icon-arrow-right

A 100/A 115: Umbau des Autobahndreiecks Funkturm In Planung

Berlins Infrastruktur fit für die Zukunft machen

Informationen per E-Mail erhalten

Bitte registrieren Sie sich hier, um Informationen und Veranstaltungshinweise zum Projekt künftig per E-Mail zu erhalten.

Informationsveranstaltung am 31. Oktober 2019

Am 31. Oktober 2019 stellte die DEGES der breiten Öffentlichkeit den Planungsstand und den Beteiligungsprozess für den Umbau des Autobahndreiecks Funkturm in der Urania Berlin vor. Etwa 400 Anwohnerinnen und Anwohner nutzten die Gelegenheit, sich zum aktuellen Stand zu informieren und ihre Fragen und Anmerkungen an die Experten der DEGES zu richten. Der Live-Stream der Veranstaltung konnte rund 300 Aufrufe verzeichnen.

Die Aufzeichnung des Informationsveranstaltung sehen Sie hier:

Bitte aktivieren Sie Cookies, um diesen dynamischen Medieninhalt anzuzeigen.

Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten die Projektverantwortlichen die aktuelle Vorzugsvariante, erläuterten die anstehenden Planungsschritte und beantworteten zahlreiche Fragen aus dem Publikum. Insbesondere die zukünftige Verkehrsführung an der Anschlussstelle Messedamm, Lärmschutzaspekte und die zukünftige Verkehrssituation an der Jafféstraße waren dabei von großem Interesse.

Die Veranstaltung bildete den Auftakt des Dialog- und Beteiligungsverfahrens. In Folgeveranstaltungen, insbesondere in den Themenwerkstätten im kommenden Jahr, wird die DEGES noch näher auf die Belange der Anwohnerinnen und Anwohner sowie einzelne Detailaspekte eingehen. In der Zwischenzeit steht für Fragen weiterhin das Bürgertelefon unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 5895 2497 zur Verfügung. Außerdem können Interessierte ihre Fragen direkt über das Kontaktformular an die Experten der DEGES richten.

 

Bürgertelefon

Sie haben Fragen zu einem unserer Projekte? Dann rufen Sie gerne an. Sie erreichen unser Bürgertelefon montags bis sonntags zwischen 8 und 20 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 5895 2479.

Fragen und Antworten

Welche Vorteile bringt der Umbau des Autobahndreiecks Funkturm?

Durch den Umbau des Autobahndreiecks Funkturm wird dessen Funktionsfähigkeit im Berliner Netz erhalten und langfristig gesichert. Die Neuorganisation der Verkehrsführung sorgt für einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss, reduziert Staus und verbessert die Verkehrssicherheit. Für die Anwohner in der Eichkampsiedlung sowie im Bereich Dernburgstraße werden neue Lärmschutzwände errichtet. Die heute bestehenden dauerhaften Verkehrseinschränkungen (u.a. Geschwindigkeitsbeschränkungen und Nutzungseinschränkungen für Lkw) können nach dem Umbau aufgehoben werden. Auch wird es weniger temporäre Baustellen für die Instandhaltung geben, die in den vergangenen 15 Jahren aufgrund des hohen Wartungsaufwand erforderlich waren und für Pendler, Durchreisende und Lkw-Fahrer ein immer wieder kehrendes Ärgernis bildeten. Durch den Umbau werden Flächen frei, für die ein städtebauliches Begleitkonzept erstellt wird.

Warum ist die Variante „A 115 in Mittellage“ die derzeitige Vorzugsvariante?

Für den Umbau hat die DEGES auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt aus dem Jahr 2014 verschiedene Varianten geprüft, weiterentwickelt und unter verkehrlichen, wirtschaftlichen, umweltbezogenen und stadtplanerischen Gesichtspunkten bewertet. Nach Abwägung aller Kriterien hat sich die derzeitige Vorzugsvariante für die weitere Planung ergeben. Das neue Autobahndreieck soll mit der „A 115 in Mittellage“ des heutigen Rasthofes AVUS errichtet werden. Das bedeutet, dass die heute halbbogenförmig um den Rasthof AVUS herum verlaufende A 115 zukünftig geradeaus über die Mitte des Rasthofgeländes geführt wird und sich nicht mehr an der Nordkurve der AVUS orientieren wird. Die Verbindungsrampen werden teilweise verlängert und baulich so gestaltet, dass sie zukünftig mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h befahren werden können. Die Anschlussstelle Messedamm wird verlegt. Die Verkehrsströme werden geordnet. Durch den Umbau und die Neuorganisation wird der Verkehrsfluss verbessert. Dadurch vermindern sich das Risiko von Staus und Unfällen, und Autos, Liefer- und Lastwagen können den Knoten zukünftig sicherer und reibungsloser passieren. Im Ergebnis der Variantenuntersuchung hat sich die Führung der A115 in Mittellage des Rasthofgeländes als einzige verkehrlich zufriedenstellende Variante herausgestellt. Dies ist maßgeblich durch die städtebaulichen Zwangspunkte bedingt (angrenzende Bebauung, Bahnanlagen, Höhensituation). Nur die Mittellage der A 115 ermöglicht eine geometrisch ausgewogene und regelgerechte Rampenanbindung an die A 100 in beide Richtungen (Nord und Süd). Städtebauliche Potentiale werden auch bei der Mittellage der A 115 geschaffen. Der Rasthof AVUS wird geschlossen. Die denkmalgeschützten Gebäude des AVUS-Motels und der AVUS-Tribüne bleiben erhalten. Das neue Autobahndreieck Funkturm und seine Nebenbetriebe werden insgesamt weniger Platz beanspruchen. Durch die Verlagerung der Lkw- Stellplätze werden zu beiden Seiten der Autobahn A 115 einige Hektar Fläche frei. Für diese Flächen wird ein städtebauliches Begleitkonzept durch die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen erstellt.

Warum wurde die Variante „Randlage Messe“ verworfen?

Die Variante „Randlage Messe“ war eine von mehreren Varianten für den Umbau. Sie wurde sehr intensiv zusammen mit der Senatsverwaltung für Verkehr untersucht. Im Zuge der Variantenprüfung wurden erhebliche verkehrliche Nachteile sowie Defizite bei der Verkehrssicherheit deutlich Die Nachteile der Randlage für den Verkehr wiegen deutlich schwerer als die Nachteile der Mittellage für den Städtebau.

Berücksichtigt der Umbau die Veränderung des Verkehrs in Berlin?

Die DEGES erneuert das Autobahndreieck Funkturm inklusive der teilweise stark beschädigten Bauwerke, damit es langfristig für den Verkehr nutzbar ist und die Mobilität von Menschen und Gütern gesichert bleibt. Die Kapazität des Autobahndreiecks wird durch die baulichen Maßnahmen nicht erhöht. Das bedeutet, dass das Autobahndreieck auch weiterhin rechnerisch nicht für die heutigen oder zukünftigen Verkehrsmengen ausgelegt ist. Derzeit nimmt der Verkehr auf den Straßen auch im Land Berlin wieder zu. Die angestrebte Verkehrswende und die damit einhergehenden Abnahmen im Straßenverkehr könnten die verkehrlichen Verhältnisse am Autobahndreieck Funkturm entlasten. Die Leistungsfähigkeit des umgebauten Autobahndreiecks wäre dann erreicht, wenn der Verkehr im Vergleich zum Ist-Zustand um circa 30 Prozent zurückgehen würde.

Warum wird die Verkehrsführung am Autobahndreieck geändert und nicht einfach in seiner heutigen Form beibehalten?

Heute ballen sich auf der A 100 im Bereich des Autobahndreiecks Funkturm in dichter Folge die Anschlussstellen Kurfürstendamm, Messe und Kaiserdamm. Der verkehrliche Standard dieser Verkehrsführung ist nach heutigem Ermessen und unter der vorhandenen Verkehrsbelastung für einen Neubau nicht mehr tragbar. Die schnelle Abfolge der Rampen, die ungewöhnlich kurzen Ein- und Ausfädelungsspuren, die häufigen Spurwechsel insbesondere im Zusammenhang mit den notwendigen Ein- und Ausfahrvorgängen sowie das hohe Verkehrsaufkommen bringen immer wieder den Verkehrsfluss ins Stocken und stellen ein Risiko für die Verkehrssicherheit dar. Die heute im Autobahndreieck bestehenden Verkehrsführungen entsprechen nicht dem Stand der Technik und wären mit einem Umbau nicht mehr genehmigungsfähig.

Warum muss die Anschlussstelle Messedamm grundsätzlich und dann so nah an die Eichkampsiedlung verlegt werden?

Um die Verkehrssicherheit an Knotenpunkten zu gewährleisten, müssen diese erkennbar, übersichtlich und begreifbar sein. Insbesondere, wenn Knotenpunkte aufeinander folgen (hier: AD Funkturm und AS Messedamm) müssen die Abstände der Ein- und Ausfädelungsstreifen sowie der Bereiche, in denen sich die Verkehre zur Sortierung in die verschiedenen Richtungen verflechten können, ausreichende Längen haben. Diese Längen sind ebenso erforderlich, um sich zu orientieren, genug Zeit für das Lesen von wegweisender, verkehrsregelnder und verkehrsbeeinflussender Beschilderung zu haben und dann noch sicher reagieren zu können. Maßgeblich aus diesen Gründen werden in den Regelwerken für den Straßenentwurf Mindestlängen und Mindestabstände für Ein-und Ausfädelungsstreifen sowie für Verflechtungsbereiche vorgegeben. Diese Längen sind im derzeitigen Zustand auf der Autobahn A 100 bei weitem nicht gegeben (zum Beispiel AS Kurfürstendamm: 50 m) und müssen mit dem Umbau des Autobahndreiecks weitest möglich hergestellt werden. Dafür wird die Anschlussstelle Messedamm auf die weniger stark befahrene A 115 verlegt. Auch dort muss sie einen möglichst großen Abstand vom Autobahndreieck haben. Der größtmögliche Abstand ohne direkten Eingriff in die Eichkampsiedlung ist mit der vorgestellten Lage gegeben. Zur Überprüfung der zu erwartenden Verkehrsabläufe mit dieser neuen Situation wurde eine Mikrosimulation der verkehrlichen Abläufe durchgeführt. Diese zeigte, dass auch der Abstand nach der Verlegung der Anschlussstelle nicht für alle Verkehrsbeziehungen ausreichend ist. Aus diesem Grund musste eine zusätzliche separate Rampe von der neuen AS Messedamm in Fahrtrichtung Hamburg eingeplant werden. Die Einrichtung der AS Messedamm näher zum Autobahndreieck würde die vorhandenen Defizite im Autobahndreieck nicht bereinigen. Mit der ursprünglichen Variante nach der Machbarkeitsstudie würden die Verflechtungsbereiche zwischen den Ein- und Ausfädelungsstreifen auf der A 115 von den geplanten ca. 150 m nahezu gegen Null reduziert. Dies wäre nicht verkehrssicher und damit nicht genehmigungsfähig. Darüber hinaus besteht die Anschlussstelle aus insgesamt vier Kreuzungsbereichen, die hintereinandergeschaltet sind (2 x Anschlussstellenrampen/verlängerter Messedamm, 1 x Eichkampstraße/verlängerter Messedamm/Cordesstraße und 1x Jafféstraße/Messedamm/verlängerter Messedamm). Für alle Kreuzungen sind Aufstellbereiche vor den Lichtsignalanlagen erforderlich, die für die Leistungsfähigkeit der Anschlussstelle insgesamt maßgebend sind. Die aktuelle Vorzugsvariante bietet durch ihre Entwicklungslänge ausreichende Aufstelllängen. Andere Varianten mit kürzerem Abstand zwischen Messedamm/Jafféstraße und Autobahn würden diese nicht gewährleisten.

Welche Auf- und Abfahrten werden durch die neue Anschlussstelle Messedamm ersetzt?

Es werden alle Auf- und Abfahrten Messedamm/Messegelände ICC innerhalb des Autobahndreiecks durch die neue Anschlussstelle Messedamm ersetzt. Hierzu gehören: • A 100, FR Nord – Abfahrt Messedamm/Messegelände ICC (Halenseestraße Ost) • A 100, FR Süd – Abfahrt Messedamm/ Messegelände ICC (Durchfahrt ICC) und Auffahrt Messedamm/ Messegelände ICC (Halenseestraße West) • A 115, FR Nord – Abfahrt Messedamm/ Messegelände ICC (Halenseestraße Ost) und Auffahrt Messedamm/ Messegelände ICC (Rastplatz, FR Dresden) und Auffahrt Messedamm/ Messegelände ICC (Rastplatz, FR Hamburg) • A 115, FR Süd – Auffahrt Messedamm/ Messegelände ICC (Messedamm, FR Magdeburg). Diese Verkehrsbeziehungen sollen auf die neue Anschlussstelle Messedamm verlegt werden.

Wie wird die neuen Anschlussstelle Messedamm baulich ausgestaltet?

Die neue Anschlussstelle Messedamm soll nach der aktuellen Vorzugsvariante auf die weniger befahrene Autobahn A 115 verlegt werden. Durch die Verlegung werden die unübersichtlichen Verkehrsverhältnisse im Autobahndreieck Funkturm aufgelöst und die Verkehrssicherheit verbessert. Für die Gestaltung der Anschlussstelle, ebenso wie für den Umbau des Autobahndreiecks insgesamt, sind mehrere Varianten entwickelt und geprüft worden. Nach umfassender Abwägung verkehrlicher, städtebaulicher und umweltbezogener Aspekte hat sich die derzeitige Vorzugsvariante ergeben. Die Grundform der Anschlussstelle ist eine Raute mit parallel zur Autobahn verlaufenden Rampen. Sie entspricht ähnlichen Anschlussstellen in Berlin, wie sie bevorzugt innerstädtisch bei beengten räumlichen Verhältnissen gebaut werden. Im Prinzip ist die Form z.B. mit der Anschlussstelle Hüttenweg vergleichbar. In der derzeitigen Vorzugsvariante wird für die Anschlussstelle eine Unterführung des Messedamms als Autobahnzubringer unter der A 115 vorgesehen. Der Messedamm wird verlängert und läuft in einem geschwungenen Bogen senkrecht auf die A 115, die Zufahrt erfolgt über Rampen aus der Tieflage auf die Autobahn. Für die Umsetzung dieser Variante muss die Autobahn A 115 im Bereich der Anschlussstelle um einige Meter angehoben werden. Die Verkehrsströme für den durchgehenden Verkehr im Zuge von Jafféstraße und Messedamm werden vom Knotenpunkt getrennt unterführt. Der Messedamm an sich bleibt geländegleich. Eichkamp-, Jaffé- und Cordesstraße werden in Einschnittslage angebunden. Die Anschlussstelle soll sich so gut wie möglich städtebaulich in das Umfeld einfügen.

Welche Alternativen wurden für die Gestaltung der Anschlussstelle Messedamm und die Anhebung der A 115 geprüft?

Für die Anschlussstelle Messedamm wurde eine Vielzahl von Varianten untersucht. Die gegebenen städtebaulichen, verkehrlichen und geometrischen Randbedingungen schränken die Möglichkeiten zur Anordnung der Anschlussstelle stark ein und machen bereits in den frühen Planungsphasen sehr detaillierte Prüfungen erforderlich. Für die Anschlussstelle Messedamm wurde unter anderem eine Variante geprüft, in der der Messedamm als Brücke über die Autobahn A 115 verlängert würde. Dafür würde nicht die Autobahn erhöht werden, sondern es würden die Rampen der Anschlussstelle auf die gleiche Höhenlage gebracht. Die Sicht auf die Anschlussstelle an der A 115 aus der Siedlung Eichkamp wäre nicht wesentlich anders, als in der jetzigen Vorzugsvariante. Da sich bei der „Variante Brücke“ die Rampen näher an der Siedlung befänden als die Autobahn selbst, wäre die Ansicht ähnlich der Vorzugsvariante. Der Blick in Richtung Nordost auf die Brücke des verlängerten Messedamms käme dann dazu. Nach Abwägung der maßgebenden Kriterien wurde diese Variante, die auch von den Bewohnerinnen und Bewohnern der Siedlung Eichkamp abgelehnt wurde, als städtebaulich nachteiliger gewertet. Andere Varianten, bei denen die Anschlussstelle näher an das Autobahndreieck herangelegt wurde, mussten aufgrund des zu geringen Abstandes zum Autobahndreieck und dadurch zu geringer bzw. fehlender Verflechtungsbereiche (Spurwechsel, Ein- und Ausfädelung) verworfen werden.

Durch die neue Anschlussstelle verändert sich die Verkehrsmenge auf die Jafféstraße. Sind die Kapazitäten der Jafféstraße für das erhöhte Verkehrsaufkommen, auch zu Messezeiten, ausreichend?

Das Verkehrsaufkommen in der Jafféstraße wird nach dem Umbau durch die Verlegung der Anschlussstelle Messedamm höher sein als heute. Im Bestand hat die Jafféstraße zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung, d.h. insgesamt vier Fahrstreifen. Die Leistungsfähigkeit von 4-streifigen Stadtstraßen beträgt 3.600 bis 5.200 Kfz/h. Nach dem Umbau des AD Funkturm wird die Verkehrsbelastung auf der Jafféstraße in der Spitzenstunde ca. 2.500 Kfz/h betragen (Erhöhung um ca. 40%). Somit wird die Leistungsfähigkeit des Querschnittes ausreichend sein. Das Verkehrsaufkommen zu Messezeiten ist für die Berechnung der Leistungsfähigkeit nicht ausschlaggebend, da dies zu einer Überdimensionierung der gesamten Verkehrsanlagen führen würde. Wie aus den oben genannten Zahlen ersichtlich ist, sind jedoch selbst in der Spitzenstunde Reserven vorhanden.

Warum wird das Verkehrsaufkommen zu Messezeiten nicht bei den Berechnungen der Verkehrsmengen berücksichtigt?

Die Vorgehensweise für Leistungsfähigkeitsberechnungen beruht auf den im Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (Fassung von 2015, kurz: HBS) beschriebenen Verfahren für die Ermittlung der Qualität des Verkehrsablaufs an Autobahnen (Teil A) und Stadtstraßen (Teil S) den spezifischen Berliner Vorgaben für die Planung von Lichtsignalanlagen sowie den Richtlinien für Lichtsignalanlagen (kurz: RiLSA, Fassung von 2015). Für die verkehrstechnische Bemessung wird die Spitzenstunde bzw. die Verkehrsstärke in der 50. höchstbelasteten Stunde des Jahres als maßgebende stündliche Verkehrsstärke (MSV) zugrunde gelegt. Eine Bemessung von Verkehrsanlagen im Veranstaltungsverkehr würde zu einer Überdimensionierung von Verkehrsflächen führen. Durch die Schließung des Rasthofs AVUS und die neue Verkehrsführung „A 115 in Mittellage“ werden Freiflächen geschaffen, die theoretisch auch für die Veranstaltungs- und Logistikverkehre der Messe genutzt werden könnten. Der Umgang mit den Freiflächen und die entsprechenden Planungen liegen allerdings in der Hoheit des Landes Berlin.

Beeinflusst der Umbau die Wegebeziehungen für Fußgänger und Radfahrer?

Alle bisher vorhandenen Wegebeziehungen für Fußgänger und Radfahrer werden auch nach dem Umbau gewährleistet. Der Knotenpunktentwurf im Detail befindet sich noch im Planungs- bzw. Abstimmungsprozess. Bei der Anpassung der Stadtstraßen werden z.B. die Radwege entsprechend den aktuellen Ausführungsvorschriften der Berliner Senatsverwaltung ausgeführt und dadurch in einigen Streckenabschnitten gegenüber dem Bestand, insbesondere hinsichtlich der Querschnittsbreiten, deutlich verbessert.

Wo wird es während des Umbaus Sperrungen geben und welche Umleitungen sind geplant?

Der Umbau des Autobahndreiecks Funkturm erfolgt durchgängig unter fließendem Verkehr. Hierfür wird eine Behelfsautobahn parallel zur A 100 errichtet. Die Errichtung der A 115 „in Mittellage“ ist außerhalb des Bestandes und damit weitgehend unabhängig vom Verkehr auf der bestehenden Strecke möglich. Dennoch werden verkehrliche Einschränkungen nicht vermeidbar sein. Für die teilweise erforderlichen, abschnittsweisen oder zeitlich begrenzten Verkehrseinschränkungen und Sperrungen wird insbesondere der örtliche Verkehr von der Anschlussstelle Messe voraussichtlich über die Anschlussstelle Kaiserdamm geführt. Nach derzeitigem Planungsstand sollen die Verbindungen über die Anschlussstellen Kurfürstendamm und Kaiserdamm / Kaiserdamm Süd während der gesamten Bauzeit erhalten bleiben. Die Verbindung zwischen Eichkampstraße und Messedamm muss nach dem aktuellen Planungsstand für eine Bauphase gesperrt werden. Die Verbindung von der Eichkampstraße Richtung Stadt soll über Waldschulallee, Jafféstraße und Heerstraße gewährleistet werden. Die DEGES prüft im Zuge der anstehenden detaillierten Bauablaufplanung, ob zumindest zeitweise und in eine Richtung die Verbindung zwischen Eichkampstraße und Messedamm aufrechterhalten werden kann. Dabei können ggf. auch verkehrslenkende Maßnahmen wie Einbahnstraßenregelungen relevant werden. Die Details zur Verkehrsführung während der Bauzeit sowie zum Einsatz von verkehrslenkenden Maßnahmen werden im Laufe des weiteren Planungsverfahrens in Abstimmung unter anderem mit der Verkehrslenkung Berlin und dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf festgelegt.

Warum habe ich keine Einladung zur Informationsveranstaltung am 31. Oktober 2019 in der Urania Berlin erhalten?

Durch die DEGES wurde eine Verteilung an 27.000 Haushalte im Umfeld des Autobahndreiecks beauftragt. Im ausgewählten Bereich waren unter anderem die Eichkampsiedlung und die Siedlung Heerstraße enthalten. Nach einigen Rückmeldung zur offensichtlich nicht flächendeckend erfolgten Verteilung werden wir Konsequenzen ziehen. Zusätzlich zur Einladung als Postwurfsendung hat die DEGES bewusst parallel in den beiden Wochenzeitungen „Berliner Woche“ und „Berliner Abendblatt“ Anzeigen zur Informationsveranstaltung geschaltet, eine Pressemitteilung herausgegeben und die Veranstaltung auf der Webseite der DEGES bekannt gegeben. Der Siedlerverein der Eichkampsiedlung sowie Vertreter des Bezirks wurden durch ein persönliches Anschreiben direkt über die bevorstehende Veranstaltung informiert.

Ist es möglich, ganz oder teilweise einen „Deckel“ über dem Autobahndreieck Funkturm zu errichten?

Ein „Deckel“ über der Autobahn ist im Bereich des Autobahndreiecks nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Das Autobahndreieck Funkturm und seine Zulaufstrecken verlaufen oberirdisch in mehreren Ebenen übereinander und nicht in einem Geländeeinschnitt. Eine „Überdeckelung“ ist aufgrund des Umfanges in Lage und Höhe, der Höhensituation insgesamt und der angrenzenden Zwangspunkte (wie der Bahnanlagen) unrealistisch. Die DEGES beteiligt sich an der noch laufenden Diskussion zu einer eventuellen Deckelung des weiter nördlich zwischen Autobahndreieck Funkturm und Autobahndreieck Charlottenburg gelegenen Abschnitts der Autobahn A 100.

Welche Maßnahmen zum Lärmschutz sind geplant? Wie hoch werden die Lärmschutzwände und wie werden sie aussehen?

Zwischen der Autobahn A 115 und der Eichkampstraße werden neue Lärmschutzwände errichtet. Für die Anlieger der Dernburgstraße bzw. der angrenzenden Charlottenburger Stadtteile östlich der Autobahn A 100 werden im Zuge des Umbaus erstmals Lärmschutzwände errichtet. Diese Lärmschutzwände werden voraussichtlich eine Höhe von 7-8 Metern haben. Zudem wird es voraussichtlich an der A115 zum Stadtteil Grunewald hin eine neue Lärmschutzwand geben müssen, die nach aktuellem Planungsstand 2-3 m hoch sein muss. An der Jafféstraße ist neuer Lärmschutz auf Höhe des S-Bahnhofes möglich sowie voraussichtlich eine geringfügige Erhöhung der bestehenden Lärmschutzwände zur Wandalenallee hin. Die Höhe und auch Gestaltung der Lärmschutzwände werden erst im Laufe des weiteren Planungsverfahrens genau festgelegt.

Kontaktformular

Sie möchten mit uns in Kontakt treten? Dann schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular. Wir beantworten Ihr Anliegen schnellstmöglich. Für eine persönliche Ansprache füllen Sie bitte auch das Feld Name aus (nicht verpflichtend).

Cookies helfen uns, Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Mit Klick auf „Cookies erlauben“ bestätigen Sie die Verwendung von Cookies. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen