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A 14: Abschnitt 3 (AS Seehausen-Nord bis Wittenberge) In Bau

Informationen zum Abschnitt 3 (AS Seehausen-Nord bis Wittenberge) des A 14-Lückenschlusses Magdeburg – Wittenberge – Schwerin

Visualisierung der A14-Elbequerung
Visualisierung der geplanten Elbequerung bei Wittenberge | Bildnachweis: DEGES

Daten und Fakten

  • Strecke: 10,8 Kilometer, inklusive neue, länderverbindende Elbebrücke Länge 1,1 km
  • Anschlussstellen: AS Seehausen-Nord
  • Bauwerke: neue Brücke über die Elbe, 19 weitere Brücken im Streckenverlauf, drei Irritationsschutzwände, eine Stützmauer, vier Versickerbecken, ein Regenklärbecken, fünf Lärmschutzwände zwischen 4,00 und 6,50 Meter Höhe mit einer Gesamtlänge von fast fünf Kilometern
  • Sonstige Anlagen: Zweiseitige Parkplatzanlage mit WC „Aland-Elbe-Niederung“

Hinweis

Vielen Dank an die über 160 Teilnehmer:innen unserer digitalen Informationsveranstaltung zum Neubau der A14 zwischen der Anschlussstelle Seehausen-Nord und Wittenberge.

Die Präsentation und Broschüre als PDF sowie einen Mitschnitt der Veranstaltung gibt es auf der Unterseite Informationsveranstaltung.

Karte

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Projektbeschreibung

Abschnitt 3 des A 14-Lückenschlusses beginnt nördlich von Seehausen (Sachsen-Anhalt) an der heutigen Landesstraße L 2 und endet südlich der zukünftigen Anschlussstelle Wittenberge (Brandenburg). Einen wesentlichen Teil dieses Abschnitts bildet die neue, länderverbindende Elbebrücke.

Die neue Brücke über die Elbe ist mit einer Gesamtlänge von 1.100 Metern (Vorland- und Strombrücke gemeinsam) die längste Brücke des gesamten A 14-Lückenschlusses. Für die Gestaltung der Strombrücke wurde im Jahr 2007 ein europaweiter Wettbewerb durchgeführt.

Vorteile des Neubaus

Verbesserung der überregionalen Verkehrsverbindungen

  • Schaffung einer schnellen Verbindung zwischen den Wirtschaftsstandorten im mitteldeutschen Wirtschaftsraum und den Häfen an der Ostseeküste
  • Schließung der Lücke zwischen der Autobahn A 2 (Autobahnkreuz Magdeburg) und der A 24/A 14 (Autobahndreieck Schwerin)

Verbesserung der regionalen Erreichbarkeit

  • Anbindung der Altmark und der Prignitz an das bundesdeutsche und europäische Fernstraßennetz
  • Verkürzung von Fahrzeiten für Pendler, Wirtschaftsverkehre und Touristen

Sicherung wirtschaftlicher Potenziale

  • Schnelle und direkte Verkehrsanbindung zu den Ballungszentren Magdeburg, Berlin, Hamburg, Hannover
  • Verbesserung der Standortbedingungen und der Entwicklungsmöglichkeiten für ansässige und neue Unternehmen

Zeitplan

Voraussichtliche Fertigstellung der Strecken und der neuen Elbebrücke

Beginn der Arbeiten am Streckenneubau in Sachsen-Anhalt und auf dem Stadtgebiet Wittenberge

Beginn der Arbeiten für den Bau der neuen, länderverbindenden Elbebrücke; Beginn der Verlegung der B 189 auf Brandenburger Seite

Bauvorbereitende Maßnahmen

In Brandenburg: Rodungen und Baumfällarbeiten, Kampfmittelräumung, Beginn von Erdarbeiten
In Sachsen-Anhalt: Baugrunderkundungen und archäologische Untersuchungen, Umsetzung landschaftspflegerische Maßnahmen (sogenannte CEF-Maßnahmen) zur Sicherung der ökologischen Funktion

Offizieller Baubeginn

Mit vorbereitenden Maßnahmen für den Baubeginn wurde auf dem Stadtgebiet Wittenberge bereits im September 2020 begonnen.

Projektstand

Die länderverbindende neue Elbebrücke bei Wittenberge sowie die anschließenden landseitigen Abschnitte in Sachsen-Anhalt und Brandenburg bilden einen zusammenhängenden Abschnitt der neuen Autobahn A 14. Für diesen besteht seit dem 24. Oktober 2019 vollziehbares Baurecht. Der Spatenstich zum offiziellen Baubeginn erfolgte am 16. Oktober 2020. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2025 vorgesehen.

Spatenstich A 14
Erster Spatenstich für den Abschnitt der A 14 zwischen der AS Seehausen-Nord und Wittenberge am 16. Oktober 2020 mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Ländervertretern.| Bildnachweis: René Legrand

Besonderheiten

Neue Brücke über die Elbe

Mit einer Gesamtlänge von 1.100 Metern (Vorland- und Strombrücke gemeinsam) ist die neue Elbquerung der A 14 bei Wittenberge die längste Brücke der gesamten A 14-Nordverlängerung. Für die Gestaltung der Strombrücke wurde im Jahr 2007 ein europaweiter Wettbewerb durchgeführt. Der Siegerentwurf des Ingenieurbüros Leonhardt, Andrä und Partner, gemeinsam mit dem Architekturbüro Jean-Jacques Zimmermann, schafft eine neue Landmarke für Wittenberge. Die elegante Konstruktion und das schlanke Erscheinungsbild der Brücke sorgen dafür, dass sich das neue Bauwerk in die Elblandschaft einfügt. Das Bauwerk wird höchsten Anforderungen im Hinblick auf den Natur- und Landschaftsschutz gerecht. Die Schutzgebiete im Bereich der Elbquerung werden durch den Bau der Brücke so wenig wie möglich beeinträchtigt. Die bestehende Elbebrücke der B 189 bleibt erhalten.

 

Überbauung der Bundesstraße B 189

In Sachsen-Anhalt wird die Autobahn A 14 abschnittsweise genau auf der Trasse der heutigen Bundesstraße B 189 errichtet. Dieser Bereich erstreckt sich etwa von der L 2 bis nördlich der Ortslage Geestgottberg. Durch die Errichtung der neuen Autobahntrasse über der bestehenden Trasse der Bundesstraße werden der Flächenverbrauch und die Eingriffe in Natur und Landschaft verringert. Der Verkehr auf der B 189 wird über die gesamte Bauzeit nicht unterbrochen. Um dies zu ermöglichen, wird in einem ersten Schritt die östliche Richtungsfahrbahn der A 14 neben der noch vorhandenen B 189 errichtet. Der Verkehr wird nach Fertigstellung von der B 189 auf diese Fahrbahn verlegt. Dann wird die westliche Fahrbahn der A 14 errichtet. Durch das wechselseitige Vorgehen können der Neubau der A 14 und die Verlegung der B 189 ohne Verkehrseinschränkungen umgesetzt werden.

Im Stadtgebiet Wittenberge wird die Bundesstraße B 189 zwischen der bestehenden Elbebrücke und der Bundesstraße B 195 ebenfalls in eine neue Lage gebracht, um Platz für die Trasse der A 14 zu schaffen. Die DEGES stellt sicher, dass die B 189 in Wittenberge während der gesamten Bauzeit durchgängig befahrbar bleibt. Abschnittsweise und zeitlich begrenzt werden einspurige Verkehrsführungen mit Ampelregelungen eingerichtet. Nach der Fertigstellung der B 189 in neuer Lage kommt es zu kurzzeitigen Einschränkungen, um die Anschlüsse an das Straßennetz herzustellen.

 

Sicherung der Wegebeziehungen im nachgeordneten Netz

Alle heute bestehenden Verkehrsbeziehungen im nachgeordneten Netz werden auch nach der Fertigstellung der A 14 weiter vorhanden sein. Hierfür werden im Streckenverlauf der A 14 mehrere Über- und Unterführungen errichtet. Die baufällige Krugbrücke im Zuge der Alandstraße wird durch einen Neubau ersetzt. Damit wird westlich der A 14 eine parallele Verbindung zwischen Geestgottberg und der L 2 geschaffen. Östlich der A 14 soll die heutige Kreisstraße K 1020 baulich aufgewertet und zur Landesstraße aufgestuft werden.

Lärmschutz

Zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner entstehen Lärmschutzwände im Bereich der Ortslagen Vielbaum und Geestgottberg sowie von Märsche bis über die Elbebrücke. Die Lärmschutzwände auf der Elbebrücke dienen auch als Irritationsschutz: Sie werden so gestaltet, dass Vögel sie als Hindernis erkennen. Im Stadtgebiet Wittenberge kommt lärmarmer Asphalt zum Einsatz.

Schutz von Natur und Umwelt

Abschnitt 3 der Autobahn A 14 durchquert den Bereich der Elbauen. Mit zahlreichen Maßnahmen wird sichergestellt, dass die Eingriffe in die Lebenswelt von Tieren und Pflanzen so gering wie möglich ausfallen und die Natur im Streckenverlauf nicht nachhaltig beeinträchtigt wird. Ein Beispiel hierfür ist die neue Alandquerung. Die Brücke über den Aland dient auch als Unterführung für Wildtiere. Die Bündelung der A 14 mit der B 189 in diesem Streckenabschnitt verhindert die weitere Zerschneidung der Aland-Elbe-Niederung.

Nicht vermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft werden durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert. Dazu gehören die Anlage weiterer Flächen für den Arten- und Habitatschutz sowie die Schaffung von Überflutungsflächen, neuen Auenlebensräumen und Nistmöglichkeiten für Brutvögel.

Vorgesehener Bauablauf

Aktueller Status und Vorarbeiten (2020 bis 2022)

Mit vorbereitenden Arbeiten für den Baubeginn wurde auf dem Stadtgebiet Wittenberge im September 2020 begonnen. Zu diesen gehörten erste Baumfäll- und Erdarbeiten, mit denen die Voraussetzungen für die Verlegung der B 189 sowie für den Bau der neuen Elbebrücke geschaffen wurden.

Bereits mit der Räumung des Baufeldes werden ökologische Funktionen gestört. Um diese Funktionen aufrechtzuerhalten, sind umfangreiche landschaftspflegerische Maßnahmen erforderlich. Diese werden ein bis zwei Jahre nach Umsetzung ihre Wirkung entfalten können. Diese Maßnahmen bestehen zum Beispiel in der Änderung der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, in der Anlage von Pflanzungen und der Erstellung von Kleingewässern. Mit dem Bau darf erst begonnen werden, wenn diese Maßnahmen wirksam geworden sind.

In Brandenburg sind diese Voraussetzungen bereits weitgehend umgesetzt. Der Bau konnte im September/Oktober 2020 beginnen. Als Voraussetzung für den Bau der neuen Elbebrücke wird nun in einer ersten Phase die Bundesstraße B 189 zwischen der Bundesstraße B 195 und der bestehenden Elbequerung nach Osten verlegt, um Baufreiheit für die A 14 zu schaffen. Darüber hinaus erfolgten und erfolgen Vorbereitungsleistungen wie Leitungsverlegungen sowie Landschaftsbauleistungen.

In Sachsen-Anhalt haben im Jahr 2020 die notwendigen Landschaftsbauleistungen zur Sicherstellung von ökologischen Funktionen (sogenannte CEF-Maßnahmen) begonnen, um einen zügigen Baufortschritt zu ermöglichen. Abhängig von der Vorlaufzeit dieser Maßnahmen und ihrer festgestellten Funktionsfähigkeit können ab dem Jahr 2021 die umfangreichen archäologischen Untersuchungen beginnen. Im Bereich der Vorlandbrücke der Elbequerung wurde bereits im Winterhalbjahr (2020/2021) mit der Erkundung möglicher archäologischer Stätten (sogenannte Prospektion) begonnen.

Seit Herbst 2020 werden in Sachsen-Anhalt Baugrunderkundungen durchgeführt. Aktuell erfolgt die Ausschreibung der Bauleistungen für das Brückenbauwerk der Elbequerung. Mit dem Bau soll im Frühjahr 2022 begonnen werden.

Baustart für die Elbquerung soll voraussichtlich im Frühjahr 2022 sein.

Mit der Ausführungsplanung der Streckenbauarbeiten in Sachsen-Anhalt wurde im Oktober 2020 begonnen.

 

Weiterer Bauablauf (2022 bis 2025)

Herzstück des Abschnitts ist das Brückenbauwerk über die Elbe. Für den durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur genehmigte Bauwerksentwurf wurden die Vergabeunterlagen erstellt und aktuell läuft das Vergabeverfahren für die Baumaßnahme. Nach erfolgreicher Vergabe soll eine Auftragserteilung an ein qualifiziertes Bauunternehmen bis Ende 2021 erfolgen. Im Frühjahr 2022 soll mit dem Bau der Elbebrücke begonnen werden.

Die Streckenbauleistungen in Sachsen-Anhalt können erst nach Abschluss der archäologischen Untersuchungen starten. Dabei wird durch die neue Autobahn A 14 ein Teilbereich der vorhandenen B 189 überbaut werden. Zur Aufrechterhaltung des Verkehrs über die gesamte Bauzeit wird die Strecke in diesem Abschnitt wechselseitig gebaut. In einem ersten Schritt wird die östliche Richtungsfahrbahn der A 14 neben der noch vorhandenen B 189 errichtet. Der Verkehr wird nach Fertigstellung von der B 189 auf diese Fahrbahn verlegt, und dann die westliche Fahrbahn der A 14 errichtet. Mit der Gesamtfertigstellung ist im Jahr 2025 zu rechnen.

Fragen und Antworten

Hier finden Sie ausgewählte Fragen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie
die Antworten der DEGES zu Abschnitt 3 (AS Seehausen-Nord bis Wittenberge).

Welche Lärmschutzmaßnahmen werden auf dem Abschnitt umgesetzt?

Die DEGES setzt in den einzelnen Bereichen des Abschnitts unterschiedliche Maßnahmen um. In Wittenberge wird offenporiger Asphalt (OPA), auch Flüsterasphalt genannt, auf der Strecke eingebaut. Dieser reduziert das Abrollgeräusch der Reifen und sorgt so für eine deutliche Verringerung des Lärms schon an der Quelle. Auf der Elbebrücke werden auf beiden Seiten Lärmschutzwände errichtet und ein lärmarmer Gussasphalt als Fahrbahnbelag hergestellt. In Sachsen-Anhalt werden die Lärmschutzwände im Bereich Märsche auf beiden Seiten um 300 Meter nach Süden verlängert. Außerdem sind auf Höhe Geestgottberg sowie auf der westlichen Seite bei Vielbaum Lärmschutzwände geplant. Die genaue Verortung der Lärmschutzwände ist auch in der Informationsbroschüre zu erkennen.

Aus welchen Materialien werden die Lärmschutzwände bestehen?

Aktuell sind Lärmschutzwände aus Holzbeton geplant, die sich gestalterisch in die Landschaft einpassen. Eine Begrünung ist in Teilbereichen (bei Vielbaum, Geestgottberg) anwohnerseitig vorgesehen.

Ist bei der Verlegung der Bundesstraße B 189 mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen?

Die B 189 wird vor Baustart der A 14 in Brandenburg nach Osten verlegt. Das kann parallel zum laufenden Verkehr auf der jetzigen B 189 realisiert werden, sodass die Verkehrseinschränkungen auf der B 189 nur für wenige Tage bestehen werden, wenn nach Abschluss der Arbeiten der Verkehr auf die neue Fahrbahn verlegt wird. In Sachsen-Anhalt wird die neue Autobahn A 14 in dem Bereich, in dem sie über der Trasse der heutigen B 189 entsteht, wechselseitig gebaut. Das bedeutet, dass zunächst die westliche Fahrbahn der A 14 in Fahrtrichtung Süd errichtet wird, während der Verkehr weiter auf der bestehenden B 189 fließt. Wenn die Fahrbahn fertig ist, wird der Verkehr von der B 189 vollständig auf diese verlegt. Es folgt der Bau der östlichen Fahrbahn in Fahrtrichtung Nord.

Auf welche Weise vermindert die DEGES die Staubentwicklung bei den Arbeiten am Damm?

Die DEGES befeuchtet die Fahrbahn regelmäßig und entfernt schädliche Materialien wie Sand und kleine Steine. Nach der Fertigstellung der Dammflächen werden diese mit einer Anspritzbegrünung versehen, um so auch die Staubbildung zu minimieren.

Wann startet der Bau der Elbebrücke und wie ist der Ablauf?

Ab Frühjahr 2022 beginnen die Arbeiten an der neuen Elbebrücke. Das verlinkte Video veranschaulicht den Bauablauf und das Verfahren beim Errichten der Brücke.

Wie sind die Lärmschutzwände auf der Elbebrücke aufgebaut?

Es handelt sich hierbei um Multifunktionswände aus Verbundsicherheitsglas mit einer Höhe von vier Metern. Sie dienen als Lärmschutz für Mensch und Tier sowie als Kollisions- und Irritationsschutz für Vögel und Fledermäuse. Im unteren Bereich sind die Multifunktionswände über eine Höhe von einem Meter lichtundurchlässig. Dadurch wird vermieden, dass Vögel und Fledermäuse durch die Fahrzeuge auf der Brücke geblendet werden. Auf die transparenten Flächen wird ein spezielles Punktemuster aufgetragen. Dieses ist nachweislich für Vögel gut erkennbar und dient effektiv als Kollisions- und Irritationsschutz. In den Planungsprozess hat die DEGES einen führenden Experten zum Thema Vermeidung von Vogelanprall an Glasflächen und Mitautor der Publikation „Vogelfreundliches Bauen mit Glas und Licht“ der Schweizerischen Vogelwarte Sempach zur Beratung einbezogen.

Wie werden die umliegenden Straßen künftig neu sortiert?

In Brandenburg wird die heutige B 189 zwischen der Lenzener Straße und der Elbe in eine neue Lage etwas östlich von der derzeitigen Trasse gebracht. In ihrem neuen Verlauf führt sie als Landesstraße L 112 von der Lenzener Straße in Richtung Süden bis zur bzw. über die bestehende Elbebrücke. Auf der anderen Seite der Elbe in Sachsen-Anhalt wird die heutige B 189 zur Landesstraße L 38 abgestuft. Sie verläuft zunächst weiter auf der heutigen B 189-Trasse, bis sie südlich von Märsche auf die heutige Kreisstraße K 1020 stößt. Die K 1020 wird zur L 38 hochgestuft. Die Ertüchtigung der K 1020 erfolgt durch den Landkreis Stendal bis voraussichtlich 2023. Durch diese Führung entsteht östlich der A 14 eine Verbindung zwischen Wittenberge und der L 2 abseits der Autobahn.

Der Teil der heutigen Bundesstraße B 189, der vom jetzigen Abzweig der K 1020 (spätere L 38) weiter nach Geestgottberg verläuft, wird zur Verlängerung der Alandstraße. Die Anbindung an die Alandstraße erfolgt mit Hilfe einer Unterführung der A 14 nördlich von Geestgottberg. Von dort verläuft die verlängerte Alandstraße zunächst parallel zur A 14 bis etwa Höhe Wahrenberger Weg. Ab dort folgt sie ihrem jetzigen Verlauf weiter in Richtung Süden zur Landestraße L 2. Die heute baufällige Krugbrücke wird durch einen Ersatzneubau ersetzt. Damit wird westlich der A 14 eine parallele Verbindung zwischen Geestgottberg und der L 2 geschaffen.

Der künftige Verlauf sowie die Neuordnung sind auf Folie 11 ff in der Präsentation aus der Informationsveranstaltung vom 15. Juni 2021 zu erkennen.

Wann ist der Neubau der Krugbrücke im Verlauf der Alandstraße geplant?

Die Krugbrücke wird parallel zu den Arbeiten an der Autobahn errichtet. Aktuell ist der Baubeginn im Jahr 2023 geplant und die Bauzeit auf rund ein Jahr angesetzt.

Welche Ausgleichsmaßnahmen sind für die Eingriffe in die Natur vorgesehen?

Bei der Planung und beim Bau der Autobahn A 14 wird sichergestellt, dass die Eingriffe in die Lebenswelt von Tieren und Pflanzen so gering wie möglich ausfallen und die Natur im Streckenverlauf nicht nachhaltig beeinträchtigt wird. Nicht vermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft werden durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert.
So werden beispielsweise als Ausgleich für die erforderlichen Baumfällungen Bäume wieder neu gepflanzt. Für Baumverluste werden zum Beispiel auch sogenannte „Komplexmaßnahmen“ umgesetzt. Im Rahmen dieser Maßnahmen entsteht beispielsweise im Bereich des Elbdeichvorlandes ein Auwald. Zudem werden in der Landschaft selbst Gehölzbereiche neu erstellt. Mit diesen Arbeiten wurde bereits begonnen, zum Beispiel wurden bereits Bäume im Bereich der ehemaligen Bahnverladerampe gepflanzt.
Weitere Ausgleichsmaßnahmen beinhalten die Anlage weiterer Flächen für den Arten- und Habitatschutz sowie die Schaffung von Überflutungsflächen, neuen Auenlebensräumen und Nistmöglichkeiten für Brutvögel.

Ausgleich und Ersatz für den Bau der Autobahn A 14 im Abschnitt 3

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen dienen dazu, Eingriffe in die Natur, die für ein bestimmtes Vorhaben getätigt werden, zu kompensieren. Bereits im Zuge der Planung sind die betroffenen Bereiche untersucht und kartiert worden. Dabei wurde auch geprüft und abgewogen, in welcher Art und in welchem Umfang später Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zur Kompensation der Eingriffe umgesetzt werden können. Diese Untersuchungen fließen in das Genehmigungsverfahren ein. Im Planfeststellungsbeschluss wird genau festgelegt, welche Maßnahmen für welche betroffenen Pflanzen- und Tierarten umgesetzt werden. Die Planung und die konkrete Umsetzung vor Ort übernehmen die Umweltexperten der DEGES gemeinsam mit externen Fachgutachtern. Alle Maßnahmen sind auf Langfristigkeit ausgelegt. Dabei wird in der Regel ein Zeitrahmen von 30 Jahren angesetzt.

Überblick der Maßnahmen

Insgesamt werden für den Neubau der A 14 zwischen der AS Seehausen-Nord und Wittenberge Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen in einem Umfang von circa 88 Hektar verwirklicht.

Hierbei handelt es sich beispielsweise um:

  • Neupflanzungen von rund 400 Bäumen
  • Umsetzung von sogenannten „Komplexmaßnahmen“, beispielsweise die Entwicklung eines Auwalds im Elbdeichvorland bei Beuster
  • Neuerstellung von circa drei Hektar Gehölzbereichen in der Landschaft
  • Anlage weiterer Flächen für den Arten- und Habitatschutz
  • Schaffung von neuen Auenlebensräumen und Nistmöglichkeiten für Brutvögel und Fledermäuse

Über diese projektspezifischen Maßnahmen hinaus beteiligt sich die DEGES zur Kompensation der Eingriffe an komplexen Flächenpoolmaßnahmen (Deichrückverlegung Sandau Nord, Revitalisierung des Jävenitzer Moors, Wiedervernässung der Elslaake bei Schollene).

Zusätzlich erfolgt eine umweltfachliche Gestaltung des Autobahnkörpers (Einschnitte, Böschungen, Anschlussstellen).

Beispiele

Anlage von Amphibienteichen

Auf Brandenburger Seite sind bereits vor Baubeginn sogenannte CEF-Maßnahmen umgesetzt worden. Durch diese Maßnahmen wird die ökologische Funktion in den vom Bau der Autobahn betroffenen Bereichen durchgehend gesichert. Ab Februar 2020 wurden entlang der Trasse in den Bereichen, in denen die DEGES bereits Grundstücke erwerben konnte, Amphibienschutzzäune errichtet. Die Amphibien und Reptilien, vor allem Erd- und Knoblauchkröten, Teich- und Kammmolche sowie Zauneidechsen, Waldeidechsen und Ringelnattern, wurden im Jahresverlauf 2020 aus diesen Bereichen abgesammelt und in neue Quartiere gebracht. Die insgesamt zehn neuen Amphibienteiche waren bereits vorab in den Flurstücken zwischen dem Kahlhorstweg und dem Gewerbegebiet angelegt worden.

Neu angelegtes Kleingewässer am Kahlhorstweg, Wittenberge (Brandenburg)
Neu angelegtes Kleingewässer am Kahlhorstweg, Wittenberge (Brandenburg) | Bildnachweis: DEGES

In Sachsen-Anhalt erfolgt das Absammeln der Amphibien und Reptilien im Jahresverlauf 2021. Die Tiere werden in ihre neuen Quartiere umgesetzt, welche sich südlich von Geestgottberg befinden.

Neu angelegtes Kleingewässer südlich Geestgottberg (Sachsen-Anhalt)
Neu angelegtes Kleingewässer südlich Geestgottberg (Sachsen-Anhalt) | Bildnachweis: DEGES

Neupflanzungen von Gehölzen und Bäumen

Mit diesen Arbeiten wurde bereits begonnen, zum Beispiel wurden Bäume im Bereich der ehemaligen Bahnverladerampe gepflanzt. Im Vorfeld wurde dazu ein vorhandener Schotterstreifen entfernt, der Boden gelockert und mit Oberboden ergänzt. Zur Entwicklung einer Hecke aus Bäumen und Sträuchern erfolgte eine Pflanzung mit heimischen Gehölzarten. Die Maßnahme wird durch Benjeshecken (Totholzhecken, die einen Rückzugsort für Insekten, kleine Säugetiere, Vögel und Reptilien bilden) sowie Strukturelemente für Zauneidechsen, wie Stein- und Holzhaufen, ergänzt.

Auch im Umfeld der neu angelegten Teiche bei Geestgottberg wurden bereits Laubgehölze gepflanzt.

Pflanzung von Laubgehölzen nordöstlich von Geestgottberg
Pflanzung von Laubgehölzen nordöstlich von Geestgottberg | Bildnachweis: DEGES
Pflanzung einer Obstbaumgruppe nördlich von Vielbaum
Pflanzung einer Obstbaumgruppe nördlich von Vielbaum | Bildnachweis: DEGES

Nistmöglichkeiten für Brutvögel und Fledermäuse

Im Bereich der neuen A 14-Trasse zwischen Seehausen und Wittenberge sind verschiedene Vogelarten ansässig, darunter die Schleiereule, die Rauchschwalbe und der Hausrotschwanz. Auch Fledermäuse leben in diesem Bereich der Altmark, unter anderem Abendsegler, Bartfledermäuse, Mausohren, Langohren sowie Zwerg- und Mückenfledermaus. Durch den Bau und Betrieb der Autobahn werden ihre Lebensräume teilweise beeinflusst. Diese Beeinflussungen werden so gering wie möglich gehalten. Dafür werden beispielsweise Leitpflanzungen angelegt, die die Tiere zu sicheren Orten führen, an denen das Überfliegen der Trasse möglich ist. Die Gestaltung der Lärmschutzwände erfolgt auch unter dem Gesichtspunkt des Vogelschutzes (Irritationsschutz). Um sicherzustellen, dass die bestehenden Populationen in Altmark und Prignitz auch nach dem Bau der Autobahn so gute Lebens- und Brutbedingungen vorfinden, dass sie weiter wachsen können, werden darüber hinaus zusätzliche Nistmöglichkeiten und Quartiere angelegt.

Die neuen Nistquartiere sollen in der Nähe der heutigen Lebensräume der Tiere angelegt werden. Die drei neuen Standorte für die Nistkästen der Schleiereulen werden in einem Radius von zehn Kilometern um ihr heutiges Quartier herum gesucht. Die Nistkästen für Hausrotschwanz und Rauchschwalbe sowie die Quartiere für die Fledermäuse können auch in einem weiteren Umkreis entstehen.

Suchraum für die Standorte der neuen Schleiereulen-Quartiere
Suchraum für die Standorte der neuen Schleiereulen-Quartiere | Bildnachweis: DEGES

Bei der Suche nach geeigneten Standorten benötigt die DEGES die Mithilfe der Bevölkerung. Gesucht werden private oder gewerbliche Grundstücke, auf denen Nistkästen für Schleiereulen, Hausrotschwänze und Rauchschwalben sowie Quartiere für Fledermäuse angelegt werden können. Wichtiger Hinweis für die Eigentümer: Die neu geschaffenen Nistmöglichkeiten werden in das Grundbuch eingetragen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Ausgleichsmaßnahme auf Dauer angelegt wird.

Die DEGES trägt vollumfänglich alle Kosten für den Bau, die Installation und die Wartung der Kästen. Die Eignung der Standorte wird vorab durch einen Gutachter überprüft.

Interessierte, die die Möglichkeit und das Interesse haben, Brutvögeln oder Fledermäusen ein neues Zuhause zu geben, können sich über das Kontaktformular auf dieser Webseite bei der DEGES melden. Das Bürgertelefon steht montags bis sonntags zwischen 8 und 20 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 5895 2479 zur Verfügung. Die DEGES wird sich umgehend zurückmelden und alle weiteren Details im Gespräch klären.

Die Tierarten und ihre Anforderungen

Nistkästen für Schleiereulen

Die Schaffung von drei neuen Schleiereulen-Nistkästen ist eine Vorgabe des Planfeststellungsbeschlusses. Die Nistkästen sollen innerhalb eines Radius von etwa zehn Kilometern um das heutige Quartier der Tiere herum installiert werden. Bis zur Fertigstellung der Trasse, die derzeit für 2025 geplant ist, sollen auch die neuen Nistmöglichkeiten fertiggestellt sein. Um den Tieren Gelegenheit zu geben, sich in ihr neues Quartier einzugewöhnen, möchte die DEGES die neuen Nistkästen so frühzeitig wie möglich anbringen.

Schleiereulen brüten in dunklen, geräumigen Nischen oder Höhlen, meistens innerhalb von Gebäuden. Die Nistkästen sollten daher idealerweise in einem Gebäude (Kirchturm, Scheune, Dachstuhl oder ähnliches) untergebracht werden, das ansonsten nicht genutzt wird und Ruhe für die Tiere bietet. Die Nistkästen sind in der Regel 120 x 80 x 70 Zentimeter groß. Der Einflug in die Kästen sollte störungsfrei möglich sein.

Ein Nistkasten auf dem Grundstück bietet die Möglichkeiten, die geschützten Schleiereulen aus der Nähe zu beobachten
Ein Nistkasten auf dem Grundstück bietet die Möglichkeiten, die geschützten Schleiereulen aus der Nähe zu beobachten | Bildnachweis: istockphoto.com/M-Reinhardt

Quartiere für Fledermäuse

Die Neuschaffung von Quartieren für Fledermäuse ist im Planfeststellungsbeschluss nicht vorgegeben. Der Bedarf an Ersatzquartieren wurde erst im Zuge bauvorbereitender Maßnahmen deutlich. Die DEGES legt dennoch Wert darauf, den betroffenen Tieren schnellstmöglich ein neues Zuhause zu bieten und sucht nach geeigneten Standorten für vier Fledermauskästen.

Fledermauskästen können an Bäumen, Außenwänden oder auch in störungsarmen Gebäudebereichen (Dachböden, Scheunen, Außenwände) angebracht werden. Die Standorte sollten möglichst in der Nähe von Wäldern liegen. Die Kästen sollten nicht der prallen Sonne ausgesetzt und möglichst frei von Zugluft sein. Um einen störungsfreien An- und Abflug zu ermöglichen, sollten die Kästen in einer geeigneten Höhe angebracht werden. Ideal sind zwischen drei und fünf Meter über dem Boden. Der Bereich vor der Ein- und Ausflugsöffnung sollte frei gehalten werden.

Fledermäuse sind nachtaktiv. Für einen gesunden Tagschlaf bevorzugen sie dunkle und geschützte Quartiere
Fledermäuse sind nachtaktiv. Für einen gesunden Tagschlaf bevorzugen sie dunkle und geschützte Quartiere | Bildnachweis: istockphoto.com/Faultier

Nistkästen für Hausrotschwänze

Der Hausrotschwanz ist in Sachsen-Anhalt sehr häufig anzutreffen. Die Art ist sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum zuhause. Der Bedarf an neuen Nistmöglichkeiten wurde erst im Zuge bauvorbereitender Maßnahmen deutlich. Um den betroffenen Tieren schnellstmöglich ein neues Zuhause zu bieten und insgesamt die Population zu stärken, sollen neue Nistmöglichkeiten geschaffen werden. Die DEGES plant, insgesamt drei Nistkästen für den Hausrotschwanz neu anzulegen.

Der Hausrotschwanz ist ein Zugvogel und zwischen März und November in unseren Breiten ansässig. Die Nester des Hausrotschwanzes befinden sich häufig in Höhlen und Felsspalten, er bewohnt jedoch auch Nischen und kleinere Öffnungen an Gebäuden. Die Nistkästen imitieren die natürlichen Gegebenheiten. Ideal sind sogenannte Halbhöhlen. Diese Kästen sind etwa 30 Zentimeter hoch, bis zu 20 Zentimeter breit und – inklusive abgeschrägtem Dach – rund 25 Zentimeter tief. Sie können an Bäumen oder Gebäudewänden in einer Höhe von zwei bis drei Metern angebracht werden. Die Kästen sollten möglichst nicht der prallen Sonne und auch keinen starken Wettereinflüssen ausgesetzt sein. Ideal ist eine Ausrichtung nach Osten bzw. Südosten.

Der Hausrotschwanz ist ein Singvogel, der vor allem morgens, teilweise aber auch ganztägig sein Lied erklingen lässt
Der Hausrotschwanz ist ein Singvogel, der vor allem morgens, teilweise aber auch ganztägig sein Lied erklingen lässt | Bildnachweis: istockphoto.com/Andyworks

Nistmöglichkeiten für Rauchschwalben

Rauchschwalben gelten als Glücksbringer und gehören zu den ersten Vorboten des Sommers, denn sie kehren oft bereits im März aus ihren Winterquartieren in unsere Breiten zurück. Mit dem Anbringen von vier neuen Nistgelegenheiten soll die Population der geschützten Tiere in Altmark und Prignitz gestärkt werden.

Rauchschwalben bauen ihre Nester bevorzugt innerhalb ländlicher Gebäude, wie beispielsweise Ställe, Scheunen oder Lagerhallen. Um heimisch werden zu können, benötigen sie einen freien Einflug in die Gebäude sowie eine geeignete Nisthilfe. Dabei wird den Vögeln ein „Fundament“ für ihre Nester angeboten. Hierfür wird ein Brett (Maße circa 18 x 18 Zentimeter) in circa zwölf bis vierzehn Zentimeter Abstand von der Decke an der Wand oder an einem Stützbalken angebracht. Die Standorte für die Nester sollten sicher vor dem Zugriff von Katzen und Mardern sowie geschützt vor Zugluft sein. Typischerweise brüten Rauchschwalben in Einzelpaaren oder kleinen Gruppen. Daher sollte auf einen ausreichenden Abstand zwischen den Nistplätzen geachtet werden. Den Rest des Nestbaus erledigen die Vögel in Eigenarbeit und suchen sich das Baumaterial, vor allem Erde, Lehm oder Pflanzenreste, in der Regel selbst.

Rauchschwalben bleiben ihrem Zuhause ein Leben lang treu und kehren jeden Sommer in ihr Nest zurück | Bildnachweis: istockphoto.com/Elena_Fox

A 14: Lückenschluss Magdeburg – Wittenberge – Schwerin

Die Nordverlängerung der Autobahn A 14 von Magdeburg über Wittenberge nach Schwerin ist das größte Bundesfernstraßenprojekt in den östlichen Bundesländern

Die gesamte Neubautrasse verläuft über eine Länge von insgesamt 155 Kilometern durch die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Durch die Nordverlängerung wird die größte noch bestehende Lücke im deutschen Autobahnnetz geschlossen, mit Bundesinvestitionen von mehr als 1,7 Milliarden Euro wird dies möglich. Die Ortschaften im Einzugsbereich der neuen Autobahn werden mit der A 14 direkt an das deutsche Autobahnnetz und an das europäische Fernstraßennetz angebunden.

In Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erschließt die neue Autobahn A 14 die bislang autobahnfreie Region zwischen den Autobahnen A 2, A 7, A 24 und A 10. Für die Wirtschaftsstandorte im mitteldeutschen Wirtschaftsraum wird eine leistungsfähige Anbindung zu den Häfen an der Ostseeküste geschaffen. Die Ortschaften im Einzugsbereich der neuen Autobahn werden mit der A 14 direkt an das deutsche Autobahnnetz und an das europäische Fernstraßennetz angebunden.

Im Zuge des A 14-Lückenschlusses entstehen 96,9 km in Sachsen-Anhalt, 32,1 km in Brandenburg und 25,8 km in Mecklenburg-Vorpommern.

Die DEGES setzt mehrere Abschnitte der Autobahn A 14 in Brandenburg und Sachsen-Anhalt um

Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Autobahn A 14 bereits fertiggestellt und in Betrieb.

Brandenburg

In Brandenburg plant und realisiert die DEGES den A 14-Abschnitt von der Anschlussstelle Wittenberge bis zur Anschlussstelle Karstädt (Abschnitt 4). Der Planfeststellungsbeschluss wird frühestens Ende 2021 erwartet.

Der ebenfalls von der DEGES geplante und realisierte Abschnitt von der Anschlussstelle Karstädt bis zur Anschlussstelle Groß Warnow (Abschnitt 5) ist fertiggestellt und wurde im Dezember 2015 dem Verkehr übergeben.

Brandenburg und Sachsen-Anhalt

Die länderverbindende neue Elbebrücke bei Wittenberge sowie die anschließenden landseitigen Abschnitte in Sachsen-Anhalt und Brandenburg bilden einen zusammenhängenden Abschnitt (Abschnitt 3) der neuen Autobahn A 14. Für diesen besteht seit dem 24. Oktober 2019 vollziehbares Baurecht. Der Spatenstich zum offiziellen Baubeginn erfolgte am 16. Oktober 2020.

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt plant und realisiert die DEGES den Bau der A 14 im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Dahlenwarsleben und der Anschlussstelle Wolmirstedt (Abschnitt 1.1). Das Planfeststellungsverfahren wurde im Februar 2011 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 14. Oktober 2020.

Die Umsetzung des Abschnitts von der Anschlussstelle Osterburg bis zur Anschlussstelle Seehausen Nord (Abschnitt 2.2) übernimmt die DEGES, sobald vollziehbares Baurecht vorliegt. Informationen zu diesem Abschnitt und weiteren in Planung und Bau befindlichen Abschnitten finden Sie auf der Webseite der Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Ost.

Der Gesamtverlauf der Autobahn A 14 Magdeburg – Wittenberge – Schwerin – Wismar

Karte Gesamtverlauf

Förderung durch die EU

Die Länder Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben die DEGES auch mit der Erarbeitung des Großprojektantrages zur Förderung der A 14 Magdeburg – Wittenberge – Schwerin aus EFRE-Mitteln in der Förderperiode 2007 bis 2013 einschließlich Begleitung des Genehmigungsverfahrens beauftragt. Der Dienstleistungsvertrag konnte inzwischen erfolgreich abgeschlossen und abgerechnet werden.

Informationsveranstaltung am 15. Juni 2021

Alle Interessierten waren zur digitalen Informationsveranstaltung zum Bauablauf für den Neubau der Autobahn A 14 zwischen der Anschlussstelle Seehausen-Nord und Wittenberge eingeladen. Wir haben über den Stand der Planung informiert und es konnten Fragen an die Experten der DEGES gestellt werden.

Blick ins Studio
Blick ins Studio. | Bildnachweis: Saskia Uppenkamp

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Bürgertelefon

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Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL

Unser Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL informiert regelmäßig über den aktuellen Stand aller DEGES Projekte in Brandenburg. Damit bleiben Sie auf dem Laufenden zu Planung, Veranstaltungen, Genehmigungsverfahren und Umsetzung der Verkehrsprojekte der DEGES in Brandenburg. Sie können sich online für den Informationsdienst anmelden und alle bisherigen Ausgaben anschauen.

Kontaktformular

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Projektbroschüre zum Spatenstich

Präsentation

Die in der Informationsveranstaltung gezeigte Präsentation mit allen Informationen zum Stand der Planung sowie unseren Kontaktmöglichkeiten können Sie sich hier als PDF-Datei herunterladen.