfreigabe sind daher aktuell noch nicht möglich. In allen Streckenabschnitten werden die Planungen durch die jeweiligen Projektleiter jedoch zügig vorangetrieben. So werden z. B. in den Abschnitten 3 (B 206 westlich Wittenborn bis B 206 westlich Weede) und 8 (A 26 / Niedersachsen bis B 431 / Schleswig-Holstein; Elbquerung) noch in diesem Jahr die Planfeststellungsunterlagen inkl. der jeweiligen Fehlerheilungen beim Amt für Planfeststellung Verkehr (APV) eingereicht.

Für welche Streckenabschnitte liegt bisher ein gültiger Planfeststellungsbeschluss vor?

Bislang liegt für keinen Streckenabschnitt in Schleswig-Holstein ein Planfeststellungsbeschluss vor. Bezogen auf das Gesamtprojekt A 20 zwischen Westerstede bei Oldenburg in Niedersachsen und Bad Segeberg gibt es bisher einen vollziehbaren Planfeststellungsbeschluss für den niedersächsischen Teil der Elbquerung.

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Nutzen der A 20

Die A 20 ist zukünftig die wichtigste und schnellste Ost-West-Verbindung in Norddeutschland. Sie verkürzt die Reisezeit im Norden um bis zu 50 Prozent. Somit entlastet die A 20 nicht nur das nachgeordnete Straßennetz, sondern verbessert die Erreichbarkeit der norddeutschen Region. Davon profitieren in hohem Maße Anwohner, Pendler, Wirtschaft und Tourismusbranche.

Die A 20 verkürzt die Reisezeiten im Norden – und zwar um bis zu 50 Prozent*.

Sowohl Reisen innerhalb Schleswig-Holsteins als auch in das Nachbarbundesland Niedersachsen verkürzen sich deutlich. Der umständliche Umweg über Hamburg sowie lange Wartezeiten vor der Elbfähre werden gespart. *zwischen Westerstede und Bad Segeberg, Verkehrsprognose 2030, Kategorie „starker Verkehr“

Sie wickelt weiträumige nord- und nordosteuropäische Verkehrsströme ab.

Die Verkehrsprognose mit dem Prognosehorizont 2030 zeigt klar: Der Verkehr auf deutschen Straßen wird weiter zunehmen. Die A 20 nimmt Verkehrsströme auf und entlastet damit das nachgeordnete Straßennetz deutlich.

Sie wird zukünftig die wichtigste Ost-West-Verbindung im Norden Deutschlands sein.

Von Szczecin (Stettin) in Polen bis an die Nordsee in den Niederlanden? Die schnellste Verbindung ist zukünftig die A 20, die für eine hervorragende Vernetzung des Nordostens mit dem Nordwesten sorgt.

Sie überwindet die räumliche Trennung zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

So nah und doch so fern? Das ist bald Geschichte. Reisen zwischen den beiden Bundesländern werden mit der A 20 schneller und unkomplizierter – das spart Zeit und Nerven.

Sie bindet die deutschen Seehäfen an Nord- und Ostsee an das Fernstraßennetz an und trägt somit zu deren Wettbewerbsfähigkeit bei.

Maßgeblich für die Entscheidung, einen Hafen anzulaufen, ist dessen Kosteneffizienz (Umschlagsdauer und Kosten des Weitertransports) – eine gute Anbindung der Häfen an das Fernstraßennetz ist daher entscheidend. Die A 20 leistet diese Anbindung.

Sie verbessert die Erreichbarkeit der Region.

Die Erreichbarkeit der norddeutschen Region wird durch die A 20 deutlich verbessert. Davon profitieren Anwohner und Pendler, die gesamte Wirtschaft sowie die Tourismusbranche im Norden.

Sie entlastet den Knotenpunkt Hamburg (A 7) sowie die parallel verlaufende A 1 zwischen Bremen und Hamburg.

Das Verkehrsaufkommen in dieser Region und vor allem in den Ballungszentren ist immens. Die A 20 wird für eine deutliche Entlastung sorgen und die Verkehre verteilen.

Sie stärkt die Wirtschaft Norddeutschlands.

Eine gute Anbindung an die überregionale Infrastruktur ist für Betriebe und Unternehmen ein entscheidendes Standortkriterium: Die A 20 erleichtert den Austausch von Waren und Gütern. Zudem vereinfacht und beschleunigt sie Besuche von Kunden und Dienstleistern. Das spart Zeit, Geld und sichert dadurch Arbeitsplätze.

Sie belebt den (internationalen) Tourismus.

Die Erreichbarkeit ist das wichtigste Kriterium bei der Entscheidung für eine Destination – nur ein gut erreichbarer Urlaubsort ist für die meisten Touristen attraktiv. Die A 20 leistet somit einen entscheidenden Beitrag für die Tourismusbranche im Norden.